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Medienschau Kreise - Microsoft vor Kauf von Skype

10.05.2011 ·  Die Post wächst leicht , Aareal Bank rechnet sich schön wie andere Banken, Adecco beflügelt, Infineon beschließt Aktienrückkauf, Kreise - Microsoft vor Kauf von Skype, Tepco beantragt Staatshilfe, Centrotherm wächst erfolgreich, EasyJet verdoppelt den Verlust, Palfinger weiter auf Wachstumskurs, Technotrans wächst etwas profitabler, Semperit wächst profitabel - fürchtet Margendruck, Intercell verringert den Verlust, kauft Toshiba Landis+Gyr? Chinas Außenhandelsüberschuss überraschend hoch, Pimco weitet Wette gegen amerikanische Staatsanleihen aus

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Unternehmensnachrichten

Die Post wächst leicht

Der Aufschwung gibt der Deutschen Post Rückenwind: Der Bonner Konzern konnte im ersten Quartal Umsatz und operativen Ertrag deutlich steigern. Die Erwartungen des Marktes konnte die Post damit übertreffen. Der Konzern habe im ersten Quartal bei einem um 6,9 Prozent gestiegenen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro einen operativen Gewinn (Ebit) von 629 (Vorjahr: 512) Millionen Euro erzielt, teilte die Post am Dienstag mit. Der Gewinn, der im Vorjahresquartal noch von Bewertungseffekten in einer Höhe von knapp 1,5 Milliarden Euro im Rahmen des Verkaufs der Postbank an die Deutsche Bank geprägt war, lag nun bei 325 Millionen Euro. Analysten hatten bei einem Umsatz von 12,685 Milliarden Euro ein Ebit von 592 Millionen Euro und einen Überschuss nach Anteilen Dritter von 317 Millionen Euro erwartet. Seine Jahresprognose bekräftigte der Konzern: Post-Chef Frank Appel erwartet für 2011 einen operativen Gewinn zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden Euro. (Reuters)

Aareal Bank rechnet sich schön wie andere Banken

Der vom Staat gestützte Immobilienfinanzierer Aareal Bank ist mit einem kräftigen Gewinnzuwachs ins Jahr gestartet. Nach Abzug der Minderheitsanteile und der Verzinsung für die Stille Einlage des Bankenrettungsfonds Soffin verdiente das Institut nach eigenen Angaben vom Dienstag 24 Millionen Euro nach 8 Millionen vor einem Jahr. Dabei profitierte die Wiesbadener MDax-Gesellschaft von sinkenden Rücklagen für faule Kredite und einem besseren Neugeschäft. Das operative Ergebnis legte um 57 Prozent auf 47 Millionen Euro zu. Damit waren die ersten drei Monate dieses Jahres das beste Quartal seit dem vollen Ausbruch der Finanzkrise in der zweiten Hälfte 2008. Die Erwartungen von Analysten übertraf die Aareal Bank. Seine erst im April erhöhten Prognosen bestätigte der Vorstand. In diesem Jahr erwartet das Management eine „deutliche Steigerung“ des Betriebsergebnisses. Im vergangenen Jahr hatte die Bank den operativen Gewinn um gut 50 Prozent auf 134 Millionen Euro verbessert. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern soll auf 12 bis 13 Prozent steigen. Zudem hofft die Aareal Bank auf ein Neugeschäft von 7 bis 8 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war es bereits um drei Viertel auf 6,7 Milliarden Euro gestiegen. (dpa-AFX)

Starke Zeitarbeit-Nachfrage in Deutschland beflügelt Adecco

Der anhaltend starke Arbeitskräftebedarf der Industrie vor allem in Deutschland, Italien und den Niederlanden hat dem weltgrößten Stellenvermittler Adecco im Auftaktquartal einen deutlichen Gewinnanstieg beschert. Der Reingewinn kletterte stärker als erwartet um 77 Prozent auf 100 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum auf 4,92 Milliarden Euro von 3,96 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie Adecco am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt einen Reingewinn von 92 Millionen und einen Umsatz von 4,78 Milliarden Euro prognostiziert. Zuletzt hatte bereits Konkurrent Manpower die Analystenerwartungen übertroffen. Mittelfristig erwartet Adecco weiter eine operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) von mehr als 5,5 Prozent. Auch für die nähere Zukunft gibt sich das Unternehmen optimistisch: Da Flexibilität für die Arbeitgeber weiter hohe Priorität habe, gehe Adecco von einer guten Nachfrage nach Zeitarbeitskräften aus. Im April habe sich allerdings aufgrund des starken Vorjahresmonats eine leichte Abschwächung abgezeichnet. (Reuters)

Infineon beschließt Aktienrückkauf - Kurs legt nachbörslich zu

Angesichts prall gefüllter Kassen will der Chiphersteller Infineon mit Aktienrückkäufen bis zu 300 Millionen Euro an seine Anteilseigner verteilen. Mit dem bis März 2013 laufenden Rückkaufprogramm könnten auf Basis des aktuellen Kurses bis zu vier Prozent des Grundkapitals eingezogen werden, teilte der Dax-Konzern am Montagabend mit. Möglich seien neben einem direkten Rückkauf eigener Aktien im Xetra-Handel auch ein Aktienerwerb mit Hilfe von Put-Optionen und der Rückkauf weiterer Teile der 2014 fälligen Wandelanleihe. Die Infineon-Aktie baute im Frankfurter Parketthandel ihre Kursgewinne aus und notierte 2,7 Prozent im Plus bei 8,05 Euro. Infineon hatte zuletzt 2,3 Millionen Euro auf der hohen Kante. Der Halbleiterkonzern ließ sich deshalb von der Hauptversammlung ein Aktienrückkaufprogramm genehmigen und hat zudem für das zurückliegende Geschäftsjahr erstmals seit zehn Jahren eine Dividende gezahlt. (Reuters)

Kreise - Microsoft vor Kauf von Skype für 8,5 Milliarden Dollar

Microsoft will sich offenbar ein neues Kommunikationsfeld erschließen: Der weltgrößte Softwarehersteller interessiert sich Kreisen zufolge für Skype und ist bereit, 8,5 Milliarden Dollar für den Online-Telefondienst auf den Tisch zu legen. Das Geschäft könne bereits am Dienstagmorgen amerikanischer Zeit bekanntgegeben werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Es wäre die größte Übernahme in der Firmengeschichte des Windows-Herstellers. Microsoft wie auch Skype wollten sich nicht äußern. Der von Billionen Gates gegründete Konzern ist offenbar nicht der einzige, der Interesse an der früheren eBay-Tochter angemeldet hat. Kreisen zufolge haben auch Facebook und Google die in Besitz von Finanzinvestoren befindliche Firma ins Visier genommen. Allerdings war der Preis bislang auf maximal vier Milliarden Dollar geschätzt worden. In der Kaufsumme seien auch die Schulden von Skype enthalten, hieß es weiter. Skype werde von den Banken Goldman Sachs und JP Morgan beraten, sagte die Person, die nicht namentlich genannt werden wollte, weil die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen nicht öffentlich sind. Microsoft verzichte auf Berater. Skype hatte 2010 mehr als 500 Millionen registrierte Nutzer, die mit dem Dienst rund um den Globus telefonierten. Davon zahlten allerdings nur 8,1 Millionen Kunden für diesen Service. Das Unternehmen wurde 2003 gegründet. 2005 wurde die Firma für 3,1 Milliarden Dollar von eBay gekauft. 2009 übernahm dann eine Investoren-Gruppe unter Beteiligung von Silver Lake, dem Canada Pension Plan Investment Board und Andreessen Horowitz den Mehrheitsanteil. Das Internet-Auktionshaus hält noch etwa ein Drittel. Ursprünglich hatte Skype für Oktober 2010 seinen Börsengang geplant. Es war erwartet worden, dass die Firma bei ihrem IPO rund eine Milliarde Dollar einsammelt. Skype-Chef Tony Bates hat den Gang aufs Parkett zuletzt für die zweite Jahreshälfte angekündigt. (Reuters)

Centrotherm startet dank Aufträgen aus Asien erfolgreich ins Jahr

Der auf die Solarindustrie spezialisierte Anlagenbauer Centrotherm ist dank einer weiter starken Nachfrage aus Asien erfolgreich ins Jahr gestartet. Nach einem Rekordjahr 2010 legten sowohl Umsatz als auch Gewinn in den ersten drei Monaten kräftig zu. Wie die im TecDax notierte Gesellschaft aus Blaubeuren (Baden-Württemberg) am Dienstag mitteilte, stiegen die Erlöse um 64,2 Prozent auf 189,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 79,5 Prozent auf 17,7 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Centrotherm 12,2 Millionen Euro - das ist ein Anstieg von 84,9 Prozent im Vergleich zum Jahresauftakt 2010. Damit konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertreffen. Den Ausblick bestätigte das Unternehmen: Für das laufende Jahr rechnet Centrotherm dank der guten Auftragslage weiterhin mit einem Umsatz von 690 bis 710 Millionen Euro - das wäre ein Plus von bis zu 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr- und mit einer niedrigen zweistelligen Ebit-Marge. (dpa-AFX)

EasyJet verdoppelt Verlust - Kerosinkosten belasten

Der britische Billigflieger EasyJet hat seinen Fehlbetrag im ersten Geschäftshalbjahr nahezu verdoppelt. Der Vorsteuerverlust weitete sich auf 153 Millionen Pfund nach 79 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum aus, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 1,26 Milliarden Pfund. „Die vergangenen sechs Monate waren schwierig mit den stark gestiegenen Kerosinkosten kombiniert mit vorsichtigem Kundenverhalten und nachteiligen Auswirkungen von Ticketsteuern“, sagte EasyJet-Chefin Carolyn McCall. Trotzdem gibt sich McCall optimistisch. Fürs Gesamtjahr rechnet der Ryanair- und Germanwings-Konkurrent mit einem etwas höheren Umsatz als im Vorjahr. (Reuters)

Palfinger weiter auf Wachstumskurs

Die Palfinger Gruppe konnte die gute Entwicklung der vergangenen Quartale im 1. Quartal 2011 fortsetzen. Speziell im Vergleich mit dem 1. Quartal 2010 wurden auf Basis der positiven Wirtschaftslage enorme Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Einerseits war eine fortgesetzte Erhöhung der Nachfrage bemerkbar, andererseits zeigten die umgesetzten Maßnahmen der vergangenen Jahre ihre Wirkung - Palfinger hat sich insbesondere durch Reduktion der Kosten und des Capital Employed auf volatile Marktbedingungen vorbereitet, um jetzt und auch in Zukunft nachhaltig profitables Wachstum gewährleisten zu können. Der Umsatz des 1. Quartals 2011 liegt mit 191,6 Millionen Euro um erfreuliche 48,0 Prozent über dem Vergleichswert des 1. Quartals 2010 von 129,4 Millionen Euro. Die 2010 getätigten Akquisitionen in Europa und Nordamerika - Palfinger Marine, Ned- Deck Marine und ETI - trugen rund 25 Prozent zu der Umsatzsteigerung bei. Das Ebit für die ersten drei Monate 2011 beträgt 14,2 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem 1. Quartal 2010 bedeutet dies eine Vervierfachung des Ergebnisses. Diese signifikante Verbesserung wurde vor allem durch die deutlich erhöhte Auslastung in allen Wertschöpfungsstufen über alle Areas sowie eine erhöhte Produktivität in den Werken erreicht. Das Konzernergebnis konnte von 0,8 Millionen Euro im 1. Quartal 2010 auf 12,6 Millionen Euro in der Berichtsperiode gesteigert werden. Die durch die Umsatzsteigerung bedingte Erhöhung der Vorräte führte im 1. Quartal 2011 zu einer Reduktion des operativen Cashflows von 9,3 Millionen Euro im 1. Quartal des Vorjahres auf 3,0 Millionen Euro. Das Management blickt optimistisch in das Jahr 2011. Auf Basis der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird mit einem organischen Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent gerechnet. Durch die dabei erwartete zusätzliche Auslastung sowie die positiven Effekte aus Kostenoptimierungsprojekten ist von einer deutlichen Ergebnisverbesserung auszugehen. Zudem wird eine Erhöhung des Ergebnisbeitrags der Areas Nord- und Südamerika und des Bereichs Hubarbeitsbühnen erwartet, die sich im 1. Quartal 2011 noch auf niedrigem Niveau befanden. (Ad-hoc)

Tui Travel senkt Halbjahresverlust

Tui Travel hat im ersten Geschäftshalbjahr zwar weiter rote Zahlen geschrieben, ihren Fehlbetrag aber reduziert. Der Nettoverlust sank auf 255 (Vorjahr: 320) Millionen Pfund, wie der zur Tui AG gehörende Reisekonzern am Dienstag mitteilte. Fortschritte in der Restrukturierung, unter anderem im kanadischen Geschäft, Synergien sowie positive Währungseffekte hätten negative Einflüsse durch politische Unruhen in Reisezielen wie Ägypten oder Tunesien oder das späte Ostergeschäft ausgeglichen. Dazu profitierte Tui Travel von einer guten Entwicklung in den Ländern der nordischen Region und Corsair. Auch der operative Verlust per 31. März ging zurück, er betrug 282 (377) Millionen Pfund. Bereinigt um Sonderfaktoren waren es 307 (322) Millionen Pfund. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 5,2 Milliarden Pfund. Die Sommerbuchungen verliefen zufriedenstellend, teilte Tui Travel weiter mit. Insgesamt lägen die Buchungen über dem Vorjahr. Der April habe vom späten Osterfest profitiert. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe in einigen Märkten wie Großbritannien schwierig, jedoch käme Tui Travel ihre geografische Diversität zu Gute. So erwirtschaftet der Konzern zwei Drittel seines Gewinns außerhalb Großbritanniens. Tui Travel ist nach eigener Einschätzung gut aufgestellt, um die gesetzten Ziele für 2011 zu erreichen. (Dow Jones Newswires)

Technotrans wächst deutlich und etwas profitabler

Der Start in das neue Geschäftsjahr verlief für die Technotrans-Unternehmensgruppe sehr viel versprechend: Insgesamt wurde ein Umsatz von 24,1 Millionen Euro erzielt, das entspricht einem Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (19,8 Millionen Euro). Das Umsatzplus und die zahlreichen Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität zeigten auch im ersten Quartal 2011 ihre Wirkung. Das Betriebsergebnis (Ebit) konnte sich im ersten Quartal verdoppeln und stieg auf 1,2 Millionen Euro (Vorjahr 0,6 Millionen Euro, + 97,8 Prozent). Mit 5,1 Prozent lag die Ebit-Marge deutlich über dem Niveau des Vorjahres (3,2 Prozent). Aufgrund steuerlicher Effekte erreicht der Periodenüberschuss nach dem ersten Quartal nur 0,5 Millionen Euro (Vorjahr 0,3 Millionen Euro), das entspricht einem Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von 0,08 Euro (Vorjahr 0,05 Euro). Ausblick Für das Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand geplant, einen Umsatz von ungefähr 100 Millionen Euro zu erwirtschaften (Vorjahr 85,9 Millionen Euro) und insgesamt eine Ebit-Marge zwischen 6 und 7 Prozent zu erreichen (Vorjahr 3,5 Prozent). Der Verlauf des ersten Quartals entspricht den Erwartungen des Vorstandes, so dass er zuversichtlich ist, dieses Ziel zu erreichen. (Ad-hoc)

Semperit wächst profitabel - fürchtet Margendruck

Das erste Quartal 2011 verlief für die Semperit Gruppe zufriedenstellend. Auf Basis einer verbesserten Nachfrage in nahezu allen Märkten stieg der Konzernumsatz um 27 Prozent auf 194 Millionen Euro, wobei neben einer höheren Absatzmenge deutliche Preiserhöhungen, teilweise im zweistelligen Bereich, dafür ausschlaggebend waren. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 25 Millionen Euro um sechs Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 18 Millionen Euro. Der Periodenüberschuss verbesserte sich um 20 Prozent auf 11 Millionen Euro. Die aktuelle konjunkturelle Situation sollte eine hohe Auslastung aller Produktionsbetriebe im Geschäftsjahr 2011 gewährleisten. Allerdings stellt die weitere Entwicklung der Rohstoffmärkte ein großes Risiko für die weitere Unternehmensentwicklung dar. Die Möglichkeiten für eine zeitgerechte und möglichst vollständige Weitergabe der Rohstoffkostenerhöhungen an den Markt scheinen begrenzt zu sein. Die Margen dürften daher in den kommenden Quartalen weiter unter Druck geraten. In diesem Umfeld wird Semperit alles daran setzen, sowohl die Produktivität als auch die Kostenstruktur weiter zu verbessern, um auch im Gesamtjahr 2011 ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwirtschaften. (Ad-hoc)

Suzuki Motor verbessert Gewinn 2010/11 um 56 Prozent - kein Ausblick

Volkswagens japanischer Partner Suzuki hat im Geschäftsjahr 2010/11 von starkem Wachstum in Indien und anderen asiatischen Märkten profitiert und den Gewinn um 56 Prozent auf 45,2 Milliarden Yen gesteigert. Der Konzernumsatz der Suzuki Motor legte um 5,6 Prozent auf 2,6 Billionen Yen zu. Operativ stieg der Gewinn nach Unternehmensangaben vom Dienstag um 35 Prozent. VW und Suzuki verbindet seit dem vergangenen Jahr eine Kooperation mit wechselseitiger Kapitalbeteiligung. Suzuki stellt neben Motorrädern auch Kleinwagen her und ist unter anderem auf dem indischen Markt stark. Der Volkswagen-Konzern ist mit 19,9 Prozent an Suzuki beteiligt. Das Investment zahle sich aus, hatte VW-Chef Martin Winterkorn vergangene Woche auf der Hauptversammlung erklärt. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr gab Suzuki am Dienstag nicht ab. Es sei gegenwärtig schwierig, eine vernünftige Schätzung abzugeben, erklärte das Unternehmen. Möglicherweise stehen Suzuki bald Engpässe bei der Stromversorgung ins Haus. So kündigte der Stromkonzern Chubu, der die Region beliefert, in der Suzuki seine Werke betreibt, am Montag die Abschaltung der Atomreaktoren in Hamaoka aus Sicherheitsgründen an. Japans Wirtschaftsminister Kaoru Yosano sagte am Dienstag, Versorgungsengpässe seien in diesem Sommer damit nicht auszuschließen. (Dow Jones Newswires)

Fukushima-Betreiber Tepco beantragt Staatshilfe

Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat staatliche Hilfe beantragt. Der Konzern brauche die Unterstützung, um die von dem Unfall Betroffenen zügig zu entschädigen, erklärte Masataka Shimizu, Präsident von Tokyo Electric Power (Tepco), am Dienstag nach einem Treffen mit Regierungsvertretern. Handelsminister Banri Kaieda ermahnte den Konzern, die vom Staat erbetene Summe so klein wie möglich zu halten. Er habe Tepco zudem aufgefordert, die Kosten der Katastrophe nicht über eine Erhöhung der Strompreise wieder hereinzuholen, sagte Kaieda. Einer Erklärung Shimizus zufolge sind die Kassen des Konzerns leer. „Es ist extrem schwierig, Mittel zu besorgen“, heißt es in der Stellungnahme, mit der Shimizu den Antrag auf Staatshilfe begründete. Tepco muss demnach allein rund 8,75 Milliarden Euro aufbringen, um die ausgefallene Stromproduktion in Fukushima über Öl-Kraftwerke aufzufangen. Die Anlage in Fukushima steht seit Mitte März still. In mehreren Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze, ein weites Gebiet rund um den Betrieb wurde zur Sperrzone erklärt. Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause. (Reuters)

Impfstoffhersteller Intercell verringert Verlust

Der österreichische Impfstoffhersteller Intercell hat im ersten Quartal dank höherer Nachfrage nach Impfstoff gegen eine Tropenkrankheit den Verlust verringert. Von Januar bis März stand unter dem Strich ein Minus von 11,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 14,7 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit höheren Verlusten gerechnet. Der Umsatz stieg um knapp ein Fünftel auf 5,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die Firma weiterhin einen Nettoverlust von 30 bis 40 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Intercell wegen eines Fehlschlages bei einem Impfpflaster gegen Reisedurchfall einen Verlust von 255,2 Millionen Euro geschrieben. Zudem liefen 2010 die Verkäufe des Flaggschiffprodukts Ixiaro gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis nur schleppend an. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen nun mit einer steigenden Nachfrage des amerikanische Militärs - auch weil die Lagerbestände des bisher verwendeten Impfstoffs aufgebraucht seien. Das Unternehmen musste zuletzt bei einem gemeinsamem Projekt mit dem amerikanische Partner Merck & Co einen Rückschlag einstecken: Die beiden Firmen setzten überraschend eine klinische Studie aus, bei der ein Impfstoff gegen Antibiotika-resistente Infektionen getestet wurde. Die Intercell-Aktie brach daraufhin ein. Seit Jahresbeginn hat das Papier etwa die Hälfte an Wert verloren. Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen tritt der langjährige Vorstandsvorsitzende Gerd Zettelmeissel ab und übergibt das Zepter an Vorstandsmitglied Thomas Lingelbach. (Reuters)

„Nikkei“ - Toyota kehrt früher zu Normalbetrieb zurück

Der vom Beben in Japan hart getroffene Autohersteller Toyota rechnet einem Medienbericht zufolge mit einer schnelleren Wiederaufnahme seiner Produktion als bislang geplant. Die Herstellung werde im August wieder normales Niveau erreichen und damit zwei bis drei Monate eher als bisher erwartet, berichtete „Nikkei“ am Dienstag. Ein Unternehmenssprecher des angeschlagenen Weltmarktführers wollte sich zunächst nicht äußern. Die Toyota-Aktien profitierten von der Nachricht und legten kurz vor Börsenschluss in Tokio 2,5 Prozent zu. (Reuters)

Zeitung - Toshiba erwägt Kauf des Schweizer Konzerns Landis+Gyr

Der japanische Elektronik-Konzern Toshiba ist einem Medienbericht zufolge am Kauf des Schweizer Energietechnikkonzerns Landis+Gyr interessiert. Toshiba gehöre gemeinsam mit Firmen aus Europa und den Vereinigten Staaten zu den potenziellen Käufern, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Dienstag. Ebenfalls interessiert seien der amerikanische Konzern Honeywell und ABB aus der Schweiz. Der Preis für Landis+Gyr könnte Kreisen zufolge bis zu zwei Milliarden Dollar betragen. Die 1896 gegründete Landis+Gyr beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeiter in 30 Ländern. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von Stromzählersystemen. Ende April Reuters aus Kreisen erfahren, dass der amerikanische Mischkonzern General Electric sowie mehrere Finanzinvestoren an einem Kauf interessiert sind. Die Auktion für das in Zug ansässige Unternehmen befinde sich bereits in der zweiten Runde, hatten mit der Angelegenheit vertraute Personen gesagt. Ebenfalls Interesse an dem Spezialisten für intelligente Strom- und Wasserzähler hätten einige Finanzinvestoren angemeldet. Landis+Gyr gehört derzeit mehreren Beteiligungsfirmen wie etwa Bayard Capital of Australia, nachdem das Unternehmen seit den 1990er Jahren mehrmals den Besitzer gewechselt hatte. (Reuters)

Studie - Japan-Beben könnte Versicherer 39 Milliarden Dollar kosten

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan muss sich die Versicherungsbranche einer Studie zufolge auf höhere Verluste gefasst machen als bislang gedacht. Die Risikomodellierungsfirma Eqecat gab am Montag eine überarbeitete Prognose heraus, wonach die Versicherer für Schäden von bis zu 39 Milliarden Dollar geradestehen müssten. In der ursprünglichen Schätzung hatten die Experten von Eqecat eine Schadenssumme von maximal 22 Milliarden Dollar errechnet. In der neuen Prognose seien nun weitere Faktoren berücksichtigt, etwa Produktionsausfälle und Schäden im Zuge der radioaktiven Verstrahlung rund um den Katastrophenreaktor Fukushima, hieß es. Die Risikomodellierungsfirma RMS hatte Mitte April eine Summe von bis zu 34 Milliarden Dollar für die Versicherer genannt. Sachversicherer, die etwa zerstörte Häuser, Autos oder Brücken abdecken, müssten für 18 bis 26 Milliarden Dollar aufkommen, Lebens- und Krankenversicherer für drei bis acht Milliarden, hatte RMS erklärt. Neben den japanischen Versicherern müssen die weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück für hohe Summen geradestehen. Am 11. März hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 den Nordosten Japans erschüttert und einen zehn Meter hohen Tsunami ausgelöst. Ganze Landstriche wurden zerstört, teilweise war auch die Metropole Tokio betroffen. Bis zu 28.000 Menschen sind nach bisherigen Erkenntnissen ums Leben gekommen. Eine Störung im Atomkraftwerk Fukushima löste eine der größten Nuklearkatastrophen der Geschichte aus. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete unterdessen, der Atomkraftwerksbetreiber Tepco wolle die japanische Regierung um Hilfe bitten, um die von der Reaktorkatastrophe betroffenen Anwohner zu entschädigen. Tepco-Chef Masataka Shimizu wolle dazu am Dienstag mit Ministerpräsident Naoto Kan zusammenkommen. An dem Gespräch würden auch Regierungssprecher Yukio Edano und Wirtschaftsminister Banri Kaieda teilnehmen. (Reuters)

Bank of America macht bei faulen Immobilienkrediten in Optimismus

Die Bank of America will ihren Bestand an faulen Immobilienkrediten im Volumen von 850 Milliarden Dollar binnen drei Jahren um etwa die Hälfte verringern. Er habe vom Konzernchef Brian Moynihan grünes Licht bekommen, das Problem zügig anzugehen, sagte der neue Chef der Hypothekensparte, Terry Laughlin, der Financial Times. Die Probleme bei der größten amerikanische Bank sollten isoliert werden und dann sollten schnell die Ressourcen ermittelt werden, um die Schwierigkeiten zu lösen. Die Bank hatte im März erklärt, sie erwarte nicht, dass es in ihrer Hypotheken-Sparte vor 2014 wieder „normale“ Gewinne geben werde, während die meisten anderen Sparten sich bis 2013 erholen würden. Die Bank of America hat mit am stärksten von allen Instituten auf den amerikanische Immobilienmarkt gewettet. Als sich die Finanzkrise 2008 schon zuspitzte, kaufte sie noch den Immobilienfinanzierer Countrywide. Damit fielen ihr noch mehr faule Kredite zu, als der Markt zusammenbrach. Als Bumerang erwies sich zudem, dass das Geldhaus zu Boomzeiten Hypothekenkredite in hoch komplexe Wertpapiere bündelte und diese dann an institutionelle Anleger weltweit weiterreichte. Diese fühlten sich später angesichts der Verluste betrogen und erstritten teils milliardenschwere Einigungen - was zusätzlich auf die Bilanz drückt. (Reuters)









Wirtschaftsnachrichten

Chinas Außenhandelsüberschuss im April überraschend hoch

China hat im April einen überraschend hohen Überschuss im Außenhandel erzielt. Wie die Zollbehörde am Dienstag berichtete, schnellte der Positivsaldo auf 11,4 Milliarden Dollar in die Höhe, nachdem im März ein kleines Plus von 139 Millionen Dollar verbucht worden war. Ökonomen hatten für April nur einen Überschuss von 1,0 Milliarden Dollar erwartet. Die Exporte stiegen um 29,9 Prozent zum Vorjahr, während Volkswirte einen Anstieg um 29,0 Prozent prognostiziert hatten. Im März hatten die Exporte um 35,8 Prozent zugelegt. Die Importe kletterten um 21,8 Prozent, die Prognose von Ökonomen hatte auf einen Zuwachs von 29,5 Prozent gelautet. Im März waren die Importe um 27,3 Prozent gestiegen. China hatte im ersten Quartal ein Handelsbilanzdefizit von 1,0 Milliarden Dollar ausgewiesen, das erste Außenhandelsdefizit in einem Quartal seit sieben Jahren. Doch die meisten Experten rechnen damit, dass der Exportweltmeister im Gesamtjahr einen bedeutenden Überschuss erzielen wird. Der Außenhandel Chinas folgt in der Regel einem saisonalen Muster, wobei die Betriebe zu Jahresbeginn ihre Importe aufstocken, um später die importierten Güter als verarbeitete Exporte wieder auszuführen. (Dow Jones Newswires)

Frankreichs Industrieproduktion bricht im März überraschend ein

Die französische Industrieproduktion ist im März gegenüber dem Vormonat im Zuge einer sinkenden Pkw-Herstellung überraschend eingebrochen. Die Produktion sank gegenüber Februar um 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Insee am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten dagegen ein Plus von 0,4 Prozent prognostiziert. Im Februar war die Produktion revidierten Berechnungen zufolge auf Monatssicht um 0,5 Prozent gestiegen. Die Erzeugung von Pkw sank auf Monatssicht um 4,3 Prozent, da es wegen der Katastrophe in Japan Schwierigkeiten bei der Zulieferung von Teilen gab. Im ersten Quartal 2011 lag die französische Industrieproduktion um 2,1 Prozent höher als im Vorquartal und um 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. (Dow Jones Newswires)

Pimco weitet Wette gegen amerikanische Staatsanleihen aus

Der weltgrößte Rentenfonds Pimco TR sieht die Entwicklung der amerikanische Staatsanleihen weiter kritisch und weitet seine Wette gegen die Papiere aus. Die Position wurde von zuletzt drei auf jetzt vier Prozent ausgebaut, wie aus Informationen auf der Pimco-Webseite hervorgeht. Im Februar hatte sich der Fonds Total Return des weltgrößten Anleihe-Investors Pimco - einer Tochter der Allianz - von sämtlichen amerikanische Schuldenpapieren getrennt und im März auf minus drei Prozent gesetzt und damit gegen die Papiere gewettet. Es war das bis dato stärkste Signal, wie negativ einflussreiche Investoren die Schuldenpapiere der Vereinigten Staaten inzwischen bewerten. (Reuters)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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