Home
http://www.faz.net/-gv6-6ojdj
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Medienschau Massiver Gewinnrückgang bei Starbucks

11.11.2008 ·  RWE steigert Betriebsergebnis und bestätigt PrognoseVodafone senkt Umsatzprognose für das GesamtjahrProcter & Gamble erhöht GewinnprognoseTognum legt stärker als erwartet zuAMB Generali: überraschend starker GewinneinbruchGfK steigert dank Sonderzahlung Gewinn deutlichGrammer: Mehr Umsatz, weniger GewinnPfleiderer steigert QuartalsgewinnAareal Bank streicht Ziele für GesamtjahrDeutsche Euroshop erhöht PrognosePatrizia rutscht wieder in VerlustzoneAmerican Express: Zugang zu RettungsfondsBei Qimonda wächst die Angst vor dem AusAlcoa kürzt ProduktionsmengeGM-Aktie stürzt auf 62-Jahres-TiefUralKali sieht seine Zukunft gefährdetDeutschland: Anstieg der Großhandelspreise abgeschwächtChinas Inflationsdruck geht weiter zurückJapans Leistungsbilanzüberschuss rückläufig

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Unternehmen

Wirtschaftsflaute und Umstrukturierung belasten Starbucks-Gewinn

Die Wirtschaftsflaute und Restrukturierungskosten haben den Gewinn der amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks drastisch einbrechen lassen. Im abgelaufenen Quartal sei der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 5,4 Millionen Dollar zurückgegangen, teilte der Konzern am Montag mit. Starbucks will im Rahmen einer Umstrukturierung 600 Filialen streichen, was alleine im abgelaufenen Quartal mit 105,1 Millionen Dollar zu Buche schlug. Diese Belastung herausgerechnet betrug der Gewinn 10 Cent pro Aktien. Analysten hatten im Schnitt mit 13 Cent pro Aktie gerechnet. Für 2009 geht Starbucks ohne Einmaleffekte von einem Gewinn von rund 90 Cent pro Aktie aus. Auch der Umsatz blieb mit einem Plus von drei Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hinter den Markterwartungen zurück. Starbucks-Chef Howard Schultz zeigte sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen nach der Umstrukturierung 2009 wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrt - trotz eines schwierigen Umfeldes. „Wir scheinen belastbarer zu sein als andere Premium-Marken“, sagte er. Die Starbucks-Aktie gab nachbörslich zwei Prozent nach. (Reuters)

RWE steigert Betriebsergebnis und bestätigt Prognose

Der Essener Energiekonzern RWE hat in den ersten neun Monaten seinen Umsatz und Betriebsgewinn gesteigert. Die Erlöse seien um knapp 14 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Das betriebliche Ergebnis sei um 5,1 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro verbessert worden. Damit übertraf RWE die Erwartungen von Experten. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 33,8 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten gerechnet und das betriebliche Ergebnis auf 5,38 Milliarden Euro beziffert. RWE bekräftigte seine Prognose, wonach das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr mindestens das Vorjahresniveau erreichen soll. (Reuters)

Vodafone senkt Umsatzprognose für das Gesamtjahr

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat im ersten Geschäftshalbjahr die Erwartungen erfüllt. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe der Gewinn 7,2 Milliarden Pfund (8,85 Milliarden Euro) betragen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Analysten hatten im Durchschnitt ebenfalls mit 7,2 Milliarden Pfund gerechnet. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 17,1 Prozent auf 19,9 Milliarden Pfund, hier waren 19,6 Milliarden Pfund erwartet worden. Für das Gesamtjahr korrigierte der Konzern aber seine Umsatzprognose nach unten. Vodafone geht nun von einem Umsatz zwischen 38,8 Milliarden Pfund und 39,7 Milliarden Pfund aus. Im Juli war das Unternehmen noch von 39,9 Milliarden Pfund bis 40,7 Milliarden Pfund ausgegangen. (Reuters)

Procter & Gamble erhöht Gewinnprognose nach Spartenverkauf

Procter & Gamble hat mit dem Verkauf ihrer Kaffeesparte mehr verdient als erwartet und deshalb Gewinnprognose angehoben. Je Aktie werde der Ertrag aus dem Verkauf wahrscheinlich 0,63 Dollar betragen, teilte der amerikanische Konsumgüterhersteller am Montagabend (Ortszeit) mit. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit 0,50 Dollar je Aktie gerechnet. Für das laufende zweite Quartal und das komplette Geschäftsjahr 2008/09 hob der Konzern seine Prognose entsprechend an. Der Gewinn je Aktie werde in den drei Monaten bis Ende Dezember zwischen 1,58 und 1,63 Dollar liegen und im Gesamtjahr zwischen 4,28 und 4,38 Dollar. Procter & Gamble hatte im Juni seine Kaffeesparte an den amerikanische Nahrungsmittelkonzern J.M Smucker Co veräußert. Die Übertragung des Geschäfts wurde durch einen Aktientausch vollzogen. Der Gesamtwert der Transaktion lag bei gut 3 Milliarden Dollar. (Dow Jones Newswires)

Tognum legt im dritten Quartal stärker als erwartet zu - Prognose bestätigt

Der Motorenbauer Tognum hat nach einem besser als von Experten erwartet ausgefallenen Quartal die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Trotz der zunehmenden Unsicherheit infolge der Finanzkrise sowie möglicher Streiks im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen werde beim Umsatz ein Plus von 11 bis 13 Prozent erwartet, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Friedrichshafen mit. Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird weiter ein Wert am unteren Ende des Zielkorridors von 13 bis 15 Prozent prognostiziert. Im dritten Quartal konnte Tognum Umsatz und das bereinigte Ebit deutlich stärker steigern als von Experten erwartet. (dpa-AFX)

AMB Generali mit überraschend starkem Gewinneinbruch

Der Versicherer AMB Generali hat infolge der Kapitalmarktkrise einen überraschend starken Gewinnrückgang verbucht und verzichtet erneut auf eine Prognose für das Gesamtjahr. „Die Höhe des Konzerngewinns im Jahr 2008 wird entscheidend von der weiteren Kapitalmarktentwicklung abhängen“, teilte die im MDax notierte Tochtergesellschaft des italienischen Generali-Konzerns bei Vorlage der Neunmonatszahlen am Dienstag in Aachen mit. In den ersten drei Quartalen sackte der Überschuss um 85 Prozent auf 58,8 Millionen Euro zusammen. Damit verfehlte er die Erwartungen der Branchenexperten, die im Schnitt mit 98 Millionen Euro gerechnet hatten.(dpa-AFX)

Marktforscher GfK steigert dank Sonderzahlung Gewinn deutlich

Der Marktforscher GfK hat seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert. Der Überschuss sei auf 24,1 Millionen Euro nach 21,6 Millionen im Vorjahreszeitraum geklettert, teilte das Nürnberger Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 883,8 Millionen Euro. In den Zahlen ist eine Sonderzahlung von rund 13 Millionen Euro enthalten, die der GfK nach der gescheiterten Übernahme des britischen Rivalen TNS als Entschädigung zufließt. Die Nürnberger bekräftigten ihre Prognose für 2008. (Reuters)

Autozulieferer Grammer mit mehr Umsatz und weniger Gewinn

Der Autozulieferer Grammer hat in den ersten neun Monaten 2008 mehr Umsatz, aber weniger Gewinn verbucht. Die Erlöse stiegen um 7,1 Prozent auf 787,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag im bayerischen Amberg berichtete. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging auf 23,5 von 26,9 Millionen Euro zurück. Das Segment Automotive wurde von Restrukturierungskosten und der rückläufigen Nachfrage in der Autoindustrie belastet. Wegen der positiven Entwicklung in der Sitz-Sparte erwartet Grammer für 2008 weiterhin eine Umsatzsteigerung auf mehr als eine Milliarde Euro. Das Ergebnis werde im Rahmen der bisherigen Erwartungen liegen; im Sommer hatte Grammer von „32 Millionen plus“ gesprochen. Für 2009 gab der Konzern keine Prognose ab. (Reuters)

Holzverarbeiter Pfleiderer steigert Quartalsgewinn

Der Überschuss des Holzverarbeiters Pfleiderer ist im dritten Quartal 2008 nach Minderheiten auf 11,2 (Vorjahreszeitraum: 6,4) Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz sank dagegen auf 436,4 (454,7) Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Pfleiderer geht für das zu Ende gehende Geschäftsjahr davon aus, beim Umsatz den Vorjahreswert zu übertreffen und beim Gewinn im „Zielkorridor“ 2007 zu liegen. Analysten hatten im Schnitt für das dritte Quartal mit vier Millionen Euro Überschuss nach Minderheiten sowie 449 Millionen Euro Umsatz gerechnet. (Reuters)

Aareal Bank streicht Ziele für Gesamtjahr

Die Aareal Bank hat trotz solider Zahlen im dritten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr gestrichen. Die dramatischen Marktverwerfungen der letzten Wochen hätten gezeigt, „dass im derzeitigen Umfeld verlässliche Prognosen für das Gesamtjahr 2008 nicht möglich sind“, sagte Vorstandschef Wolf Schumacher am Dienstag laut Mitteilung. Bisher hatte die Aareal Bank einen operativen Gewinn auf Höhe des Vorjahresniveaus von knapp 160 Millionen Euro prognostiziert. Das operative Geschäft sei trotz der Finanzkrise nach den ersten neun Monaten im Plan. Im dritten Quartal schrieb die Aareal Bank weiter schwarze Zahlen. Unter dem Strich verdiente das Institut 15 Millionen Euro und traf damit die Erwartungen des Marktes. Im Vorjahr hatten Veräußerungsgewinne den Überschuss auf 183 Millionen Euro hochgetrieben. Vor Steuern lag der Gewinn im dritten Quartal bei 31 Millionen Euro. Hier lag der Wert leicht über den Erwartungen. (dpa-AFX)

Deutsche Euroshop erhöht nach Gewinnsprung Prognose

Die auf Beteiligungen an Einkaufszentren spezialisierte Deutsche Euroshop hat den Vorsteuergewinn im dritten Quartal dank Neueröffnungen kräftig gesteigert und erhöht ihre Gewinnprognose. Bei einem um knapp ein Viertel gestiegenen Umsatz kletterte das Ergebnis vor Steuern um 57 Prozent auf 11,6 Millionen Euro, wie das Hamburger Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem zwölf Millionen Euro Vorsteuergewinn gerechnet. Für das laufende Jahr erhöhte der Vorstand die Geschäftsziele leicht. Das im MDax gelistete Unternehmen erwartet nun einen Umsatz in der Spanne von 113 bis 115 (bisher 110 bis 113) Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn ohne Bewertungsergebnis zwischen 45 und 47 (bisher 43 bis 45) Millionen Euro. Wegen der Finanzkrise streicht Euroshop seine Investitionsplanung zusammen. Das Ziel, in diesem Jahr 150 bis 200 Millionen Euro in neue Einkaufszentren zu investieren, werde fallengelassen, hieß es. Die Prognose für 2009 beließ Euroshop unverändert. (Reuters)

Immobilienfirma Patrizia rutscht wieder in Verlustzone

Die Immobiliengesellschaft Patrizia hat im dritten Quartal wegen hoher Lasten aus Zinsabsicherungsgeschäften wieder rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust habe 0,56 Millionen Euro betragen, nach einem Gewinn von gut 36 Millionen im Vorjahr, teilte der Augsburger Konzern am Dienstag mit. Patrizia leidet neben den Sonderlasten in Höhe von zehn Millionen Euro darunter, dass Investoren mitten in der Finanzkrise keine größeren Immobilientransaktionen abschließen wollen. Dieser Trend werde auch im vierten Quartal anhalten. Die Prognose, im Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn von 25 bis 30 Millionen Euro zu erreichen, zog der Konzern zurück. Unter dem Strich soll aber zumindest ohne Sondereffekte noch ein Gewinn stehen. (Reuters)

American Express bekommt Zugang zu Rettungsfonds

American Express hat von der amerikanische Notenbank Fed auf eigenen Antrag hin in einem Eilverfahren den Status einer Bankenholding erhalten. Die „ungewöhnlichen Entwicklungen an den Finanzmärkten“ würden die schnelle Genehmigung des Antrags von American Express rechtfertigen, teilte die Fed am späten Montag mit. Für die amerikanische Bank mit starken Aktivitäten im Kreditkartengeschäft bedeutet die Genehmigung, dass sie Zugang zu den 700 Milliarden Dollar aus dem Rettungsfonds der amerikanische Regierung erhalten kann. Die bevorstehende Rezession hatte bei Investoren die Sorge um die Finanzausstattung des Instituts aufkommen lassen. Bislang hatte die New Yorker Bank allerdings immer betont, selbst bei einem versperrten Zugang zu den Kreditmärkte könne sie für ein Jahr ihr Geschäft aufrecht erhalten. Nun sagte CEO Kenneth Chenault, „angesichts der andauernden Volatilität an den Finanzmärkten wollen wir am besten positioniert sein, um von den zahlreichen Programmen der Regierung profitieren zu können“. Unklar blieb, ob American Express bereits einen Antrag auf Teilnahme am Rettungsfonds gestellt hat. (Dow Jones Newswires)

'SZ': Bei Qimonda wächst die Angst vor dem Aus

Beim Verluste schreibenden Chipkonzern Qimonda spitzt sich die Lage einem Pressebericht zufolge dramatisch zu. In einem internen Papier warnten führende Betriebsräte vor dem Aus der Infineon-Tochter, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ, Dienstagausgabe). Das Ausmaß der Probleme bedrohe die Existenz des Unternehmens, heiße es in dem Schreiben an die Belegschaft, das der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt. Qimonda beschäftigt 13.000 Menschen. (dpa-AFX)

Alcoa kürzt Produktionsmenge

Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa reagiert auf die weltweite Konjunkturabschwächung und kürzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen seine Produktionsmenge. In zwei Schmelzen in den Vereinigten Staaten und Kanada sollen jährlich 350.000 Tonnen Aluminium weniger hergestellt werden, teilte der amerikanische Konzern am Montag mit. Gründe seien die fallende Nachfrage, das bestehende Überangebot und die sinkenden Preise des Metalls, hieß es. Mit dem Schritt erhöht sich die Produktionsbeschränkung auf 615.000 Tonnen oder 15 Prozent des auf das Jahr gerechneten Gesamtoutputs des Aluminiumherstellers. Anfang Oktober hatte Alcoa bereits eine Schmelze im amerikanische Bundesstaat Texas stillgelegt. (Dow Jones Newswires)

GM-Aktie stürzt auf 62-Jahres-Tief - Deutsche nennt Kursziel „0“

Zweifel der Anleger an den Zukunftsaussichten des größten amerikanische Autobauers General Motors haben am Montag dessen Aktie auf den tiefsten Stand seit 62 Jahren gedrückt. Das Papier büßte zeitweise rund ein Viertel seines Wertes ein und war bereits für gut drei Dollar zu haben - vor einem Jahr kostete die Aktie noch zehn mal so viel. Zuletzt war das Papiere 1946 so billig. Die Deutsche Bank nannte gar ein Kursziel von Null Dollar, weil dem Konzern möglicherweise bereits zum Jahresende das Geld ausgehen könnte. Barclays nannte ein Kursziel von ein Dollar. Viele Institute erklärten, dass eine Geldspritze der Regierung zwar eine Pleite unwahrscheinlicher machen würde. Die Regierungshilfen könnte die jetzigen Aktionäre jedoch teuer zu stehen kommen, hieß es. GM selbst hatte sich am Freitag bei Vorlage seiner Quartalszahlen düster geäußert. Der Opel-Mutter und weltweiten Nummer zwei der Autobranche werde im ersten Halbjahr 2009 das Geld ausgehen, falls es nicht zu weiteren Hilfen oder drastischen Schritten komme, hatte es geheißen. Noch nie dagewesene Turbulenzen in der Wirtschaft und am Kreditmarkt hätten GM und die Branche dramatisch beeinflusst. Die Lage sei so schlimm wie seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren nicht mehr. (Reuters)

UralKali sieht nach neuer Unfall-Prüfung seine Zukunft gefährdet

Der russische Düngemittel- Spezialist und K+S-Rivale Uralkali fürchtet seinen finanziellen Ruin, sollten die Behörden den Konzern doch noch für ein Minenunglück im Jahr 2006 zur Verantwortung ziehen. Uralkali teilte am Montag mit, es müsse mit einer enormen finanziellen Last gerechnet werden, falls der Staat in einer wiederaufgenommenen Untersuchung zu dem Urteil käme, der Konzern könnte für damalige Schäden rund um eine Pottasche-Mine im Ural haftbar gemacht werden. „Dann wären die Zukunft des Unternehmens und seine Pläne in Gefahr“, teilte das vom russischen Milliardär Dmitri Ribolowlew kontrollierte Unternehmen weiter mit. In einer ersten Untersuchung war Uralkali von jeglicher Schuld freigesprochen worden. Vize-Regierungschef Igor Sechin ordnete aber jüngst die Wiederaufnahme des Falls an, was unter Analysten die Sorgen vor einer weiteren Ausdehnung des Staates im russischen Minensektor verstärkte. Branchen-Analysten zeigten sich überrascht. „Wir sind besorgt und fragen uns, weshalb die Regierung eine neuerliche Untersuchung der Ursache eines lang zurückliegenden Unfalls anordnet, der in einem früheren Urteil schon auf höhere Gewalt zurückgeführt worden war“, schrieben die Analysten der UralSib Financial Corp in einem Bericht. Die auch in London gehandelte Uralkali-Aktie verlor am Montag mehr als 60 Prozent ihres Wertes. In Moskau stürzten die Papiere mehr
als 25 Prozent ab. Durch das Unglück war eine Mine unter Wasser gesetzt worden. Dies allein ist nach Einschätzung von Uralkali kein Problem. Problematisch sei der Vorfall aber, weil auf dem Gebiet die Stadt Beresniki mit mehreren hunderttausend Einwohnern liegt. Der Staat lässt nun prüfen, was es kostet, die Menschen umzusiedeln. Uralkali argumentiert, für solche Folgeschäden nicht verantwortlich zu sein, weil die Stadt in den 1930er Jahren von der Sowjetunion geplant und gebaut wurde. In kaum einem anderen Land seien Stadt an solch neuralgischen Punkten errichtet worden, so der Konzern. (Reuters)

Wirtschaft

Deutschland: Anstieg der Großhandelspreise weiter abgeschwächt

In Deutschland hat sich der Anstieg der Großhandelspreise im Oktober weiter abgeschwächt. Auf Jahressicht seien die Großhandelspreise um 3,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. In den Vormonaten September und August hatte der Preisanstieg bei 5,8 Prozent und 7,4 Prozent gelegen. Auf Monatssicht verminderte sich das Preisniveau im Großhandel um 1,5 Prozent. (dpa-AFX)

Chinas Inflationsdruck geht im Oktober weiter zurück

Der Anstieg der Lebenshaltungskosten in China hat sich im Oktober binnen Jahresfrist stärker als erwartet verlangsamt. Wie die nationale Statistikbehörde am Dienstag meldete, lagen die Verbraucherpreise um 4,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat, während im September noch ein Anstieg um 4,6 Prozent registriert worden war. Ökonomen hatten für Oktober einen Rückgang der Jahresteuerung auf 4,2 Prozent erwartet. Nahrungsmittel verteuerten sich im Oktober auf Jahressicht um 8,5 Prozent nach plus 9,7 Prozent im Vormonat. Die Preise ohne Nahrungsmittel legten um 1,6 Prozent zu, nachdem sie im September noch um 2,0 Prozent gestiegen waren. (Dow Jones Newswires)

Japans Leistungsbilanzüberschuss im September erneut gesunken

Der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz ist im September weiter gesunken, wenn auch etwas schwächer als erwartet. Wie das Finanzministerium am Dienstag berichtete, fiel der Leistungsbilanzüberschuss unbereinigt um 48,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1,4979 Billionen Yen. Analysten hatten einen Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses um 51,5 Prozent erwartet. Dies war der siebte Monat in Folge, in dem ein rückläufiger Aktivsaldo verzeichnet wurde. Wegen der nachlassenden Nachfrage in den Vereinigten Staaten und Europa schwächte sich das Exportwachstum im September auf 2,1 Prozent ab, so dass der japanische Handelsbilanzüberschuss um 86,0 Prozent auf 247,1 Milliarden Yen sank. Der positive Saldo der Güter- und Dienstleistungsbilanz fiel um 94 Prozent auf 96,1 Milliarden Yen. Dagegen stieg der Überschuss der Einkommensbilanz um 4,7 Prozent auf 1,4839 Billionen Yen. (Dow Jones Newswires)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen

Quelle:
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
17.02.2012 13:14 Uhr
  Vortag
Dax 6.834,32 +1,22%
 OK
17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.834,32 +1,22%
FAZ-INDEX 1.523,10 +1,19%
TecDAX 779,66 +0,90%
MDAX 10.395,30 +0,96%
SDAX 5.035,35 +0,91%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.517,23 +1,12%
F.A.Z. EURO INDEX 81,34 +1,09%
Dow Jones 12.904,10 +0,96%
Nasdaq 100 2.592,29 +1,42%
S&P500 1.358,04 +1,10%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3167 +0,29%
Rohöl Brent Crude 120,34 $ +0,24%
Gold 1.713,00 $ 0,00%
Bund Future 138,73 € +0,01%