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Marktbericht Dax schließt nahezu unverändert

 ·  Eine erneute Straffung der Geldpolitik in China zusammen mit enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa trübten die Stimmung am Aktienmarkt zum Wochenschluss . Der Dax musste seine anfänglichen Kursgewinne bis zum Handelsende komplett abgeben.

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Der Dax hat am Freitag nach einer Berg- und Talfahrt nahezu unverändert geschlossen. Neben der Griechenlandkrise und enttäuschenden Konjunkturadten aus Europa drückten eine straffere Geldpolitik in China sowie wieder aufgeflammte Sorgen über die Staatsverschuldung des Emirats Dubai besonders am Nachmittag auf die Stimmung.

Kurz vor Handelsschluss setzte dann aber überraschend eine Erholung ein, so dass der deutsche Leitindex mit minus 0,06 Prozent auf 5.500,39 Punkten aus dem Tag ging. Er durchbrach damit seine seit vier Wochen andauernde Abwärtsbewegung und verbuchte auf Wochensicht ein Plus von 1,2 Prozent. Der TecDax schloss am Freitag mit minus 0,01 Prozent auf 780,59 Punkten ebenfalls fast unverändert. Der MDax verlor dagegen 0,70 Prozent auf 7.293,14 Zähler.

Die Standardwerte am amerikanischen Aktienmarkt haben am Freitag zum Handelsschluss leicht verloren. Ausschlaggebend waren eher schwache Konjunkturdaten. Am Montag bleibt die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen. Technologie-Aktien gingen mit einem kleinen Gewinn aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index verlor 0,44 Prozent auf 10 099,14 Punkte. Im Wochenvergleich legte der Index um 0,87 Prozent zu. Der S&P-500-Index ging um 0,27 Prozent auf 1075,51 Punkte zurück. An der Technologie-Börse Nasdaq legte der Composite-Index um 0,28 Prozent auf 2183,53 Punkte zu. Der Auswahlindex Nasdaq-100 stieg um 0,19 Prozent auf 1 779,11 Punkte.

ThyssenKrupp nach Zahlen bester Dax-Vertreter

Im Tagesverlauf sei der Markt neben der Griechenland-Sorgen vor allem davon belastet worden, dass China seiner Geldpolitik erneut Zügel angelegt habe, sagte Analyst Mark Rohles vom Marketmaker IG Markets. Zudem legte das Bruttoinlandsprodukt in den 16 Ländern der Eurozone nur um 0,1 Prozent zu. Ökonomen hatten im Mittel aber mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

Ein Händler verwies darüber hinaus noch darauf, dass auch Dubai mit seinen Finanzproblemen wieder in den Blick der Anleger gerückt sei. Die Haltung dem Emirat gegenüber habe sich verschlechtert, das Misstrauen sei wieder gewachsen. Etwas besser als erwartet ausgefallene Einzelhandelsumsätze in Amerika dagegen halfen die Verluste am Aktienmarkt zu begrenzen.

Lichtblick im Dax waren die Aktien von ThyssenKrupp nach der Vorlage von Zahlen. Der größte deutsche Stahlhersteller schaffte nach drei verlustreichen Quartalen in Folge endlich wieder die Rückkehr in die Gewinnzone. Die Aktien gewannen als Favorit im Leitindex 2,75 Prozent auf 22,960 Euro.

Die Bankenwerte hingegen litten unter den weiterhin unklaren Aussichten bei Länderrisiken, wie Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte. „Wer kann heute schon sagen, wie es mit den Problemländern Portugal, Italien, Griechenland, Spanien oder Irland weitergeht?“ Außerdem hinterließen staatliche Sparmaßnahmen Bremsspuren bei Wirtschaftswachstumsraten. „Das spricht für verstärkte Kreditabschreibungen.“ Die Titel der Deutsche Bank verloren 1,48 Prozent auf 44,04 Euro und die der Commerzbank gaben um 0,51 Prozent auf 5,623 Euro nach. Im MDax gaben die Postbank-Aktien 1,30 Prozent ab auf 22,000 Euro.

Continental-Aktien fallen in zwei Handelstagen um mehr als zehn Prozent

Um 1,72 Prozent auf 51,37 Euro ging es für die Anteilsscheine des Bauunternehmens Hochtief nach unten. Die Zahlen der australischen Tochter Leighton riefen ein geteiltes Echo hervor. Vor allem Aussagen zur Nachfrageentwicklung wurden von einigen Analysten skeptisch bewertet.

Die Titel des Autozulieferers Leoni gaben nach enttäuschenden Zahlen um 3,69 Prozent auf 14,750 Euro nach. Die Continental-Aktien fielen nach schwachen Zahlen von Michelin um 4,22 Prozent auf 32,220 Euro. Damit rutschten die Conti-Papiere des Autozulieferers in zwei Handelstagen um mehr als zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit September 2009.

Im TecDax legten die Papiere von Freenet um 2,24 Prozent auf 9,651 Euro zu, nachdem der Mobilfunkanbieter für 2010 eine beinahe doppelt so hohe Dividende in Aussicht stellte wie Analysten erwartet hatten. Die Titel des Anteilseigners Drillisch profitierten davon gleich mit und stiegen sogar um 6,58 Prozent auf 4,860 Euro.

Quelle: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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