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2. Säule Rürup-Rente Vom Staat gefördert

 ·  Die Rürup-Rente ist der Riester-Vertrag für Selbständige. Er lohnt sich für alle, die kurz vor der Rente stehen und gut verdienen.

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Sie ist das Pendant zum Riester-Vertrag, die Rürup-Rente. Sie ist für Selbständige und Freiberufler gedacht und wird vom Staat gefördert.

Was ist das?

Die Rürup-Rente wird meist als klassische Rentenversicherung angeboten, als fondsgebundene Rentenversicherung oder auch als Fondssparplan. Der Vertrag ist an eine Person gebunden und kann weder verkauft noch übertragen oder vererbt werden. Allerdings kann das Geld auch nicht gepfändet werden. Im Alter wird es zwangsweise in eine Monatsrente umgewandelt. Bei Rürup garantiert anders als bei Riester niemand, dass man das eingezahlte Kapital herausbekommt. So tragen Fondssparer und Fondsrentenversicherte das Risiko, dass die Kurse kurz vor der Rente in den Keller rauschen.

Wie geht das?

Ein Rürup-Vertrag kann in der Sparphase Steuern sparen - muss er aber nicht. Zudem werden später Steuern fällig, wenn die Rente ausgezahlt wird. Wer jetzt einzahlt, aber erst 2040 in Rente geht, der kann derzeit 74 Prozent absetzen, muss aber später 100 Prozent der Rente versteuern. Maximal lassen sich zurzeit 14.400 Euro als Altersvorsorgeaufwendungen geltend machen. Allerdings zählen da auch die Beiträge zu Versorgungswerken mit hinein. Im Schnitt legen Rürup-Sparer 2000 Euro pro Jahr zurück, 166 im Monat.

Für wen lohnt sich das?

Für Selbständige kurz vor der Rente mit gutem Verdienst ist Rürup interessant. Sie können auf den letzten Drücker hohe Beträge auf die Seite legen und so ihre Steuerlast drücken. Alle anderen sollten lieber ihren Steuerberater fragen. Von einer Kopplung mit Berufsunfähigkeitsschutz oder Hinterbliebenenversorgung raten Verbraucherschützer ab.

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Jahrgang 1973, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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