http://www.faz.net/-gv6-9flun

Weg für Fusion womöglich frei : Linde-Aktie kann Rekordhoch nicht halten

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Was lange währt, wird hoffentlich einmal gut: Die Fusion von Linde und der amerikanischen Praxair scheint vonstatten gehen zu können. Doch der starke Kursanstieg bleibt Episode.

          Wenn auch der Horror gesenkter Prognosen einige Aktien am Donnerstag im Würgegriff hat, so war an der Börse nicht alles schlecht. Der am Mittwoch stark gefallene Kurs des Spezialchemie-Unternehmens Alzchem stieg deutlich und auch der Aktienkurs des Gaseherstellers Linde legte zeitweilig um 7 Prozent auf ein Rekordhoch von 222 Euro zu. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um die zum Umtausch eingereichten Aktien, während die alte Linde-Aktie mit einem kleineren Aufschlag von auskommen musste.

          Offenbar scheinen nun auch die amerikanischen Wettbewerbshüter grünes Licht für eine Fusion mit dem Konkurrenten Praxair zu geben. Laut dem „Manager Magazin“ gab die Wettbewerbsbehörde FTC eine mündliche Zusage. Eine Quelle dafür nannte das Magazin nicht.

          Erst vor zwei Tagen hatte Linde selbst darüber informiert, dass man sich Anfang Oktober mit der Federal Trade Commission (FTC) auf Arbeitsebene zu den erforderlichen Veräußerungen von Geschäftsteilen abgestimmt und das Zusagenpaket den Entscheidern der FTC vorgelegt habe.

          LINDE PLC EO 0,001

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Die Zustimmung der Amerikaner galt bis zuletzt als unsicheres Zünglein an der Waage. Um Bedenken zu zerstreuen, hatte man sich im Vormonat mit einem Konsortium aus dem deutschen Industriegasehersteller Messer und dem Finanzinvestor CVC Capital Partners auf eine Übernahme weiterer Geschäftsteile verständigt.

          Für eine Zustimmung der Amerikaner wird es höchste Zeit. Denn laut Wertpapiergesetz muss die Fusion Mitte der kommenden Woche abgeschlossen sein. Linde und Praxair wollen sich zum größten Industriegasehersteller der Welt zusammenschließen. Mit 80.000 Mitarbeitern und rund 28 Milliarden Euro Jahresumsatz würden sie ein Viertel des Weltmarkts beherrschen.

          Am Ende des Tages kam jedoch eine kleine Enttäuschung. Aus gut informierten Kreisen verlautete, Linde habe von der Behörde noch keine Entscheidung mitgeteilt bekommen. Und so gab die Notierung einen Teil der Gewinne wieder ab. Am Ende schloss sie 2,75 Prozent höher bei 213,20 Euro - ohne Rekordhoch. Die herkömmliche Linde-Aktie plazierte sich mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent auch nur unter „Ferner liefen“.

          Weitere Themen

          Wie der Bitcoin Nvdia abstürzen lässt

          Nächster Tech-Wert bricht ein : Wie der Bitcoin Nvdia abstürzen lässt

          Anleger fliehen seit Wochen in Scharen aus den amerikanischen Tech-Werten. Nun erwischt es den Chiphersteller Nvidia. Die Enttäuschung ist groß, der Aktienkurs verliert zeitweise über 17 Prozent. Einen Teil der Schuld tragen Kryptoanlagen wie der Bitcoin.

          Topmeldungen

          Panne bei Hessenwahl : „Fehler können passieren“

          Für den hessischen Landeswahlleiter ist der Rummel um Tausende falsch ausgezählte Stimmen am Wahlabend in Hessen unverständlich. Fehler seien normal, müssten aber korrigiert werden. Und er hat Verbesserungsvorschläge.
          Angela Merkel in Chemnitz

          Merkel in Chemnitz : „Nicht von denen die Tagesordnung vorgeben lassen“

          Bei ihrem Besuch in Chemnitz will Angela Merkel ein anderes Bild der sächsischen Stadt zeigen. Es sei schrecklich, dass ein Mensch gestorben sei, sagt die Kanzlerin. Das aber rechtfertige nicht, selbst Straftaten zu begehen.

          Richter urteilt gegen Trump : Jim Acosta kehrt ins Weiße Haus zurück

          Ein Bundesrichter zeigt Donald Trump die rote Karte und hebt die Verbannung des CNN-Reporters Jim Acosta aus dem Weißen Haus auf. Acostas Suspendierung sei „mysteriös“, so der Richter. Die Presse feiert einen Sieg.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.