Der EuroStoxx50 gewann 0,9 Prozent auf 2498 Punkte. An den Börsen in Amerika ging es nach einem zögerlichen Handelsstart ebenfalls aufwärts. Der ISM-Einkaufsmanagerindex stieg im März um 1,0 auf 53,4 Punkte. Experten hatten lediglich 53,0 Punkte erwartet. Ab Werten von 50 Zählern wird Wachstum signalisiert. Wegen der robusten Auftragslage wollen die Unternehmen so viele Mitarbeiter einstellen wie seit Juni 2011 nicht mehr.
Dies sei ein gutes Omen für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht, kommentierte Postbank-Analyst Thilo Heidrich. „Die sehr gute Entwicklung der Produktionskomponente ist ein weiteres Indiz dafür, dass die amerikanische Industrie derzeit ein Stützpfeiler der Wirtschaftsbelebung in Amerika ist.“ Der ISM-Bericht untermauere seine Einschätzung, dass die Wirtschaft derzeit solide wachse.
Bereits am Montagmorgen hatte der chinesische Einkaufsmanagerindex (PMI) zeitweise für Auftrieb im Dax gesorgt. Demzufolge liefen die chinesischen Industriegeschäfte im März so gut wie seit elf Monaten nicht mehr. Der Index legte auf 53,1 Punkte zu von 51 im Februar. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 50,5 Punkte gerechnet.
Adidas größter Tagesgewinner im Dax
Als größter Dax-Gewinner gingen die Aktien von Adidas mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent auf 61,11 Euro aus dem Handel und erreichten damit ein Allzeithoch. Händler fanden für das deutliche Kursplus allerdings keine Erklärung.
Zulegen konnten auch die Deutsche-Post-Papiere. Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank verteuerten sich die Aktien um 2,7 Prozent auf 14,82 Euro. Die Bankanalysten bescheinigten dem Unternehmen laut Händlern eine gute Ertragskraft. Sie stuften die Aktien hoch auf „Buy“ von Hold“ und erhöhten das Kursziel auf 17 von 11,60 Euro.
BMW geben ebenfalls Gas
BMW schlossen nach einer Kurszielerhöhung von Barclays Capital 2,6 Prozent fester bei 69,21 Euro. BMW dürfte auch künftig solide Gewinne erwirtschaften, zeigten sich die Analysten überzeugt. „Unseren Schätzungen zufolge sind bei BMW auch weiterhin zweistelligen Margen drin - selbst ohne die Erträge aus China.“ Die Experten setzten das Kursziel auf 91 von 85 Euro und behielten die Bewertung der Aktien auf „Overweight“.
Dagegen brachte die Aussicht auf einen Rückgang der italienischen Autoabsatzzahlen in diesem Jahr Fiat aus der Spur. Die Aktien des Autobauers fielen in Mailand um bis zu 3,9 Prozent auf 4,23 Euro und waren damit so billig wie seit zweieinhalb Monaten nicht. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte am Freitag gesagt, der italienische Automarkt werde stärker als bislang gedacht einbrechen. Die Zahlen für März, die am Montagabend vom Verkehrsministerium veröffentlich werden sollten, nannte er „schrecklich“.
Das ist das Problem an Fonds!
Sabine Mersmann (Sabine2772)
- 29.03.2012, 20:21 Uhr
