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Kommentar Das ist nicht lustig

24.08.2009 ·  Peter Lustig, Michelle, Gunter Gabriel: Sie alle haben eines gemeinsam - den finanziellen Schiffbruch. Das zeigt, wie es in Deutschland um die finanzielle Bildung bestellt ist.

Von Hanno Beck
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Das ist nicht lustig: Nach Recherchen von Deutschlands Boulevardblatt Nummer eins ist dem Moderator Peter Lustig, Held vieler unserer Kindertage, die finanzielle Puste ausgegangen. Der Ex-“Löwenzahn“-Moderator muss Berichten zufolge sein reetgedecktes Haus verkaufen, weil er sich den Unterhalt nicht mehr leisten kann. „Ich habe immer mit vollen Händen ausgegeben, für teure Reisen und Motorräder“, antwortet er auf die Frage, was mit den ganzen Einnahmen aus Moderationen, Hörbuch- und Kinderbuch-Verkäufen geschehen sei. Viele Verträge, die er unterschrieben habe, habe er nicht einmal gekannt, sondern sich stattdessen auf seine Berater und Geschäftspartner verlassen.

Promis pleite

Peter Lustig ist nicht der einzige Bewohner des Blätterwald-Boulevards, der laut Medienberichten in finanzielle Schieflage gerutscht ist: So lebe Schlagerprinzessin Michelle (“Wehe, wenn ich weine“) von derzeit 989 Euro pro Monat - plus Kindergeld, Fernsehstar Horst Janson (“Der Bastian“) habe auf zwei Häuser als Altersvorsorge gesetzt - und verloren.

Und der redliche Schlagersänger Gunter Gabriel hat sich hart von einem Schuldenberg von 500.000 Euro heruntergearbeitet. Dass der Sänger, dessen Stück „Hey Boss, ich brauch mehr Geld“ heute in einem ganz anderen Licht erscheint, das Geld versoffen oder für, ahem, frivole weibliche Gesellschaft ausgegeben habe, sei „Blödsinn“, betont er.

Wer sich nicht selbst kümmert, lernt nichts über Finanzen

Die Liste der Promis ließe sich fortsetzen, und sie verdeutlicht, dass niemand von dem Pleitegeier verschont wird, egal, wie prominent und erfolgreich. Welche Gründe für den Finanz-Gau ins Feld geführt werden - letztlich basieren sie auf einem Problem: Wer sich in Deutschland nicht selbst kümmert, kann durchs komplette Ausbildungsleben marschieren, ohne jemals etwas über Finanzangelegenheiten gelernt zu haben. Viele Pleiten - und nicht nur die der Promis - ließen sich vermeiden, wenn in den Schulen wenigstens das kleine Finanz-Abc gelehrt würde. Vielleicht wäre das ja eine Aufgabe für Peter Lustig?

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