28.04.2010 · SAP steigert Umsatz um fünf Prozent, Shell steigert den Gewinn um 57 Prozent, Merck KGaA steigert Umsatz um neun Prozent, SGL verbucht Plus bei Umsatz und Gewinn, Continental schreibt wieder schwarze Zahlen, Nippon Steel: Enttäuschendes Quartal - ohne Ausblick, BBVA - Gewinn stagniert, Iberdrola profitiert von niedrigeren Kosten, Vossloh steigert Umsatz und Gewinn, Rhön-Klinikum wächst zweistellig, Puma profitiert von Basiseffekt, Dürr mit roten Zahlen, Elmos wächst deutlich und profitabel, Wincor Nixdorf mit Umsatz- und Gewinnrückgang, LG Electronics erhöht Gewinn leicht, BAT steigert Umsatz trotz Absatzrückgang, Unibail-Rodamco setzt weniger um, Renault steigert Umsatz unerwartet stark, US Airways und United Airlines dämmen Verlust ein, Japans Einzelhandelsumsätze gestiegen
Unternehmen
SAP steigert Umsatz um fünf Prozent
Europas größter Softwarehersteller SAP hat im ersten Quartal von der erwachenden Nachfrage profitiert. Das Unternehmen verbuchte einen Umsatz- und Gewinnanstieg. Der Erlös erhöhte sich um fünf Prozent auf 2,51 Milliarden Euro, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen legte um zwölf Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg von 307 auf 557 Millionen Euro. Unterm Strich blieben nach 196 Millionen Euro vor einem Jahr 387 Millionen Euro im ersten Quartal übrig. (dpa-AFX)
Infineon: Umsatz plus zehn, Gewinn plus 20 Prozent
Der Halbleiterhersteller Infineon blickt nach einem starken zweiten Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr 2009/2010. Es werde jetzt ein Umsatzplus im hohen 30er-Prozent-Bereich sowie eine Segmentergebnis-Marge von mehr als 10 Prozent erwartet, teilte das Dax-Unternehmen am Mittwoch in Neubiberg mit. Bislang hatte der Konzern ein Umsatzplus von über 20 Prozent und eine segmentbezogene Ergebnismarge im hohen einstelligen Bereich prognostiziert. Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen sowohl den Umsatz als auch operativen Gewinn stärker steigern als von Experten erwartet. Der Erlös sei um zehn Prozent auf 1,035 Milliarden Euro geklettert. Das so genannte Segmentergebnis legte um ein Viertel auf 110 Millionen Euro zu, der Konzernüberschuss um 20 Prozent auf 79 Millionen Euro oder auf sieben Cent je Aktie (dpa-AFX/Ad-hoc)
Shell steigert den Gewinn um 57 Prozent
Royal Dutch Shell konnte den Nettogewinn im ersten Quartal im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 57 Prozent auf 5,48 Milliarden Dollar steigern. Nach Sondereffekten lag er bei 4,83 Milliarden Dollar und damit über den Erwartungen des Marktes. Das Unternehmen profitiert vom hohen Ölpreis. (Bloomberg)
Merck KGaA steigert Umsatz um neun Prozent
Beim Pharma- und Chemiekonzern Merck hat die jüngste Erholung im Chemiegeschäft zu einem kräftigen Gewinnanstieg geführt. Das Ergebnis nach Steuern habe sich mit 195 Millionen Euro in den ersten drei Monaten mehr als verdreifacht, teilte der im Dax notierte Familienkonzern am Mittwoch in Darmstadt mit. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 294,8 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten in Höhe von 251,01 Millionen Euro. Vor einem Jahr standen noch 198 Millionen Euro in den Büchern. Beim Umsatz verbuchte Merck ein Wachstum auf 2,098 Milliarden Euro nach 1,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Konzernchef Karl-Ludwig Kley erhöhte teilweise die Erwartungen für 2010: „Aufgrund der guten Ergebnisse unserer LC-Sparte (Flüssigkristalle) im ersten Quartal erhöhen wir unsere Prognose für 2010 und erwarten nun, dass das Operative Ergebnis der Sparte Liquid Crystals um 60 bis 70 Prozent zulegt und das operative Ergebnis der Merck-Gruppe zwischen 30 und 40 Prozent anwächst.“ (dpa-AFX)
SGL verbucht Plus bei Umsatz und Gewinn
Der Kohlenstoffspezialist SGL ist mit einem überraschend starken Plus bei Umsatz und Gewinn in das Jahr 2010 gestartet. Die steigende Auslastung in der Stahlindustrie habe zu einer besseren Nachfrage für Graphitelektroden, eines der Hauptprodukte der Wiesbadener, geführt, teilte SGL am Mittwoch mit. Bei Carbonfasern kämpfe SGL weiter mit Überkapazitäten am Markt und Preisdruck. In der Zeit zwischen Januar und März stiegen die Umsätze um 2,7 Prozent auf 303,6 Millionen Euro. Operativ (Ebit) sanken die Gewinne um knapp 12 Prozent auf 25,8 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 9,4 Millionen und damit 6,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet SGL leicht steigende Umsätze und ein operatives Ergebnis nahe dem Niveau des Vorjahres. 2011 sei eine Ebit-Verbesserung um 40 bis 50 Prozent möglich - vorausgesetzt, die Wirtschaft erhole sich weiter. (dpa)
Continental schreibt wieder schwarze Zahlen
Der Automobilzulieferer Continental hat im ersten Quartal die Wende geschafft und ein dickes Plus eingefahren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 494 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. In der von der Branchenkrise geprägten Vorjahresperiode hatten die Hannoveraner einen operativen Fehlbetrag von 165 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz legte ebenfalls von 4,3 Milliarden auf knapp 6 Milliarden Euro kräftig zu. Für das Gesamtjahr bekräftigte Conti-Chef Elmar Degenhart die Prognose. Der Umsatz solle um mindestens fünf Prozent wachsen. „Sollten sich die Märkte weiterhin so positiv entwickeln wie bisher, haben wir sogar die Chance, den Umsatz um bis zu 10 Prozent zu steigern“, sagte Degenhart. Das operative Ergebnis soll 2010 auf bereinigter Basis den Vorjahreswert von 1,17 Milliarden Euro deutlich übersteigen. (dpa-AFX)
Nippon Steel: Enttäuschendes Quartal - ohne Ausblick
Der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller Nippon Steel hat angesichts der Unsicherheiten über Rohstoff-Kosten und Produkt-Preise zum ersten Mal auf einen Jahres-Ausblick verzichtet. Der Gewinn im 4. Geschäftsquartal vor Steuern und Einmalaufwendungen lag bei 55,5 Milliarden Yen (451,4 Millionen Euro) nach einem Minus von 74,3 Milliarden Yen vor einem Jahr. Das Ergebnis lag unter den Analystenerwartungen von 58,1 Milliarden Yen. Für Nippon Steel wird in diesem Jahr ein Gewinn-Anstieg auf etwas mehr als die Hälfte des Niveaus von 2005-2006 erwartet, bevor die Weltwirtschaftskrise ausbrach. Die Auslastung liegt derzeit bei 90 Prozent. Im Gesamtjahr 2009/10 (bis Ende März) erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 11,8 Milliarden Yen, was einem Rückgang im Jahresvergleich von 96,5 Prozent bedeutet. Die Erwartungen lagen bei 19,9 Milliarden Yen. Japans größte Hütte hatte mit einer Konzentration auf hochwertige Bleche versucht, die Gewinne in einem zunehmend unberechenbaren Markt zu stabilisieren. Die Aktie lag 2,3 Prozent im Minus. Nippon Steel und der heimische Rivale JFE Holdings hatten sich mit dem brasilianischen Unternehmen Vale SA auf einen knapp doppelt so hohen Preis für Eisenerz-Importe geeinigt. Bislang waren die Preise für zwölf Monate festgelegt worden, nun wird jedes Quartal neu verhandelt. (Reuters)
BBVA - Gewinn stagniert
Die zweitgrößte spanische Bank BBVA hat die Märkte nicht wie andere europäische und amerikanische Banken positiv überraschen können. Der Gewinn habe bei 1,24 Milliarden Euro stagniert, teilte die im EuroStoxx 50 notierte Bank am Mittwoch in Madrid mit. Damit schnitt die Bank zwar etwas besser ab als von Experten erwartet, zuletzt hatten allerdings Institute wie die Deutsche Bank ihre Gewinne deutlich gesteigert und die Erwartungen dabei übertroffen. Allerdings profitierten die Banken dabei meist von einem starken Investmentbanking. Dieses ist bei den spanischen Finanzinstituten traditionell nicht so stark ausgeprägt. Nach dem Zusammenbruch der amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Kise hatten die Spanier davon profitiert und kamen vergleichsweise gut durch die Krise. Zuletzt hatten die spanischen Banken allerdings vor allem wegen der sinkenden Immobilienpreise Probleme mit hohen Wertberichtigungen auf Kredite. Hier habe sich die Lage im ersten Quartal stabilisiert, hieß es. (dpa-AFX)
Iberdrola profitiert von niedrigeren Kosten
Dank gesunkener Erzeugungskosten hat der spanische Versorger Iberdrola im ersten Quartal einen um 16 Prozent höheren Gewinn erzielt und die Prognose der Analysten übertroffen. Wie die Iberdrola SA am Mittwoch mitteilte, beläuft sich das Nettoergebnis im Berichtszeitraum per Ende März auf 921,7 (Vorjahr: 792,9) Millionen Euro. Fünf von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Schnitt mit 899 Millionen Euro gerechnet. Den Nettoumsatz bezifferte das Unternehmen aus Bilbao auf 7,69 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Iberdrola 7,64 Milliarden Euro umgesetzt. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schlagen 2,18 (1,95) Milliarden Euro zu Buche. Im Februar hatte der Konzern einen 2,7 Prozent-Anteil an dem Wettbewerber Energias de Portugal SA verkauft und dabei einen Gewinn von rund 68 Millionen Euro erzielt, der sich ebenfalls in den Erstquartalszahlen widerspiegelt. Ungewöhnlich starke Regenfälle haben die Reservoirs für Wasserkraftwerke im ersten Quartal aufgefüllt und die Produktion von Energie aus Wasserkraft steigen lassen. Dadurch sind die Erzeugungspreise insgesamt gesunken. Auch starke Winde und zusätzliche Kapazitäten bei der Windenergie haben dazu beigetragen. Die Aktivitäten in Spanien haben zudem die stagnierenden Geschäfte in den Vereinigten Staaten und Großbritannien kompensiert. (Dow Jones Newswires)
Vossloh steigert Umsatz und Gewinn
Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat zum Jahresstart seinen Umsatz und Gewinn gesteigert. Außerdem hält das Unternehmen an seiner Prognose für das laufenden und das kommende Jahr fest. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 2,2 Prozent auf 295,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Operativ (Ebit) verdiente Vossloh 35,4 Millionen Euro und damit 16,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unter dem Strich standen 22,8 Millionen Euro. Für das laufende Jahr peilen die Sauerländer mehr als 1,3 Milliarden Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von mehr als 145 Millionen Euro an. Im kommenden Jahr soll der Erlös um mindestens 2,5 Prozent wachsen und das Ebit 150 Millionen Euro erreichen. „Das erste Quartal 2010 ist für Vossloh trotz des strengen Winters gut verlaufen“, sagte Vorstandschef Werner Andree. „Erfreulich ist vor allem, dass im Güterverkehr inzwischen wieder stärker investiert wird. Es zeichnet sich ein Ende der schwachen Nachfrage nach Dieselloks ab.“ (dpa-AFX)
Rhön-Klinikum profitiert von steigenden Patientenzahlen
Der Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum hat im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres dank steigender Patientenzahlen Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert. Der Überschuss nach Minderheiten sei um 11,7 Prozent auf 34,3 Millionen Euro und der Umsatz um 11,6 Prozent auf 624,2 Millionen Euro gestiegen, teilte der Fresenius-Konkurrent am Mittwoch in Bad Neustadt mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte in den ersten drei Monaten auf 46,8 Millionen Euro (VJ: 42,8) und lag damit leicht unter den Erwartungen von Analysten. Für das laufende Jahr bekräftigte Konzernchef Wolfgang Pföhler den Ausblick. (dpa-AFX)
Puma profitiert von Basiseffekt
Der Sportartikelhersteller Puma ist durch den Wegfall von Restrukturierungskosten mit einem deutlichen Gewinnplus in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 119 Millionen Euro, wie Puma am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatten Umbaukosten das Ebit auf 4 Millionen Euro gedrückt. Aber auch vor Sondereffekten konnte Puma zulegen: Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg von 2,4 auf 117,8 Millionen Euro und der Überschuss von 5,6 auf 83,1 Millionen Euro. Der Umsatz sank hingegen um 2,1 Prozent auf 683,1 Millionen Euro. Die Wareneinkäufer hätten sehr vorsichtig für das erste Halbjahr geordert, so Puma. Zudem hatten die Händler im Vorjahr mehr Puma-Waren abverkauft, um ihre Lager leer zu räumen. (dpa-AFX)
Dürr mit roten Zahlen
Der Maschinen- und Anlagenbaukonzern Dürr ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust nach Steuern beläuft sich auf 10,4 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein kleiner Gewinn von 0,5 Millionen Euro zu Buche stand. Wie die Dürr AG am Mittwoch mitteilte, fiel der Umsatz um 25,6 Prozent auf 230,3 Millionen Euro. Schuld daran sei ein geringer Auftragseingang im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwarten die Stuttgarter indes ein Umsatzplus von mindestens 7 Prozent. Negativ ist im Quartal ist auch das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern ausgefallen. Das Ebit rutschte auf minus 6,1 Millionen Euro, verglichen mit einem Plus von 4,8 Millionen Euro im Vorjahr. Den umgekehrten Trend zeigte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: Er stieg auf 16,4 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr mit einem Minus von 32,3 Millionen Euro noch negativ ausgefallen war. Zuversichtlich stimmt das Unternehmen der Auftragseingang, der im ersten Quartal, gestützt von der starken Nachfrage aus den Wachstumsmärkten der Automobilindustrie, um 74 Prozent auf 362,2 Millionen Euro kletterte. Der Auftragsbestand übertraf sogar die Milliardengrenze und liegt mit 1,15 Milliarden Euro rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert von 817,8 Millionen Euro. Für den weiteren Jahresverlauf geht das SDax-Unternehmen unverändert von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Neben einem höheren Umsatz rechnet der Konzern auch mit einem Anstieg des Auftragseingangs. Auch das Ebit soll sich deutlich verbessern, während das Ergebnis nach Steuern voraussichtlich „leicht positiv“ ausfallen wird. (Dow Jones Newswires)
Elmos wächst deutlich und profitabel
Die Elmos Semiconductor AG (FSE: ELG) hat den positiven Trend des 2. Halbjahres 2009 im ersten Quartal 2010 fortsetzen können. Der Umsatz im ersten Quartal 2010 stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 92,0 Prozent auf 43,4 Millionen Euro (Q1 2009: 22,6 Millionen Euro). Auch die Ergebnisse haben sich gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessert und sind deutlich positiv. Das Bruttoergebnis wuchs auf 18,1 Millionen Euro (Q1 2009: 4,7 Millionen Euro), das Ebit erreichte 3,5 Millionen Euro (Q1 2009: -8,9 Millionen Euro) und der Konzernüberschuss betrug 2,6 Millionen Euro (Q1 2009: Konzernfehlbetrag von minus 6,1 Millionen Euro). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,14 Euro (Q1 2009: Verlust je Aktie von 0,32 Euro). (Ad-hoc)
Wincor Nixdorf mit Umsatz- und Gewinnrückgang
Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf hat im ersten Halbjahr wie erwartet die zurückhaltende Nachfrage von Banken und Handel weiter zu spüren bekommen. In der Zeit zwischen Oktober und März sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,161 Milliarden. Der operative Gewinn (EbitA) lag bei 88 Millionen Euro und damit 15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich erzielten die Ostwestfalen ein Periodenergebnis von 60 Millionen Euro, ein Minus von 6 Prozent zum Vorjahr. (dpa-AFX)
LG Electronics erhöht Gewinn leicht
Dank guter Verkäufe von Flachbild-Fernsehern, Kühlschränken und Waschmaschinen hat der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics seinen Quartalsgewinn leicht gesteigert. Allerdings belastete das schwache Geschäft mit Telefongeräten die Bilanz, wie der Samsung-Konkurrent am Mittwoch mitteilte. Im zweiten Quartal wolle das Unternehmen die Ausfuhren von Mobiltelefonen im zweistelligen Prozentbereich steigern, teilte LG Electronics mit. Zudem solle die Rentabilität bei hochwertigen Produkten wie Smartphones verbessert werden. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von TV-Geräten und drittgrößte Handy-Produzent verbuchte von Januar bis März einen operativen Gewinn von 489 Milliarden Won (333,6 Milliarden Euro) nach 467 Milliarden Won vor einem Jahr. Analysten hatten im Schnitt mit 497 Milliarden Won gerechnet. An der Börse wurde das Ergebnis dennoch begrüßt. Die Aktie wurde 0,8 Prozent höher gehandelt. Das Geschäft mit Flachbild-Fernsehgeräten könnte in diesem Jahr Gewinn-Treiber für den Konzern sein. Dank des Aufschwungs der globalen Wirtschaft hat sich die Nachfrage der Verbraucher wieder erholt. Insgesamt hängt der Ausblick aber davon ab, ob und wann das schwächelnde Telefon-Geschäft an Schwung gewinnt. Neue Produkte kamen hier bei LG Electronics verspätet auf den Markt, Verkaufsschlager waren Mangelware und in den boomenden Smartphone-Markt stieg das Unternehmen spät ein. Beim Geschäft mit Mobiltelefonen liegt der Konzern hinter seinen Rivalen Nokia und Samsung. (Reuters)
BAT steigert Umsatz trotz Absatzrückgang
Der britische Tabakkonzern British American Tobacco hat im ersten Quartal 2010 dank höherer Preise und des Zukaufs der indonesischen Bentoel den Absatzrückgang mehr als ausgleichen können. Auf Basis konstanter Wechselkurse seien die Erlöse in allen Regionen gestiegen, teilte British American Tobacco plc am Mittwoch in einem Zwischenbericht mit ohne dies näher zu beziffern. Zudem hätten sich Währungseffekte positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Besonders Afrika, Amerika und der Mittlere Osten hätten gut abgeschnitten. Zwischen Januar und März wurden insgesamt 168 Milliarden Zigaretten abgesetzt und damit 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Zukäufe ging der Absatz um 4 Prozent zurück. Im Vorquartal hatte der Rückgang lediglich 2,4 Prozent betragen. „Für unsere Kunden sind die wirtschaftlichen Bedingungen schwierig und der Absatz hat unter den schrumpfenden Märkten gelitten“, sagte CEO Paul Adams. Allerdings hätten sich die Preise positiv entwickelt und der Marktanteil habe gesteigert werden können, so dass der Umsatz „solide“ gewachsen sei. Man befinde sich auf dem richtigen Weg, sagte Adams. Das Premium-Segment habe unter steigender Arbeitslosigkeit und höheren Steuern gelitten. Dies gelte insbesondere für Mittel- und Osteuropa. Zudem machten gefälschte Zigaretten British American Tobacco im Billigsegment zu schaffen. Im Februar hatte das in London ansässige Unternehmen erklärt, die schlimmsten Auswirkungen der Rezession hinter sich gelassen zu haben nachdem der Gewinn für 2009 um 10 Prozent gesteigert worden war. (Dow Jones Newswires)
Unibail-Rodamco setzt weniger um
Der französisch-niederländische Immobilienkonzern Unibail-Rodamco SA hat im ersten Quartal 2010 wegen niedrigerer Bruttomieteinnahmen etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Umsatz ermäßigte sich nach Angaben des Unternehmens vom Mittwochmorgen um 1 Prozent auf 413,1 Millionen Euro. Im Bereich Gewerbliche Immobilien lagen die Bruttomieteinnahmen rund 9 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die Pachteinnahmen in der Geschäftssparte Einkaufszentren kletterten unterdessen um 2,8 Prozent. (Dow Jones Newswires)
Renault steigert Umsatz unerwartet stark - Bekräftigt Ausblick
Der größte französische Autobauer Renault hat seinen Umsatz im ersten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. Für das Gesamtjahr behielt der neue Daimler-Partner seine Prognose bei. Die Erlöse seien in den ersten drei Monaten um fast 30 Prozent zum Vorjahr auf 9,1 Milliarden Euro geklettert, teilte der Konzern am Dienstag mit. Damit übertraf der Pkw-Hersteller die Erwartungen der Experten, die mit lediglich 8,8 Milliarden Euro gerechnet hatten. Für 2010 geht Renault weiterhin von einem positiven freien Cashflow und einem Anstieg seines Marktanteils aus. Zugleich warnte das Unternehmen nach dem Auslaufen staatlicher Abwrackprämien vor einem schwierigen Geschäftsumfeld. Der europäische Absatzmarkt werde wahrscheinlich dieses Jahr um zehn Prozent schrumpfen. Anfang April hatte Renault eine strategische Dreier-Alllianz mit Nissan und Daimler geschlossen. Die Zusammenarbeit wollen Daimler einerseits und Renault/Nissan andererseits mit einer gegenseitigen Kapitalbeteiligung von jeweils 3,1 Prozent untermauern. Renault und Nissan sind bereits seit 1999 durch eine Überkreuzbeteiligung miteinander verbunden. Der zweitgrößte europäische Pkw-Hersteller PSA Peugeot Citroen hatte in der vergangenen Woche einen Umsatzanstieg im ersten Quartal von 27,5 Prozent ausgewiesen. (Reuters)
US Airways und United Airlines dämmen Verlust ein
Eine wieder wachsende Nachfrage hat den amerikanische Fluggesellschaften United Airlines und US Airways zum Jahresanfang den erhofften Aufwind gebracht. Beide Konzerne konnten ihre Verluste im ersten Quartal stärker eindämmen, als es ihnen Experten zugetraut hatten. amerikanische Airways-Chef Doug Parker zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass der Konzern im zweiten Quartal rentabel arbeiten könne. Die Situation der Branche verbessere sich. Experten zufolge steigen inzwischen auch die zahlungskräftigeren Geschäftsreisenden wieder verstärkt ins Flugzeug. Vor Sonderposten flogen beide Unternehmen ein Minus von 55 Cent je Aktie ein, während sich die Experten auf jeweils etwas mehr als 70 Cent gefasst gemacht hatten. US Airways wies einen Verlust von 45 Millionen Dollar aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Minus von 103 Millionen Dollar in den Büchern gestanden hatte. Der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar und nähert sich langsam wieder dem Niveau von 2008, wie der Konzern erklärte. Bei der United-Airlines-Mutter UAL verringerte sich das Minus auf 82 Millionen Dollar. Hier hatten sich die roten Zahlen vor Jahresfrist noch auf 382 Millionen Dollar summiert. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. US Airways und UAL hatten unlängst Fusionsgespräche abgebrochen. Doch UAL spricht weiter mit dem Rivalen Continental Airlines über einen Zusammenschluss, aus dem die weltgrößte Fluggesellschaft hervorgehen könnte. Keines der beiden Unternehmen hat die Verhandlungen bisher bestätigt. US Airways erklärte am Dienstag, die eigenen Gespräche mit UAL hätten möglicherweise Continental ermutigt. Eine Konsolidierung der Branche sei wünschenswert. Auch US Airways würde daran gern teilhaben, müsse dies aber nicht. US Airways bekräftigte sein Engagement in dem Luftfahrtbündnis Star Alliance, in dem neben United Airlines auch die Lufthansa vertreten ist. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Japans Einzelhandelsumsätze gestiegen
Die japanischen Einzelhandelsumsätze haben im März den dritten Monat in Folge einen Zuwachs verzeichnet. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Mittwoch mitteilte, kletterten die entsprechenden Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent. Deutliche Umsatzzuwächse konnten Geschäfte für elektronische Konsumgüter verbuchen. Im Februar waren die Umsätze der Einzelhändler um 4,2 Prozent gestiegen. Die Umsätze in Supermärkten verringerten sich (bereinigt um Änderungen in der Zahl der Filialen) im März um 5,0 Prozent, womit bereits den 24. Monat in Serie ein Rückgang verbucht wurde. Im gesamten ersten Quartal 2010 sind die Einzelhandelsumsätze auf Jahressicht um 3,7 Prozent gestiegen, während für das Fiskaljahr 2009/2010, das am 31. März endete, ein Minus von 0,4 Prozent ausgewiesen wurde. (Dow Jones Newswires)
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |