Home
http://www.faz.net/-gv6-75q47
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Datenschutz Behörden überprüfen mehr private Konten

Sozialbehörden und Finanzämter überprüfen immer häufiger die Konten von Privatpersonen. Die Abfragen seien 2012 um 15,5 Prozent auf rund 72.600 gestiegen, hieß es Medienberichten zufolge unter Berufung auf Zahlen des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar.

© dpa Vergrößern Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse der Bankkunden können abgefragt werden.

Sozialbehörden und Finanzämter fragen einem Bericht zufolge immer häufiger die Existenz von Konten privater Personen ab. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) vorliegen. Demnach sind die Abfragen 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Prozent auf rund 72.600 gestiegen. Seit 2008 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

Mit dem 2005 eingeführten automatisierten Verfahren können Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse der Bankkunden abgefragt werden. Schaar verlangte, die Abfragen müssten wieder zur Ausnahme werden. „Ich fordere die Bundesregierung auf, den Umgang mit der Kontodatenabfrage einer ergebnisoffenen wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen“, sagte er der Zeitung. „Auch eine verbesserte Begründungspflicht könnte dazu führen, dass die Zahl der Abfragen eingedämmt wird.“

Mehr zum Thema

Abfragen sollten nur noch infrage kommen, wenn konkrete Anhaltspunkte für Steuerhinterziehung, Sozialbetrug oder erhebliche Straftaten vorliegen. „Derzeit erfährt der Betroffene häufig noch nicht einmal von der Abfrage.“

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX, AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Marco Reus Wie oft ohne Führerschein?

Es ist noch nicht lange her, dass Marco Reus eine halbe Million Euro zahlen musste, weil er wiederholt ohne Führerschein Auto gefahren war. Jetzt wird wieder ermittelt. Zeugen wollen ihn öfter fahren gesehen haben. Mehr

21.04.2015, 08:42 Uhr | Sport
Koalition einig Die Mietbremse kommt

Union und SPD konnten ihren Streit über die Mietpreisbremse beenden und haben sich geeinigt: Das Gesetz kommt. Außerdem ändern sich die Vorschriften für die Bezahlung von Maklern und der Mindestlohn soll überprüft werden. Mehr

25.02.2015, 08:49 Uhr | Politik
Gesetzesänderung Schweiz überprüft nachrichtenlose Bankkonten

Die Schweiz überprüft nun sogenannte nachrichtenlose Bankkonten. Fachleute erhoffen sich davon neue Spuren zu Vermögen, die Nazis vor Kriegsende in Sicherheit brachten. Mehr

03.05.2015, 18:00 Uhr | Finanzen
Größte Eisbahn Europas Eislaufen auf 18.000 Quadratmetern

Davos in der Schweiz ist für Eisläufer eine der ersten Adressen: der Wintersportort besitzt die größte Natureisbahn Europas - sie hat eine Fläche von 18.000 Quadratmetern. Zwischen Mitte Dezember und Ende Februar trainieren hier Eis-(Kunst-)Läufer, Eisschnellläufer und Hockeyspieler. Mehr

14.02.2015, 15:08 Uhr | Sport
Es geht um unser Geld Finanzbeamte nehmen Ärzte nicht hart genug ran

Viele Ärzte üben zunehmend steuerpflichtige Tätigkeiten aus. Die Finanzämter erkennen das häufig aber nicht. Aus zwei Gründen. Mehr Von Ernst Eggers

23.04.2015, 13:12 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.01.2013, 09:23 Uhr

Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Twitters Absturz

Von Christian Siedenbiedel

Wenige Wetten an der Börse sind so spannend wie die über IT-Firmen. Die Aktienkurse von Google und Facebook zeigen, für wie bedeutsam die Anleger sie halten. Wie aber steht es mit Twitter? Mehr 2 10

Zinsen
Wertpapiersuche