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Veröffentlicht: 19.04.2017, 15:28 Uhr

Wirtschaft nimmt Fahrt auf IWF bescheinigt Finanzmärkten mehr Stabilität

Der Internationale Währungsfonds gibt sich optimistisch mit Blick auf die Finanzmärkte. Doch nicht nur Trumps Pläne bereiten dem IWF Sorgen. Auch in Europa sieht der Fonds Gefahren.

© dpa Die Ertragskraft der Banken müsse gestärkt werden, schreibt der IWF. Wie das wohl in den Frankfurter Bankentürmen ankommt?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält die Finanzmärkte in aller Welt für stabiler als zuvor. Die wirtschaftliche Entwicklung habe Fahrt aufgenommen, während die weiterhin konjunkturstützende Geld- und Fiskalpolitik die Hoffnung auf eine steigende Inflation schüre, schreibt der IWF in seinem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht. Gefahren sieht der Währungsfonds vor allem im politischen Bereich.

Positiv wirkten sich die zuletzt gestiegenen Langfristzinsen aus, schreibt der Fonds. Diese stützten die Gewinne von Banken und Versicherungsunternehmen. Der Anstieg vieler Vermögenspreise unterstreiche den optimistischen Ausblick. Vor allem die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten profitierten von den Versprechen der neuen Regierung. Der IWF verweist auf die erwarteten Steuerreformen, steigende Infrastrukturausgaben und einen Abbau von Regulierungen.

IWF warnt vor zu viel Deregulierung

Allerdings könnte die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auch zu einem Risiko für die Finanzstabilität werden. Die versprochene Steuerreform und die Deregulierungen würden möglicherweise zu steigenden Risikoprämien und einer erhöhten Schwankungsanfälligkeit an den Finanzmärkten führen, so der IWF. Der IWF warnt daher vor einer bedeutsamen Rücknahme der Regulierungen im Finanzsektor.

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Auch in Europa stellten politische Spannungen eine Gefahr dar. Zudem gebe es weiterhin Schwierigkeiten im europäischen Bankensystem. Die Ertragskraft der Banken müsse gestärkt werden.

Wachsende Gefahren für die Finanzmarktstabilität sieht der IWF auch in China. Die Kreditvergabe steige hier weiterhin stark. Die Bilanzsumme der Banken übertreffe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mehr als das dreifache. Die jüngsten Turbulenzen im chinesischen Geldmarkt zeigten seine Verwundbarkeit.

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