29.05.2012 · Rekordpreise auf Kunstauktionen verführen zu waghalsigen Investitionen. Das Durchschnittswerk bringt kaum Gewinn.
Von Walter KrämerRichtlinien für Lesermeinungen
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Schöner Artikel, der nebenbei auch die trostlose Inhaltlosigkeit moderner Kunsturteile aufzeigt
Zitat: „Kaufe immer nur Kunst von Spitzenqualität. Denn was
ist Spitzenqualität? Per Definition sind das Werke, die bei
Auktionen und anderen Verkäufen Spitzenpreise erzielen. Solange es
noch kein Maß für den inneren künstlerischen Tiefgang
eines Kunstwerks gibt - und das wird es wohl nie geben -, ist und bleibt
das der Maßstab aller Dinge.“
„Qualität“ nicht als werkimmanenten Eigenschaft eines
Kunstwerkes, sondern als reiner Handelspreis! Natürlich gibt es ein
korrelierendes Maß für letzteres: Es ist die erfolgreiche und
nachhaltige Akkumulation medialer Aufmerksamkeitskapital, die
Marketingstrategen gelingt an ein Werk zu heften, um daraus dann seine
sog. Aura zu basteln. Das hat allerdings nichts mit Kunst zu tun,
sondern eher mit dem Paris-Hilton-Phänomen, mit der zunehmenden
Fetischisierung des knappen Gutes öffentlicher Aufmerksamkeit: Auch
das Bikinihöschen einer James-Bond-Aktrice kann zig Tausende
erzielen, weil es genau so berühmt gemacht werden kann, wie ein
sog. Kunstwerk.
"Das gleiche Bild, gemalt vom damals 24 Jahre alten Picasso im Jahr
1905 ..."
Was ist ein "gleiches Bild"? Dasselbe oder eine ziemlich
genaue Kopie? "Das gleiche Bild" ergibt in der deutschen
Sprache keinen rechten Sinn.
richtig
Vollkommen richtig, dass das ein Schreibfehler sein muss, denn sonst hätte Picasso das gleiche Bild mehrfach gemalt und so kommerziell war er nun auch wieder nicht... das Gemälde "Junge mit Pfeife" ist jedenfalls einzigartig...