26.02.2010 · Lloyds: Vorsteuerverlust von 6,3 Milliarden Pfund, Stagnation bei Telefonica, deutlicher Umsatz- und Gewinnrückgang bei Saint Gobain, Erste Group: Höhere Risikovorsorge - mehr Gewinn, Raiffeisen International: Fusion mit RZB noch nicht entschieden, Kreise - GE trennt sich von Garanti Bank, Palm senkt Prognose, Telecom Italia schiebt Veröffentlichung der Bilanz auf, ACEA: Deutlicher Absatzrückgang im LKW-Bereich, Japan im Januar: Wachstum von 2,5 Prozent - Kfz-Exporte und Einzelhandel im Plus - Deflation, Großbritannien: Konsumenten weniger pessimistisch - Hauspreise sinken wieder, Indiens Wirtschaft weniger stark als erwartet, radikale Reform der Finanzaufsicht in Deutschland?
Unternehmen
Krise bremst Bayer stärker als erwartet
Die Krise hat den Chemie- und Pharmakonzern Bayer im vergangenen Jahr etwas stärker als erwartet gebremst. Gestützt auf ein von Konjunktur-Schwankungen weniger anfälliges Gesundheits- und Pflanzenschutzgeschäft sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereinflüssen um 6,6 Prozent auf 6,472 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Freitag in Leverkusen mit. Der Umsatz ging um 5,3 Prozent auf 31,168 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn sank um gut ein Fünftel auf 1,359 Milliarden Euro. Der Konzern verfehlte damit die operativen Ertrags- und Umsatzerwartungen der Analysten leicht und blieb beim Gewinn sogar deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die selbst gesteckten Ziele erfüllten die Leverkusener hingegen annähernd. Der Konzern wollte den Ebitda-Rückgang vor Sonderposten 2009 auf fünf Prozent begrenzen. Dieses Ziel war aber gleichzeitig als ambitioniert bezeichnet worden. (dpa-AFX)
Lloyds: Vorsteuerverlust von 6,3 Milliarden Pfund
Die staatlich gestützte britische Großbank Lloyds rechnet nach tief roten Zahlen im vergangenen Jahr mit einer deutlichen Erholung im operativen Geschäft. „Zudem dürften die Belastungen aus der Krise weiter zurückgehen. Die Sonderkosten dürften im Laufe des Jahres im gleichen Maße sinken wie in der zweiten Jahreshälfte 2009“, teilte die Bank am Freitag in London mit. Im vergangenen Jahr sorgten vor allem die Belastungen aus der Finanzkrise sowie die Vorsorge für mögliche Kreditausfälle für ein dickes Minus. Vor Steuern habe der Verlust 6,3 Milliarden Pfund (rund 7,1 Milliarden Euro) nach 6,7 Milliarden Pfund im Vorjahr betragen. Die Belastungen aus der Krise summierten sich 2009 auf knapp 24 Milliarden Pfund und damit fast 10 Milliarden Pfund mehr als 2008. Dabei gingen die Belastungen in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zu den ersten sechs Monaten um 21 Prozent zurück. Die Erträge seien 2009 um zwölf Prozent auf fast 24 Milliarden Pfund gestiegen. Lloyds hatte sich bei der Übernahme des heimischen Rivalen HBOS in der Finanzkrise verhoben. Der Staat sprang ein und hält jetzt 43 Prozent an dem Konzern. Lloyds polsterte zuletzt die eigene Kapitalbasis mit der Ausgabe von Aktien auf, um zumindest aus der teuren staatlichen Absicherung problematischer Wertpapiere aussteigen zu können. (dpa-AFX)
Stagnation bei Telefonica
Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat sich 2009 der Schwäche in den europäischen Märkten wie erwartet nicht entziehen können. Den Umsatzrückgang in Europa konnte das Unternehmen nur teilweise mit dem Geschäft in Lateinamerika kompensieren. Der Gewinn vor Abschreibungen sei um 1,3 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro gesunken, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Freitag mit. Der Konzern ist in Deutschland unter anderem mit dem Mobilfunkanbieter O2 vertreten und hat vor kurzem den DSL-Anbieter Hansenet übernommen hat. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um rund zwei Prozent auf 56,3 Milliarden Euro. Der Telekom-Konkurrent erfüllte damit die Erwartungen der Experten. Telefonica bestätigte zudem die Prognose für den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr sowie die mittelfristigen Ziele für den operativen Gewinn und die Dividendenpolitik. (dpa-AFX)
Deutlicher Umsatz- und Gewinnrückgang bei Saint Gobain
Der weltgrößte Baustoffkonzern Saint Gobain erwartet 2010 wieder deutlich bessere Geschäfte. Der Betriebsgewinn werde kräftig steigen, sagte das französischen Unternehmen am Donnerstag voraus. Zwar sei die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Nordamerika relativ unsicher, aber in Asien und den Schwellenländern werde die Erholung vermutlich an Fahrt gewinnen. Im vergangenen Geschäftsjahr verdiente Saint Gobain wegen der Wirtschaftskrise unter dem Strich 617 Millionen Euro und damit 68 Prozent weniger als 2008. Der Umsatz fiel um knapp 14 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Saint Gobain kündigte an, dass Konzernchef Pierre-Andre de Chalendar im Sommer zusätzlich das Amt des Verwaltungsratvorsitzenden übernehmen werde. Der Vertrag des bisherigen Gremiumchefs Jean-Louis Beffa endet im Juni. (Reuters)
Erste Group: Höherer Risikovorsorge - mehr Gewinn
Die Erste Group hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz einer auf 2,06 (Vorjahr 1,07) Milliarden Euro gestiegenen Risikovorsorge mehr Gewinn geschrieben. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten sei gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 903,4 Millionen Euro gestiegen, teilte die Wiener Bank am Freitag mit. Höhere Betriebserträge von plus 8,3 Prozent auf 7,58 Milliarden Euro und ein Rückgang der Verwaltungskosten um 4,9 Prozent auf 3,81 Milliarden Euro trugen dazu bei. Zudem profitierte die Bank von dem verbesserten Finanzmarktumfeld und erhöhte das Handelsergebnis von einem sehr schwachen Vorjahresniveau um mehr als 400 Prozent auf 585,1 Millionen Euro. In die Zukunft blickt die Bank mit vorsichtigem Optimismus. Trotz einer Stabilisierung der Weltwirtschaft in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres dürften Verbesserungen nur schrittweise ersichtlich werden, erklärte die Bank. Sie hingen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder und dabei besonders von der Arbeitslosigkeit ab. Daher geht die Erste Group davon aus, dass die Risikokosten frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 zurückgehen werden. (Dow Jones Newswires)
Raiffeisen International: Fusion mit RZB noch nicht entschieden
Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI) hat Berichte dementiert, wonach der Mutterkonzern zu einer Fusion mit der börsennotierten Osteuropa-Tochter keine Alternative hat. In einer Stellungnahme der RI vom Donnerstagabend heißt es, eine Fusion mit der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) wäre lediglich eine von mehreren strategischen Optionen zur Fortführung einer sehr erfolgreichen Gruppenstrategie. Eine solche Fusion sei aber nicht unbedingt erforderlich. Auch sei dazu noch keine Entscheidung gefallen. Die Raiffeisen-Gruppe sei auch in der jetzigen Form „finanziell gesund und profitabel“. Reuters hatte dagegen aus einem Geheimpapier der beiden Banken zitiert, eine Fusion der Banken erscheine alternativlos. Ohne Fusion könnte die RZB gezwungen sein, ihre gesamte 70-prozentige RI-Beteiligung verkaufen zu müssen. Laut dem Geheimpapier braucht die RZB Zugang zum Kapitalmarkt, um Staatshilfen zurückzahlen zu können. Die RZB hat für Freitagmorgen eine Pressekonferenz in Wien angesetzt. Am Montag hatte Raiffeisen International überraschend verkündet, ein Zusammenschluss mit der RZB werde als eine Option geprüft. Daraufhin war der Aktienkurs der Bank massiv eingebrochen. In der Raiffeisen International hat die RZB ihr Geschäft in Mittel- und Osteuropa gebündelt, das über ein Netz aus Banken und Finanzdienstleistern in 17 Ländern abgewickelt wird. Die RZB ist das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe und gehört neun österreichischen Raiffeisenlandesbanken. 8Dow Jones Newswires)
Kreise - GE trennt sich von Milliardenanteil an Garanti Bank
Der amerikanische Mischkonzern General Electric trennt sich Kreisen zufolge von seiner 3,3 Milliarden Dollar teuren Beteiligung an der türkischen Garanti Bank. „GE Money veräußert den Anteil an Garanti Bank im Rahmen seiner globalen Reduktionsstrategie“, verlautete am Donnerstag aus Kreisen des Unternehmensbereichs GE Money. GE hält knapp 21 Prozent an der türkischen Bank. Gemessen am Marktwert ist Garanti das größte börsennotierte Geldhaus des Landes. Rund 50 Prozent des Kreditinstituts befinden sich im Staatsbesitz. Analysten gehen davon aus, dass vor allem Bieter aus dem Nahen Osten Interesse an der Garanti Bank haben dürften. (Reuters)
Palm senkt Prognose
Im Kampf um die Vorherrschaft am wachsenden Smartphone-Markt verliert der amerikanische Hersteller Palm an Boden. Wegen einer unerwartet schwachen Nachfrage nach seinen Geräten schraubte Palm am Donnerstag die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr und das laufende Quartal zurück. Nach den Worten von Konzernchef Jon Rubinstein braucht das Unternehmen länger als erwartet, den Bekanntheitsgrad seiner Marke bei Smartphone-Nutzern zu steigern. Im Wettbewerb mit dem iPhone von Apple und den BlackBerrys von Research in Motion hatte Palm zuletzt vor allem auf seine neue Software webOS gesetzt. Für das dritte Geschäftsquartal bis Ende Februar senkte das Unternehmen seine Umsatzerwartung auf 300 bis 320 Millionen Dollar (285-310 Millionen Dollar nach den amerikanische Bilanzregeln GAAP). Analysten waren bislang im Schnitt von 424,7 Millionen ausgegangen. Für das Gesamtjahr rechnet Palm mit einem Erlös deutlich unter der bisherigen Zielspanne von 1,6 und 1,8 Milliarden Dollar. Die Palm-Aktie büßte im New Yorker Vormittagshandel 13 Prozent ein. (Reuters)
Telecom Italia schiebt Veröffentlichung der Bilanz auf
Ein bis in die Spitzenpolitik reichender Geldwäsche-Skandal zwingt die Telecom Italia zu einem Aufschub ihres Jahresabschlusses. Wegen Ermittlungen zu Milliarden-Verschiebungen bei der Service-Tochter Sparkle sagte Europas fünftgrößter Telekommunikationskonzern am Donnerstag die Veröffentlichung seiner Bilanz zum Krisenjahr 2009 ab. Das Unternehmen gab aber vorläufige Zahlen heraus. Demnach geht es von einem unveränderten Gewinn bei einem Umsatzrückgang von knapp sechs Prozent aus. Ein hoher Wettbewerbsdruck und die schwache Konjunktur hätten die Geschäfte belastet. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
ACEA: Deutlicher Absatzrückgang im LKW-Bereich
Die Zahl der Neuzulassungen von LKWs in der Europäischen Union ist im Januar im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 12,3 Prozent gefallen, die der schweren LKWs ging sogar um 43,5 Prozent zurück. (Bloomberg)
Japans Industrieproduktion legt im Januar stärker als erwartet zu
Die japanische Industrieproduktion hat zu Jahresbeginn nach vorläufigen Angaben ein stärkeres Wachstum als erwartet verzeichnet. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Freitag berichtete, stieg die Produktion saisonbereinigt und gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent. Ökonomen hatten mit einer monatlichen Wachstumsrate von 1,1 Prozent gerechnet. Es war der elfte Produktionszuwachs in Folge. Die Auslieferungen erhöhten sich im Januar gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent, während die Lagerbestände um 1,0 Prozent stiegen. Die japanischen Unternehmen gehen allerdings davon aus, dass die industrielle Erzeugung im kommenden Monat leicht zurückgehen wird. Für Februar prognostiziert das METI auf Basis von Unternehmensumfragen einen Output-Rückgang um 0,8 Prozent, gefolgt von einem Wachstum um 1,6 Prozent im März. (Dow Jones Newswires)
Japans Kfz-Exporte nahmen im Januar zu
Die japanischen Kfz-Exporte haben zu Jahresbeginn deutlich über ihrem Vorjahresniveau gelegen. Wie der Verband der japanischen Automobilhersteller am Freitag mitteilte, stiegen die Ausfuhren im Januar binnen Jahresfrist um 45,6 Prozent auf 340.421 Fahrzeuge. Im Vorjahresmonat hatten sich die Kfz-Exporte noch auf 233.859 Fahrzeuge belaufen. Es war der erste Zuwachs nach fünfzehn Rückgängen in Folge. Grund war nach Angaben des Verbandes die wieder anziehende Kfz-Nachfrage an den größten Exportmärkten in Asien, Europa und Nordamerika. In die Vereinigten Staaten wurden 114,8 Prozent mehr Fahrzeuge exportiert als noch vor einem Jahr. (Dow Jones Newswires)
Japans Verbraucherpreise im Januar weiter unter Vorjahresniveau
Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher haben zu Jahresbeginn den elften Monat in Folge unter ihrem Vorjahresniveau gelegen. Die Verbraucherpreise fielen in der Kernberechnung um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikbüro der Regierung am Freitag berichtete. Die Prognose von Volkswirten wurde damit bestätigt. Der lange Zeitraum fallender Preise veranschauliche die Schwere der Deflation in Japan, sagten Beobachter. Die Bank of Japan (BoJ) achtet für die Bestimmung ihrer Geldpolitik besonders auf die Kernrate. Sie rechnet für das kommende Fiskaljahr (per 31. März 2011) mit einem Rückgang der Kernverbraucherpreise um 0,5 Prozent und für das folgende Fiskaljahr mit einem Minus von 0,2 Prozent. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise in Japan fiel im Januar auf Jahressicht ebenfalls um 1,3 Prozent. Auf Monatssicht fielen die Preise in der Gesamtrate um 0,2 Prozent. Auf Basis vorläufiger Berechnungen teilte das Statistikbüro zudem mit, dass die Verbraucherpreise im Großraum Tokio im Februar in der Kernrate um 1,8 Prozent niedriger lagen als im Vorjahresmonat. Hier hatten Ökonomen ein Minus von 2,0 Prozent prognostiziert, nachdem ein Rückgang in diesem Ausmaß bereits im Vormonat zu verzeichnen war. In der Gesamtberechnung wurde im Großraum Tokio im Februar auf Monatssicht eine Stagnation und auf Jahressicht ein Minus von 1,8 Prozent berichtet. Die Daten aus Tokio, die einen Monat Vorlaufzeit vor den nationalen Zahlen haben, werden als Indikator für die künftige Entwicklung angesehen. (Dow Jones Newswires)
Japans Einzelhandelsumsatz steigt im Januar gegen Vorjahr
Die japanischen Einzelhandelsumsätze sind im Januar erstmals seit über einem Jahr wieder gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Freitag mitteilte, erhöhten sich die entsprechenden Umsätze um 2,6 Prozent zum Vorjahr. Dies war der erste Zuwachs nach 16 Rückgängen in Folge. Im Dezember 2009 hatten die japanischen Einzelhändler nach revidierten Angaben noch 0,2 Prozent weniger umgesetzt. Die Umsätze bei Kaufhäusern gingen (bereinigt um Änderungen in der Zahl der Filialen) im Januar um 5,6 Prozent zurück, und damit bereits das 22. Mal in Folge. (Dow Jones Newswires)
Britische Konsumenten etwas weniger pessimistisch
Der Pessimismus der britischen Verbraucher hat im Februar unerwartet etwas abgenommen, wobei die Beurteilung sowohl der allgemeinen Wirtschaftslage als auch der persönlichen Situation zulegte. Wie das Marktforschungsinstitut GfK NOP am Freitag mitteilte, stieg der Konsumklimaindex im Februar auf minus 14 Punkte von minus 17 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten mit einer Stagnation bei 18 Zählern gerechnet. Nach Einschätzung von GfK-Analyst Nick Moon dürfte der britischen Regierung der Anstieg des Verbrauchervertrauens gelegen kommen. Bis zur Wahl könnte der Index sogar in den positiven Bereich steigen. Die Beurteilung der Verbraucher über die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten stieg im Februar auf plus 4 (Januar: minus 2). Die befragten Verbraucher bewerten auch ihre zukünftige finanzielle Lage besser als noch im Januar, der entsprechende Index legte auf plus 6 (plus 4) zu. Die Umfrageergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission zwischen dem 5. und 14. Februar 2010 durchgeführt wurden. (Dow Jones Newswires)
Britische Hauspreise sinken wieder
Die britischen Hauspreise sind im Februar erstmals seit zehn Monaten im Vergleich zum Vormonat wieder gesunken. Wie das Hypothekeninstitut Nationwide am Freitag mitteilte, dürften das schlechte Wetter und das Auslaufen der Befreiung von der Transaktionssteuer bei einigen Immobiliengeschäften den Markt belastet haben. Der Durchschnittspreis lag im Februar um 1,0 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während Volkswirte im Mittel ein Plus von 0,3 Prozent erwartet hatten. Im Januar war das Preisniveau auf Monatssicht um 1,4 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich das Preisniveau im Februar um 9,2 Prozent nach plus 8,6 Prozent im Januar. Ökonomen hatten ein Plus von 11,0 Prozent prognostiziert. (Dow Jones Newswires)
Indiens Wirtschaft weniger stark als erwartet
Das Wirtschaftswachstum in Indien hat sich in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres verlangsamt. Wie die Statistikbehörde des Landes am Freitag mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Oktober und Dezember 2009 um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu, nach einem Wachstum von 7,9 Prozent im Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einer etwas stärkeren BIP-Zunahme um 6,9 Prozent gerechnet. Vor allem das verarbeitende Gewerbe (plus 14,3 Prozent), der Dienstleistungsbereich (plus 10,0 Prozent) und der Bergbau (plus 9,6 Prozent) trieben das Wachstum im dritten Quartal des indischen Fiskaljahres an. Die landwirtschaftliche Erzeugung schrumpfte hingegen um 2,8 Prozent. (Dow Jones Newswires)
Bund bringt radikale Reform der Finanzaufsicht auf den Weg - HB
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Weichen für eine grundlegende Reform der Finanzaufsicht in Deutschland gestellt. Nach Informationen des „Handelsblatts“ (HB - Freitagausgabe) aus Regierungskreisen favorisiere Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Allfinanzaufsicht unter dem Dach der Bundesbank. Nach den Plänen des Finanzministeriums solle die Notenbank ab dem nächsten Jahr allein für die Kontrolle von Banken, Versicherungen und dem Wertpapierhandel zuständig sein. Ein Sprecher von Finanzminister Schäuble sagte auf Anfrage, die Gespräche der Regierung mit der Bundesbank seien noch nicht abgeschlossen. Den Gesetzentwurf zur Reform der Finanzaufsicht wolle Schäuble noch vor der Sommerpause vorlegen. Schäuble bevorzuge eine Stärkung der Bundesbank, die künftig allein für die Finanzaufsicht zuständig sein soll, heißt es der Zeitung zufolge im Finanzministerium. Wie das Blatt aus Regierungskreisen weiter erfuhr, haben sich Finanzminister Schäuble und Bundesbankpräsident Axel Weber bisher aber noch nicht auf ein abschließendes Konzept verständigt. Die Bundesbank befürchte vor allem, dass ihre Unabhängigkeit mit der geplanten Reform tangiert werden könne. So sähen die Pläne des Finanzministeriums vor, dass bei schwerwiegenden Verwaltungsakten Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium hergestellt werden müsse. Die Forderung des Bundes betreffe vor allem solche Entscheidungen der Bundesbank, die unmittelbare Auswirkungen auf den Bundeshaushalt hätten, beispielsweise die Stützung einer finanziell angeschlagenen Bank. Über die endgültige Struktur der neuen Finanzaufsicht gebe es noch keine Entscheidung. (Dow Jones Newswires)
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |