17.07.2009 · Der deutsche Aktienmarkt setzt am Freitag den Aufwärtstrend der vergangenen fünf Handelstage zunächst fort und tendiert freundlich. Händler verweisen auf die positiven Kursvorgaben von den Übersee-Börsen und die „positiven Überraschungen“ von Unternehmensseite.
Nach vier Gewinntagen in Folge sind die deutschen Aktienmärkte auch mit Aufschlägen in den Wochenausklang gestartet. Der Dax übersteigt dabei erstmals seit rund fünf Wochen wieder zeitweise die Marke von 5.000 Punkten. „Zuerst Goldman Sachs und Intel, jetzt IBM und Google - die Reihe der überraschend positiven Quartalsberichte setzt sich fort. Das zwingt immer mehr institutionelle Investoren, auf den schneller werdenden Zug aufzuspringen“, sagt ein Händler. Gegen 9.40 Uhr steigt der Leitindex um 1 Prozent oder 48 Zähler auf 5.005. Im Tageshoch hatte er bereits 5.017 Punkte erreicht.
Für die gute Stimmung unter den Börsianern haben in erster Linie die Zahlenwerke der beiden Technologie-Giganten IBM und Google gesorgt. Beide Unternehmen haben die jüngste Reihe der positiven Überraschungen fortgesetzt und die Gewinnschätzungen der Analysten übertroffen. „Big Blue“ hat darüber hinaus seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Nachdem die Gewinnerwartungen seit nunmehr sechs Quartalen unter Druck gestanden hätten, zeichne sich nunmehr erstmals eine Stabilisierung ab, glaubt Aktienmarktstratege Andreas Hürkamp von der Commerzbank.
Gleichzeitig steht der Markt im Schatten des Eurex-Verfalls. Händler erwarten unter Verweis auf die offenen Positionen, dass der Dax zum Verfall bei 5.000 Punkten gedeckelt sein könnte. Weitere Impulse werden von den Geschäftszahlen von General Electric um 12.30 Uhr erwartet. Daneben legen Bank of America und Citigroup Quartalsberichte vor. Außerdem , am Nachmittag werden Zahlen zum amerikanische Immobilienmarkt veröffentlicht.
Gesucht sind angesichts der sich aufhellenden Perspektiven für Konjunktur und Unternehmensgewinne in erster Linie Zykliker und Finanzwerte. Die Aktien der Deutsche Börse rücken um 2,5 Prozent auf 57,90 Euro vor, die Werte der Hannover Rück steigen um 1,8 Prozent auf 25,83 Euro. Für Deutsche-Bank-Aktien geht es um 1,1 Prozent auf 48,50 Euro nach oben, nachdem die UBS die Aktie auf seine Liste der „Key Calls“ genommen hat.
Für BMW-Aktien geht es um 1,8 Prozent auf 29 Euro nach oben. Nomura hat die Einstufung auf „Neutral“ von „Reduce“ angehoben und das Kursziel auf 31 Euro von 26 Euro erhöht. Bayer verteuern sich um 1,4 Prozent auf 37,88 Euro. Die gute Stimmung im Technologiesektor zieht SAP um 1,7 Prozent auf 30,39 Euro nach oben.
Am anderen Ende des Index fallen die Aktien von K+S um 1,3 Prozent auf 38,37 Euro zurück. Laut Wettbewerber Potash sind die Lagervorräte für Kali im Juni weiter gestiegen und betragen nunmehr 115 Prozent des Durchschnittbestands der vergangenen 5 Jahre. „Das deutet nicht auf ein Ende des Preisdrucks hin“, sagt ein Händler.
Die Metropapiere stehen mit Prognosen zum Cash-and-Carry-Geschäft im Blick des Markts. Das Unternehmen rechnet mit einem Ende der Talfahrt. Heino Ruland von Ruland Research beurteilt die Entwicklung allerdings eher negativ. Dies zeige der Ausblick auf das Ebit von 130 Millionen bis 150 Millionen Euro im Jahr 2012. „Das ist nichts anderes als das Einsparvolumen“, so Ruland. Metro will 150 Millionen Euro einsparen, unter anderem mit dem Streichen von 1.340 Stellen. Für Metro geht es um 0,2 Prozent auf 37,79 Euro nach unten.
In der zweiten Reihe klettert der MDax um 0,6 Prozent oder 33 Punkte auf 5.906, der TecDax legt um 1,2 Prozent oder 8 Zähler auf 656 zu. Arcandor verlieren 6,3 Prozent auf 0,45 Euro. Der Generalbevollmächtigte Horst Piepenburg hat überraschend sein Amt niedergelegt. Piepenburg begründete seine Entscheidung damit, dass eine Eigenverwaltung nur mit Unterstützung der Gesellschafter erfolgreich sein könne. Diese Unterstützung des Großaktionärs Sal. Oppenheim gebe es heute positiv nicht.
Die Aktien von Carl Zeiss Meditec legen um 5,8 Prozent auf 10,68 Euro zu. Das Unternehmen erwartet trotz des schwierigen Umfelds für dieses Jahr ein Umsatzplus von mindestens 5 Prozent. „Nachdem bisher kein Ausblick gegeben wurde, ist das sicher positiv zu werten“ sagt ein Händler. Infineonaktien profitieren weiter von den am Vortag überraschend vorgelegten Eckdaten zum dritten Geschäftsquartal und steigen um 1,7 Prozent auf 3,56 Euro.
Renten-Futures stagnieren zum Handelsauftakt
Die Renten-Futures treten am Freitag im frühen Eurex-Handel auf der Stelle. Gegen 8.27 Uhr MESZ gibt der marktführende September-Kontrakt auf den Bund um 2 Ticks auf 121,70 Prozent nach. Das Tageshoch liegt bei 121,75 Prozent und das Tagestief bei 121,65 Prozent. Umgesetzt wurden bislang rund 10.000 Kontrakte. Der BOBL-Future verliert 5 Ticks auf 116,02 Prozent. „Die Stimmung am Rentenmarkt bleibt trotz der gestrigen Erholung getrübt“, so die Helaba in einem Marktkommentar. Der Bund-Future war am Donnerstag um 65 Ticks auf 121,72 Prozent gestiegen. Für die gedrückte Stimmung an den Märkten für Staatsanleihen verantwortlich sei die wieder steigende Risikofreudigkeit der Marktteilnehmer. Diese kommen unter anderem in freundlichen Aktiennotierungen zum Ausdruck. Das technische Bild des Bund-Futures habe sich trotz der Erholung am Vortag verschlechtert. Zwar sei der Kontrakt über die jüngst unterschrittene 200-Tage-Linie gestiegen, es dominiere aber dennoch die Gefahr eines erneuten Kursrückgangs. Unterstützungen lägen bei 120,97 Prozent und bei 120,59 Prozent. Auf Widerstand treffe der Bund-Future bei 121,88 Prozent und 122,05 Prozent.
Devisen: Euro hält sich über 1,41 Dollar - Experten erwarten ruhigen Handel
Der Euro hat die starken Kursgewinne der vergangenen Handelstage auch am Freitag halten können. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung weiter über der Marke von 1,41 amerikanische Dollar. Mit der rasanten Erholung der Aktienbörsen sei die Risikobereitschaft der Anleger auch an den Devisenmärkten gestiegen, hieß es von Händlern. Das habe auch dem Euro im Verlauf der Woche Auftrieb verliehen. Im frühen Handel notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,4117 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7081 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,4130 (Mittwoch: 1,4089) Dollar festgesetzt. Kurz vor dem Wochenende rechnen Experten mit wenig Bewegung an den Devisenmärkten. Mit Blick auf die zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten „bleibt es heute vergleichsweise ruhig“, sagte der Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Erst am Nachmittag dürften die jüngsten Daten vom amerikanische Immobilienmarkt das Interesse der Anleger wecken. „Ob diese allerdings in der Lage sein werden, einen Stimmungsumschwung an den Märkten herbeizuführen, ist fraglich.“
Japans Börsen schließen freundlich
Die Börsen in Fernost haben am Freitag überwiegend Gewinne verzeichnet. Sorgen über die Anschlagsserie in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mit mehreren Toten und Dutzenden Verletzten hielten die Aufschläge jedoch in Grenzen. In Tokio schürten die positiv interpretierten, jedoch aufgrund der gelockerten Bilanzierungsrichtlinien mit Vorsicht zu genießenden, Zahlen der amerikanischen Bank JPMorgan Hoffnungen auf einen positiven Verlauf der Berichtssaison. Hier bremste die anhaltend unsichere innenpolitische Lage den Nikkei jedoch ab. Zudem lastete ein Kurssturz beim Elektronikriesen NEC auf dem Markt. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit einem Plus von 0,6 bei 9.395 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,7 Prozent auf 878 Zähler. „Im Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist der japanische Markt zwar fest, aber noch immer recht schwach. Das liegt vor allem an der politischen Lage, die Investoren abschreckt, und am Drang der einheimischen Firmen, sich Geldmittel zu beschaffen“, sagte Chef-Stratege Soichiro Monji von Daiwa Securities. „Aber alles in allem ist das Schlimmste für den Markt vorbei. Falls die Berichtssaison in Japan, die gegen Ende kommender Woche Fahrt aufnimmt, Mut macht, werden die institutionellen Anleger wahrscheinlich ihre „Abwarten und Tee trinken“-Haltung hinter sich lassen und sich bewegen.“ Ein Zeitungsbericht schob die Nissan-Aktie um 2,5 Prozent an. Laut „Nikkei“ plant der Autobauer die Entwicklung einer eigenen Hybrid-Antriebstechnik für Klein- und Mittelklassewagen. Die Markteinführung eines Nissan-Hybrid sei für 2011 geplant. Zu den großen Verlierern gehörte NEC. Kreisen zufolge erwägt der Konzern eine Kapitalerhöhung von etwa 2,1 Milliarden Dollar. Viele Investoren befürchten, dass dies ihre Anteile verwässern könnte, und trennten sich von den Papieren. NEC-Titel verloren 8,9 Prozent. Japanische Unternehmen haben in der ersten Jahreshälfte 17,4 Milliarden Dollar an neuen Aktien ausgegeben. Das ist fünfmal mehr als im Vorjahr.
Aktien in Hongkong tendieren am Mittag fest
Die Börse in Hongkong wird am Freitag weiter von dem am Vortag veröffentlichten unerwartet hohen chinesischen Wirtschaftswachstum angetrieben und zeigt sich am Mittag (Ortszeit) fest. Der Hang-Seng-Index steigt um 1,4 Prozent auf 18.622 Punkte. Das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im zweiten Quartal um 7,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Taifook kommentiert, dass die veröffentlichten Daten insgesamt zeigten, dass China sich als erste der großen Volkswirtschaften von dem weltweiten Konjunkturabschwung erhole. Besonders für Werte mit China-Bezug geht es aufwärts. Tencent führen mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 96,10 Hongkong-Dollar die Standardwerte an. China Unicom steigen um 3,2 Prozent auf 10,88 Hongkong-Dollar und China Shenhua um 3,1 Prozent auf 27,95 Hongkong-Dollar.
Aktien zeigen sich in Singapur am Mittag unverändert
Die Börse in Singapur folgt am Freitag nicht dem Aufwärtstrend in der Region und zeigt sich am Mittag (Ortszeit) unverändert. Die Bombenexplosionen in Jakarta belasteten das Sentiment etwas, heißt es. Der Straits-Times-Index verliert 1 Punkt auf 2.400. Bei Explosionen in zwei Luxushotels in der indonesischen Hauptstadt sind Polizeiangaben zufolge mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Ein Analyst von Phillip Securities sagte, dass die jüngste Rally recht rapide gewesen sei und nun Gewinnmitnahmen aufkämen. Die zyklischen Immobilien- und Rohstoffwerte entwickeln sich überdurchschnittlich. Golden Agri steigen um 3 Prozent auf 0,34 Singapur-Dollar und CapitaLand um 0,8 Prozent auf 3,65 Singapur-Dollar.
Neuigkeiten und Kursgewegungen an Börsenschluss an der Wall Street
Die Kurse an der Wall Street konsolidierten am Donnerstag nach Börsenschluss. Der Nasdaq 100 After Hours Index verlor 4,8 Punkte auf 1.514,07 Punkte.
Nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte sind die Aktien von IBM am Donnerstagabend im nachbörslichen amerikanische Handel gestiegen und die von Google gefallen. IBM-Papiere legten um 1,7 Prozent auf 112,59 Dollar zu. Der IT-Konzern hatte für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg um 12 Prozent vermeldet, da eine Margenausdehnung niedrigere Umsätze überkompensierte. Zudem hob das Unternehmen seien Prognose für das laufende Jahr an. Die Papiere von Google sanken dagegen um 3,3 Prozent auf 427,61 Dollar. Der Suchmaschinenanbieter hatte für das vergangene Quartal einen Anstieg des Ergebnisses je Aktie ohne Sonderposten von 5,36 Dollar vermeldet, während Analysten im Mittel mit lediglich 5,09 Dollar gerechnet hatten. Auch der Nettoumsatz war höher als geschätzt. Das Wachstum schwächte sich jedoch ab und die Zahl der Klicks auf bezahlte Werbung sank.
Wall Street schließt freundlich
Die amerikanischen Börsen haben am Donnerstag nach einer Schlussrally fester als am Vortag geschlossen. Positive Aussagen eines prominenten Ökonomen zum Konjunkturverlauf hatten den Kursen im späten Geschäft neuen Schwung verliehen. Der Dow-Jones-Index der 30 Industriewerte kletterte um 1,1 Prozent oder 96 Punkte auf 8.712. Der S&P-500-Index legte um 0,9 Prozent oder 8 Zähler auf 941 zu und der Nasdaq-Composite gewann 1,2 Prozent oder 22 Punkte auf 1.885. Umgesetzt wurden 1,18 (Mittwoch: 1,37) Milliarden Stück. Dabei standen 2.077 Kursgewinnern 875 Verlierer gegenüber, 124 Titel schlossen unverändert.
Der prominente und angesehene Volkswirt Nouriel Roubini riss den Aktienmarkt am Abend aus seiner Lethargie. Der Ökonom hob seine Konjunkturprognose an. Auf einer Investorenkonferenz sagte der Hochschullehrer das mögliche Ende der Rezession bis zum Jahresende voraus. Roubini erlangte weltweit einen legendären Ruf, weil er als erster Ökonom die Finanzkrise prophezeite - Jahre vor ihrem Ausbruch.
„Anleger positionieren sich für ein stärkeres Engagement in Aktien. Denn die Berichtsperiode läuft besser als erwartet“, sagte Marktstratege Fred Dickson von D.A. Davidson. Allerdings belastete laut Händlern eine mögliche Insolvenz der CIT Group insbesondere den Finanzsektor und bremste auch den Gesamtmarkt. Der angeschlagene Mittelstandsfinanzierer sieht keine Hoffnung mehr, kurzfristig staatliche Unterstützung zu erhalten. Die Aktie brach daraufhin um 75,2 Prozent auf 0,41 Dollar ein und zog auch die übrigen Sektorwerte mit nach unten. Selbst der positive Geschäftsausweis von J.P. Morgan habe dem Sektor unter diesen Umständen wenig geholfen, hieß es im Handel.
„Die CIT-Mitteilung unterstreicht, wie politisch unpopulär Staatshilfen für die Wall Street geworden sind. Die gute Nachricht ist, dass viele Finanzunternehmen mittlerweile ohne auskommen“, sagte ein Portfoliomanager mit Blick auf die Abschläge im Finanzsektor. Etwas Rückenwind erhielten die amerikanische Börsen vom Arbeitsmarkt. Im Rahmen der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung wurde für den gleitenden Vierwochendurchschnitt das niedrigste Niveau seit Ende Januar gemeldet. Der Philadelphia Fed Index ist im Juli dagegen etwas niedriger als erwartet ausgefallen. Allerdings vermittelten die Einzelkomponenten ein uneinheitliches Bild, meinte ein Volkswirt. So habe die Auftragskomponente noch ein Stück näher an die Nulllinie heranrücken können. Damit bleibe ein Aufwärtstrend nach wie vor erkennbar.
Die Aktien von J.P. Morgan gaben um 0,4 Prozent auf 36,13 Dollar nach. Die Investmentbank hat im zweiten Quartal einen besser als erwartet ausgefallenen Gewinn bekannt gegeben. Händler begründeten die Abschläge neben den Schlagzeilen um CIT auch mit dem vorangegangenen Anstieg der Aktie. Zudem habe Goldman Sachs mit den hervorragenden Quartalszahlen für eine hohe Erwartungshaltung gesorgt. Auch die Risikovorsorge sei sehr hoch und deute auf die Gefahr hoher Kreditausfälle hin, hieß es weiter. Bank of America verloren 1,9 Prozent auf 13,17 Dollar und Citigroup 4,4 Prozent auf 3,03 Dollar.
Gegen den Sektortrend stiegen die Papiere von American Express als Tagessieger unter den Standardwerten um 3,9 Prozent auf 28,28 Dollar. Vor dem nachbörslich erwarteten Geschäftsausweis von IBM zog die Aktie um 3,2 Prozent auf 110,64 Dollar an. Auch Google veröffentlichte nach der Schlussglocke Zahlen. Im regulären Handel erhöhte sich der Kurs um 1 Prozent auf 442,60 Dollar.
Die Aktien des Düngemittelunternehmens Mosaic reagierten mit einem Aufschlag von 12,2 Prozent auf 49,98 Dollar auf Gerüchte, Vale wolle das Unternehmen übernehmen. Der brasilianische Konzern wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Aus dem Technologiebereich gab es dagegen Enttäuschungen. Die Aktien von Xilinx und Cintas reagierten mit Abschlägen auf die Quartalsberichte der Unternehmen. Die Anteilsscheine Xilinx fielen um 1,9 Prozent auf 20,26 Dollar, Cintas gaben 2,5 Prozent auf 22,54 Dollar nach. Die Papiere von Biogen Idec verteuerten sich nach Vorlage des Geschäftsausweises dagegen um 0,9 Prozent auf 47,10 Dollar.
Amerikanische Anleihen tendieren im späten Handel freundlich
Nach der Talfahrt des Vortages sind die Notierungen der amerikanische Staatsanleihen am Donnerstag auf Erholungskurs gegangen. Im späten New Yorker Handel präsentierten sich die amerikanischen Anleihen freundlich, damit aber deutlich unter den Tageshochs. Mit der Schlussrally am Aktienmarkt seien die Notierungen der Rentenpapiere etwas zurückgekommen, hieß es. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,125 Prozent stiegen um 9/32 auf 96-11/32 und rentierten mit 3,571 Prozent. Die mit 4,250 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe gewann 21/32 auf 96-23/32, ihre Rendite sank von 4,49 auf 4,448 Prozent.
„In den vergangenen zwei Tagen machte der Aktienmarkt einen großen Satz nach vorne. Dies ließ einige Anleger vermuten, mit dem Anleihemarkt werde es weiter bergab gehen. Aber worauf basierten diese Überlegungen? Niemand kann sich gegen die fundamental wirtschaftliche Situation stemmen, denn die ist noch immer schwach“, sagte Rentenstratege George Goncalves von Cantor Fitzgerald.
Die Quartalszahlen von J.P. Morgan seien auch nur auf den ersten Blick positiv, hieß es von anderer Seite aus dem Handel. Händler verwiesen auf die Schwäche bei Kreditgeschäft und Handelsumsatz sowie auf bestimmte Wertpapiere, die sich sehr schlecht entwickelt hätten. Zudem sei das Thema CIT Group wieder auf die Tagesordnung gerückt. Die amerikanische Regierung hat weitere Finanzhilfen für die angeschlagene Mittelstandsbank abgelehnt. CIT schloss eine Insolvenz nicht mehr ausdrücklich aus.
Unterstützung erhielten die Festverzinslichen auch konjunkturseitig. Der von der amerikanischen Notenbank von Philadelphia berechnete Diffusionsindex für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region ist im Juli stärker als erwartet gefallen und trieb die amerikanische Anleihen deutlich nach oben. Auch die Daten zum Arbeitsmarkt halfen dem Rentenmarkt. So ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der amerikanische Arbeitslosenversicherung in der Woche zum 11. Juli saisonbereinigt um 47.000 gefallen. Volkswirte hatten einen etwas stärkeren Rückgang um 52.000 erwartet.
Lateinamerikanische Börsen weiter im Plus
Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben am Donnerstag erneut Gewinne verzeichnet. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires stieg der Merval-Index um 22,53 Zähler oder 1,40 Prozent auf 1626,34 Punkte. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt legte ebenfalls zu und stieg um 399,23 Zähler (1,58 Prozent) auf 25 735,56 Punkte. Im brasilianischen Sao Paulo stieg der Bovespa-Index 621,54 Zähler (1,21 Prozent) auf 51 918,20 Punkte.
Ölpreise weiter deutlich über 60 Dollar
Die Ölpreise haben sich am Freitag nach tagelangen Kursgewinnen an den Aktienmärkten und einer wachsenden Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft deutlich über der Marke von 60 Dollar gehalten. Nach einer rasanten Talfahrt in der vergangenen Woche hätten sich die Ölpreise in den vergangenen Handelstagen wieder stabilisieren können, hieß es von Händlern. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im August 61,61 Dollar und damit 41 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent fiel am Morgen ebenfalls leicht zurück. In London kostete ein Fass 63,25 Dollar und damit 50 Cent weniger als am Vortag. An den Ölmärkten gibt es nach Einschätzung des Rohstoffexperten Victor Shum vom Handelshaus Purvin & Gertz derzeit zwei Gruppen von Anlegern. Auf der einen Seite gebe es die Investoren, die eine Erholung der Weltwirtschaft und damit eine höhere Ölnachfrage erwarten. Andererseits fürchteten die übrigen Anleger in den kommenden Monaten ein starkes Überangebot an Rohöl auf den Weltmärkten. Experte Shum rechnet daher in den kommenden Handelstagen mit Preisschwankungen an den Ölmärkten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |