Fest- und Termingeld sowie Immobilien bleiben die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen. Dies ergibt sich aus einer am Mittwoch veröffentlichten, repräsentativen Umfrage der von Sparkassen und Genossenschaftsbanken unterhaltenen Deutschen Wertpapier Service Bank (dwpbank). Demnach wollen 29 Prozent der Befragten mehr Kapital in Fest-, Tages- oder Termingeldkonten stecken. 24 Prozent planen zusätzliche Investitionen in Immobilien.
Gleichzeitig seien Anleger nicht mehr so zurückhaltend gegenüber Aktien und Fonds wie bisher. „So wollen nur noch 32 Prozent (2011: 38 Prozent, 2010: 34 Prozent, 2009: 56 Prozent) der Privatanleger die Aktienanlage künftig weniger nutzen.“ Eine Reduzierung ihres Fonds-Engagement planten nur noch 29 Prozent (2011: 34 Prozent, 2010: 31 Prozent, 2009: 37 Prozent). „Der Meidereflex der Privatanleger gegenüber Aktien und Fonds ist im Zuge der freundlichen Entwicklung des Dax in 2012 kleiner geworden“, sagte Karl-Martin im Brahm, Vertriebsvorstand der dwpbank. Der deutsche Leitindex hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zugelegt.
Bundesanleihen, Öl und Gold unbeliebt
Den Umfrage-Ergebnissen zufolge sind festverzinsliche Papiere wie Bundesanleihen, aber auch Rohstoffe wie Öl oder Gold bei deutschen Privatanlegern kaum gefragt. Lediglich 10 beziehungsweise 12 Prozent der Befragten wollen mehr Geld in diese beiden Anlage-Klassen stecken. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise liegen die Renditen von Bundestiteln unter der Inflationsrate und sind teilweise sogar negativ. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent schwankte seit Jahresbeginn zwischen 88 und 125 Dollar. Eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold notiert aktuell nur etwa 150 Dollar unter ihrem Rekordhoch von 1920,30 Dollar.
Die 1050 vom Meinungsforschungsinstitut Forsa befragten deutschen Wertpapier-Besitzer sind zudem etwas zufriedener mit ihren Bankberatern. Im Schnitt stellten sie ihnen eine Schulnote von 2,8 aus, nach 3,0 im Vorjahr. Parallel dazu nahm die Beliebtheit der Order-Abwicklung über die Filiale auf 46 Prozent von 43 Prozent im Vorjahr zu. Das Internet war dagegen nur noch für 27 Prozent (2011: 33 Prozent) der Vertriebsweg der Wahl. „In einem schwierigen, von der Eurokrise beeinflussten Umfeld kann der Bankberater gegenüber dem Internet als bevorzugter Orderweg zulegen und führt weiterhin mit weitem Abstand“, sagte Brahm. „Das Comeback des Bankberaters könnte anhalten.“
Dienstmädchenhausse
udo fischer (udo44)
- 11.10.2012, 13:35 Uhr
Abwenden von Gold und Aktien beliebter????
Horst Johnson (h.johnson)
- 10.10.2012, 19:31 Uhr
Angst und Gier
Peter Schmidt (voxx)
- 10.10.2012, 18:22 Uhr
Immobilien
Julius Franzot (JFranzot)
- 10.10.2012, 17:28 Uhr