Die europäischen Börsenbarometer tendierten am Mittwoch nach unten. Die Angst vor einer Eskalation des Terrors brachte Versicherungswerte unter Abgabedruck. Die Börsen reagierten damit darauf, daß die amerikanische Regierung vor weiteren Anschlägen gewarnt und ihre Botschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen hat.Später hellten unerwartet gute Konjunkturdaten aus Amerika die Stimmung wieder etwas auf. Dort sind die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter stärker gestiegen als erwartet. Der Euro Stoxx 50, ein Index für die wichtigsten Aktien im Euroraum, lag daraufhin am Abend 0,4 Prozent niedriger bei 2702 Punkten.
In Frankfurt sackte der Deutsche Aktienindex Dax zeitweise auf 3692 Punkte ab. Zum Börsenschluß lag er aber wieder bei 3726 Punkten und damit gegenüber dem Schluß am Dienstag nahezu unverändert. Münchener Rück fielen im Schlepptau der europäischen Versicherungsaktien rund 1 Prozent. Darin spiegelten sich Sorgen der Anleger vor möglicherweise steigenden Versicherungsschäden durch Terroranschläge. VV fielen wegen einer Rückrufaktion von Audi um 0,92 Prozent. In Amerika müssen 172866 Fahrzeuge wegen eines technischen Problems in die Werkstatt gebracht werden. Metro kletterten 4,63 Prozent. Europas drittgrößter Handelskonzern rechnet dieses Jahr mit einem Gewinnsprung von bis zu 15 Prozent.
Leichter war die Tendenz in London, wo der FTSE-100-Index 0,2 Prozent nachgab. Bradford & Bingley sackten im Verlauf 4,5 Prozent ab, wobei allerdings der Dividendenabschlag eine Rolle spielte. Johnson Matthey verteuerten sich im Verlauf 1,8 Prozent. Der weltgrößte Platinanbieter wurde von Credit Suisse First Boston auf "überdurchschnittlich" hochgestuft. Die britischen Ölwerte profitierten vom Ölpreisanstieg. BP Plc gewannen 1,1 Prozent.
Auch in Zürich machte die Börse einen Schritt zur Seite. Der führende Index SMI lag wenig verändert bei bei 5504 Punkten. Cie Financiere Richemont verbilligten sich im Verlauf 1,8 Prozent. Analysten zufolge hat Swatch Group die Flaute der Luxusbranche besser überstanden als Richemont, der zweitgrößte Hersteller von Luxusartikeln. Swiss Re ermäßigten sich mit den Versicherern um 1,5 Prozent. In Paris sank der CAC-40-Index um 0,6 Prozent auf 3518 Zähler. Aventis und Sanofi-Synthelabo verbilligten sich 2,5 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent. Die Tageszeitung Le Figaro hatte berichtet, daß die französische Regierung eine Übernahme von Aventis durch den schweizerischen Pharmakonzern Novartis ablehnen werde. Thomson rückten 1,5 Prozent vor. (bf./Bloomberg)
Bezugsrechte: Bayerische Hypo- und Vereinsbank (Bez.-Frist 23.3.-5.4.),5 zu 2 : 14 Euro, 0,69 Euro. Thiel Logistik (Bez.-Frist 11.3.-13.4.), 10 zu 3 : 3,90 Euro, 0,41 Euro.
