http://www.faz.net/-gv6-8ws7u

Kommentar : Wirrwarr aus Kalkül

Einige Banken verlangen mittlerweile sogar Geld fürs Geldabheben. Bild: dpa

Banken und ihre Aufseher versuchen uns einzureden, es könne keine kostenlosen Konten mehr geben. Von wegen!

          Die Agitation der Banken und ihrer Aufseher trägt Früchte. Ein kostenloses Konto erwarten inzwischen nur noch wenige Kunden. Dass es Anbieter wie die ING Diba, DKB oder Santander gibt, die wegen ihrer geringen Kosten ihren Kunden wichtige Dienstleistungen weiterhin kostenlos anbieten, verdient aber der Erwähnung.

          Einige Sparkassen leisten sich lieber üppige Vorstandsgehälter und kassieren ihre Kunden beim Abheben am eigenen Geldautomaten ab. Genauso ärgerlich sind die oft unübersichtlichen Gebührenmodelle. Einmal bleiben nur wenige Abhebungen am Automaten kostenfrei, ein anderes Mal gehen Online-Überweisungen ins Geld.

          Auch hier sollten deutsche Institute in das Ausland blicken, wo Banken sich bemühen, ihren Kunden einfache und zeitsparende Bankgeschäfte zu ermöglichen. Dazu passt eine günstige Monatsgebühr für ein abgespecktes Angebot, zu dem Online-Überweisungen und Abhebungen am Automaten gehören.

          Doch einige Banken und Sparkassen wollen mit einem Gebührendschungel den Vergleich mit Wettbewerbern erschweren. Das Wirrwarr aus Kalkül können die Kunden bestrafen, wenn sie das Institut wechseln.

          Weitere Themen

          Chinas Antwort auf Paypal

          Bezahlsystem : Chinas Antwort auf Paypal

          Hunderte Millionen Chinesen zahlen mit der Smartphone-App Alipay. Ginge sein Betreiber Ant Financial – zu Deutsch: Finanzameise – an die Börse, wäre er so viel wert wie Goldman Sachs.

          Topmeldungen

          Brisanter Brief : Der Aufstand der Brexit-Hardliner

          Britische Abgeordnete verlangen von Regierungschefin Theresa May eine schnelle und klare Trennung von der EU. Für May sind die Forderungen prekär – nicht nur weil die Gruppe groß genug ist, um ihre Regierung zu Fall zu bringen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.