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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Medienschau Fitch senkt Zypern-Rating auf „A-“

 ·  Moody's prüft eine Herabstufung der Bonitätsnote Japans, Deutschland erwägt Zugeständnisse beim Griechenland-Paket, Industrieproduktion und Arbeitslosigkeit in Japan steigen. Roth & Rau erteilt Spekulationen über ein mögliches Gutekunst-Angebot eine Absage.

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Unternehmensnachrichten

Roth & Rau erteilt Spekulationen über mögliches Gutekunst-Angebot Absage

Der Solarzulieferer Roth & Rau tritt Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot des Schwarzwälder Solarunternehmers Jürgen Gutekunst entgegen. Der Vorstand erachte die Spekulationen für „haltlos“, teilte das Unternehmen am Montagabend in Hohenstein-Ernstthal mit. Zuvor hatte Gutekunsts Beteiligung an Roth & Rau die Schwelle von 15 Prozent überschritten. Roth & Rau pflege mit Gutekunst über dessen Rena GmbH eine langjährige Geschäftsbeziehung. hieß es nun. Gutekunst wolle mit seinem Engagement diese Kooperation festigen.

Wie die Roth-&-Rau-Führung betonte, sei das Übernahmeangebot des Schweizer Solarzulieferers Meyer Burger nach wie vor das einzige Angebot an die Aktionäre der Roth & Rau AG. Bereits zuvor hatten die Sachsen bei ihren Aktionären dafür geworben, die Offerte des Schweizer Konkurrenten anzunehmen. (dpa-AFX)

Alno bleibt in den roten Zahlen

Der angeschlagene Küchenhersteller Alno kommt nicht aus den roten Zahlen heraus. Im vergangenen Jahr sei der Nettoverlust aber auf 13,1 Millionen Euro reduziert worden, teilte Alno am Montagabend mit. 2009 war ein Fehlbetrag von 39 Millionen Euro verzeichnet worden. Deutschlands zweitgrößter Küchenhersteller durchläuft eine umfangreiche Sanierung, die eine Entschuldung und einen Stellenabbau vorsieht. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent auf etwa 467 Millionen Euro zurück. Alno begründete dies damit, dass der Konzern bewusst auf Geschäfte mit niedrigen Gewinnspannen verzichtet habe.

Auch zu Jahresbeginn blieben die Erlöse hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Der Umsatz fiel um rund fünf Prozent auf knapp 109 Millionen Euro. Zugleich baute Alno den Betriebsverlust auf 7,5 Millionen Euro von 700.000 Euro im ersten Quartal 2010 aus. Trotz des schlechten Starts gibt sich der Konzern zuversichtlich. Im laufenden Gesamtjahr rechnet das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Pfullendorf mit einem besseren Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als 2010, wo eine Million Euro verbucht wurden. Seit der Sanierungs-Kapitalerhöhung, die den Konzern vor dem Aus bewahrte, gehören neben Whirlpool die Schweizer Investmentfirmen Comco und Starlet zu den Alno-Großaktionären. (Reuters)

EU genehmigt Übernahme von Opodo durch Finanzinvestoren

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für die Übernahme des Online-Reiseportals Opodo durch die Finanzinvestoren Axa und Permira gegeben. Die Akquisition werde den Wettbewerb nicht behindern, begründete die Behörde ihre Entscheidung am Montag. Es gebe noch genügend Konkurrenz durch Air France, Alitalia, Easyjet, Ryanair sowie andere Reiseportale wie Expedia.

Der spanische Buchungssystem-Anbieter Amadeus hatte Opodo im Februar für 450 Millionen Euro verkauft. Die neuen Besitzer Axa und Permira wollen das Unternehmen mit weiteren Geschäften fusionieren und Europas größten Online-Reisemarkt aufbauen. (Reuters)


Wirtschaftsnachrichten

Fitch senkt Zypern-Rating auf „A-„

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit für Zypern herabgesetzt. Wie Fitch Ratings am Dienstag mitteilte, sinkt die Bonitätsnote für langlaufende Staatsanleihen Zyperns auf „A-“ von „AA-“. Der Ausblick sei negativ, was bedeutet, dass weitere Abstufungen folgen könnten. Auch das Rating für kurzlaufende Papiere in Fremdwährung wurde herabgesetzt, und zwar auf „F1“ von zuvor „F1+“.

„Die Abstufung spiegelt die Ernsthaftigkeit der Krise im benachbarten Griechenland wider“, erklärte Fitch-Direktor für Staatsanleihen, Chris Pryce und verwies auf „das Risiko, das hiervon für das zypriotische Bankensystem und damit auch für die öffentlichen Finanzen Zyperns ausgeht“. (Dow Jones)

Moody's prüft eine Herabstufung der Bonitätsnote Japans

Als letzte der drei großen Ratingagenturen droht nun auch Moody's Japan mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Die Experten setzten das Land auf die Beobachtungsliste für eine mögliche Senkung der Bonitätsnote, wie Moody's am Dienstag mitteilte. Als Grund nannte die Agentur schwächelnde Wirtschaftsaussichten und fehlende Gegensteuerung der Politik.

Zuvor hatte Ende April bereits S&P wegen der hohen Kosten für Beben, Tsunami und Atomkatastrophe den Ausblick für Japan auf negativ gesenkt. Fitch folgte und senkte seinen Ausblick für Japan erst am Freitag auf negativ. (Reuters)

Deutschland erwägt Zugeständnisse bei Griechenland-Paket

Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge offenbar zu Zugeständnissen bei einem zweiten Rettungspaket für Griechenland bereit. Dies berichtete das „Wall Street Journal“ in
seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Das Entgegenkommen der Bundesregierung, Griechenland auch ohne die Beteiligung von Gläubigern mehr Geld zur Verfügung zu stellen, verhelfe Europa zu einer Lösung der Schuldenkrise Griechenlands.

Griechenland hat nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Spar-Vorgaben seiner internationalen Geldgeber nicht erfüllt. Die Erwartungen, die dem vor einem Jahr verabredeten Hilfsprogramm zugrunde lägen, seien offensichtlich in den Zahlen so nicht erfüllt. „Wir können heute nicht davon ausgehen, dass Griechenland schon im zweiten Quartal 2012 einen Teil seines Refinanzierungsbedarfs an den Finanzmärkten decken kann.“ (Reuters)

Industrieproduktion und Arbeitslosigkeit in Japan steigen

Die Industrieproduktion in Japan erholt sich langsamer als erwartet von den Auswirkungen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe: Sie stieg im April um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium in Tokio am Dienstag mitteilte. Wirtschaftswissenschaftler hatten ein Plus von durchschnittlich 2,2 Prozent erwartet. Im März war ein Rekord-Rückgang um 15,5 Prozent verzeichnet worden.

Die Arbeitslosenquote stieg nach Regierungsangaben zum ersten Mal seit sechs Monaten, und zwar auf 4,7 Prozent gegenüber 4,6 Prozent im März. Landesweit waren demnach im April 3,09 Millionen Menschen arbeitslos, das sind 300.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. (dapd)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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