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Medienschau Apple erzielt Rekordgewinn

 ·  IBM hebt Prognose fürs Gesamtjahr an, Alliance Boots übernimmt Mehrheit an Anzag, Microsoft verliert Software-Chef, Bericht - Postbank will indische Tochter verkaufen, amerikanischen Banken droht Milliardenverlust aus Hypothekenrückkäufen - Studie, Brasilien hebt Steuer auf Anleihenkäufe aus dem Ausland an, Ungarn führt Sondersteuern für Großunternehmen ein, Japan ruft G-20 zu Stabilisierung der Wechselkurse auf - sieht Wirtschaft in einer Stagnationsphase

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Unternehmensnachrichten

Apple erzielt Rekordgewinn

Der Technologiekonzern Apple hat dank eines florierenden Verkaufs seiner Smartphones im vierten Quartal Umsatz und Gewinn auf Rekordhöhen getrieben. Das amerikanische Unternehmen fuhr im Schlussquartal seines Geschäftsjahres einen Überschuss von 4,3 Milliarden Dollar ein nach 2,5 Milliarden Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Montagabend nach Börsenschluss mitteilte. Das war eine Steigerung um rund 70 Prozent. Der als rentabelster Handy-Hersteller geltende Konzern enttäuschte aber mit seiner Gewinnmarge. Sie sank um fast fünf Prozentpunkte auf 36,9 Prozent von 41,8 Prozent. Experten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, nicht aber in dieser Deutlichkeit. Sie waren im Durchschnitt von 38,2 Prozent ausgegangen. Trotz des unerwartet guten Ergebnisses ging die Aktie daraufhin nachbörslich auf Talfahrt und brach 5,7 Prozent auf 299,94 Dollar ein. Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer beteuerte vergeblich, der Konzern sei mit seiner Rendite glücklich. Je Aktie ergab sich ein Gewinn von 4,64 Dollar nach zuvor 2,77 Dollar. Der Umsatz stieg um 67 Prozent auf einen Rekord von 20,3 Milliarden Dollar. Damit übertraf Apple die Erwartungen der Analysten deutlich, die mit 4,08 Dollar beim Gewinn je Anteilsschein und 18,9 Milliarden Dollar beim Umsatz gerechnet hatten. Für das laufende Quartal kalkuliert Oppenheimer mit einem Ergebnis je Aktie von 4,80 Dollar bei Umsatzerlösen von 23 Milliarden Dollar. (Reuters)

IBM hebt Prognose fürs Gesamtjahr an

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM blickt nach einem überraschend guten Quartal optimistisch aufs Gesamtjahr. Der US-Konzern erhöhte am Montag nach Börsenschluss seine Gewinnprognose und erwartet nun einen Überschuss von mindestens 11,40 Dollar je Aktie. Bislang war von „mindestens 11,25 Dollar je Aktie“ die Rede, von Reuters befragte Analysten gingen von 11,30 Dollar je Aktie aus. Nach dem enttäuschenden Vorquartal übertraf der Konkurrent von Cisco, Hewlett-Packard und der deutschen SAP nun mit seinen Geschäften von Juli bis September die Erwartungen: Im dritten Quartal steigerte der Konzern seinen Gewinn um zwölf Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Das waren je Aktie 2,82 Dollar und damit mehr als die Experten mit 2,75 Dollar geschätzt hatten. Der Umsatz legte rund drei Prozent auf 24,3 Milliarden Dollar zu, erwartet waren 24,1 Milliarden Dollar. Allein die Verkäufe des neuen IBM-Server-Systems „Z“ legten 15 Prozent zu. Investoren registrierten aber vor allem den Rückgang im IT-Servicegeschäft des Unternehmens und stießen IBM-Aktien ab. Deren Kurs brach nachbörslich um 3,7 Prozent ein. Im Tagesverlauf hatten sie sich um 1,2 Prozent verteuert. Das Volumen der Verträge im IT-Service fiel im abgelaufenen Quartal um sieben Prozent auf elf Milliarden Dollar und im Outsourcing-Geschäft um 15 Prozent auf unter sechs Milliarden Dollar. Die Zahlen gelten als Hinweis auf das künftige Umsatzwachstum. Dennoch betrachten die meisten Analysten IBM langfristig als solides Investment. (Reuters)

Alliance Boots übernimmt Mehrheit an Pharmahändler Anzag

Der britische Chemie- und Gesundheitskonzern Alliance Boots übernimmt die Mehrheit am Pharmagroßhändler Andreae-Noris-Zahn AG (Anzag). Den bisherigen Miteigentümern Celesio, Phoenix und Sanacorp kaufte Alliance Boots nach Angaben vom Montag insgesamt 51,65 Prozent zu einem Preis von 26,00 Euro je Aktie ab. Damit hält Alliance Boots, hinter der die amerikanische Beteiligungsgesellschaft KKR steht, nun 81,64 Prozent an dem Pharmagroßhändler. Das Kartellamt muss der Transaktion noch zustimmen. Den übrigen Aktionären soll ein Übernahmeangebot entsprechend des gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses der Anzag-Aktien während der letzten drei Monate unterbreitet werden. Dieses dürfte sich den Angaben zufolge auf 26,00 bis 26,50Euro je Aktie belaufen. Die Sanacorp GmbH erlöst durch den Verkauf ihrer knapp 25-prozentigen Beteiligung 69 Millionen Euro und will diese Mittel zum Schuldenabbau nutzen, wie der Pharmagroßhändler am Montag mitteilte. Die Celesio AG erlöst durch den Verkauf ihrer 14,15 Prozent rund 39,3 Millionen Euro und will diese nach eigenen Angaben ebenfalls zum Schuldenabbau nutzen. Phoenix hielt bislang rund 12,5 Prozent an Anzag. (Dow Jones Newswires)

Microsoft verliert Software-Chef

Der amerikanische Konzern Microsoft verliert seinen obersten Software-Entwickler: Der bisherige Chef des Kerngeschäfts, Ray Ozzie, gebe seinen Posten auf und wolle sich vor seiner Pensionierung auf den Unterhaltungsbereich des Konzerns konzentrieren, teilte der Marktführer der Software-Branche am Montag nach amerikanische Börsenschluss mit. Der heute 54-jährige Ozzie übernahm den Posten 2006 vom Mitgründer Bill Gates. Die Microsoft-Aktie gab nach Bekanntgabe der Personalie nachbörslich 2,2 Prozent nach. Die Stelle werde nicht neu besetzt, erklärte Konzernchef Steve Ballmer in seinem Memo weiter. Damit gilt der Schritt als Festigung von Ballmers alleiniger Führungsrolle und Auftakt einer neuen Etappe des Konzerns auf dem Weg ins Cloud-Computing, das sich auf eine Datenverwaltung im Internet konzentriert und nicht mehr wie im bisherigen Ausmaß Software-Installationen auf einzelnen PCs erfordert. Ozzie hatte diese Neuausrichtung selbst angestoßen und damit einen Bruch mit der Tradition Microsofts eingeleitet, möglichst viel Software für einzelne Computer zu verkaufen. (Reuters)

Bericht - Postbank will indische Tochter verkaufen

Die Postbank stellt im Rahmen ihrer Restrukturierung des globalen Geschäfts einem Zeitungsbericht zufolge ihre indische Tochtergesellschaft zum Verkauf. Der Geschäftszweig Deutsche Postbank Home Finance Ltd zur Wohnungsfinanzierung sei mit umgerechnet 340 Millionen Dollar bewertet, berichtete die Zeitung „Business Standard“ am Dienstag unter Berufung auf Bankenkreise. Interesse hätten bereits die Gesellschaften Tata Finance, L&T Finance, Indiabulls und Religare gezeigt. Die Beteiligten waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Deutsche Bank strebt zur Zeit die Übernahme der Mehrheit an der Postbank an. Der Branchenprimus hält bislang knapp 30 Prozent an dem Bonner Institut. (Reuters)





Wirtschaftsnachrichten

Amerikanischen Banken droht Milliardenverlust aus Hypothekenrückkäufen - Studie

Der amerikanische Bankenbranche droht ein weiterer Rückschlag. Derzeit stehen die Hypotheken-Banken wegen ihrer Zwangsvollstreckungspraxis in der Kritik. Tausende Verfahren wurden ausgesetzt und werden überprüft. Doch viel größere Verluste von bis zu 120 Milliarden Dollar drohen den Instituten laut einer Studie von J.P. Morgan Chase & Co aus dem Rückkauf Not leidender hypothekenbesicherter Anleihen. Falls Anleihebesitzer nachweisen könnten, dass die Konsortialbanken gegen Garantiezusagen verstoßen haben - beispielsweise durch falsche Angaben über Kreditanträge, die dem Papier zu Grunde liegen und zu einer nachteiligen Bondentwicklung führten -könne von den Banken der Rückkauf der Not leidenden Anleihen gefordert werden. Diese Vorwürfe vor Gericht zu beweisen, könne allerdings schwierig sein, so die Studie. J.P. Morgan gab für diese sogenannten „Put-Back“-Kosten eine Basisschätzung von 55 Milliarden Dollar aus und erklärte, im Stressfall könnten die Verluste sich auf insgesamt 120 Milliarden Dollar summieren. Pro Jahr würden sich die Verluste auf 10 Milliarden bis 25 Milliarden Dollar belaufen und für mehrere Jahre anfallen. (Dow Jones Newswires)

Brasilien hebt Steuer auf Anleihenkäufe aus dem Ausland an

Im Zuge des weiterhin starken Kapitalzuflusses hat die brasilianische Regierung erneut die Steuer auf ausländische Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere angehoben. Wie der Finanzminister Brasiliens, Guido Mantega, am Montag (Ortszeit) erklärte, wird die Steuer auf 6 Prozent von 4 Prozent erhöht. Gleichzeitig werde auch die Steuer auf Garantieleistungen für Derivategeschäfte auf 6 Prozent von 0,38 Prozent angehoben. Beide Steuern treten am Dienstag in Kraft. „Unser Ziel ist es, kurzfristige Investitionen weniger schmackhaft zu machen“, sagte der Mantega. „Die, die zu uns kommen, um zwei oder drei Jahre lang zu investieren, werden die Steuer auch zahlen, aber das wird sie nicht davon abhalten, in Brasilien zu investieren.“ Bereits Anfang Oktober hatte Brasilien die Steuer auf ausländische Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere auf 4 Prozent von 2 Prozent angehoben. Diese Anhebung habe der Regierung zufolge aber keine große Wirkung gezeigt, Kapitalzuflüsse aus dem Ausland zu begrenzen. Brasilien fürchtet, dass große Kapitalzuflüsse die heimische Währung in die Höhe treiben und somit die Exporte des Landes gefährden. Seit Anfang September hat der Real gegenüber dem US Dollar etwa 5 Prozent zugelegt, innerhalb der vergangenen 18 Monate gar um etwa 30 Prozent. (Dow Jones Newswires)

Ungarn führt Sondersteuern für Großunternehmen ein

Das ungarische Parlament hat am späten Montagabend neue Sondersteuern für Großunternehmen im Energie- und Telekom-Sektor sowie im Handel gebilligt. In diesem und in den kommenden zwei Jahren sollen dem Staat so Mehreinnahmen in Höhe von jeweils 161 Milliarden Forint (584 Millionen Euro) zukommen. Für die Vorlage stimmten die Abgeordneten des regierenden rechtskonservativen Bundes Junger Demokraten (FIDESZ) und der oppositionellen rechtsextremen Jobbik (Die Besseren). Bereits früher hatte die Regierungsmehrheit im Parlament eine Sondersteuer für Banken in Höhe von 200 Milliarden Forint pro Jahr eingeführt. (dpa-AFX)

Japan ruft G-20 zu Stabilisierung der Wechselkurse auf

Japans Finanzminister Yoshihiko Noda hat die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) aufgerufen, sich für eine Stabilisierung der Wechselkurse einzusetzen. Es sei „unabdingbar“, dass die internationale Gemeinschaft sich des Währungsproblems annimmt und den Devisenmarkt stabilisiert, um die Erholung der Weltwirtschaft zu sichern, sagte Noda am Dienstag. Die Finanzminister und Notenbankchefs der G-20 treffen sich am Freitag und Samstag in Südkorea. Zugleich erneuerte Noda seine Warnung vor möglichen Interventionen am Devisenmarkt. „Unsere Haltung ist unverändert“, sagte der Finanzminister. „Wir werden den Markt genau beobachten und falls nötig, eingreifen.“ Der starke Yen belastet die japanische Wirtschaftserholung - die japanische Volkswirtschaft ist stark vom Export abhängig und ein Yen-Anstieg verteuert die japanischen Produkte im Ausland. Japan hat Mitte September erstmals seit über sechs Jahren wieder am Devisenmarkt interveniert. (Dow Jones Newswires)

Regierung sieht japanische Wirtschaft in einer Stagnationsphase

Die japanische Wirtschaft tritt nach Einschätzung der Regierung auf der Stelle. „Der wirtschaftliche Lauf scheint zuletzt eine Pause eingelegt zu haben“, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht. Ein Regierungsvertreter machte dafür den starken Yen verantwortlich, der die Gewinne und Wettbewerbsfähigkeit der Exportbranche drücke. Die Regierung hatte zuletzt im Juli 2008 von Stagnation gesprochen, danach sah sie die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt auf Erholungskurs. Den werde sie auch wieder einschlagen, hieß es in dem Konjunkturbericht. Die wirtschaftliche Belebung bei vielen Handelspartnern stimme optimistisch. Das Bruttoinlandsprodukt war zu Jahresbeginn noch mit einer Jahresrate von fünf Prozent gewachsen, im zweiten Quartal aber nur noch um 1,5 Prozent. Die Notenbank senkte ihren Leitzins im Oktober praktisch auf null und pumpt zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft, um die Konjunktur zu beleben. Außerdem intervenierte Japan am Devisenmarkt, nachdem die Landeswährung Yen auf ein 15-Jahreshoch zum Dollar gestiegen war. (Reuters)

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones.

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