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Sonntag, 12. Februar 2012
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Marktbericht Dax startet fester

08.05.2009 ·  Der Dax ist am Freitag gestützt auf Kursgewinne bei den Finanzwerten mit einem Plus in den Handel gestartet. Der Leitindex legte am Morgen um ein Prozent auf 4856 Punkte zu. Gefragt waren allen voran die Aktien der Commerzbank - trotz eines überraschend hohen Fehlbetrags im ersten Quartal.

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Der Dax ist am Freitag gestützt auf Kursgewinne bei den Finanzwerten mit einem Plus in den Handel gestartet. Der Leitindex legte am Morgen um ein Prozent auf 4856 Punkte zu. Gefragt waren allen voran die Aktien der Commerzbank, die trotz eines überraschend hohen Fehlbetrags im ersten Quartal um 5,5 Prozent gewannen. Deutsche Bank stiegen um 2,2 Prozent. Händler begründeten die Aufschläge mit den nachbörslichen Kursgewinnen der amerikanischen Bankaktien. Diese hatten nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Stresstests am Vorabend deutlich zugelegt. Größter Verlierer im Dax waren die Aktien der Telekom mit einem Minus von 3,8 Prozent.

Der TecDAX hat am Freitag etwas fester eröffnet. Der Technologiewerte-Index rückte in den ersten Minuten um 0,73 Prozent auf 628,93 Punkte vor. MediGene setzten sich mit einem Zuwachs von 4,06 Prozent auf 4,36 Euro an die Indexspitze. QSC rutschten indes als schwächster Wert um 2,22 Prozent auf 1,32 Euro ab.

Deutsche Anleihen: Neuerliche Kursverluste zum Start

Der deutsche Rentenmarkt ist am Freitag mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Der für den Markt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel im frühen Handel um 0,19 Prozent auf 120,70 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen lag bei 3,397 Prozent. Aus Sicht der Helaba ist das Umfeld für den Rentenmarkt schwierig. Selbst der amerikanischen Arbeitsmarktbericht, der aufgrund der pessimistischen Konsensschätzung kaum Enttäuschungspotenzial besitze, dürfte die Kurse der Staatsanleihen nicht stützen. Kritisch sei der jüngste Fall des Bund-Futures unter die untere Begrenzung der seit Dezember 2008 bestehenden Seitwärtsbewegung zu beurteilen. Sollte sich dieser Bruch als nachhaltig herausstellen, werde deutliches Potenzial nach unten generiert. Das Bankhaus sieht den Future im Tagesverlauf zwischen 120,00 und 121,33 Punkten.

Die HSH Nordbank sieht den Future mit 120,50 bis 121,50 Punkten in einer ähnlichen Spanne. Nach dem Durchbrechen wichtiger Marken sei der Markt auf der Suche nach einem neuen Boden. Aus technischer Sicht sei dabei heute früh zunächst mit einer kleinen Korrektur zu rechnen. Die Anspannung bleibe hoch. Im Tagesverlauf stehe mit dem amerikanischen Arbeitsmarktbericht für April ein weiteres Daten-Schwergewicht zur Veröffentlichung an.

Euro pendelt sich bei 1,34 Dollar ein

Der Euro hat sich am Freitag nach dem Kursschub am Vortag bei der Marke von 1,34 Dollar eingependelt. Im frühen Handel wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,3398 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7462 Euro wert. Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) war der Euro am Donnerstagnachmittag zeitweise bis auf 1,3470 Dollar gestiegen. Die EZB hatte den Referenzkurs vor der Entscheidung noch auf 1,3363 (Mittwoch: 1,3322) Dollar festgesetzt.

Asien-Börsen weiter im Aufwind

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag ihren Aufwärtskurs mit leichten Gewinnen fortgesetzt. Bankenwerte waren besonders gefragt, nachdem die Stresstests in den Vereinigten Staaten Sorgen um die Finanzbranche mildern konnten.

Die Anleger zeigten sich allerdings vor neuen Daten zur amerikanischen Konjunktur abwartend. Von den Daten zum Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft erhofften sie sich weitere Aufschlüsse darüber, ob die jüngsten Hoffnungen auf ein Abebben der globalen Wirtschaftskrise berechtigt sind.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent im Plus bei 9432 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,1 Prozent bei 895 Zählern. Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Shanghai, Taiwan, Singapur und Australien legten die Kurse zu.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Sorgen um den Zustand der amerikanischen Finanzbranche dank guter Quartalsergebnisse nachgelassen. Nun sorgten die staatlichen Belastungstests bei den Anlegern für zusätzliche Beruhigung. Die Papiere der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ Financial Group und der Nummer zwei Mizuho Financial kletterten um sechs Prozent. Die Titel des Branchendritten Sumitomo Mitsui Financial verteuerten sich um vier Prozent.
Dagegen gerieten Autowerte vor der Bilanzvorlage von Toyota unter Druck, weil Medien von einem anstehenden Milliardenverlust berichteten. Die Papiere des Weltmarktführers verloren 1,5 Prozent. Der Rivale Honda verbuchte einen Kursabschlag von 3,3 Prozent.

Nachdem die amerikanischen Stresstests für Beruhigung sorgen konnten, wenden sich die Anleger nun verstärkt den Konjunktursignalen zu. „Der Markt hat bereits damit begonnen, nach neuen Handelsfaktoren zu suchen“, sagte Börsenexperte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities. „Vor allem schaut er nach makroökonomischen Hinweisen für eine Bestätigung dafür, dass die Weltwirtschaft wirklich auf dem Wege der Besserung ist.“

Wall Street schließt vor Stresstestergebnissen schwach

Mit einer schwachen Tendenz haben am Donnerstag die Aktienkurse an Wall Street in Erwartung der Stresstestergebnisse für die amerikanischen Banken geschlossen. Unter Druck standen aber vor allem Technologietitel nach enttäuschend aufgenommenen Quartalsdaten von Cisco Systems und zyklisch orientierte Papiere.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor 1,2 Prozent oder 102 Punkte auf 8.410, nachdem er im Tageshoch schon bis auf 8.577 Punkte gestiegen war. Für den S&P-500-Index ging es um 1,3 Prozent oder 12 Punkte auf 907 nach unten. Der Nasdaq Composite-Index fiel um 2,4 Prozent bzw 43 Punkte auf 1.716.

„Ich denke, ein Beinchen nach unten ist in den nächsten drei bis vier Monaten wahrscheinlich“, sagte ein Hedgefond-Manager. Momentan fehle ein wenig die Fantasie, die guten Nachrichten seien abgearbeitet, kommentierte auch ein Händler. Die Berichtssaison habe den entscheidenden Impuls geliefert, was zu Anschlusskäufen und Umschichtungen geführt habe. Nun sei der Markt weit vorausgelaufen und daher mit einer Konsolidierung zu rechnen.

Einen positiven Impuls lieferten anfänglich noch positive Konjunkturdaten. Die Produktivität ex-Agrar legte um 0,8 Prozent im ersten Quartal zu, erwartet wurden nur 0,3 Prozent. Die Erstanträge gingen um 34.000 zurück, obwohl ein leichter Anstieg um 4.000 erwartet worden war. Zusammen mit dem ADP-Bericht vom Vortag sorgte dies für etwas Hoffnung für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag, sagte ein Händler.

Cisco hatte zwar einen bereinigten Drittquartalsgewinn von 0,30 Dollar je Aktie veröffentlicht und damit den Analystenkonsens von 0,25 Dollar übertroffen. Der IT-Konzern hat aber auch einen Umsatzrückgang um 16,6 Prozent ausgewiesen und für das laufende Quartal einen noch höheren Einbruch prognostiziert. Die Aktie sinkt um 3,4 Prozent auf 18,95 Dollar. „Aufgrund der Natur ihres Geschäfts, das so viele andere Aspekte der (Technologie-)Industrie erfasst, erachten Anleger dies als größeres Signal für die Dinge die noch kommen“, kommentierte ein Analyst die Sektorauswirkungen.

Im Dow fanden sich vor allem Technologietitel und Zykliker auf der Verliererliste: So gaben AT&T um 4,6 Prozent auf 25,45 Dollar nach und Hewlett-Packard um 5 Prozent auf 34,53 Dollar. Daneben fielen Alcoa um 6,2 Prozent auf 9,85 Dollar und Caterpillar um 5,2 Prozent auf 37,92 Dollar.

Keine guten Nachrichten gab es von General Motors (GM). Der angeschlagene Automobilhersteller hatte im ersten Quartal 2009 erneut tiefrote Zahlen geschrieben. Der Umsatz ging auf 22,4 Milliarden Dollar zurück, der Nettoverlust inklusive Sonderposten betrug 6,0 Milliarden Dollar. Dies entsprach einem Verlust je Aktie von 9,78 Dollar. Die Aktie sank um 3,6 Prozent auf 1,60 Dollar.

Anfänglich meist positive Bankentitel drehten im Verlauf ins Minus. Am Berichtstag sollen nach Börsenschluss die Ergebnisse der Stresstest bei Banken veröffentlicht werden. Bank of America hielten sich im grünen Bereich und gewannen 6,5 Prozent auf 13,51 Dollar. Citigroup verloren dagegen 1,3 Prozent auf 3,81 Dollar und J.P. Morgan 5,3 Prozent auf 35,24 Dollar.

Bankenaktien haben am Donnerstagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel teilweise kräftig zugelegt, nachdem die Stresstests für die Institute allgemein wie erwartet ausgefallen waren.

Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.

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