http://www.faz.net/-gv6-8x1bs

Wirtschaft nimmt Fahrt auf : IWF bescheinigt Finanzmärkten mehr Stabilität

  • Aktualisiert am

Die Ertragskraft der Banken müsse gestärkt werden, schreibt der IWF. Wie das wohl in den Frankfurter Bankentürmen ankommt? Bild: dpa

Der Internationale Währungsfonds gibt sich optimistisch mit Blick auf die Finanzmärkte. Doch nicht nur Trumps Pläne bereiten dem IWF Sorgen. Auch in Europa sieht der Fonds Gefahren.

          Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält die Finanzmärkte in aller Welt für stabiler als zuvor. Die wirtschaftliche Entwicklung habe Fahrt aufgenommen, während die weiterhin konjunkturstützende Geld- und Fiskalpolitik die Hoffnung auf eine steigende Inflation schüre, schreibt der IWF in seinem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht. Gefahren sieht der Währungsfonds vor allem im politischen Bereich.

          Positiv wirkten sich die zuletzt gestiegenen Langfristzinsen aus, schreibt der Fonds. Diese stützten die Gewinne von Banken und Versicherungsunternehmen. Der Anstieg vieler Vermögenspreise unterstreiche den optimistischen Ausblick. Vor allem die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten profitierten von den Versprechen der neuen Regierung. Der IWF verweist auf die erwarteten Steuerreformen, steigende Infrastrukturausgaben und einen Abbau von Regulierungen.

          IWF warnt vor zu viel Deregulierung

          Allerdings könnte die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auch zu einem Risiko für die Finanzstabilität werden. Die versprochene Steuerreform und die Deregulierungen würden möglicherweise zu steigenden Risikoprämien und einer erhöhten Schwankungsanfälligkeit an den Finanzmärkten führen, so der IWF. Der IWF warnt daher vor einer bedeutsamen Rücknahme der Regulierungen im Finanzsektor.

          Auch in Europa stellten politische Spannungen eine Gefahr dar. Zudem gebe es weiterhin Schwierigkeiten im europäischen Bankensystem. Die Ertragskraft der Banken müsse gestärkt werden.

          Wachsende Gefahren für die Finanzmarktstabilität sieht der IWF auch in China. Die Kreditvergabe steige hier weiterhin stark. Die Bilanzsumme der Banken übertreffe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mehr als das dreifache. Die jüngsten Turbulenzen im chinesischen Geldmarkt zeigten seine Verwundbarkeit.

          Quelle: schä./bfch./dpa

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Umgang mit Hinterbliebenen : Fehler? Ich doch nicht!

          Donald Trump wurde wieder einmal bei einer Unwahrheit ertappt. Diesmal versuchte das Weiße Haus, seine Aussage im Nachhinein wahr zu machen. Die Debatte um Kondolenzanrufe geht jedoch nicht nur dadurch immer weiter.
          Auf Benzin fallen an der Tankstelle weniger Steuern an als auf Diesel.

          F.A.S. exklusiv : Der Diesel verliert seine Freunde

          Nur noch jeder Dritte ist dafür, den Antrieb an der Tankstelle weiterhin steuerlich zu begünstigen, heißt es in einer neuen ADAC-Umfrage. Die Prioritäten verschieben sich hin zu anderen Verkehrsmitteln.
          Hier gibt ein Dolmetscher des Bamf zu Testzwecken eine arabische Sprachprobe ab.

          F.A.Z. exklusiv : Wenn der Dialekt die wahre Herkunft verrät

          Was tun, wenn Asylbewerber keinen gültigen Ausweis haben? Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge setzt nach eigener Auskunft weltweit einzigartige biometrische Sprachsoftware ein. Sie soll die Herkunft von Asylbewerbern eindeutig ermitteln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.