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Medienschau CDU hält Abschläge bei Anleihen zum Euro-Schutz für sinnvoll

26.08.2010 ·  Der laue Sommer belastet Fielmann, L'Oreal und die Credit Agricole verzeichnen hohe Gewinnzuwächse. FMC will das Heimdialysegeschäft durch eine Übernahme stärken und Dell plant ein besseres Gebot für 3PAR.

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Unternehmensnachrichten

Lauer Sommer belastet Brillenverkäufe von Fielmann

Der durchwachsene Sommer macht Fielmann zu schaffen. Wegen der geringen Nachfrage nach Sonnenbrillen stagnierte der Gesamtabsatz von Deutschlands größter Optikerkette im zweiten Quartal bei 1,6 Millionen Stück. Im ersten Vierteljahr hatte der Konzern mit 1,5 Millionen Brillen noch vier Prozent mehr Brillen verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Normale Sehhilfen mit geschliffenen Gläsern seien jedoch auch von April bis Juni gefragt gewesen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. So kletterte der Konzernumsatz im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 250 Millionen Euro, prozentual ebenso stark legte der Vorsteuergewinn auf 41 (Vorjahresperiode: 39) Millionen Euro zu. Unternehmenschef Günther Fielmann bekräftigte die Geschäftsziele. Demnach sollen Absatz, Umsatz und Gewinn über den Vorjahreswerten liegen.

20 neue Filialen will Fielmann in diesem Jahr eröffnen. Bereits 2009 hatte der Konzern mit zuletzt 13.200 Beschäftigten sein Filialnetz um 24 auf 644 Läden erweitert. (Reuters)

Fresenius Medical Care will Geschäft mit Heimdialyse durch Übernahme stärken

Der zum Medizinkonzern Fresenius gehörende Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) will sich auf dem Gebiet der Heimdialyse verstärken. FMC habe dazu einen Vertrag über die Übernahme des globalen Peritonealdialyse-Geschäfts (PD) von Gambro abgeschlossen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Mit der Akquisition soll Fresenius Medical Care seine Aktivitäten in der Heimdialyse, insbesondere in Europa und der Region Asien-Pazifik, ausweiten.

Fresenius Medical Care ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden und der Einigung mit den Arbeitnehmervertretungen in einigen Ländern. Nach Abschluss soll die Akquisition jährlich rund 60 Millionen amerikanischen Dollar zum Umsatz von Fresenius Medical Care beitragen und sich bereits im kommenden Jahr positiv auf das Konzernergebnis auswirken, heißt es in der Mitteilung. Rund elf Prozent der Dialysepatienten weltweit erhielten eine PD-Therapie. Ihre Zahl sei im vergangenen Jahr um mehr als sechs Prozent auf rund 203.000 gestiegen. (dpa-AFX)

IKB rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. In den ersten drei Monaten ihres neuen Geschäftsjahres 2010/2011 stand unter dem Strich ein Verlust von 135,2 Millionen Euro. Das teilte die Bank am Donnerstag in Düsseldorf zu den Monaten April, Mai und Juni 2010 mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich der Verlust nur auf 16,3 Millionen Euro.

Im Vorjahr hatte der IKB-Haupteigentümer Lone Star auf die Rückzahlung einer Anleihe verzichtet. Das hatte damals zu einem positiven Effekt geführt, wie ein Sprecher der Bank erläuterte. Zudem nahm die IKB diesmal eine Abschreibung auf eine Immobilie vor. Bei dem deutlichen Anstieg des IKB-Quartalsverlustes spielten diesmal auch Kursverluste bei langfristigen Anlagen der IKB eine Rolle. (dpa)

L'Oreal glänzt mit kräftigem Gewinnanstieg

Dank einer höheren Nachfrage nach Körperpflege-Produkten hat der französische Kosmetikkonzern L'Oreal einen kräftigen Anstieg des operativen Gewinns um 21 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro verzeichnet. Vor allem teurere Produkte seien verkauft worden. Daneben hätten geringere Kosten bei der Produktion, der Lagerhaltung und im Vertrieb zu dem Plus beigetragen. Für das zweite Halbjahr rechnet L'Oreal ebenfalls mit guten Geschäften.

Bereits im Juli hatte das Unternehmen von einem Umsatzwachstum im zweiten Quartal von fünf Prozent auf etwa 4,9 Milliarden Euro berichtet und damit Hoffnungen auf eine zunehmende Kauflaune der Verbraucher nach der Rezession genährt. (Reuters)

Credit Agricole mit Gewinnsprung im zweiten Quartal

Die französische Großbank Credit Agricole hat ihren Gewinn im zweiten Quartal dank eines kräftigen Ertragsplus fast verdoppeln können. Unterm Strich stand ein Überschuss von 379 Millionen Euro nach 201 Millionen Euro im Vorjahr, teilte das Institut am Donnerstagmorgen mit. Die Erträge legten um rund ein Fünftel auf 5,5 Milliarden Euro zu. Außerdem konnte die Credit Agricole ihre Risikovorsorge um rund 13 Prozent auf 980 Millionen Euro senken. Dieser Rückgang zusammen mit einem soliden operativen Geschäft habe sich in der gesamten ersten Jahreshälfte als Trend herausgebildet. Unternehmenschef Jean-Paul Chifflet sprach von einer soliden Ertragsbasis in einem Klima der anhaltenden Unsicherheit und ökonomischen Schwäche. (dpa-AFX)

Dell plant besseres Gebot für 3PAR

Im Kampf um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR will Dell Kreisen zufolge ein besseres Angebot auf den Tisch legen. Wie eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch sagte, werde die Offerte wahrscheinlich „wettbewerbsfähiger“ als die des Konkurrenten Hewlett-Packard ausfallen. Ob sie höher liege, wollte die Person nicht sagen. HP werden derzeit die besten Chancen zugeschrieben. Ein Dell-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

HP hatte jüngst überraschend 1,6 Milliarden Dollar für 3PAR geboten und damit die Dell-Offerte von 1,15 Milliarden Dollar übertrumpft. 3PAR hatte mitgeteilt, mit HP Fusionsgespräche aufnehmen zu wollen. Falls das Direktorium die HP-Offerte unterstützt, bekommt Dell drei Geschäftstage Zeit, um sein Gebot zu erhöhen. (Reuters)

Salzgitter wird alleiniger Eigentümer der Klöckner-Werke

Der Stahlkonzern Salzgitter übernimmt die vollständige Kontrolle über die Klöckner-Werke. Die Aktionäre der Klöckner-Werke AG haben auf der Hauptversammlung in Frankfurt dem Squeeze-Out zugestimmt. Die verbliebenen Minderheitsaktionäre des Maschinen- und Anlagenbauers, der vor allem Abfüllanlagen für die Getränkeindustrie herstellt, sollen eine Barabfindung von 14,33 Euro je Aktie erhalten.

Im ersten Halbjahr 2010 schrieben die Klöckner-Werke weiterhin rote Zahlen. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) summierte sich der Verlust auf 9,8, Millionen Euro. Der Auftragseingang stieg jedoch um 48,7 Prozent. (Dow Jones)

Amerikanische Börsenaufsicht stärkt Rechte von Aktionären bei der Besetzung von Verwaltungsratsposten

Als Lehre aus der Finanzmarktkrise erhalten amerikanische Aktionäre künftig mehr Mitspracherechte bei der Besetzung von Führungspositionen in Unternehmen. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC beschloss am Mittwoch eine neue Vorschrift, die den Eignern einen größeren Einfluss auf die Konzernssteuerung sichert. Für eine Stärkung der Aktionärsrechte hatte sich vor allem der Rat der Institutionellen Investoren starkgemacht, der 130 große Pensionskassen mit einem verwalteten Vermögen von drei Billionen Dollar vertritt.

Für Aktionäre wird es nun einfacher, umstrittene Direktoren aus ihren Führungsposten herauszudrängen. Der Neuregelung zufolge können Investoren vor den Wahlen eigene Kandidaten auf dem offiziellen Formular der Konzerne vorschlagen, das vor Hauptversammlungen veröffentlicht wird. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

Verbraucherstimmung im August weiter aufgehellt

Das kräftige Wirtschaftswachstum und erfreuliche Zahlen vom Arbeitsmarkt haben die Stimmung der Verbraucher im August weiter aufgehellt. Die Menschen schätzen sowohl die Entwicklung ihres persönlichen Einkommens als auch die der Konjunktur erneut deutlich besser ein als im Vormonat, wie der Nürnberger Marktforscher GfK in seiner Konsumklimastudie am Donnerstag mitteilte. Die Neigung zu größeren Anschaffungen habe sich dagegen stabilisiert.

Für September rechnen die GfK-Forscher mit einem weiteren Anstieg des Konsumklimaindex auf 4,1 Punkte. Für August revidierten sie den Wert von 3,9 auf 4,0 Zähler nach oben. „Die Zeichen stehen derzeit gut, dass die Konsumstimmung in Deutschland einen nachhaltigen Aufwärtstrend erfährt“, schreibt GfK-Autor Dirk Mörsdorf. Für Unsicherheit unter den Verbrauchern sorgten derzeit allerdings mögliche Sparmaßnahmen der Regierung und das Auslaufen von Konjunkturprogrammen. (apn)

CDU hält Abschläge bei Anleihen zum Euro-Schutz für sinnvoll

Die CDU will nach dem Ende des milliardenschweren Euro-Rettungsschirms Abwertungsregeln für neue Staatsanleihen einführen. Sollte ein Euro-Land zahlungsunfähig werden, müssten Bond-Anleger Abschläge in Kauf nehmen, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Norbert Barthle, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Euro-Rettungsschirm läuft Mitte 2013 aus. In dessen Rahmen kann Deutschland Garantien für Kredite an Euro-Länder in Höhe von bis zu 148 Milliarden Euro abgeben. Insgesamt hat er ein Volumen von 750 Milliarden Euro. (Reuters)

Amerikanische Behörden eröffnen Anhörung zu Reform des Derivate-Handels

Die amerikanischen Aufsichtsbehörden haben eine breite Anhörung zur umstrittenen Reform des Derivate-Handels eingeleitet. Unterteilt in 30 Abschnitte sollen die Beteiligten des rund 615 Billionen Dollar schweren Marktes Stellung zu den Plänen nehmen, die ein Kernstück der vor kurzem verabschiedeten Finanzreform sind.

Ein großer Teil des Derivate-Handels soll künftig über Clearingstellen oder Börsen abgewickelt werden, um mehr Transparenz über Preise und Spekulationsblasen zu ermöglichen. Die Details der neuen Regelung hat der Kongress zunächst offen gelassen. (Reuters)

Philippinische Wirtschaft wächst im zweiten Quartal kräftig

Die philippinische Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal dank starker Exporte und kräftiger Konsumausgaben so schnell gewachsen wie seit Jahren nicht mehr. Wie die nationale Statistikbehörde am Donnerstag mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes zwischen April und Juni um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten im Mittel ein langsameres Wirtschaftswachstum von 6,1 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorquartal legte das BIP um 1,3 Prozent zu. (Dow Jones)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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