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Medienschau Russland erwägt angeblich Kürzung der Öllieferungen

29.08.2008 ·  Die Norddeutsche Affinerie übertrifft die Prognosen, Alibaba.com steigert den Nettogewinn um fast 160 Prozent, Intesa Sanpaolo profitiert von höheren Zinseinnahmen, Bouygues wächst in allen Bereichen außer dem Fernsehen, L'Oréal wächst trotz der Dollarschwäche, Nintendo hebt dank erfolgreicher Konsolen-Verkäufe Ausblick und Dividendenziel an, Indus steigert den Gewinn überproportionalDell verzeichnet einen Gewinneinbruch, Samsung kassiert auch das Gewinnziel für das Gesamtjahr, der Puma-Eigner PPR erzielt weniger Nettogewinn als erwartet, Abschreibungen auf Anleihen drücken Novell in die roten Zahlen, Carrefour steigert den Gewinn weniger stark als erwartetIndiens Wachstum verlangsamt sich, Lehman Brothers erwägt den Abbau von weiteren 1200 Stellen und Südkoreas Woori plant den Einstieg bei einer europäischen Investmentbank. Die ASEAN schafft ein Freihandelsabkommen mit Indien, Australien und Neuseeland.

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Unternehmen

Dell verzeichnet Gewinneinbruch von 17 Prozent bei gestiegenem Umsatz

Der weltweit zweitgrößte PC Hersteller Dell hat im zweiten Quartal aufgrund von geringeren Verkaufspreisen und Restrukturierungskosten einen deutlichen Rückgang des Gewinns verbucht. Unter dem Strich erwirtschaftet das Unternehmen in den drei Monaten bis zum 1. August einen Überschuss von 616 Millionen (VJ 746 Millionen) amerikanischen Dollar, teilte Dell am Donnerstag nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten mit. Damit ging der Gewinn um 17 Prozent zurück.

Den Gewinnrückgang begründete Dell mit niedrigeren PC-Preisen. Finanzvorstand Brian Gladden sprach von „strategischen Preisen“ in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika, die Dell zu höherem Wachstum verhelfen sollten. Nachbörslich fiel die Dell-Aktie um 10 Prozent auf 22,67 Dollar.

In ihrem Ausblick weist Dell auf eine weiterhin vorherrschende Zurückhaltung bei den Investitionen in Informationstechnik in den Vereinigten Staaten hin, die nun auch auf Westeuropa und einige Staaten in Asien übergegriffen habe. Die Nachfrage werde zudem von negativen Wechselkurseinflüssen beeinflusst. (dpa-AFX)

Norddeutsche Affinerie übertrifft mit Gewinnsprung Prognosen

Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) hat von April bis Juni wie erwartet ein weiteres starkes Quartal verbucht und die optimistischen Prognosen der Analysten übertroffen. Wie der größte europäische Kupferkonzern am Freitag mitteilte, kletterte der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 auf 2,62 Milliarden Euro von 1,72 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ebit verdoppelte sich auf 88 (Vorjahr: 43) Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis summierte sich auf 73 (41) Millionen Euro. Damit konnte die NA im Berichtsquartal auch den Konzernüberschuss vor Anteilen Dritter auf 48 Millionen Euro von zuletzt 23 Millionen mehr als
verdoppeln.

Von Dow Jones Newswires im Vorfeld befragten Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Umsatz von 2,41 Milliarden Euro, einem Ebit von 80 Millionen, einem Vorsteuerergebnis von 66 Millionen und einem Konzernüberschuss von 46 Millionen Euro gerechnet. (Dow Jones)

Carrefour steigert Gewinn im Halbjahr weniger stark als erwartet

Der größte europäische Einzelhändler Carrefour hat seinen Gewinn weniger stark gesteigert als erwartet. Im ersten Halbjahr sei der Gewinn dank guter Verkäufe in den Wachstumsmärkten um 1,2 Prozent auf 750 Millionen Euro gestiegen, teilte der Konzern am Freitag mit. Analysten waren im Durchschnitt von 761,5 Millionen Euro ausgegangen. Das Betriebsergebnis entsprach dagegen mit 1,4 Milliarden Euro den Erwartungen. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern, der im Juni eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte, seine Ziele. Er erwartet bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum von sieben Prozent und einen operativen Cash Flow von 1,5 Milliarden Euro. (Reuters)

Samsung kassiert auch Gewinnziel für Gesamtjahr

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung bekommt die Auswirkungen der schwächeren Weltkonjunktur zunehmend zu spüren. Das Ergebnis des Gesamtjahres werde wohl unter dem des Vorjahres liegen, sagte der Leiter Investor Relations der Samsung Electronics Co, Chu Woosik, auf einer Investorenkonferenz, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet.

Bislang war das Unternehmen davon ausgegangen, den Gewinn im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahreswert von 7,43 Billionen Won (rund 4,6 Milliarden Euro) zu steigern. Im März hatte Samsung bereits die Umsatzprognose für 2008 gesenkt.

Chu begründete seine verhaltenere Einschätzung mit einer geringeren Nachfrage sowohl nach Unterhaltungselektronik wie auch nach Elektronikkomponenten. Das saisonal übliche Anziehen der Nachfrage bleibe derzeit aus. Zusätzlich zu der geringeren Nachfrage nach Unterhaltungselektronik sehe sich Samsung dem Phänomen gegenüber, dass die Profitabilität in zwei Geschäftsfeldern - Speicherchips und Flachbildschirme - gleichzeitig nachgebe. (Dow Jones)

Nintendo hebt dank erfolgreicher Konsolen-Verkäufe Ausblick und Dividendenziel an

Der japanische Videospiele-Hersteller Nintendo hat dank guter Geschäfte mit seinen Spielekonsolen seine Prognose für das Geschäftsjahr (März 2009) erhöht. Auch das Dividendenziel hob das Unternehmen mit Sitz in Kioto am Freitag laut Mitteilung an. Nintendo erwartet nun einen operativen Gewinn in Höhe von 650 Milliarden Yen (4,03 Milliarden Euro), einen Nettogewinn von 410 Milliarden Yen und einen Umsatz von 2 Billionen Yen.

Bisher hatte das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 530 Milliarden Yen, einen Überschuss von 325 Milliarden Yen und einen Umsatz von 1,8 Billionen Yen erwartet. Nintendo geht davon aus, im Geschäftsjahr 30,5 (bisher: 28) Millionen der mobilen Konsole Nintendo DS und 26,5 (25) Millionen der Spielekonsole Wii zu verkaufen.

Zudem profitiert das Unternehmen von einem schwachen Yen. Nintendo erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen durchschnittlichen Dollarpreis von 105 Yen und eine Euro/Yen-Rate bei 160 Yen. Davor war das Unternehmen von im Schnitt 100 Yen je Dollar und 155 Yen je Euro ausgegangen. Als Dividende will der Spielekonsolen-Hersteller nun 1.680 Yen je Aktie zahlen, bisher sollten es 1.370 Yen sein. (dpa-AFX)

Südkoreas Woori plant Einstieg bei europäischer Investmentbank

Die südkoreanische Maklerfirma Woori Investment & Securities will mit bis zu 1,2 Milliarden Euro bei einer europäischen Investmentbank einsteigen. Derzeit prüfe man die Daten von rund 20 europäischen Instituten, sagte ein Woori-Vertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Sowohl die Übernahme eines kleinen Institutes als auch eine Beteiligung an einer größeren Investmentbank seien denkbar.

Den Angaben zufolge konzentriert sich Südkoreas viertgrößte Maklerfirma bei der Suche nach Übernahmezielen auf europäische Banken, da diese von der Kreditkrise nicht so stark belastet worden seien wie amerikanischen Institute. „Aufgrund der Preisabschläge ist es ein guter Zeitpunkt um sich umzusehen“, sagte der Woori-Vertreter. Namen möglicher Übernahmeziele nannte er nicht. Woori Financial, die Mutter der Maklerfirma, hatte sich kürzlich gegen einen Einstieg bei der angeschlagenen amerikanischen Bank Lehman Brothers entschieden. (Reuters)

Indus steigert Gewinn im zweiten Quartal überproportional

Die Indus Holding AG hat im zweiten Quartal sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert und ihre Jahresprognose bestätigt. Die Erlöse stiegen von April bis Juni um 7 Prozent auf 249,1 Millionen Euro, das Ebit erreichte 31,5 Millionen Euro und damit 8,6 Prozent mehr als 2007. Überproportional entwickelte sich der Periodenüberschuss, der um 43,5 Prozent auf 18,8 (13,1) Millionen Euro wuchs, wie die Beteiligungsgesellschaft am Freitag mitteilte.

Das abgelaufene Halbjahr und der Start ins dritte Quartal begründen die Zuversicht des Unternehmens aus Bergisch Gladbach. Die Jahresprognose von einem Umsatz über 970 Millionen Euro und einer Ebit-Marge von 10 Prozent bis 12 Prozent wurde bestätigt. (Dow Jones)

Allianz will Vermögensverwaltungs-Joint-Venture in Indien gründen

Der Münchener Finanzkonzern Allianz steht nach eigenen Angaben in Indien kurz vor der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in der Vermögensverwaltung. „Wir verhandeln seit Monaten über ein Joint Venture mit einem potentiellen Partner, und ich glaube, wir sind ziemlich nah am Ziel“, sagte der Asien-Pazifik-Chef von Allianz Global Investors, Douglas Eu, der Nachrichtenagentur Reuters. In den nächsten vier Wochen werde voraussichtlich der Vertrag unterschrieben.

Den Namen des indischen Partners könne er noch nicht nennen, weil es sich um ein börsennotiertes Unternehmen handele. Innerhalb von zwei Jahren nach dem Start peile die Allianz ein verwaltetes Vermögen von einer Milliarde Dollar an. (Reuters)

Strabag erfüllt Erwartung der Analysten

Die österreichische Bauholding Strabag SE hat im ersten Halbjahr 2008 Umsatz und Vorsteuerergebnis verbessert und damit die Erwartungen der Analysten erfüllt. So stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf die von Analysten prognostizierten rund 4,78 (4,05) Milliarden Euro, teilte der Konzern mit Sitz in Wien am Freitag mit. Auch das Vorsteuerergebnis traf mit einem Verlust von 23,35 (minus 49,45) Millionen Euro den Analystenkonsens. Das Ebit war mit -28,41 (-21,63) Millionen Euro saisonal bedingt weiterhin negativ.

Die Bauleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 5,3 (4,5) Milliarden Euro. Rund 42 Prozent (348 Millionen Euro) dieser Zunahme entfielen auf Zentral- und Osteuropa, ein Plus von 206 Millionen Euro ist auf den größten Einzelmarkt Deutschland zurückzuführen. Zudem waren auf Grund der Konsolidierungen der italienischen Adanti SpA und des schwedischen Bauunternehmens ODEN Anläggningsentreprenad AB Erhöhungen in anderen westeuropäischen Ländern zu verzeichnen. (Dow Jones)

Deutsche Wohnen profitiert im zweiten Quartal von Marktwerten ihrer Zinsswaps

Die Deutsche Wohnen AG hat Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal mehr als verdoppelt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz auf 77,3 (Vorjahr: 31,3) Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte das Frankfurter SDax-Unternehmen am Freitag einen Nettogewinn von 23,1 (11,6) Millionen Euro.

Das zweite Quartal sei von zwei Sondereffekten geprägt worden, heißt es in der Zwischenbilanz. Auf der einen Seite wurden die Kosten des Personalabbaus berücksichtigt, auf der anderen Seite entwickelten sich die Marktwerte der Zinsswaps positiv. So weist die Deutsche Wohnen einen Restrukturierungsaufwand von 15,5 Millionen Euro und ein Ergebnis aus der Marktwertanpassung derivativer Finanzinstrumente von 49,9 Millionen Euro aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zeigte sich unter anderem wegen der Restrukturierungskosten mit 16,8 (38,6) Millionen Euro deutlich rückläufig. (Dow Jones)

Kudelski im Halbjahr tief in roten Zahlen

Der TV-Verschlüsselungshersteller Kudelski hat im ersten Halbjahr 2008 einen Verlust von 39,8 Millionen Franken eingefahren, nach 28,1 Millionen Gewinn im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz war nach Angaben vom Freitag mit einem Plus von einem halben Prozent auf 424,2 Millionen Franken kaum verändert. Die Umstellung auf eine neues Abrechnungsmodell, bei dem die Smart Cards vermietet und nicht mehr verkauft werden, habe das Ergebnis mit Mitleidenschaft gezogen. Für das Gesamtjahr werde weiterhin ein operativer Gewinn von fünf bis zehn Millionen Franken und 1,03 bis 1,05 Milliarden Franken Umsatz erwartet. (Reuters)

Puma-Eigner PPR erzielt weniger Nettogewinn als erwartet

Der französische Puma-Eigner PPR hat weniger Nettogewinn erwirtschaftet als erwartet. Im ersten Halbjahr habe der Gewinn 344 Millionen Euro betragen, teilte der französische Luxusgüterkonzern am Freitag mit. Analysten hatten durchschnittlich mit 350 Millionen Euro gerechnet. Das Betriebsergebnis lag mit 742 Millionen dagegen acht Millionen Euro über den Erwartungen. PPR bestätigte seine für 2008 ausgegebenen Geschäftsziele. (Reuters)

Abschreibungen auf Anleihen drücken Novell in die roten Zahlen

Der amerikanische Softwarekonzern Novell hat im dritten Quartal wegen Abschreibungen auf umstrittene Anleihen rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust belaufe sich auf 15 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie nach einem Minus von vier Millionen Dollar oder ein Cent je Aktie vor einem Jahr, gab Novell am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Der Umsatz legte auf 245 Millionen Dollar von 237 Millionen Dollar zu. Seine Umsatzprognose von 940 bis 970 Millionen Dollar für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern.

Die Belastung aus den umstrittenen ARS-Anleihen (Auction Rate Securities) habe 15 Millionen Dollar betragen, teilte Novell mit. Die Papiere galten lange als kursstabil. Der ARS-Markt brach aber zusammen, als sich in der Kreditkrise keine Käufer mehr fanden. Novell ist der weltweit zweitgrößte Verkäufer von Linux Software nach Red Hat. (Reuters)

Lehman Brothers erwägt Abbau von weiteren 1200 Stellen

Die angeschlagene amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers erwägt angesichts der anhaltenden Finanzkrise nach Informationen aus Kreisen einen weiteren Stellenabbau. Die Streichungen könnte rund fünf Prozent der Belegschaft ausmachen, verlautete am Donnerstag aus mit der Situation vertrauten Kreisen. Damit seien rund 1200 Stellen in einer vierten Entlassungswelle gefährdet. Lehman hat sich in diesem Jahr bereits von rund 4000 Mitarbeitern getrennt. Weil noch immer kein Ende der Kreditkrise in Sicht ist und die Geschäfte weiter belastet werden, setzten zuletzt auch andere Wall-Street-Banken sowie ihre ebenfalls betroffenen Konkurrenten in Europa den Rotstift an.

Nach Einschätzung von Branchenexperten droht Lehman Brothers im zweiten Quartal erneut ein Milliardenverlust. Die amerikanischen Bank Citigroup sagte dem Branchenvierten Abschreibungen von 2,9 Milliarden Dollar voraus. Lehman wird seine Quartalsbilanz voraussichtlich Mitte September vorlegen. Medienberichten zufolge hat sich Lehman bereits vergeblich in Südkorea und China um eine Milliardenspritze bemüht. (Reuters)

Italien will Alitalia mit Notgesetzen retten

Ein neues Rettungspaket für die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia nimmt Gestalt an. Die italienische Regierung billigte am Donnerstag Notgesetze, die das Kartell- und Insolvenzrecht umgehen. Mit Hilfe dieser Gesetze könnte Alitalia in zwei Teile aufgespalten werden: Die unrentablen Geschäftsteile sollten unter den Schutz des Konkursrechts gestellt werden. In die gesunden Teile der maroden Gesellschaft sollen 16 Investoren insgesamt 1,5 Milliarden Dollar pumpen. Dieser Teil von Alitalia soll dann zusammen mit der Billigfluglinie Air One zu einer kleineren und schlanker aufgestellten Fluggesellschaft umgebaut werden.

Für den Fall, dass die Sanierung von Alitalia gelingt, kündigte Air France-KLM Interesse an einer strategischen Partnerschaft an. Die halbstaatliche Alitalia steht mittlerweile seit 20 Monaten zum Verkauf. (Reuters)

Alibaba.com steigert Nettogewinn um fast 160 Prozent

Zinseinnahmen aus dem Börsengang im vergangenen Herbst haben den Nettogewinn des chinesischen Internethandelsportals Alibaba.com im zweiten Quartal explodieren lassen. Das Ergebnis sei um fast 160 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen, an dem der Internetkonzern Yahoo einen größeren Anteil hält, am Mittwoch mit. Die Aktie des Konzerns gab an der Börse in Hongkong in den drei Monaten von April bis Juni fast 32 Prozent nach, da sich Investoren besorgt über die Weltwirtschaft und die Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen zeigten. Der Konzern, der seit November an der Börse ist, bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen ein Handelsportal an und fördert damit Import und Export chinesischer Waren.
Den Angaben zufolge stieg der Gewinn von Alibaba.com im Quartal bis Juni auf 396,46 Millionen Yuan (knapp 40 Millionen Euro) von 153,14 Millionen im Vorjahreszeitraum. Drei von Reuters befragte Analysten hatten durchschnittlich mit 285,03 Millionen Yuan gerechnet. (Reuters)

Intesa Sanpaolo profitiert von höheren Zinseinnahmen

Die Intesa Sanpaolo SpA hat im zweiten Quartal ihr Nettoergebnis dank höherer Nettozinseinnahmen gesteigert. Gleichzeitig signalisierte die italienische Gesellschaft am Donnerstag, dass sich die negativen Effekte aus der amerikanischen Subprime-Krise abschwächen, was sich im zweiten Halbjahr positiv bemerkbar machen sollte. Marktteilnehmer zeigten sich erfreut über die Informationen - die Aktie beendete den Handel an der Börse in Mailand bei 3,64 Euro, das ist ein Plus von 6,3 Prozent.

In den drei Monaten kletterten die Nettozinseinnahmen um 11 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Beim bereinigten Nettoergebnis fiel das Plus mit 3 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro schwächer aus. (Dow Jones)

Bouygues wächst in allen Bereichen außer Fernsehen

Mit Ausnahme des Fernsehgeschäftes (TF-1)ist der französische Mischkonzern Bouygues im ersten Halbjahr in allen Sparten deutlich gewachsen. Der Gruppenumsatz kletterte um 15 Prozent auf 15,31 Milliarden Euro. Der Überschuss nahm um sechs Prozent auf 701 Millionen Euro zu. Das teilte die Bouygues SA am Donnerstagabend in Paris mit. Der größten französische TV-Sender TF-1 war als einzige Bouygues-Sparte defizitär. Die Beteiligung am Bahntechnikkonzern Alstom trug 151 Millionen Euro zum Gewinn bei.

Die Bausparte Bouygues Construction dehnte das Geschäft um ein Fünftel auf 4,45 Milliarden Euro aus. Die Immobiliensparte wuchs um 61 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und die Baustoff-Sparte Colas um 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Auch der Telecom-Bereich expandierte um sieben Prozent auf 2,48 Milliarden Euro. Nur bei TF-1 führte die junge Konkurrenz des terrestrischen Digitalfernsehens zu einem Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

L'Oréal wächst trotz Dollarschwäche

Der weltweit führende Kosmetikkonzern L'Oréal macht trotz der globalen Konjunkturabschwächung glänzende Geschäfte. Im ersten Halbjahr 2008 stieg der Umsatz wechselkursbereinigt um 7,1 Prozent auf 8,65 Milliarden Euro. Der operative Ertrag legte um 8,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr stellt der Pariser Konzern am Donnerstag erneut einen zweistelligen Gewinnanstieg in Aussicht. Der Überschuss stieg im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. (dpa)


Wirtschaft

Russland erwägt Kürzung der Öllieferungen

Russland erwägt einem Bericht der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ zufolge, die Öllieferungen in den Westen in Reaktion auf drohende EU-Sanktionen wegen des Georgien-Konflikts zu drosseln. In Moskau zirkulieren nach Angaben der Zeitung vom Freitag Berichte, dass die Ölgesellschaften vom Kreml die Anweisung erhalten hätten, eine Kürzung der Lieferungen an Deutschland und Polen durch die Pipeline „Druschba“ vorzubereiten.

Führende Mitarbeiter der Ölgesellschaft OAO Lukoil seien aufgefordert worden, am Wochenende erreichbar zu sein. Unter Berufung auf einen führenden Branchenvertreter berichtet das Blatt, die Lukoil-Mitarbeiter sollten darauf vorbereitet sein, die Öllieferungen möglicherweise bereits am Montag zu stoppen. Für Montag ist in Brüssel ein Sondergipfel der EU anberaumt worden, bei der über mögliche Sanktionen gegen Russland gesprochen werden soll. (Dow Jones)

Indiens Wachstum im ersten Quartal verlangsamt

Indiens Wirtschaft ist im ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres (zum 31. März 2009) weiterhin stark gewachsen, wenn auch weniger dynamisch als im Vorquartal. Wie die Statistikbehörde des Landes am Freitag berichtet, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem im Vorquartal ein Wachstum von 8,8 Prozent verzeichnet worden war.

Im Vorjahresquartal hatte sich der BIP-Anstieg auf 9,2 Prozent belaufen. Getrieben wurde das Wachstum zwischen April und Juni vom Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor. (Dow Jones)

Preisdruck in Japan stärker als erwartet

Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher sind im Juli so stark gestiegen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in der Kernberechnung um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikbüro der Regierung am Freitag berichtete. Volkswirte hatten mit einer Jahreskernteuerung von 2,3 Prozent gerechnet. Im Juni hatte die Kernteuerung bei 1,9 Prozent gelegen.

Damit wurde im Juli ist der stärkste Preisanstieg seit Oktober 1997 verzeichnet, als die Preise um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Besonders deutlich legten nach Angaben der Behörde die Preise für Benzin, Nahrungsmittel und Elektrizität zu. Die Bank of Japan (BoJ) achtet für die Bestimmung ihrer Geldpolitik besonders auf die Kernrate.

Auf Basis vorläufiger Berechnungen wurde zudem mitgeteilt, dass die Verbraucherpreise im Großraum Tokio im August in der Kernrate um 1,5 Prozent höher lagen als im Vorjahresmonat. Volkswirte hatten im Mittel ein Plus von 1,7 Prozent prognostiziert. Im Juli war der Index in der Kernrate im Großraum Tokio um 1,6 Prozent gestiegen.

Die japanische Industrieproduktion hat im Juli nach vorläufigen Angaben unerwartet zulegen können. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Freitag berichtete, stieg die Produktion saisonbereinigt um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten hingegen mit einem monatlichen Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Die Auslieferungen stiegen im Juli gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent, während die Lagerbestände sich um 0,2 Prozent verringerten.

Im Juni war die Produktion um 2,2 Prozent gesunken, im Mai war ein Anstieg um 2,8 Prozent registriert worden. Für August prognostiziert das METI auf Basis von Unternehmensumfragen einen Produktionsrückgang um 2,9 Prozent, gefolgt von einem Zuwachs von 3,4 Prozent im September.

Die Arbeitslosenquote ist im Juli überraschend gesunken. Wie die Statistikbehörde der Regierung am Freitag mitteilte, fiel die Quote saisonbereinigt auf 4,0 Prozent, nachdem sie im Juni noch bei 4,1 Prozent gelegen hatte. Ökonomen hatten mit einer gegenüber dem Vormonat unveränderten Quote gerechnet.

Die Kfz-Produktion in Japan ist im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,1 Prozent auf 1,09 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Damit hat die Produktion bereits den zwölften Monat in Folge zugelegt. Wie der Herstellerverband (JAMA) am Freitag weiter
mitteilte, erhöhte sich die Inlandsnachfrage um 3,6 Prozent binnen Jahresfrist auf 454.594 Fahrzeuge. (Dow Jones)

ASEAN schafft Freihandelsabkommen mit Indien, Australien und Neuseeland

Nach jahrelangen Verhandlungen hat die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN Freihandelsabkommen mit Indien, Australien und Neuseeland geschlossen. Die Einigung wurde bei einem Treffen der Handelsminister am Donnerstagabend in Singapur erzielt. Einzelheiten sollen bei der Unterzeichnung im Dezember bekanntgemacht werden. In den zehn ASEAN-Ländern leben rund 550 Millionen Menschen.

„Es ist das umfangreichste Freihandelsabkommen, das ASEAN je abgeschlossen hat“, sagte der australische Handelsminister Simon Crean in Singapur. Zwischen ASEAN und Indien sollen Zölle auf mehr als 400 Produkte fallen, das Abkommen mit Australien und Neuseeland bezieht auch Investitionen, Dienstleistungen und Patentrechte mit ein. Der Handel mit Indien umfasste im vergangenen Jahr umgerechnet rund 26 Milliarden Euro, mit Australien und Neuseeland 33 Milliarden Euro, 17 Prozent mehr als im Jahr davor. (dpa-AFX)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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