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Medienschau Inflation in Indien auf 16-Monatshoch

15.03.2010 ·  Kreise - Brenntag plant Börsengang für den 29. März, MAN setzt sich für längere Kurzarbeit ein - keine Trendwende, Celesio : „Auf dem Weg zu alter Stärke“, CNOOC steigt bei Bridas ein, Smartrac erwartet weiteres Umsatzwachstum, Deutsche Telekom will neue Geschäftsfelder - Spiegel, Tom Tailor: Börsengang zum Abbau der Verschuldung, Inflation in Indien auf 16-Monatshoch, Japan: Verbraucher etwas weniger pessimistisch - Monatsbericht: Zuversichtlicher für die Konjunktur, China lehnt Yuan-Aufwertung ab, Demonstranten belagern Regierung in Bangkok

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Unternehmen

Krones verbucht 2009 erstmals Verlust

Nach neun Rekordjahren in Folge hat der weltgrößte Hersteller von Abfüllanlagen Krones 2009 einen Verlust gemacht. Der Fehlbetrag - der erste seit Firmengründung im Jahr 1951 - belief sich auf 34,5 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag in Neutraubling in der Oberpfalz mitteilte. Vor Jahresfrist hatte noch ein Gewinn von 106,5 Millionen Euro zu Buche gestanden. Analysten hatten einen geringeren Fehlbetrag erwartet. Der Umsatz sackte nach vorläufigen Zahlen 2009 um 22 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro ab. Der Auftragseingang brach um 18 Prozent auf 1,916 Milliarden Euro ein. Im vierten Quartal seien aber wieder mehr Bestellungen eingegangen, hieß es. Für 2010 bekräftigte Krones, dass der Umsatz im ersten Halbjahr wieder steigen soll. Erwartet wird fürs Gesamtjahr ein Plus zwischen fünf und 15 Prozent sowie „die Rückkehr zu nennenswerten positiven Ergebnissen“. (Reuters)

Kreise - Brenntag plant Börsengang für den 29. März

Nach Kabel Deutschland und Tom Tailor hat sich Kreisen zufolge nun auch der Chemikalienhändler Brenntag auf einen Börsengang noch vor Ostern festgelegt. Die Erstnotiz sei für den 29. März geplant, sagten drei mit den Plänen Vertraute am Sonntag. Die Preisspanne solle am Montag bekanntgegeben werden. Die Emissionsbanken wollten sich dazu nicht äußern. Der Börsengang des Unternehmens aus Mülheim an der Ruhr soll den Kreisen zufolge rund 800 Millionen Euro einspielen. Davon sollten 500 Millionen Euro Brenntag und rund 300 Millionen dem bisherigen Eigentümer BC Partners zufließen. Brenntag liefert sich damit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Kabel Deutschland um den größten Börsengang hierzulande seit mehr als zwei Jahren. Der Münchener Kabelnetzbetreiber will am 22. März an den Markt gehen und kommt in der Mitte der Preisspanne auf 700 Millionen Euro. Am oberen Rand wären einschließlich der Mehrzuteilung bis zu 880 Millionen Euro möglich. Der für den 26. März geplante Börsengang von Tom Tailor soll dem Hamburger Modeunternehmen 140 Millionen Euro bringen. Noch vor Ostern wird auch der chinesische Bad-Armaturenhersteller Joyou an der Frankfurter Börse erwartet. Bei ihm ist eine Kapitalerhöhung in dreistelligem Millionenvolumen geplant. (Reuters)

MAN setzt sich für längere Kurzarbeit ein - keine Trendwende

Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN spricht sich für eine Verlängerung der Kurzarbeit aus. „Wenn sich die Situation nicht verbessert, würde ich eine Verlängerung dieses Instruments unterstützen“, sagte Finanzvorstand Frank Lutz dem „Handelsblatt“ (HB/Montag). Im Sommer müsse der Konzern über weitere Kurzarbeit entscheiden. MAN hatte im Unternehmen Kurzarbeit im ersten Halbjahr 2009 eingeführt. Die Lage auf dem Lastwagenmarkt bleibe vorerst weiter schwierig, sagte Lutz weiter. Anders als die Konkurrenz bei Daimler kann Lutz noch keine Trendwende ausmachen. „Wir sehen einen leichten Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen, sind aber weiter sehr vorsichtig. Wir halten es für verfrüht, um eine Trendwende am Markt auszurufen“, sagte der Manager, der seit Dezember Finanzvorstand des Dax-Konzerns ist. Eine mögliche Allianz mit dem schwedischen Wettbewerber Scania treibt der Münchener Konzern derzeit nicht aktiv voran, sondern konzentriert sich auf die Expansion in den Schwellenländern. „Die wünschenswerte Zusammenarbeit mit Scania hat daher keine oberste Priorität“, sagte Lutz. Volkswagen ist Großaktionär beider Nutzfahrzeughersteller. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hat sich mehrfach für ein engeres Zusammenrücken der beiden Hersteller ausgesprochen. (dpa-AFX)

Celesio : „Auf Weg zu alter Stärke“

Celesio-Chef Fritz Oesterle sieht Europas führenden Pharmahändler auf dem Weg zu alter Stärke. „In diesem Jahr wollen wir beim Ergebnis über 2009 liegen“, sagte der Manager in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa und der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX in Stuttgart. „Wir sehen im Moment gar keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Celesio wird am 23. März seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Die Jahresprognose mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 625 Millionen Euro hatte Oesterle zuletzt wiederholt bestätigt (2008: 657,3 Millionen). Nach neun Monaten hatte das im MDax notierte Unternehmen wegen Wertberichtigungen im Apothekengeschäft unter dem Strich einen Verlust von 72 Millionen Euro ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 192,7 Millionen Euro. (dpa-AFX)

CNOOC steigt bei Bridas ein

Der chinesische Ölkonzern CNOOC nimmt gut drei Milliarden Dollar in die Hand, um sich in großem Stil in Lateinamerika einzukaufen. CNOOC übernehme für 3,1 Milliarden Dollar die Hälfte an dem argentinischen Ölunternehmen Bridas, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Bridas ist im Öl- und Erdgas-Geschäft in Argentinien, Bolivien und Chile aktiv. Die Bildung des Gemeinschaftsunternehmens müsse unter anderem noch von den chinesischen Behörden gebilligt werden, hieß es. Der Staatskonzern CNOOC verfolgt angesichts des großen chinesischen Bedarfs an Öl und Gas auf breiter Front Zukäufe im Ausland. So will das Unternehmen mit Partnern unter anderem Erdöl im Irak und in Uganda fördern. (dpa-AFX)

Smartrac erwartet 2010 weiteres Umsatzwachstum

Der Funktechnologiehersteller Smartrac rechnet auch im laufenden Jahr mit Zuwächsen beim Umsatz. Wie das TecDax-Unternehmen am Montag mitteilte, sollen 2010 Erlöse zwischen 140 Millionen und 150 Millionen Euro eingefahren werden. Im vergangenen Jahr verzeichnete Smartrac Einnahmen von 127,9 Millionen Euro, was verglichen zum Jahr davor einem Plus von 14 Prozent entspricht. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank 2009 allerdings um 24 Prozent auf 15,9 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Christian Fischer hatte bereits bei Vorlage der Neunmonatszahlen im November darauf verwiesen, dass die Ergebnisse von der Unterauslastung in den Vereinigten Staaten und Verzögerungen beim Hochfahren der Produktion in Malaysia belastet worden seien. Im laufenden Jahr soll die Ebitda-Marge steigen. (Dow Jones Newswires)

Deutsche Telekom will mit neuen Angeboten Milliarden einnehmen - Spiegel

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG will einem Magazinbericht zufolge den Konzern in den kommenden Monaten zu einem Anbieter von neuen Dienstleistungen rund um die Bereiche Internet, Telefonie und Unterhaltung ausbauen. Das sei zentraler Bestandteil der neuen Telekom-“Strategie 2.0“, die René Obermann am kommenden Mittwoch vorstellen möchte, berichtet „Der Spiegel“. Die Umsätze der neuen Bereiche sollen in kurzer Zeit in den Milliardenbereich klettern. Ein Sprecher des Dax-Konzerns wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren. Konkret wolle Obermann, so der Spiegel weiter, über die bisherigen Geschäftsbereiche hinaus eine breite Palette neuer Angebote schaffen. Geplant sei beispielsweise die Einführung von Speicherdiensten für private und geschäftliche Daten im Internet. Aber auch bei der Verkehrsplanung oder bei intelligenten Stromnetzen und den dazugehörenden Anwendungen im Haushalt will der Bonner Konzern künftig eine gewichtige Rolle spielen. (Dow Jones Newswires)

Tom Tailor will mit Emissionserlös vorrangig Verschuldung senken

Das Modelabel Tom Tailor will den Erlös aus seinem vor Ostern geplanten Börsengang überwiegend zum Schuldenabbau einsetzen. Von dem angepeilten Bruttoemissionserlös von 140 Millionen Euro sollen „mindestens 20 Millionen Euro“ in die Expansion des Geschäftes fließen, wie aus dem am Wochenende veröffentlichten Börsenprospekt hervorgeht. Ansonsten sollen die Verbindlichkeiten abgebaut werden, die die Tom Tailor Holding AG mit Sitz in Hamburg zum Jahresende mit 198 Millionen Euro angibt. Dazu will die Gesellschaft einen Senior-Konsortialkreditvertrag refinanzieren und dessen Kreditlinien verkleinern. Ferner soll ein Mezzanine-Konsortialkreditvertrag komplett zurückgeführt werden. Sollte der Emissionserlös es zulassen, will die Holding darüber hinaus auch Darlehen der Gesellschafter zurückführen. Tom Tailor hatte am Freitag seinen Börsengang für den 26. März angekündigt. Das Unternehmen will bis zu 27,17 Millionen neue und alte Aktien platzieren und dabei 140 Millionen Euro einnehmen. Im vergangenen Jahr hat Tom Tailor mit Textilien 300 Millionen Euro umgesetzt. Die Schulden machten ein positives betriebliches Ergebnis allerdings zunichte: Unter dem Strich verbuchte die Holding einen Verlust von 5,6 Millionen Euro. Wie in den zwei Jahren zuvor belastete ein negatives Finanzergebnis. Um 17,7 Millionen Euro drückte es das Ergebnis 2009, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Nach dem Börsengang sollen sich mindestens 60 Prozent aller Tom-Tailor-Aktien im Streubesitz befinden. Würden alle Aktien aus der geplanten Kapitalerhöhung gezeichnet, würde der Anteil der Altaktionäre aber unter 20 Prozent verwässert. Am Freitag will das Unternehmen die Preisspanne nennen, zu der seine Aktien gezeichnet werden können. (Dow Jones Newswires)



Wirtschaftsnachrichten

Inflation in Indien auf 16-Monatshoch

Der Großhandelspreisindex in Indien stieg im Februar im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 9,89 Prozent. Das ist mehr als erwartet und führt zut Erwartung, die Zentralbank des Landes müsse die Zinsen erhöhen. (Bloomberg)

Japans Verbraucher etwas weniger pessimistisch

Das Verbrauchervertrauen in Japan hat sich im Februar verbessert. Der entsprechende Index stieg auf 39,8 Zähler nach 39,0 Punkten im Vormonat, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Regierung hervorging. Erst ein Wert von mehr als 50 deutet auf eine optimistische Verbraucherstimmung hin. (Reuters)

Monatsbericht - Japan blickt zuversichtlicher auf Konjunktur

Die japanische Regierung blickt erstmals seit acht Monaten wieder zuversichtlicher auf die konjunkturelle Entwicklung des Landes. Die Wirtschaft sende stetige Signale einer Erholung, so die Einschätzung Japans in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Bislang hatte die Regierung zwar von einer Erholung gesprochen, aber nicht das Wort „stetig“ benutzt. Allerdings warnten die Experten zugleich vor zu viel Optimismus. Die anhaltende Deflation, also sinkende Verbraucherpreise, stelle weiter ein Risiko für den Aufschwung dar. Zudem müsse die Wirtschaft mit anderen Problemen wie dem Verlust von Arbeitsplätzen klar kommen. Auch bleibe die heimische Nachfrage schwach, sagte Keisuke Tsumura, ein für den Bericht verantwortlicher Regierungsmitarbeiter. Die Regierung, die bei den für Juli erwarteten Oberhauswahlen bestehen will, appellierte an die Zentralbank, bei ihrem Treffen diese Woche die geldpolitischen Zügel zu lockern. Die Notenbanker gehen davon aus, das die Deflation noch mehrere Jahre andauern wird. Der Regierung ist viel daran gelegen, die Stimmung und die Wirtschaft vor der Wahl nach oben zu bringen. (Reuters)

China lehnt Yuan-Aufwertung ab

China will am festen Wechselkurs des Yuan nicht rütteln. Ministerpräsident Wen Jiabao wies am Sonntag den Druck der Vereinigten Staaten und der Europäer, die chinesische Währung aufzuwerten, entschieden zurück. „Ich halte ihn nicht für unterbewertet“, sagte der Regierungschef zum Kurs des Yuan auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Indirekt warf Wen Jiabao den Vereinigten Staaten wegen des niedrigen Dollar-Kurses protektionistische Praktiken vor. „Ich verstehe nicht, wenn Länder ihre Währung abwerten, um ihren Export zu fördern, und dann andere Länder zwingen, ihre Währung aufzuwerten.“ Der Regierungschef zeigte sich wegen des instabilen Dollars und der Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten besorgt über die chinesischen Anlagen in amerikanische Schatzanleihen. Ende des Jahres hielt China nach amerikanischen Angaben rund 755 Milliarden Dollar in den Papieren. „Ich habe vor einem Jahr gesagt, ich mache mir Sorgen, und ich sage heute, ich mache mir Sorgen“, sagte Wen Jiabao. Die Vereinigten Staaten sollten „konkrete Maßnahmen“ ergreifen, um die Investoren zu beruhigen. Experten berichteten, dass China seine Devisenreserven im Wert von mehr als zwei Billionen Dollar zusätzlich auch über Banken in amerikanische Schatzanleihen anlege. Zum Abschluss der zehntägigen Sitzung des Volkskongresses hatten die knapp 300 Delegierten zuvor erwartungsgemäß den Haushalt gebilligt, der eine Rekordverschuldung zur Krisenbewältigung vorsieht. Trotz der wirtschaftlichen Erholung wird das Defizit in diesem Jahr mit 1,05 Billionen Yuan (derzeit rund 113 Milliarden Euro) den höchsten Stand seit der Gründung der Volksrepublik vor 60 Jahren erreichen. Ursache ist der geringe Anstieg der Staatseinnahmen. Als Wachstumsziel für dieses Jahr gibt die Regierung acht Prozent vor - nach einem Wachstum von 8,7 Prozent im Vorjahr. Der stabile Yuan habe eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise gespielt, sagte Wen Jiabao. China werde seinen Yuan „auf einem ausgeglichenen Niveau stabil“ halten und den Wechselkursmechanismus weiter reformieren. Er lehne Schuldzuweisungen und Druck anderer Länder ab. „Die Wechselkurspolitik eines Landes sollte von den Bedingungen seiner nationalen Wirtschaft abhängig sein.“ Vorwürfe, dass China mit einem unterbewerteten Yuan seine Exporte fördere, wies Wen Jiabao unter Hinweis auf die Handelsentwicklung zurück. So seien Chinas Exporte im Krisenjahr 2009 mit 16 Prozent stärker gefallen als die Importe Chinas mit elf Prozent. Von 37 untersuchten Handelspartner hätten 16 Länder im vergangenen Jahr Zuwächse ihrer Ausfuhren mit China gezeigt. Deutschlands Exporte hätten mit 76 Milliarden Euro einen Höchststand erreicht. Die Ausfuhren der Vereinigten Staaten insgesamt seien wegen der Krise um 17 Prozent zurückgegangen, nach China aber nur um 0,22 Prozent. Wen Jiabao beklagte zunehmenden Protektionismus. Er verwies darauf, dass 60 Prozent der Exporte Chinas aus Betrieben stammten, an denen ausländische Unternehmen beteiligt seien. 50 Prozent der Exporte seien weitverarbeitete Importe. Wer Chinas Ausfuhren beschneiden wolle, schade sich selber. Der Regierungschef forderte die Vereinigten Staaten und die EU erneut auf, ihre Beschränkungen für Hochtechnologie-Ausfuhren aufzuheben und seinem Land den Status der Marktwirtschaft einzuräumen. Damit wäre China gegen Anti-Dumping-Klagen geschützt. (dpa-AFX)

Demonstranten belagern Regierung in Bangkok

Tausende Regierungsgegner haben am Montag in Bangkok mit der Belagerung des Armeestützpunkts begonnen, in den die Regierung sich zurückgezogen hat. Das Militär zog dort tausende Soldaten zur Verstärkung zusammen. Die Demonstranten, Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, fordern den Rücktritt des Regierungschefs. Sie hatten ihm ein Ultimatum bis Montagmittag gesetzt. Abhisit Vejjajiva wies das im Fernsehen erneut zurück. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte der BBC, Abhisit versuche, mit den Anführern der Proteste einen Kompromiss zu finden. Vor dem Armeestützpunkt bezogen mehrere tausend Demonstranten Stellung. Armee und Polizei haben die Zugänge abgeriegelt. Mehr als 35 000 Sicherheitskräfte bewachten mit Schilden und Schlagstöcken vor die Regierungsgebäude in der Stadt. Bei Protesten vor einem Jahr waren in Bangkok zwei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Thaksin meldete sich am Sonntagabend erneut per Videotelefon aus dem Exil. Ihr Kampf diene der Demokratie, sagte er, während sein übergroßes Bild live auf einer Leinwand gezeigt wurde. Die Oppositionsbewegung hatte am Wochenende rund 100 000 Demonstranten nach Bangkok gebracht. Die nach der Farbe ihrer T-Shirts benannten Rothemden drohten, die Hauptstadt so lange lahm zu legen, bis Abhisit zurücktritt und das Parlament auflöst. Nach ihrer Lesart ist der Regierungschef nicht rechtmäßig im Amt. Die jüngsten Wahlen 2007 hatten Thaksin-Anhänger gewonnen. Sie wurden durch Proteste von Regierungsgegnern und Gerichtsurteile aus dem Amt gedrängt. Abhisit kam durch ein Votum im Parlament an die Macht. (dpa)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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