24.12.2012 · Investoren haben mit Wetten auf den Bestand der Währungsunion 2012 hohe Gewinne erzielt und der Euro ist eine stabile Währung geblieben. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Von Bettina Schulz, LondonRichtlinien für Lesermeinungen
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Da sehen wir ja, wo die Rettungsgelder hingehen!
220% Rendite für 2jährige Griechenlandbonds. Kein Wunder, dass
die Milliarden so schnell den Besitzer wechseln - vom Steuerzahler in
die Taschen der Zocker.
Die Steuerzahler bekommen als "Dank" dafür
Steuererhöhungen, Leistungskürzungen und Schuldvorwürfe
("über unsere Verhältnisse gelebt").
Politik für die Zocker gegen die Menschen. Dank Frau Merkel und
Herrn Schäuble.
Und noch ein Punkt: Wie kann etwas stabil sein, von dem ständig gesagt wird, es befindet sich in der Krise und muss gerettet werden?
Hohe Rendite=Stabil? + Keine rote Linie wird halten
Ich will meine Kritik an dem Artikel mal auf einen Punkt bringen:
Wie kann ein etwas "stabil" sein, wenn damit hohe Renditen
eingefahren werden?
"All die, die an die Reformen und Sparanstrengungen des Landes
nicht geglaubt und dessen Staatsanleihen im Sommer in Panik verkauft
haben, stehen nun mit großen Verlusten da."
Ja, aber trotzdem sind alle deren Befürchtungen auch eingetreten
und vor allem, durch den Schuldenrückkauf hätten sie ebenfalls
hohe Verluste gemacht, da die Anleihen immer noch weit unter Nennwert
gehandelt werden, nur wer auf Ramschniveau gekauft hat, hat
"Reibach gemacht", alle anderen sind in der Verlustone.
"Entscheidend war, dass die EZB ihr Notprogramm etwaiger
Anleihekäufe vom Reformwillen der betroffenen Regierungen
abhängig machte "
Das ist doch reines Theater. Es gibt keinen Plan B, die Staaten
müssen im Euro gehalten werden, im Notfall würde die EZB und
die Politik sich auch an diese rote Linie nicht halten, bzw. nur einen
Weg finden, sie zu umgehen...
Mit leeren Händen stehen die da, die Frau Merkels Worte geglaubt haben.
Denn sie sagte ja, dass es mit ihr keine Vergemeinschaftung der Schulden
geben würde.
Genau das aber ist eingetreten. Nicht die Anstrengungen Griechenlands,
sondern die immer weiter voranschreitende Vergemeinschaftung privater
Schulden hat die "Märkte" etwas beruhigt. Die
"Märkte" gehen jetzt davon aus, dass der deutsche
Steuerzahler in voller Höhe für die griechischen Schulden
bürgen muss.
Dass Frau Schulz womöglich auch über 200% Rendite auf
2jährige Griechenlandbonds eingefahren hat, ist bei ihr sicher ein
Grund persönlicher Freude, nur für diese Rendite hungern
Menschen in Griechenland und Sparer in Deutschland werden um ihre
Lebensleistung gebracht.
Umverteilung von unten nach oben eben. Frau Schulz hat sich auch den
dafür passenden Ort ausgesucht: LONDON - Zentrum des Finanzbetruges schlechthin.
Also nun müssen wir alle feststellen dass es weit besser ging als alle die Skeptiker
sahen. Dumm nur dass diese Skeptiker immer noch keine Lust
verspüren einmal etwas gelassener in die Zukunft zu sehen.
Brauchen wir eigentlich diese ewigen Miesepeter? Nein brauchen wir nicht.
Dass diese Schwarzmaler sich auch immer zu Wort melden u wissen wollen
dass am Ende die Rechnung zu hoch ausfällt u wir sie wie immer
auch mit bezahlen werden.
Alles hat sicher seinen Preis. Aber ist es nicht wirklich so schlimm
wenn wir alle uns an allem beteiligen?
Ist es wirklich so schlimm wenn einige auch etwas mehr oder weniger die
Rechnung belastet.
Ja auch das kommende Jahr wird es weiter aufwärts gehen.
Also freuen wir uns unseren Beitrag zu einer noch besseren Zeit leisten
zu dürfen.
Jeder der Skeptiker möge einfach mal alle seine Ängste
aufschreiben u dann in 12 Monaten wie dieses Jahr die viel bessere
Situation damit vergleichen.
Zuversicht sollte jedem eine positive Haltung erhalten das wünsche
ich euch allen.
Zweckpessimisten lieben das Elend ?
Niemand liebt das Elend
aber wer den Sand in den Kopf steckt, braucht sich nicht zu wundern,
wenn es noch viel schlimmer kommt.
Nichts anderes ist ihr Vorschlag, ein Jahr abzuwarten. Ich und viele
andere - auch über 200 deutsche Hochschulprofessoren - haben das
heutige Elend, in welchem der EUR steckt, vorhergesehen. Damals kamen
genau diese Sprüche, die sie jetzt wieder auftischen.
Warten wir doch erst mal ab.
Das war aber noch nie ein guter Ratgeber. Wenn ein System so aufgebaut
ist, dass nur GutMenschen damit umgehen können, muss es zerbrechen.
Die Menschen sind nämlich alle egoistisch. Das ist nichts
negatives, so lange wir es bei dem Wirtschaftssystem beachten.
Schlimm wird es nur, wenn die Menschen eben vor der Wahrheit den Kopf in
den Sand stecken.
Und genau deshalb ist der Sozialismus gescheitert und hat in den
Ostblockstaaten Armut und eine nicht vorstellbare Umweltverschmutzung
hinterlassen.
Niedrige Zinsen
Die Meldungen darüber, dass Sparguthaben und Lebensversicherungen
wegen der deutschen Niedrigzinsphase aufgefressen werden und diese
Niedrigzinsphase eine Folge der Krise ist und der "kleine
Mann" dadurch die Inflation nicht mehr angemessen ausgleichen kann,
sind Ihnen aber nicht entgangen? Die EZB und die Inflation wirds schon
richten...
Sie bezeichnen Menschen als Zweckpessimisten, ich habe eher den
Eindruck, dass Sie Zweckoptimist sind und alles was realistisch
betrachtet wird für Sie bereits pessimistisch ist.
Ich bin mir leider nicht ganz sicher, aber hatten Sie nicht den Zerfall des Euro noch für das erste Halbjahr 2012 "vorausgesagt". Möglicherweise vertue ich mich gerade, aber ich meine Sie waren das.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 21:53 UhrHerr Banaschak
Selbstverständlich wird hier Recht gebrochen und ich bin mir auch sicher, dass der Euro irgendwann crasht. Ich weiß leider nur nicht wann. Einige Anhänger der Schuldgeldtheorie haben ja bereits im Jahr 2010 den Zusammenbruch des EUR für das Jahr 2013 vorhergesagt. Ich denke als eine der großen Leitwährungen können wir das Spiel noch ein wenig weitertreiben. Oder wie lässt sich erklären, dass die USA sich immer weiter verschulden und der Dollar trotzdem seit 1785 bestand hat (zumal es dort fast überhaupt keine Realwirtschaft mehr gibt).
Herr Grün, ja, so manches "Fach"-Orakel hat den
unmittelbaren Absturz des Euro für 2012 vorhergeagt. Die "Neue
D-Mark" sei schon gedruckt. Man warte nur auf eine kalendarisch
günstige Konstellation mit vielen zusammenhängenden Bankfeiertagen.
Alles Quacksalberei.
Herr Grün, da wissen sie mehr als ich
aber wenn sich die Regierungschefs an die geltenden Verträge der EU
gehalten hätten, wäre er allerdings schon Vergangenheit.
Oder wollen sie behaupten, dass kein Recht gebrochen wurde?
Dann sind sie allerdings noch unglaubhafter als Lagarde oder der
Juncker. Die haben wenigstens zugegeben, dass sie gelogen und Recht
gebrochen haben.
... wir müssten alle Sparen. Was für die einen der Verzicht, ist für die anderen die Rendite. Das sind zwei Seiten der gleiche Medaille. Nur gut, dass sich da immer weniger für dumm verkaufen lassen.
Die "Heraufstufung" des Griechenlandratings: Eine opt. Täuschung durch Halb-Berichterstattung
Überblick :
Im Moment des Rückkaufes der GR-Anleihen wurde aus dem bisherigen
Ausfallrisiko ein manifester Zahlungsausfall ( nach Definition der
Ratingagentur S&P ).
Schlagartig stufte Standard & Poor´s daher Griechenlands
Rating herab. Von einem miserablen Ausgangswert herunter auf "SD".
(SD liegt unter allen Risikoklassen, da es einen manifesten Ausfall
markiert )
Diesen Ratingeinbruch auf "SD" hat Standard & Poor´s
wenig später zurückgezogen.
Der resultierende Rücksprung des Ratings "nach oben" (in
Richtung des miserablen Ausgangswertes) war ebenso heftig wie zuvor der
temporäre Einbruch nach "unten".
Berichtet man jetzt nur die 2.Hälfte der Geschichte ( also den
Sprung des Ratings nach oben) entsteht die Illusion einer
"6-stufigen Verbesserung". Tatsächlich hat sich in der
Ratingfrage summarisch wenig bewegt.
Die mediale Augenwischerei "Höherstufung" dient jetzt
dazu, die skandalöse Akzeptanz von "B-" Junkbonds als
"notenbankfähige Sicherheit" zu überschminken.
Gebühren schrecken Meckerfritzen nicht ab. Sie glauben dann sie hätten ein Recht aufs Meckern.
Bettina Schulz ist eine kompetente und stets sachlich argumentierende Journalistin, kein Klaus-Kleber-Abklatsch, der ständig Information und Meinung vermischt. Dass sie mit ihrem Artikel den geballten Zorn der Meckerfritzen hervorruft, ist wohl eine Bestätigung ihrer Analyse. Herr Wege hat zwar recht, wenn er sagt, Griechenland ist wieder da, wo es vor der Herabstufung war, aber die Bedeutung dieses Schrittes von S&P schätzt er falsch ein.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 17:55 UhrNun, Herr Kastor, S&P hat seine Heraufstufung nicht
mit Fortschritten Griechenlands begründet sondern einzig und
alleine damit, dass sie der Ansicht sind, dass die EU Griechenland
weiter und weiter mit Krediten versorgt (die niemals zurückgezahlt
werden).
Von Reformen konnte ich in der Begründung von S&P nichts lesen.
In einer Welt, in der die Akzeptanz von "B-" Anleihen als notenbankfähige Sicherheit gefeiert wird
... kann jeder Gewinne machen, der Trickbetrug buchstabieren kann.
Nur was ist der Preis für diese "günstige" Entwicklung?
In der Gegenrechnung stehen Target 2-Salden (715 Mrd. €URO offene
Forderungen allein der BuBa gegen das Target 2-System), 1 Billion
€URO an Liquidität für u.a. Banken ohne
Geschäftsmodell, EFSF/ESM d.h. Schuldenumverteilung u.a. für
Überlebenshilfen vorgenannter Banken.
Gelöst worden ist rein-weg nix! Alle €URO-Staaten haben ihre
Neuverschuldung ausgebaut (außer FIN). Die finanzielle Katastrophe
wurde verzögert, der früher fabulierte Domino-Effekt wurde
strukturiert installiert: wie will sich z.B. SLK die jährlichen
Transferzahlungen an GRE und ZYP leisten bzw. rechtfertigen?
Toll, das Hedge-Fonds und Investment-Banken so ein gutes Jahr in einem
schwierigen Umfeld hatten! Aber, @ Frau Schulz journalistische Analyse
darf niemals Ursache und Wirkung aus der Entwicklungslinie nehmen.
Noch einmal die Frage, was ist erreicht außer das lobbykorrupte
Einheiten einen Reibbach gemacht haben? Der Kontinent wird verelenden
mit Bürgerkriegstendenzen. Ist das ein Erfolg?
Es wurde keines der fundamentalen EURO-Probleme gelöst. Die
Südbanken haben sich mit zinslosen EZB-Geld mit
Südstaatsanleihen vollgesaugt, um sich damit endgültig
systemrelevant zu machen. Wirklich sehr erstaunlich, dass dadurch die
Spreads gesunken sind. Tolle Leistung.
Deutschland und seine Politiker dürfen sich einstweilen auf die
Schulter klopfen. Grund zur Zufriedenheit besteht indes nicht, denn
Deutschland kann Dank ESM, Targetsalden usw. dem südlichen
Schuldensumpf nicht mehr entkommen.
Na dann Prost 2013 !
Der Bericht erinnert mich an die Zeit der EUR-Einführung
damals haben auch alle gejubelt, dass die Umstellung so reibungslos
gelaufen ist. Daraufhin meinte ein VWL-Professor auch: das besagt wohl
gar nichts. Eine solche Umstellung kriegt jedes 3.Weltland hin. Die
Herausforderungen stehen ja erst noch bevor.
Wer die jetzige Lage als toll bezeichnet, stellt sich selbst ein Zeugnis
aus. Eines, das für die Versetzung sicherlich nicht geeignet ist -
eher schon für das Gegenteil.
ich wusste gar nicht, dass sich irgendjemand über die hohen Renditen freuen
kann, die mit wertlosen Griechenlandanleihen erzielt wurden - von
Hedgefonds - zu zahlen von deutschen Steuerzahlern.
Ja, solche Frauen braucht das Land.
in GR den Reformwillen gesehen
wenn ich nach GR schaue, dann sehe ich lediglich streikende Menschen.
Reformwillen kann ich absolut keinen erkennen.
Und wissen sie, fRau Schulz, Willen alleine reicht ohnehin nicht.
Reformen nützen nur, wenn sie auch konsequent umgesetzt werden.
Und die Ratingagenturen haben GR-Bonds nicht wegen der Reformen
hochgesetzt, sondern einzig und alleine, weil die EU GR im Euro
hält, koste es was es wolle.
Und wenn ich den Wert des EUR gegenüber dem Canadischen Dollar, dem
Australischen Dollar, dem CHF, ... vergleiche, dann ist er alles andere
als stark. Weil der EUR so schwach ist, müssen einige
exportorientierte Unternehmen hier in der Schweiz schliessen, so auch
das meiner Frau. Die muss sich Angang nächsten Jahres wegen dem
schwachen EUR eine neue Stelle suchen.
@Siegen
Ein langer Atem ist sicher nicht notwendig - aber eine
unerschöpfliche Geldquelle; und die gibt es nun einmal in einer
finiten Welt nicht.
Je größer ein Unternehmen oder eine Gemeinschaft wird, desto
mehr Reibung, desto mehr Komplexität, desto mehr
Resourcenverbrauch. Schleierhaft, dass sich diese einfachen
thermodynamischen Erkenntnisse immer noch nicht herumgesprochen haben;
die Geschichte ist voll von gescheiterten Großreichen .... die EU
wird mit ziemlicher Sicherheit so nicht bestehen bleiben. Es sind die
letzten verzweifelten Zuckungen eines bürokratischen Monsters.
Herr Siegen, sie sollten sich einen Maulkorb
in Bezug auf die Eurokrise auferlegen.
Dann müssen wir Provinzler uns nicht mehr über den Unsinn aufregen.
Aber Herr Siegen, ich Provinzler habe das jetzige Desaster des EUR
schon vor seiner Einführung vorhergesagt. Und nicht nur ich, auch
der heutige Präsident der Schweizerischen Nationalbank - in seiner
Doktorarbeit sogar für sie zum Nachlesen.
Meister, Sie sollten sich verpflichten,
ohne Internetanschlusss zu leben.
Die 'Rettungsverkuendungen' zum Euro sind von Ihnen frei erfunden. Der
Prozess der europaeischen Einigung wird einen langen Atem erfordern.
Selbstredend geht Euch Provinzlern dieser ab.
Komisch, dass gerade Sozialisten dann den Preis als Steuerungsinstrument
erkennen.
Allerdings fände ich die Intelligenz wesentlich besser als
Steuerungsinstrument.
Herr Siegen, hat sie jemand verpflichtet, meine Kommentare zu lesen
oder die von anderen?
Mich öden die täglich widerlegten Rettungsverkündungen
von Leuten wie Ihnen an. Wie oft wurde der EUR schon gerettet? Wie oft
wurde GR schon gerettet?
Wer ist ein Nörgler, und wer ist ein Lügner?
Ihre Larmoyanz,
oedet an.
Hoechste Zeit fuer faz.net, die Gebuehrenpflicht einzufuehren, um diese
Meckerecke der Euro - und Europanoergler zu entfernen. Verbreitet Eure
dumpfen Parolen sonstwo!
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