19.07.2010 · Sabic verfehlt die Erwartungen, Philips profitiert von Basiseffekten, Heidelberger Druck strebt ausgeglichenes Ergebnis an, TPG/Carlyle kaufen Healthscope, AIG zahlt 725 Millionen Dollar für Vergleich, BP erwägt angeblich Restrukturierung, GDF Suez will angeblich International Power kaufen, Kreise - Nokia Siemens Networks kauft von Motorola zu, Moody's stuft das Rating von Irland herunter, IWF will Nothilfen auf 1 Billion Dollar aufstocken - FT, Sanierung der ‘Cajas' wird teuer
Unternehmen
Sabic verfehlt die Erwartungen
Niedrigere Verkaufspreise haben das Ergebnis des Chemiekonzerns Saudi Basic Industries (Sabic) im zweiten Quartal belastet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Nettogewinn dank neuer Produktionskapazitäten zwar um 177 Prozent auf umgerechnet 1,04 Milliarden Euro (5,02 Milliarden Riyal), wie der nach Marktwert weltgrößte Chemikalienkonzern am Sonntag mitteilte. Damit verfehlte der BASF-Rivale jedoch die durchschnittlichen Analystenerwartungen und blieb zudem hinter dem Ergebnis des ersten Quartals zurück. Die Umsätze seien im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Sabic ohne Nennung von Zahlen weiter mit. Der Gewinnrückgang im Vergleich zum ersten Quartal sei auf Preisrückgänge bei den meisten Produkten sowie einen Anstieg der Rohstoff- und der Eisenerzpreise zurückzuführen. Das Ergebnis sei enttäuschend, sagte Ibrahim al-Alwan, stellvertretender Chef der saudiarabischen Investmentbank KSB Capital. „Der Markt wird diese Zahlen nicht mögen.“ Sabic habe nicht maximal von den neuen Produktionskapazitäten profitiert. (Reuters)
Philips steigert Umsatz und Gewinn deutlich aufgrund von Basiseffekten
Der niederländische Elektronikkonzern Royal Philips Electronics NV hat im zweiten Quartal 2010 vom Vergleich mit einem schwachen Vorjahr profitiert. Der Umsatz erhöhte sich nach Angaben des Konzerns vom Montagmorgen um 18,4 Prozent auf 6,19 Milliarden Euro und das Nettoergebnis kletterte auf 262 (Vorjahr: 44) Millionen Euro. Analysten hatten bei dem Unternehmen mit Sitz in Eindhoven ein Nettoergebnis von 239,8 Millionen Euro und einen Umsatz von 6,14 Milliarden Euro erwartet. Die Prognose für das laufende Jahr haben die Niederländer erhöht. Man gehe nun davon aus, im Gesamtjahr eine EbitA-Marge von über 10 Prozent zu erreichen. Zuvor hatte Philips gesagt, die EbitA-Marge dürfte 10 Prozent erreichen. (Dow Jones Newswires)
Heidelberger Druck hält ausgeglichenes Ergebnis für möglich
Der verlustreiche Maschinenbauer Heidelberger Druck hat dank der hohen Nachfrage aus China von April bis Juni deutlich mehr Aufträge erhalten. Der Auftragseingang sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 um 43 Prozent auf 786 Millionen Euro gestiegen und habe damit über den Erwartungen des Konzerns gelegen, teilte der Druckmaschinenhersteller am Freitagabend mit. Der Umsatz sei auch dank Währungseffekten auf rund 560 Millionen Euro gestiegen von 514 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Betriebsergebnis (Ebit) ohne Sondereffekte sei ebenfalls besser ausgefallen als im Vorjahreszeitraum, als ein Verlust 63 Millionen Euro in den Büchern stand. Neben der steigenden Nachfrage in einigen Regionen und Währungseffekten hätten auch Messen in Großbritannien und Brasilien dazu beigetragen, dass sich die positive Entwicklung beim Auftragseingang fortgesetzt habe, erklärte das Unternehmen. Bereits im Schlussquartal des Geschäftsjahrs 2009/10 hatte der weltgrößte Hersteller von Bogendruckmaschinen für die Herstellung von Katalogen, Büchern und Verpackungen von einem leichten Aufwärtstrend berichtet. Die Auftragslage sei aber weiter von Region zu Region unterschiedlich, erklärte das Unternehmen. In den Vereinigten Staaten und Japan sei die Lage weiter schwierig. „Dagegen zeigen einige europäische Märkte sowie die Regionen Asien, allen voran China, und Südamerika einen guten Verlauf.“ Heidelberger Druck hat im Zuge der rund zwei Jahre andauernden Branchenkrise bereits mehrere tausend Jobs in der Produktion und Verwaltung gestrichen und traut sich bei stabiler Konjunkturentwicklung 2010/11 ein operativ ausgeglichenes Ergebnis zu. Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat der mit Koenig & Bauer, Manroland sowie den Japanern Ryobi und Komori konkurrierende Konzern noch tiefrote Zahlen geschrieben. (Reuters)
TPG/Carlyle kaufen Healthscope für 1,7 Milliarden
Die Investment-Firmen TPG und Carlyle kaufen den australischen Krankenhausbetreiber Healthscope für 1,7 Milliarden Dollar. Die Führung von Healthscope habe der Offerte bereits zugestimmt, teilte der Klinikbetreiber am Montag mit. TPG/Carlyle setzten sich mit ihrer Offerte gegen den Rivalen KKR durch. Healthscope betreibt in Australien 43 Privatkliniken und hält damit einen Marktanteil von 15 Prozent. Die Branche profitiert von der alternden Bevölkerung und den Bemühungen der Regierung um einen Ausbau privater Krankenversicherungen. TPG/Carlyle zahlen 6,26 australische Dollar pro Healthscope-Aktie und damit etwas mehr als erwartet. Dies entspricht einem Aufschlag von 16 Prozent auf den Schlusskurs der Aktie vom Freitag und einem Premium von 39 Prozent auf den Kurs vom Mai, als der Klinikbetreiber erstmals von einem Kauf-Interessenten berichtet hatte. Inklusive Schulden hat die Übernahme nach Angaben von Healthscope ein Volumen von 2,7 Milliarden Dollar. (Reuters)
AIG zahlt 725 Millionen Dollar für Vergleich in Betrugsverfahren
Der angeschlagene Versicherer AIG hat sich mit einer Gruppe Aktionäre auf einen Vergleich geeinigt. Das Institut willigte nach Angaben vom Freitag ein, 725 Millionen Dollar zu zahlen, um das jahrelange Betrugsverfahren beizulegen. Der seit 2004 laufende Rechtsstreit war eine der größten Sammelklagen in der Geschichte der Vereinigten Staaten und wurde federführend von drei Pensionsfonds in Ohio geführt. AIG wurde vorgeworfen, zwischen Oktober 1999 und April 2005 Bilanzbetrug und Börsenmanipulation betrieben zu haben, sagte der Generalstaatsanwalt von Ohio, Richard Cordray am Freitag. AIG, die mittlerweile zu 80 Prozent dem Staat gehört, wird der Vereinbarung zufolge 175 Millionen Dollar innerhalb von zehn Tagen nach der gerichtlichen Anerkennung des Vergleiches zahlen. Die restlichen 550 Millionen Dollar sollen zu einem späteren Zeitpunkt, möglicherweise über die Ausgabe von Aktien, beglichen werden. (Reuters)
BP erwägt Restrukturierung und Tankstellen-Verkauf - Sunday Times
Der Ölkonzern BP erwägt einem Zeitungsbericht zufolge nach den Problemen um die Ölpest im Golf von Mexiko nun eine Restrukturierung. Wie die Zeitung „Sunday Times“ schreibt, hätten die Direktoren von BP mit den Hauptaktionären über verschiedene Pläne zur Umstrukturierung des Konzerns gesprochen. Unter anderem sei darüber gesprochen worden, den Konzern aufzusplitten und die Raffinerien und Tankstellen zu verkaufen. Zudem könnten die Aktivitäten in den Vereinigten Staaten zurückgefahren werden und das neue Augenmerk auf die Regionen Westafrika und Brasilien gelegt werden. Die Gespräche mit den wichtigsten Anteilseignern befänden sich aber noch am Anfang. Bei den Gesprächen von BP mit dem amerikanische Öl- und Gasproduzenten Apache über den Verkauf eines bis zu 12 Milliarden Dollar schweren Pakets an Vermögenswerten könnte eventuell bis zum 27. Juli eine Einigung verkündet werden, berichtet die britische Zeitung weiter und fügt an, dass die Briten an diesem Tag ihr Halbjahresergebnis präsentieren werden. Um die hohen Kosten im Zusammenhang mit der Ölpest im Golf von Mexiko zu tragen, hat die BP plc bereits die Dividendenzahlung ausgesetzt. Zudem hat der Londoner Konzern angekündigt, Vermögenswerte verkaufen zu wollen. Daneben habe sich BP bereits neue Kreditlinien gesichert und erwäge die Begebung von Anleihen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen vor einigen Tagen dem „Wall Street Journal“. Apache hat sich darauf spezialisiert, alte Ölfelder von den großen Ölkonzernen zu übernehmen und mit moderner Technologie die Ölförderung zu erhöhen. Eine Strategie, die sich in der Nordsee und im Golf von Mexiko ausgezahlt hat. Die Ölpest hat BP bisher nach eigenen Angaben 3,5 Milliarden Dollar gekostet. Ein Zehnfaches der Summe könnte noch an Schadensersatzforderungen hinzukommen. Die BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war im April nach einer Explosion gesunken. (Dow Jones Newswires)
Manz zahlt 50 Millionen Euro für Kooperation mit Würth
Der auf die Photovoltaik- und LCD-Industrie spezialisierte Anlagenbauer Manz Automation darf künftig die Produktionstechnologie von Würth Solar für die sogenannten CIGS-Photovoltaikmodule nutzen. Dafür zahlt Manz nach eigenen Angaben vom Montag in mehreren Raten 50 Millionen Euro. Den Lizensierungs- und Kooperationsvertrag hatten beide Unternehmen bereits am Freitag unterzeichnet. Damit kann Manz nach eigener Darstellung seinen Kunden künftig eine volle Produktionslösung für CIGS-Solarmodule anzubieten. Das Umsatzpotential mit dieser Dünnschicht-Technologie bezifferte Manz auf 150 Millionen Euro pro Jahr. Bereits im kommenden Jahr erwartet die TecDax-Gellschaft „deutliche“ Umsatzzuwächse aus der Kooperation. (dpa-AFX)
Zeitung - GDF Suez will britische International Power für 7,6 Milliarden kaufen
Der französische Versorger GDF Suez will einem Zeitungsbericht zufolge den britischen Rivalen International Power für 6,4 Milliarden Pfund (7,6 Milliarden Euro) übernehmen. GDF plane eine Bar-Angebot, berichtete die britische Zeitung „Mail on Sunday“ unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise. GDF habe die Finanzfirmen NM Rothschild, Goldman Sachs und BNP Paribas als Berater engagiert und die Unterstützung der französischen Regierung, die 35 Prozent an GDF halte. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium und GDF plane die Zahlung von 420 Pence pro International-Power-Aktie. Am Freitag hatten die Papiere mit 324 Pence geschlossen. Im Januar hatten beide Firmen Verhandlungen über eine Allianz ergebnislos beendet. Bei den Gesprächen war es GDF zufolge um eine Partnerschaft im Bereich Industrie gegangen. Analysten hatten damals erklärt, ein Zusammenrücken würde Sinn machen. International Power hat rund vier Millionen Haushalte als Stromkunden unter Vertrag und betreibt 45 Stromkraftwerke in Europa, den Vereinigten Staaten , Asien und dem Nahen Osten. GDF Suez - im Juli 2008 durch die Fusion der staatlichen Gaz de France und Suez entstanden - ist der nach Marktwert weltweit zweitgrößte Versorger nach dem heimischen Rivalen EDF. GDF Suez ist anders als EDF auf dem britischen Markt bislang kaum präsent. (Reuters)
Kreise - Nokia Siemens Networks vor Kauf von Motorola-Sparte
Nokia Siemens Networks (NSN) steht Kreisen zufolge vor dem Kauf eines Großteils der Ausrüstungssparte für drahtlose Netzwerke des amerikanische Handyherstellers Motorola. Die Transaktion im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar könne bereits am Montag bekanntgegeben werden, erfuhr Reuters am Sonntag von einer mit der Sache vertrauten Person. Motorola werde aber seine iDen-Technologie behalten, die bei Funkgeräten eingesetzt werden. Der Netzwerkbauer NSN - ein Gemeinschaftsunternehmen des finnischen Handyherstellers Nokia und des Münchner Konzerns Siemens - hat in der Vergangenheit erfolglos versucht, stärker den amerikanische Markt für sich zu erschließen. Im Geschäft mit Handy-, Telefon- und Datennetzen tobt ein scharfer Verdrängungswettbewerb. Der Markt stagniert und den etablierten Anbietern des Westens macht die Billigkonkurrenz aus Fernost schwer zu schaffen. Über das Vorhaben von MSN hatte zuvor bereits des „Wall Street Journal“ am Sonntag auf seiner Internetseite berichtet. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Ungarn erhält bis auf Weiteres keine Gelder mehr von IWF und EU
Ungarn hat sich nicht mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) über Fragen der Haushaltskonsolidierung geeinigt und erhält daher bis auf Weiteres im Rahmen der bisherigen Vereinbarungen keine Hilfsgelder mehr von den beiden Organisationen. Es gebe zwar viele Gemeinsamkeiten, allerdings blieben auch eine Reihe von Fragen offen, teilte der IWF am Wochenende nach über zweiwöchigen Beratungen mit. Die EU will dem hoch verschuldeten Staat nun mehr Zeit zur Klärung der Haushaltspläne einräumen. Ungarn hatte als erstes EU-Land Hilfsgelder von IWF und EU erhalten. (Dow Jones Newswires)
Moody's stuft das Rating von Irland herunter
Die Ratingagentur Moody's hat die Einstufung der Kreditwürdigkeit Irlands von Aa1 auf Aa2 gesenkt. Die Gründe lägen in einem Verlust an „wirtschaftlicher Stärke“ sowie in weiteren möglichen Belastungen vom Bankensystem des Landes. (Bloomberg)
IWF will Nothilfen auf 1 Billion Dollar aufstocken - FT
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will nach Aussage seines Geschäftsführenden Direktors, Dominique Strauss-Kahn, die Ressourcen für Notfallkredite um 250 Milliarden Dollar auf 1 Billionen Dollar aufstocken. Damit könne der IWF dann „massiv intervenieren“, um zukünftige Finanzkrisen zu verhindern, sagte Strauss-Kahn der „Financial Times“ (FT) vom Montag. Südkorea - das den G-20-Gipfel im November ausrichtet - unterstütze den Plan und wolle die Staats- und Regierungschefs der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) davon überzeugen, der Aufstockung der IWF-Mittel zuzustimmen, heißt es. (Dow Jones Newswires)
Sanierung der ‘Cajas' wird teuer - üppige Vorruhestandsregelung
Die Regierung in Spanien hat die Gehälter von Beamten und Staatsangestellten gesenkt und die Pensionen eingefroren. Bei diesen Sparmaßnahmen zur Reduzierung des dritthöchsten Staatsdefizits in der Eurozone kommt eine Berufsgruppe allerdings besser davon: Mitarbeiter spanischer Sparkassen - der so genannten „Cajas“ -, die im Zuge der angestrebten Konsolidierung der Branche ihren Arbeitsplatz verlieren. Betroffen sind nach Schätzungen von Carlos Trascasa, einem Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey & Co bis zu 50.000 Arbeitnehmer. Viele davon im Alter von 60 Jahren und darüber werden zweifellos zu den Vorruhestandsregelungen greifen, die so üppig ausfallen wie eh und je. Denn das Geld ist da: die spanische Zentralbank begleitet den Prozess der Konsolidierung mit Staatshilfen aus einem Rettungsfonds in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro. Beispiel Caixa Catalunya: ein Institut mit einer Bilanzsumme von 62 Milliarden Euro, dem für die Fusion mit den benachbarten Cajas Caixa Manresa und Caixa Tarragona von der Regierung 1,25 Milliarden Euro zufließen. Den Beschäftigten im Alter über 60 Jahren werden für den Fall des Vorruhestands 95 Prozent des letzten Gehalts garantiert und zwar bis zum Alter von 64, wie Gewerkschafter Carlos Domingo erklärt. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 20.500 Euro zusätzlich zu den weiterlaufenden Zahlungen in die Rentenkasse. Diese Vereinbarung gilt als Blaupause in den Verhandlungen auch für andere Cajas.
Solche Regelungen befänden sich im klaren Widerspruch zu den Sparmaßnahmen der Regierung, beklagt Carles Campuzano, der Sprecher für Sozialpolitik bei der als wirtschaftsliberal geltenden Partei Convergencia i Unio in Katalonien. Die Aussicht auf massenhafte Vorruheständler mit solch üppigen Bezügen stünden im krassen Gegensatz zur offiziellen Regierungspolitik: „Eigentlich sollten die Leute doch länger arbeiten und später in die Rente eintreten“, sagte Campuzano. Die Konsolidierung des spanischen Sparkassensektors gewinnt an Dringlichkeit. Die Kreditausfallquote steigt nach dem Ende des über zehn Jahre anhaltenden Immobilienbooms und der zunehmend lockeren Kreditvergabe in dieser Phase. Rund die Hälfte des spanischen Kreditvolumens wird von den Cajas bereit gestellt. Die Zentralbank hatte zuletzt im Mai die Kontrolle der insolventen CajaSur übernehmen müssen. Die großzügigen Vorruhestandsregelungen stehen auch im Gegensatz zur Entscheidungen der spanischen Politik für andere Bereiche der Wirtschaft. Dort will die Regierung den Unternehmen den Stellenabbau finanziell erleichtern. Erst im Juni wurde die Abfindungssumme gesenkt. Statt Gehalt für 45 Tage pro Arbeitsjahr, wie es in den meisten spanischen Arbeitsverträgen vorgesehen ist, sind mittlerweile 20 Tage zulässig. „Gerecht ist das nicht“, sagt die seit 18 Monaten arbeitslose Marktforscherin Laura Garcia in einem Gespräch vor einem Arbeitsamt in Madrid über die Sparkassenangestellten: „Sie gehen in den Ruhestand und werden bezahlt, während junge Leute nachrücken, aber für weniger Geld arbeiten müssen“, sagt die 43-jährige. Bei der Fusion der Caixa Catalunya mit Caixa Manresa und Caixa Tarragona wird auch Mitarbeitern in den Fünfzigern der Ausstieg versüßt. Wer zwischen 56 und 59 Jahren Lebensalter geht, kann 85 Prozent des letzten Gehalts plus einer Einmalsumme von 31.000 Euro erhalten, sagte der Gewerkschaftsvertreter Domingo. Die Regelung beträfe 1.300 Mitarbeiter oder rund oder 14 Prozent der Belegschaft: „Unsere Mitglieder haben die Misere in der Branche nicht verursacht und sollten daher auch nicht dafür bestraft werden“, sagte er. Das Durchschnittsgehalt in der spanischen Bankenbranche betrug im Jahre 2008 rund 42.000 Euro, wie die Spanische Nationale Statistikbehörde mitteilte.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 9.001,02 | +0,60% |
| EUR/USD | 1,3239 | +0,01% |
| Rohöl Brent Crude | 118,24 $ | +0,29% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |