29.06.2009 · Wer sich die hohen Verwaltungsgebühren für aktiv gemanagte Fonds sparen will, kauft börsengehandelte Indexfonds, ETFs.
Eine günstige und immer beliebter werdende Alternative für Fondsanleger sind Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs). Im Gegensatz zu den klassischen Investmentfonds werden sie nicht aktiv von einem Fondsmanager verwaltet - deshalb sind sie ja günstiger -, sondern sie sind passive Fonds, die einen Börsenindex nachbilden, etwa den Dax, den Dow Jones, den MSCI World oder auch verschiedene Branchenindizes.
ETFs sind so konstruiert, dass sie einen bereits existierenden Index möglichst genau nachbilden, das heißt: In einem Dax-Indexfonds befinden sich alle 30 Dax-Aktien in derselben Gewichtung, wie sie auch im Deutschen Aktienindex stecken. Man weiß also auch genau, was in einem Indexfonds drin ist. Steigt nun der Dax um 2 Prozent, dann steigt auch der Wert des Indexfonds um 2 Prozent. Verwaltungsgebühren fallen bei solchen Indexfonds deshalb kaum an, denn es wird ja nicht viel umgeschichtet. Meist betragen sie 0,5 Prozent pro Jahr. Im Gegenzug bedeutet das aber auch: Mit Indexfonds macht man höchstens die Rendite, die der Markt erzielt.
Bankberater sind keine gute Anlaufstelle
Indexfonds sind leicht zu bekommen, jeder Privatanleger kann sie genauso wie andere Wertpapiere ins Depot packen. Wo kauft man sie also am besten? Man kann zur Bank gehen und den Berater fragen. Das ist aber nicht immer die beste Lösung. Denn nicht alle Banken verkaufen Indexfonds. Sie verdienen nämlich so gut wie nichts daran und empfehlen ihren Kunden daher lieber ihre eigenen Fonds - das sind dann oft teurere aktiv gemanagte Alternativen.
Besser ist es meist, einen Indexfonds direkt bei einer Fondsgesellschaft oder einem Discountbroker zu kaufen oder über eine der üblichen Fondsplattformen, über die man auch aktive Fonds bekommt, je nachdem, wo man sein Depot verwalten lässt. Oder man kauft sie direkt über die elektronische Plattform der Deutschen Börse (Xetra).
Nicht jeder Fonds nimmt es genau
Es gibt bei Indexfonds Unterschiede, die ein Anleger unbedingt erfragen sollte: Ist ein ETF jederzeit handelbar? Gibt es also jederzeit einen Kurs, zu dem gekauft oder verkauft werden kann? Indexfonds der bekannten Anbieter wie iShares oder die db x-trackers der Deutschen Bank etwa sind während der üblichen Börsenzeiten jederzeit veräußerbar.
Außerdem sollten Anleger darauf achten, wie genau der Index im Fonds steckt, sonst weicht die Wertentwicklung am Ende doch stark ab: Während nämlich der Dax mit seinen 30 Werten noch relativ leicht zusammenzukaufen ist, wird es beim S&P 500 mit seinen 500 Werten schon schwerer. Auskunft liefert die Fondsbeschreibung; die gibt es im Internet oder wird von der Gesellschaft zugeschickt.
Wichtig ist auch die Währung, in welcher der Fonds gehandelt wird. Wer Indexfonds in Euro kauft, trägt kein Wechselkursrisiko. Außerdem sollten Anleger nicht ihr gesamtes Geld auf einen Index setzen, sondern es möglichst breit streuen: über verschiedene Regionen der Welt, auch über verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen. Und wer will, kann es auch noch über mehrere Branchen streuen.
Gut aber knapp
Kurt Michler (Kurt.Michler)
- 29.06.2009, 21:12 Uhr
Interessanter Hinweis
Wolfgang Pohler (WPohler)
- 02.07.2009, 11:53 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |