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Denkfehler, die uns Geld kosten (53) Warum Handys nichts kosten und trotzdem teuer sind

 ·  Menschen neigen dazu, langfristige Kosten zu unterschätzen. Das machen sich listige Verkäufer zunutze.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)

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Albert Weinstein

Jetzt oder später

Es hängt aber auch davon ab, ob man knapp bei Kasse ist. Wenn das Konto überzogen ist, nimmt man natürlich lieber gleich die 1000 Euro. Wenn ich genug Geld habe, kann ich hingegen gerne noch einen Monat warten.

Und dann haben Sie das Risiko vergessen: Wie sicher ist es denn, dass Sie tatsächlich in einem Monat zurückkommen? Wenn Sie ein windiger Kerl sind, dann lieber gleich her mit der Kohle. All das spielt bei solchen Experimenten eine psychologische Rolle. Ganz so doof sind die finanziell ungebildeteten Leute nämlich auch nicht.

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Martin Gaertner
Martin Gaertner (Rolf_) - 27.02.2013 12:14 Uhr

und warum?

Warum gibt es soviele Schuldner und warum gibt es soviele unüberlegte Handlungen ? Weil es uns die Banken und die Politik nicht anders vormachen. In der heutigen Zeit ist es so einfach wie nie zuvor geworden einen Kredit zunehmen und die Werbung aller 0 % Fianzierung mischt da nicht ohne Grund mit. Es werden so virtuelle Umsätze in Milliardenhöhe geschaffen, welche aber alle auf "Pump" sind. Die junge Generation von heute kann und will dem Konsumdruck nicht mehr standhalten und die Unternehmen reiben sich die Hände. Die Rechnung kommt aber noch, nämlich dann wenn die Kredite nicht mehr bedient werden können. Aus diesem Grund haben auch Inkassounternehmen groß konjunktur und das Ergebnis hatten wir 2008 mit Lemon Brothers.

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Piet Staker
Piet Staker (P.Staker) - 27.02.2013 11:14 Uhr

Verhaltensbiologisch erklärbar

Hyperbolic discounting ist übrigens verhaltensbiologisch erklärbar: In einer sich verändernden Umwelt ist oft es besser, das Mammut, den Bären oder den Spatz in der Hand zu haben als auf die Mammutherde, Bärenfamilie oder Taubenschar zu warten, die vielleicht kommt - oder eben auch nicht. Die Evolution sorgt dann für die entsprechenden Verhaltensmechanismen.
Die Behavioristen wissen das übrigens schon seit den 60ern, aber auf die will in Deutschland wohl niemand hören.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.02.2013 02:27 Uhr
Maxim Suckow
Maxim Suckow (Megestos) - 28.02.2013 02:27 Uhr

Behaviorismus funktioniert nicht bei Menschen

Etwas zugespitzt formuliert: Wenn Ökonomen unter anderem langfristige Kosten besser einschätzen lernen - heißt das, dass die Ausbildung ihre Gene manipuliert hat?

Nein, das Behavioristische Modell unterschätzt und ignoriert die Komplexität menschlichen Handelns, und kann nur zu derartigen Schlüssen kommen. Wenn man alle Einflüsse und Entscheidungsebenen, die sich nicht naturwissenschaftlich Ausdrücken lassen, weglässt, bleibt ein verfälschtes Bild übrig. Menschen kommen nicht als Verhaltensautomaten zur Welt, sondern werden geformt durch ihre kulturelle und soziale Umwelt (natürlich auch durch ihren Körper). Das galt übrigens auch für einen Mammutjäger, dessen Jagdverhalten sich nicht nur nach biologischen Imperativen, sondern auch nach soziokulturellen Tabus und Regeln richtete. Deswegen kann man menschliches Verhalten nicht rein Biologisch untersuchen, sondern muss Kultur- und Sozialwissenschaften heranziehen.

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Wilhelm Schumacher

Ach ja - anders geht es aber auch

...so werden regelmäßig sehr teure Pelletsheizungen angeschafft, um bei den Folgekosten zu sparen
Auf Vollkostenbasis ist eine Pelletsheizung dann aber doch teurer als eine Gasheizung.
Scheint also noch weitere Einflussfaktoren zu geben, z.B. "Gute Kosten" (Investition) und "Böse Kosten" (Gasrechnung)?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 17:15 Uhr
Dietmar P. Schöner

Ein gutes Beispiel,

denn es zeigt, das neben den in harter Währung ausgedrückten Faktoren auch solche im Spiel sind, die schwerer zu bewerten sind. Beim Vergleich zwischen Gas und Pellets muss ins Kalkül gezogen werden erstens die in barer Münze oder günstigenp Zinsen ausbezahlten Subventionen, zweitens das monetär nicht messbare gute Gefühl, ein wenig weniger rabiat endliche Ressourcen zu verbrauchen und drittens die ganz und gar unbezahlbare Befriedigung, ein wenig weniger zur Bereicherung der Energiekonzerne beizutragen.

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Frank Sommer

Hier hat der Autor wohl den Werteverlust eines Jahrswagen in seinem Kostenvergleich vergessen:)

Die Rechnung bezüglich eines Autokaufs hinkt natürlich völlig. Sowohl die Zinsen als auch der Werteverlust über die Zeit des gekauften Autos müssen neben den Reparatur- und Verbrauchskosten in die Betrachtung einbezogen werden. Auch sind Reparaturen neuerer Autos insbesondere im Bereich der Elektrik nicht ohne. Letzendlich wird sich finanziell der Kauf eines Jahreswagens gegenüber dem eines 4 bis 6 Jahre alten Wagens so gut wie nie lohnen.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.02.2013 20:57 Uhr

Was man sich auch mal durchrechnen sollte

Sind die Unsubventionierten Kosten und Leistungen, insbesondere bei Verträgen zur Altersabsicherung. Wenn man bei einem Vertrag nur die Einzahlungen und die Rentenzahlungen Barwertig vergleicht z.B.bei einem Riestervertrag kommt nicht selten auf negative Zinsen und das ohne Inflation einzurechnen. Weiterhin wollen und Politiker gerne einreden, dass wir für unser Alter Vorsorgen sollen aber bitte nur mit solchen Verträgen.
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Wenn man sich dessen Bewust ist hat man ungefähr eine Ahnung warum Expolitiker so toll bezahlte Anstellungen bei Versicherungskonzernen bekommen.
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Volkswirtschaftlich währe es sicher Billiger, das Geld nicht an Versicherungskonzerne auszuzahlen und alternativ keine Zinsen für die Kredite zu zahlen, dafür aber Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Bürgern im Alter einzugehen. Durchgerechnet habe ich es nicht weil mir die Datengrundlage fehlt.
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Ich möchte meinen Kommentar nicht die Notwendigkeit von Vorsorge kleinreden.

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Torsten Kühn

Liebling,...

ich liebe Dich, aber es rechnet sich nicht ! :-) Den satz zu meiner Frau und ich schlafe draußen :-)

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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