http://www.faz.net/-gv6-8f5m5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Aktualisiert: 24.03.2016, 19:31 Uhr

Drohende Altersarmut „Millionen Rentnern fehlt am Ende bares Geld“

Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon rechnet mit der Anhebung des Renteneintrittsalters. Wegen der Nullzinspolitik der EZB müssen Beschäftigte wohl mehrere Jahre länger arbeiten.

© dpa Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, rechnet mit der Anhebung des Renteneintrittsalters

Angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank rechnet Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon mit einem Anstieg des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und darüber hinaus. Beschäftigte müssten entweder mehr in die private Vorsorge einzahlen oder "mehrere Jahre länger arbeiten", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. "Sonst droht vielen Altersarmut."

Als Ursache für den deutlich über 67 Jahre hinausgehenden Renteneintritt nannte Fahrenschon den Wegfall von Zinsen und Zinseszinsen. Dadurch entstehe bei der privaten Altersvorsorge bei vielen Arbeitnehmern eine große Lücke, die "krass unterschätzt" werde. Viele Beschäftigte bekämen im Alter deutlich weniger 'raus als ursprünglich erwartet. "Millionen Rentnern fehlt am Ende bares Geld", warnte er.

Der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Alexander Erdland, erklärte, dass schon wegen der steigenden Lebenserwartung über eine Ausdehnung der durchschnittlichen Lebensarbeitszeit gesprochen werden müsse. Die Folgen der längeren Lebenserwartung müssten "frühzeitig" diskutiert werden, da die Altersabsicherung eine "Angelegenheiten von Jahrzehnten" sei. Eine Rückkehr zur Rente mit 65 bezeichnete Erdland als "illusorisch". "Wer so etwas fordert, weckt falsche Hoffnungen bei den Menschen."

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Folgen der EZB-Geldpolitik Genossenschaftsbanken gegen Strafzinsen für Privatkunden

Für Spareinlagen über 100.000 Euro hat die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee kürzlich Strafzinsen eingeführt. Wenn es nach dem Präsident der Genossenschaftsbanken geht, soll das aber die Ausnahme bleiben. Mehr

21.08.2016, 14:31 Uhr | Finanzen
Animation Das Geheimnis des billigen Öls

Noch vor einigen Jahren kostete ein Faß Rohöl 115 Dollar, heute etwa ein Viertel. Was sind die Gründe?  Mehr Von Christian Siedenbiedel und Reinhard Weber

17.08.2016, 20:30 Uhr | Finanzen
F.A.Z. exklusiv Wirtschaftsweiser Wieland: EZB destabilisiert Finanzsektor

Die EZB werde mit ihrer Geldpolitik Teil des Problems, sagt Wieland in der F.A.Z. Auch die politischen Folgen sieht der Wirtschaftsweise kritisch. Mehr

24.08.2016, 13:10 Uhr | Finanzen
23 Spezialkrankheiten Die Neurosen von Fußballfans

23 Spezialkrankheiten will Autor Manuel Andrack an Fußballfans erkannt haben. Sein Urteil: Klinische Neurose. Mehr

24.08.2016, 07:11 Uhr | Finanzen
ADAC-Studie Wo und wann Tanken am teuersten ist

Der ADAC hat sämtliche Preisänderungen an deutschen Tankstellen seit dem Frühjahr untersucht. Sparen können Autofahrer demnach durch Preisvergleiche vor allem abends. Mehr Von Christian Siedenbiedel

25.08.2016, 06:15 Uhr | Finanzen
Geld & Leben

"Meine Finanzen" hat die richtigen Tipps für jede Lebenslage. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Zinsen
Name Kurs %
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --
Gold -- --