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Junge Deutsche : Für den Urlaub auf jeden Fall Bares

Bargeld: Vor allem jüngere Deutsche nehmen davon meist zu viel mit in den Urlaub – mit der Gefahr bestohlen zu werden. Bild: dapd

Vor allem jüngere Deutsche lieben Bargeld in der Reisekasse. Dabei ist das meistens sehr gefährlich.

          Die Koffer sind gepackt. Das Flugticket und der Pass liegen bereit. Auch das Portemonnaie darf freilich nicht fehlen, das mit Scheinen und Münzen häufig prall gefült ist. Denn viele Deutsche bezahlen im Urlaub nach wie vor gern mit Bargeld. Eine besondere Vorliebe dafür haben offenbar Jüngere – wenn sie verreisen oder sich für längere Zeit im Ausland aufhalten, um zum Beispiel ein Auslandssemester in Italien zu verbringen oder in Australien zu jobben. Dies jedenfalls sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Postbank.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Und auch wenn Smartphones und andere Geräte gerade für jüngere Menschen in vielen Lebensbereichen unverzichtbar sind, wollen laut der Umfrage im Durchschnitt 95 Prozent der 14- bis 29-jährigen Deutschen die Reisekasse ganz klassisch vor allem mit Bargeld bestücken. Bankkarten hingegen nehmen die jungen Erwachsenen demnach deutlich seltener mit als ältere Befragte. Die Gründe sind schnell ausgemacht. Zwei Drittel der Befragten dieser Altersgruppe halten Banknoten und Münzen für das sicherste Reisezahlungsmittel. Und im Durchschnitt gut die Hälfte der Jüngeren glaubt zudem, dass es die günstigste Art zu bezahlen sei. Dies sei nicht nur falsch, sondern leichtsinnig, sagt Silke Haack von der Postbank. Wer nur Bargeld mit auf Reisen nehme oder zu viel Geld einstecke, der gehe ein unnötiges Sicherheitsrisiko ein.

          Denn gerade in touristischen Regionen ist die Gefahr groß, bestohlen zu werden. In eine prekäre Situation gelangt man vor allem im Gedränge schnell. Nicht nur an beliebten Plätzen oder Bahnhöfen lauern vorgeblich hilfsbereite Passanten gern auf Touristen. Während gleichwohl Bargeld bei Diebstahl oder Verlust in der Regel unwiederbringlich verloren ist, kann man Bankkarten sperren lassen und damit Schaden vermeiden oder ihn zumindest begrenzen. Neben einem überschaubaren Bargeldbestand, der nicht mehr als 100 oder 150 Euro betragen sollte, gehörten daher immer auch Bankkarten ins Reisegepäck, sagt Haack. Mit Giro- oder Kreditkarten kann man in Geschäften bargeldlos zahlen oder am Automaten Geld in der jeweiligen Landeswährung abheben.

          Fachleute raten zu mehreren Geldkarten

          Vor der Reise ist es aber ratsam, mit dem eigenen Kreditinstitut zu sprechen. Bei der Deutschen Bank zum Beispiel muss man die Girokarte für das jeweilige Land freischalten lassen. Eine andere Hürde: Sind die Karten mit dem europäischen Zahlsystem V-Pay ausgestattet, dann funktionieren sie in manchen fernen Ländern nicht. Fachleute raten zudem, nicht nur eine Karte mit sich zu führen, um nicht ganz ohne dazustehen, falls die erste ausfällt oder verlorengeht.

          Für jüngere Globetrotter seien auch „Prepaid“-Kreditkarten empfehlenswert, sagt Haack. Dies gelte vor allem für Fernreisen, denn in vielen Ländern sei die Kreditkarte das meistgenutzte Zahlungsmittel im Alltag. Auch Minderjährige könnten mit dem Einverständnis der Eltern eine solche Karte beantragen. Die Prepaid-Variante muss anders als eine klassische Kreditkarte im Vorfeld durch Überweisung mit Geld aufgeladen werden. Dann kann man mit ihr auch im Ausland bezahlen oder Geld am Automaten abheben. Für „Kautions“-Abfragen wie die Hotel- oder Mietwagenbuchung könne sie aber nicht genutzt werden, sagt Haack. Sei das Guthaben auf der Karte ausgegeben, dann ginge nichts mehr. Dies garantiere, dass keine Schulden angehäuft würden. Durch neuerliche Überweisung kann sie aber wieder aufgefüllt werden. Das kann man leider nicht von jeder Reisekasse sagen.

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