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Marktbericht Dax schließt im Minus

21.02.2012 ·  Die deutschen Aktienmärkte haben am Dienstag an Stärke verloren. Nach der Freigabe des Hilfspakets für Griechenland kam es zu Gewinnmitnahmen.

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Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger nach der Freigabe für weitere Griechenland-Hilfen am Dienstag Gewinne mitgenommen. Nach seinen kräftigen Gewinnen vom Vortag ging der Dax 0,6 Prozent tiefer bei 6908 Punkten aus dem Handel. Im Tagesverlauf hatte sich der Leitindex dabei schwankend präsentiert: Mit in der Spitze 6971 Punkten hatte er sein bisheriges Hoch seit August überboten, war zeitweise aber auch unter die Marke von 6900 Punkte gefallen. Der M-Dax sank um 1,1 Prozent auf 10.468 Punkte. Der Tec-Dax gab um 0,9 Prozent auf 785 Punkte nach. Der marktbreite FAZ-Index verlor 0,6 Prozent und schloss bei 1538 Punkten.

Dass das Rettungsprogramm für Griechenland nun auf den Weg gebracht worden ist, sei zwar positiv, „aber nur ein Pyrrhussieg“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Er erwartet im Sommer einen kontrollierten Austritt Griechenlands aus der Eurozone und meint, dass dafür nun die Weichen gestellt und „Brandmauern“ errichtet würden. „Das Land braucht eine Perspektive, aber private Investoren fehlen zurzeit noch und solange Griechenland im Euro bleibt, werden die nicht kommen.“ Marktstratege Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG sieht die Grundtendenz beim Dax aber weiter positiv. „Die Unternehmensbilanzen sind bisher nicht schlecht und die Konjunkturbefürchtungen werden inzwischen relativiert“, sagte er.

Banken unter den Verlierern

Die am Vortag besonders starken Bankenwerte zählten zu den Verlierern im Dax: Die Titel der Deutschen Bank büßten 2,1 Prozent auf 34 Euro ein und die der Commerzbank verloren 0,6 Prozent auf 2,14 Euro. Schlusslicht waren aber die Aktien von Thyssen Krupp mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 20,8 Euro. Sie litten unter einer Abstufung durch die Experten der Schweizer Großbank UBS. Analyst Carsten Riek hält die Titel im Vergleich zu den Wettbewerberaktien für recht hoch bewertet.

Mit Fresenius Medical Care (FMC) und Fresenius rückten zudem zwei Unternehmen mit ihren Bilanzen in den Blick der Anleger. Neben leicht enttäuschenden Umsätzen wurden vor allem die Aussagen zum Ausblick als Belastung für die Aktien des Dialysespezialisten FMC angesehen. Sie gaben um 1 Prozent auf 53,2 Euro nach. Der an FMC beteiligte Medizinkonzern Fresenius erfüllte mit einem kräftigen Gewinnanstieg die Markterwartungen, doch auch hier wurde der Ausblick bemängelt. Die Papiere schlossen prozentual unverändert bei 78,4 Euro.

Aareal Bank sacken im M-Dax ab

Auch aus dem M-Dax gab es einige Zahlenvorlagen zu verarbeiten. Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank konnte zwar den Turbulenzen an den Kapitalmärkten im vergangenen Jahr trotzen und beim Gewinn kräftig zulegen, der laut Händlern „sehr zurückhaltende“ Ausblick enttäuschte aber. Zudem strich die Commerzbank ihre Kaufempfehlung für das Papier. Die Aktie sackte am Index-Ende um mehr als 9 Prozent ab.

Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag gaben trotz erreichter Rekordmarken um gut 2 Prozent nach. Verwiesen wurde hierbei auf Gewinnmitnahmen.

Amerikanische Börsen im Plus

Die amerikanischen Börsen notierten am Dienstag zum Handelsstart leicht im Plus, nachdem sie zu Wochenbeginn wegen eines Feiertags geschlossen geblieben waren. Der Dow-Jones-Index legte 0,3 Prozent zu auf 12.989 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls um 0,3 Prozent auf 1366 Punkte. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 2961 Punkte zu.

„Wir haben in letzter Zeit einen starken Markt gesehen, der schon von der Erwartung einer Einigung zu Griechenland angeschoben worden war“, sagte Andre Bakhos von Lek Securities in New York. In der Nacht zum Dienstag haben sich die Euro-Länder nach einer monatelangen Hängepartie auf Hilfen für Griechenland im Volumen von 130 Milliarden Euro verständigt.

Amerikanische Konsumwerte legen zu

Bei den Einzelwerten waren die Blicke der Anleger vor allem auf Konzerne aus der Konsumbranche gerichtet, die ihre Bilanzen vorstellten. Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart machte ausgerechnet im Weihnachtsquartal weniger Umsatz als von den Anlegern erwartet. Die Erlöse erreichten in den drei Monaten bis 27. Januar 122,3 Milliarden Dollar, die Prognosen lagen im Schnitt bei 124,2 Milliarden Dollar. Das Papier gab im Handelsverlauf 3,9 Prozent ab.

Dagegen gaben Home Depot und Kraft Foods ermutigende Zeichen aus der amerikanischen Wirtschaft, die zu zwei Dritteln von den Verbrauchern abhängig ist. Der Baumarktkette Home Depot kam das milde Winterwetter zugute, da viele Kunden im vierten Quartal ihre Frühlingseinkäufe vorzogen. Der Weltmarktführer legte sowohl bei Umsatz als auch Gewinn kräftig zu. Die Anleger honorierten dies mit Kursaufschlägen von 1,4 Prozent. Einen Gewinnsprung machte auch der Lebensmittelkonzern Kraft Foods. Die Kraft-Aktie wurde mit einem Plus von 1,7 Prozent gehandelt.

Quelle: FAZ.NET mit dpa/AFX, Reuters
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25.05.2012 17:45 Uhr
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Name Kurs Prozent
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FAZ-INDEX 1.377,69 −0,11%
TecDAX 752,47 +0,08%
MDAX 10.196,40 −0,34%
SDAX 4.817,28 +0,29%
REX 434,70 −0,15%
Eurostoxx 50 2.161,87 +0,25%
F.A.Z. EURO 69,61 +0,13%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
Nasdaq 100 2.527,05 −0,17%
S&P500 1.317,82 −0,22%
Nikkei225 8.580,39 +0,20%
EUR/USD 1,2515 −0,14%
Rohöl Brent Crude 106,90 $ +0,14%
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