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Sonntag, 19. Februar 2012
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Kommentar Wer kauft Tom Tom?

25.02.2009 ·  Die niedrige Bewertung des Herstellers von Navigationsgeräten und digitalen Landkarten macht ihn unweigerlich zum Übernahmekandidaten. Google und Microsoft sind ernste Kandidaten.

Von Johannes Winkelhage
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Warum sollte es Tom Tom anders ergehen als anderen Unternehmen? Zum aktuellen Aktienkurs wird der Hersteller von Navigationsgeräten an der Börse nur noch mit knapp 360 Millionen Euro bewertet. Das könnten eine ganze Menge Unternehmen aus der Portokasse bezahlen.

Dabei wären nicht an erster Stelle Tom Toms Navigationssysteme interessant. Es ginge um Teleatlas - einen von zwei Herstellern digitaler Landkarten. Dafür hat Tom Tom noch im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro gezahlt. Kurz zuvor hatte sich der Handyhersteller Nokia den zweiten Kartenanbieter Navteq gesichert - für mehr als 5 Milliarden Euro.

Jetzt bauen die Finnen rund um die digitale Karte ihr Diensteangebot. Dabei tritt der strategische Wert, den diese Karte weit jenseits banaler Navigation haben kann, immer deutlicher zutage. Die Karte bietet Orientierung jeglicher Art in der mobilen Welt. Wo bin ich? Wo sind meine Freunde? Wie finden wir zueinander? Nokia positioniert sich damit gegen Google, Microsoft und Apple. Daher liegt es nahe, dass sich zumindest Google und Microsoft derzeit Tom Tom und die Teleatlas-Karte anschauen dürften. Nie war die Karte so wertvoll wie heute - und so billig zu haben.

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