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Medienschau Münchener Rück erwartet erst 2011 wieder Ergebnisanstieg

10.03.2010 ·  Die Gagfah erreicht ihre Jahresziele, IVG schreibt rote Zahlen. Jenoptik plant eine Kapitalerhöhung, Abbott kauft Facet für 722 Millionen Dollar und der Bund soll eine Kreditklemme verhindern, fordert die deutsche Wirtschaft.

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Unternehmen

Münchener Rück erwartet erst 2011 wieder Ergebnisanstieg

Die Münchener Rück rechnet erst für 2011 wieder mit einer Ergebnissteigerung. Dieses Jahr dürfte der Überschuss wegen niedriger Zinsen und womöglich höherer Belastungen durch Naturkatastrophen auf mehr als zwei Milliarden Euro fallen, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Mittwoch mit. 2009 waren es mitten in der Finanzkrise 2,56 Milliarden Euro. Der Umsatz dürfte 2010 bei 41 bis 43 Milliarden Euro liegen. Das Erdbeben in Chile und der Wintersturm „Xynthia“ belasten die Münchener Rück zusammen mit 500 Millionen Euro, davon entfallen bis zu 100 Millionen auf „Xynthia“. Der Sturm richtete vor allem in Frankreich massive Schäden an. Chile wird die Versicherungsbranche laut Münchener Rück insgesamt mit vier bis sieben Milliarden Dollar belasten, „Xynthia“ mit 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. (Reuters)

Gagfah erreicht Jahresziele

Das Immobilienunternehmen Gagfah hat seine Ziele für das abgelaufene Jahr erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen uns Steuern (Ebit) stieg auf 237 Millionen Euro nach 216 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die so genannten Funds from Operations (FFO) sanken auf das Gesamtjahr gesehen wie erwartet auf 0,84 Euro je Aktie nach 0,89 Euro im Vorjahr. Die Kenngröße FFO ist laut Gagfah geeignet, um die Entwicklung des operativen Geschäfts von Immobilienunternehmen darzustellen. Dabei wird der Überschuss um den Gewinn oder Verlust aus Verkäufen sowie Abschreibungen auf Immobilien bereinigt. Den Anteilseignern soll für das Schlussquartal eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie gezahlt werden. (dpa-AFX)

IVG schreibt 2009 rote Zahlen

Das Immobilienunternehmen IVG hat das Jahr 2009 in den roten Zahlen abgeschlossen. Nach vorläufigen Berechnungen belaufe sich der Konzernverlust auf 158 Millionen Euro, teilte IVG am Mittwoch in Bonn mit. Im vierten Quartal waren noch einmal Wertanpassungen für Bestandsimmobilien und Entwicklungsprojekte notwendig geworden. Im Vorjahr hatte das Unternehmen allerdings noch ein Minus von 451,7 Millionen Euro in den Büchern gehabt.
IVG war durch die Wirtschaftskrise und die damit sinkenden Immobilienpreise unter Druck geraten und steckt jetzt in der Sanierung. Deutliche Einsparungen seien bereits erreicht worden, hieß es. Die Restrukturierung sei auf gutem Weg. 2010 sollen die Schulden weiter abgebaut werden. IVG legt die vollständige Bilanz am 25. März vor. (dpa-AFX)

Umsatz und Ergebnis von Axel Springer 2009 gefallen

Der Medienkonzern Axel Springer hat 2009 im Vergleich zum Rekordjahr 2008 erwartungsgemäß einen Rückgänge beim Umsatz und Ergebnis ausgewiesen. Während der Konzernumsatz auf 2,61 Milliarden Euro von 2,73 Milliarden Euro im Vorjahr rutschte, sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 333,7 (486) Millionen Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Berlin am Mittwoch mitteilte.

Die anhaltende Anzeigenflotte ließ den bereinigten Konzerngewinn im abgelaufenen Jahr auf 152,6 (254) Millionen Euro schmelzen. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte auf 10,19 (18,54) Euro. Die Aktionäre sollen für 2009 erneut eine Dividende je Anteilsschein von 4,40 Euro erhalten.

Die Konzernführung hatte bereits im November angekündigt, der Berliner Medienkonzern werde beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich unter den 2,73 Milliarden Euro des Vorjahres bleiben und beim Ebitda den Vorjahreswert von 486 Millionen Euro gar im zweistelligen Prozentbereich unterbieten.

Für 2010 rechnet der Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner mit stabilen oder leicht steigenden Umsätzen, vor allem aufgrund des Wachstums im digitalen Bereich. Das Ebitda will er dabei um rund 10 Prozent steigern, überwiegend durch operative Verbesserungen und weiteren Sparkurs in allen Konzernbereichen. Döpfner bestätigte damit Aussagen vom November, als er ein Ebitda-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich angekündigt hatte. (Dow Jones)

Jenoptik plant Kapitalerhöhung für Großaufträge und Übernahmen

Der Technologiekonzern Jenoptik will bis zu 13,5 Millionen Euro für Großaufträge und kleinere Übernahmen einsammeln. In einer Kapitalerhöhung sollen bis zu 5,2 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Das Geld soll zur Finanzierung von Großaufträgen und kleinere Akquisitionen eingesetzt werden. Außerdem will Jenoptik seine Präsenz, insbesondere das Lasergeschäft, in Asien und Nordamerika ausbauen.

Die neuen Aktien sollen über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding) ab sofort „qualifizierten Anlegern in Deutschland und im Ausland“ angeboten werden. Die bisherigen Großaktionäre ECE Industriebeteiligungen und VARIS Vermögensverwaltung wollen sich den Angaben zufolge ebenfalls an der Kapitalerhöhung beteiligen. (dpa-AFX)

Abbott kauft Biotechfirma Facet für 722 Millionen Dollar

Die Abbott Laboratories verschafft sich mit dem Kauf des Biotechnologieunternehmens Facet eine größere Produktpipeline. Für 722 Millionen Dollar oder 27 Dollar je Aktie werde ein Aufschlag auf den aktuellen Aktienkurs von Facet von zwei Dritteln gezahlt, teilte der amerikanische Pharmakonzern in der Nacht zum Mittwoch mit.

Facet wechselt damit nun doch den Besitzer, nachdem sich im vergangenen Jahr der Facet-Entwicklungspartner Biogen um den Kauf des Unternehmens bemüht hatte. Die Biogen Idec hatte damals zuletzt 17,50 Dollar für das Biotechunternehmen geboten, war jedoch nur auf Ablehnung gestoßen. Facet-Vorstandschef Faheem Hasnain lobte das nun vorgelegte Abbott-Gebot als „fair und angemessen“.

Der wichtigste Facet-Wirkstoff in der Entwicklung ist Daclizumab, den die Firma gemeinsam mit Biogen gegen Multiple Sklerose entwickelt. Daclizumab soll ab dem zweiten Quartal in einer Studie der Phase III geprüft werden. Facet bringt zusätzlich einige Onkologie-Produkte mit, die sich allerdings noch in einem frühen oder mittleren Stadium der Entwicklung befinden.

Abbott rechnet sich die Kosten für die Facet-Übernahme schöner, indem sie die baren und barähnlichen Mittel in den Kassen von Facet vom Kaufpreis abzieht. Ohne diese Gelder würde Facet lediglich 450 Millionen Dollar kosten, teilte Abbott mit. (Dow Jones)



Wirtschaftsnachrichten

Bund soll Kreditklemme verhindern

Wirtschaft und Banken fordern von der Bundesregierung weitere Instrumente zur Abwehr einer flächendeckenden Kreditklemme. Beim Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Spitzenvertretern der Wirtschafts- und Bankenverbände an diesem Donnerstag soll deshalb über staatliche Garantien für Kreditverbriefungen entschieden werden, wie das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) aus Teilnehmerkreisen erfuhr. In der Bundesregierung sei man skeptisch, ob weitere Staatshilfen für die Banken überhaupt notwendig seien.

Nach Ansicht der Wirtschafts- und Bankenverbände solle der Staat den Banken Garantien für den Verkauf von Kreditportfolios gewähren. Die dafür erforderlichen Mittel könnten nach Vorstellung der Wirtschafts- und Bankenverbände aus dem 115 Milliarden Euro umfassenden Topf des Deutschlandfonds abgezweigt werden. Der Bund wolle zunächst prüfen, wie durch Portfoliogarantien zusätzliche Spielräume zur Kreditvergabe geschaffen werden können, heißt es nach Informationen des Blatts in dem Entwurf der Abschlusserklärung zum Kreditgipfel. (Dow Jones)

Kreditvergabe in China im Februar zurückgegangen

Chinas Banken haben einem Medienbericht zufolge im Februar Kredite im Volumen von rund 700 Milliarden Yuan (etwa 75 Milliarden Euro) und damit nur halb so viel wie im Vormonat vergeben. Die Entwicklung sei zum Teil auf das Neujahrsfest Mitte Februar zurückzuführen, berichtete das staatliche „China Securities Journal“ am Mittwoch. Zudem hatten die Behörden die Banken aufgefordert, die Kreditvergabe zu dämpfen. Die ausufernde Kreditvergabe hatte Sorgen vor Blasen an den Finanz- und Immobilienmärkten geschürt. China hat für 2010 als Ziel ausgegeben, Kredite über 7,5 Billionen Yuan (rund 800 Milliarden Euro) zu vergeben, nach 9,6 Billionen Yuan im vergangenen Jahr.

Die chinesischen Exporte sind im Februar dagegen gegebnüber dem Vorjahr um 45,7 Prozent gestiegen. Die offiziellen Zahlen lagen noch über den Erwartungen von Analysten, die mit einem Wachstum von 35 bis 40 Prozent auf Grund der gestiegenen weltweiten Nachfrage gerechnet hatten. (Reuters, apn)

Obama unterstützt Schritte gegen Spekulation

Im Kampf gegen die Spekulation bekommt Griechenland nun auch von der größten Wirtschaftsmacht der Welt Unterstützung. Nach Beratungen mit Präsident Obama sagte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou, Obama begrüße entsprechende europäische Initiativen. Obama habe auch seine Unterstützung für die Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland deutlich gemacht. Er habe die Vereinigten Staaten aber nicht aber nicht um Finanzhilfen gebeten.

Deutschland und Frankreich wollen nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ Spekulationsgeschäfte gegen Staaten und große Unternehmen mit einer gemeinsamen Initiative eindämmen. Dazu solle der Handel mit bestimmten Wertpapieren beschränkt oder sogar komplett verboten werden.

Papandreou warnte überdies vor der Gefahr, dass die Schuldenkrise seines Landes eine neue globale Finanzkrise auslösen könnte. Sie könne sehr wohl einen Dominoeffekt in Form steigender Kreditkosten für eine Reihe anderer verschuldeter Staaten nach sich ziehen. (dpa-AFX)

Maschinenbauaufträge in Japan fallen im Januar wie erwartet

Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind zu Jahresbeginn in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) erwartungsgemäß gefallen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung am Mittwoch mitteilte, wurde im Januar gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Minus von 3,7 Prozent verzeichnet. Dies entsprach den Erwartungen von Analysten.

Bei dem Rückgang handelt es sich nach Einschätzung von Ökonomen aber lediglich um eine Korrektur nach dem kräftigen Zuwachs im Vormonat. Die Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe Japans stabilisiere sich in der Tendenz, heißt es.

Gleichzeitig hat sich der Rückgang der Großhandelspreise binnen Jahresfrist hat sich den sechsten Monat in Folge abgeschwächt. Wie die Bank of Japan (BoJ) am Mittwoch mitteilte, lagen die Preise im Februar um 1,5 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Das war der schwächste Rückgang seit Januar 2009, als ein Minus von 0,9 Prozent verzeichnet worden war. (Dow Jones)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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