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Marktbericht Börsen zeigen sich leicht positiv

Am Tag vor der nächsten Geldspritze der EZB tendieren die Aktienmärkte etwas freundlicher. Und Italien kann sich weiter günstiger Geld leihen.

© F.A.Z.

Die europäischen Börsen haben am Tag vor der nächsten Dreijahres-Geldspritze durch die Europäische Zentralbank gut behauptet tendiert. Wichtige Aktienindizes wie der Euro Stoxx 50, der die 50 wichtigsten Unternehmen des Euroraums abbildet, der Dax oder der marktbreite F.A.Z.-Index bewegten sich leicht über dem Schlussstand des Vortages. Am Mittwoch wird die Europäische Zentralbank zum zweiten Mal für drei Jahre zum Leitzins soviel Geld an die Geschäftsbanken ausreichen wie von diesen gewünscht. Während des ersten Dreijahrestenders Anfang Dezember vergab sie dabei rund 490 Milliarden Euro.

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Bewegung gab es dafür auf Einzeltitelebene. Die Aktien des Solarunternnehmens Q-Cells verzeichnen Kursgewinnen von bis zu 13 Prozent, nachdem die Gläubiger des um sein Überleben kämpfenden Unternehmens einen Zahlungsaufschub gewährt haben. Die Titel gehörten am Dienstag zu den besten Werte im 100 Aktien umfassenden F.A.Z.-Index. Um rund 5 Prozent legte der Kurs des Zulieferes in der Halbleiterindustrie, Aixtron, zu - die Aktie verlor allerdings am Vortag ebenso stark, nachdem die Analysten der Deutschen Bank ihre Vorhersage für das Geschäftsergebnis in dieesem Jahr verringert hatten.

Griechenland-Herabstufung wurde erwartet

Wenig Spuren hinterließ am Markt die Entscheidung der amerikanischen Rating-Agentur Standard & Poor’s, die am Montagabend nach Börsenschluss an Wall Street die Kreditnote Griechenlands auf teilweisen Zahlungsausfall (“selective default“) herabgestuft hatte. Der Schritt wurde damit begründet, dass das Parlament in Athen Ende der vergangenen Woche beschlossen hatte, rückwirkend Bedingungen in die Staatsanleihekonditionen aufzunehmen, nach denen ein Schuldenschnitt auch erzwungen werden kann. Standard & Poor’s machte - wie am Markt erwartet - jedoch auch klar, dass die Herabstufung nur vorübergehend sein wird, weil sich nach dem geplanten Anleihetausch die Schuldenlast des südeuropäischen Landes ja substantiell verringert haben wird. 

An den europäischen Staatsanleihemärkten legten die Kurse überwiegend zu. Italienische Staatsanleihen mit  zehn Jahren Laufzeit rentierten mit 5,3 Prozent etwas niedriger als am Tag zuvor. Erfreulich wurde von Anlegern aufgenommen, dass das Schatzamt in Rom wie geplant neue Anleihen mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren plazieren konnte. Im zehnjährigen Bereich lieh sich die drittgrößte Volkswirtschaft des Euroraums insgesamt 3,75 Milliarden Euro und zahlte dafür eine durchschnittliche Verzinsung von 5,5 Prozent - das letzte Mal waren es noch mehr als 6 Prozent gewesen. Um sich 2,5 Milliarden Euro für fünf Jahren zu leihen, musste das Land eine Durchschnittsverzinsung von 4,19 Prozent bieten, was um einen ganzen Prozentpunkt unter dem Niveau der letzten entsprechenden Auktion lag.

Der Kurs des Euro blieb mit rund 1,34 Dollar gegenüber dem Vortag kaum verändert. Ein Fass Öl (159 Liter) der Sorte Brent kostete gut 123 Dollar.

Quelle: FAZ.NET

 
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