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Medienschau : SAP muss Oracle 1,3 Milliarden Dollar zahlen

  • Aktualisiert am

Die Piloten von Air Berlin dürfen nicht streiken, die amerikanische Notenbank gibt sich deutlich pessimistischer für 2010 und 2011, die Rating-Agentur S&P senkt Irlands Bonitätsnote und Merkels Euro-Äußerungen irritieren die EZB.

          Unternehmensnachrichten

          SAP muss Oracle 1,3 Milliarden Dollar zahlen

          Der deutsche Softwarehersteller SAP muss dem amerikanischen Rivalen Oracle wegen Urheberrechtsverletzung 1,3 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarden Euro) zahlen. Das entschied am Dienstag eine Jury im kalifornischen Oakland, wie die Fachagentur Bloomberg berichtete. Mitarbeiter der Software-Wartungsfirma Tomorrow Now, einer SAP-Tochter, hatten über das Internet unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen.

          Oracle hatte dies zunächst als Industriespionage gewertet, später aber dann nur noch von Datenklau gesprochen. SAP war bereit, 40 Millionen Dollar als Wiedergutmachung zu zahlen, Oracle verlangte nach einigem Hin und Her aber 1,7 Milliarden Dollar. Bloomberg zufolge handelt es sich bei der von der Jury festgelegten Summe um die höchste in einem Fall um Urheberrechtsverletzung. (dpa-AFX)

          Piloten von Air Berlin dürfen nicht streiken

          Die Piloten von Air Berlin dürfen nicht wie angekündigt in dieser Woche streiken. Das Frankfurter Arbeitsgericht untersagte am Dienstagabend auf Antrag der Fluggesellschaft den für Mitte der Woche angedrohten Arbeitskampf.

          Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte am Montag offen gelassen, wann genau die angekündigten Arbeitsniederlegungen beginnen sollten. Der Streik sollte sich aber auf das gesamte Bundesgebiet erstrecken, sagte Vereinigung-Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg der Nachrichtenagentur dpa.

          Air Berlin hatte den Antrag auf eine Einstweilige Verfügung gegen den Streik damit begründet, dass bei der Urabstimmung für den Streik nur über einen Teil und nicht über das Gesamtpaket des Ende August erzielten Verhandlungskompromisses abgestimmt worden sei. Damit sei die Abstimmung aus Sicht des Unternehmens ungültig. (dpa-AFX)

          Amerikanische Einlagensicherung FDIC warnt Banken vor geringer Risikovorsorge

          Der Einlagensicherungsfonds FDIC hat die amerikanischen Banken angesichts der schwachen Konjunktur davor gewarnt, ihre Rücklagen zu schnell abzubauen. Viele Institute hätten in der Finanzkrise nicht genügend Reserven gehabt, sagte die Chefin der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), Sheila Bair, am Dienstag in Washington. Im dritten Quartal dieses Jahres sanken die Rücklagen der Branche auf den niedrigsten Wert seit Ende 2006. Auch deswegen konnten die Institute insgesamt ihre Gewinne steigern. Zugleich teilte die FDIC mit, dass die Zahl der Banken auf ihrer „Problemliste“ auf den höchsten Stand seit 1993 kletterte. (Reuters)

          Irland-Hilfe sieht höhere Kapitalquoten für Banken vor

          Die Finanzhilfen für Irland aus dem Euro-Schutzschirm werden einem Fernsehbericht zufolge mit einer Anhebung der Kapitalquoten für die irischen Banken verbunden. Im Gegenzug für die Hilfsgelder müssten die Kapitalquoten im irischen Bankensektor auf 12 Prozent von bisher 8 Prozent erhöht werden, berichtet der irische Sender RTE am Dienstag ohne Nennung von Quellen. (Dow Jones)

          Ausgabepreis für Solutronic-Aktien bei elf Euro

          Das Solartechnik-Unternehmen Solutronic hat den Ausgabepreis für seine Aktien auf elf Euro festgesetzt. Der Preis für die bis zu 1,84 Millionen Aktien liegt damit am unteren Ende der Zeichnungsspanne von 11,00 bis 12,50 Euro, wie das 2004 gegründete Unternehmen aus Köngen bei Stuttgart am Dienstagabend mitteilte. Der Bruttoemissionserlös aus dem Verkauf der Aktien betrage bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option rund 20,2 Millionen Euro. Dem Unternehmen fließen den Angaben zufolge davon knapp 5,9 Millionen Euro zu, der Rest geht an die Altaktionäre, Firmengründer Wieland Scheuerle und die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft EKK. Die Erstnotiz der Aktien im schwach regulierten Entry Standard ist für den 25. November vorgesehen. Solutronic will sich als alternativer Lieferant zum Marktführer SMA Solar positionieren. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt seine Produkte - das Herz einer Photovoltaik-Anlage - selbst, lässt sie aber von Elektronik-Herstellern produzieren. In den ersten neun Monaten setzte Solutronic 16,6 Millionen Euro um. (Reuters)

          Voith sieht sich von Tochterunternehmen getäuscht

          Der Anlagenbauer Voith sieht sich vom Management seiner amerikanischen Tochter Voith Hydro getäuscht. Es habe bei dem amerikanischen Tochterunternehmen falsche Bilanzierungen gegeben, teilte Voith mit. Das Management von Voith Hydro sei daher ausgetauscht worden. Umsätze bei mehrjährigen Projekten seien in einer falschen Periode verbucht worden, hieß es. Dementsprechend seien im Geschäftsjahr 2009 (30. September) konzernweit rund 1,5 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) des Betriebsergebnisses von insgesamt 356 Millionen Euro falsch ausgewiesen worden. Entsprechende Abschlüsse würden korrigiert. (dpa-AFX)

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