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Im Gespräch: Ekkehard Wenger „Sparer, verkrümelt euch, oder verprasst eure Habe!“

 ·  Der Würzburger Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger hält eine Finanztransaktionssteuer für Unsinn. Das Sparen, vor allem in Aktien, müsse gefördert und nicht belastet werden. Auch Peer Steinbrück bekommt sein Fett weg.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (29)

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otto kaldrack

finanztransaktionssteuer

ein BRAVO für herrn Prof. Wenger! wenn man immer nur das primitive, von keinerlei
wissen bestimmte, dafür aber tausendfach wiederholte gequatsche vornehmlich des
""hochdurchgeistigten SPD-TRIOS"" hört, kann einem ganz schlecht werden. dann
wird das auch noch von einem großteil, der diesen geistigen tieffliegern folgenden
medienexperten als das allein seligmachende verkauft, wobei sie erst merken, wenn
es zu spät ist, daß es sie auch selber trifft. ich hoffe, daß zumindest die in den regier.
parteien diesen artikel mal lesen, die es bisher auch noch nicht begriffen haben.

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@Robert Aschauer - Man kann natürlich ...

... sein Geld auch auf's Sparkonto legen und die ziemlich unerträglichen Ausführung Wengers gut finden.

Und im Übrigen: Wer Angst vor Verlusten hat, ist im Wertpapiergeschäft nicht gut aufgehoben. Man gewinnt, man verliert, aber so lange man mehr gewinnt, als verliert ...

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Nina Wunderlich

@ Herrn Dreher

Was hat eine FTS von 0,1% auf duchgeführte Transaktionen mit der Finanzierung von ? / mit ? / durch ? Eigenkapital zu tun?
Zu Punkt 2: Mein "Beobachtungszeitraum" ist die Zeit Ende der 90er , in der jeder plötzlich Aktien kaufen sollte, wobei mit "jeder" insbesondere der relativ kapitalschwache, schlecht informierte Privatanleger gemeint war. Und dass allen wichtigen Börsenindizes in diesem Zeitraum regelmäßig nach 3-5 Jahren wieder die Luft ausging, ist nun mal eine empirische Tatsache.
Der Sekundärhandel, genau um diesen geht's. Siehe z.B. Herrn Weges Kommentar vom 16.06. weiter oben.Ich vertrete zusätzloch den Standpunkt, dass auf Eigentumstitel eine Haltepflicht von min. 1 Jahr eingeführt werden sollte. Der unsägliche freie Kapitalverkehr ist m.E. eines der Hauptübel und -gründe für die Abneigung des "gemeinen Bürgers" gegen den Finanzmarkt. Alle anderen volkswirtschafftlichen Produktionsmittel sind relativ unflexibel, warum wurde das Kapital überhaupt entfesselt?

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 17.06.2012 11:23 Uhr

Ungeheuerlich

Ich halte es für einen ungeheuerlichen Vorgang, das dieser Mann hier öffentlich Rentner und Pensionäre verunglimpft, sie würden "dem Staat und der Allgemeinheit auf der Tasche liegen". Wenn hier einer der Allgemeinheit auf der Tasche liegt, dann doch wohl solche "Experten" wie der Herr Professor! Grundsätzlich ist seiner Analyse, Europa sei ein Irrenhaus ja nichts hinzuzufügen. Aber die o.a. Schlußfolgerung ist einfach skandalös.

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Closed via SSO

Man kann natürlich um das goldene Kalb tanzen

und sich mit einem Aktienportfolio abgeben. Damit ist man dann beschäftigt und mit seinen Gedanken immer beim Mammon. Das ist der einzige Grund warum ich keine Aktien habe, nicht die Angst vor Verlust,

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Harald Sulzmann

Danke fuer die klaren Worte

Prof. Wenger ist fuer diese klaren Worte zu danken. Momentan uebertreffen sich die Vertreter aller Parteien in Steuererhoehungs- und Abgabenvorschlaegen, natuerlich nur fuer Reiche, Spekulanten, Besserverdiener und sonstige Volksschaedlinge und suggerieren, dass fuer den "Normalbuerger" damit alles besser wird und er ueberhaupt nicht davon betroffen wird. Das ist natuerlich dummes Zeugs. Der Einkommensmittelstand hat schon immer bezahlt. Banken werden zudem die Belastungen aus der Transaktionssteuer auf alle Kunden ausdehnen durch eine angepasste Gebuehrenstruktur, da man die lukrativen Geschaeftsfelder doch nicht einseitig belasten will. Wer sich aus Fonds- oder Aktiensparen heraushalten will kann das tun, bezahlt das letztlich aber mit erbaermlichen Renditen und letztlich mit realen Verlusten bei seinem angesparten Vermoegen. Viele Deutsche gehen ja auch derzeit gerne das Klumpenrisiko der Immobilieninvestition ein, viel Spass dabei.

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Closed via SSO

@Horst Müller - Die Pensionen

Auch wenn ich nicht aus eigener Erfahrung berichten kann, darf ich Sie doch darüber informieren, dass die Mehrzahl der Beamtenpensionen in einer "Range" liegen, die niemanden vom Sockel haut.

Und was die Minister und die Abgeordneten anbelangt: Im Grundsatz gebe ich Wenger recht, aber angesichts der relativ kleinen Zahl von betroffenen Personen ist das genau der Populismus, den Wenger (implizit) anderen Leuten zum Vorwurf macht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 04:15 Uhr
Roland Wagner

Auch wenn ich in einigen Punkten bei Hrn. Prof. Wenger bin,

stimme ich Ihnen in diesem Punkt zu. If you pay peanuts you will buy monkeys, das gilt auch bei Beamten.

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Closed via SSO

@Walther Schmidt - Wen interessiert das ...?

Die Fonds, die ich aufzählen (nicht empfehlen!) würde, haben alle erkleckliche Kursgewinne über die letzten 10 ... 11 Jahre gemacht.

Ich habe mehr Geld gemacht mit Kursgewinnen, als mit den paar Euro Dividenden; damit Sie das auch richtig verstehen. Die derzeitige Besteuerung dieser Gewinne (25% Kapitalertragssteuer vs 42% Einkommensteuer) finde ich vollkommen in Ordnung.

Mir deucht, dass SIE die Problematik nicht so richtig durchdrungen haben. Aber sei's drum ...

Und Wenger redet wie ein Halbstarker, da beisst die Maus keinen Faden ab.

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Roland Wagner

Die Chinesen sollen es richten, die wollten den armen Griechen ja

schon nix leihen, dann sollen sie jetzt wenigstens ihren CIC nehmen und diese pösen Aktien kaufen. Das wird ein pombengeschäfd für uns, das weiß doch jeder. Mindestens 3750 % in den nächsten 100 Jahren. Hoffentlich machen uns da solche Schwarzseher wie dieser Prof. Wenger nicht noch einen Strich durch die Rechnung, wir müssen jetzt also schnell handeln. Meine Güte, ich dachte schon es wird gar nicht mehr gut.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 16.06.2012 18:12 Uhr

Gezinkte Karten im Hochfrequenzhandel - ein Geschäft, ausbremsbar durch Transaktionssteuern

Mit dem Hochfrequenzhandel führte die NASDAQ vor einigen Jahren eine Handelspraxis ein, die als "Spiel mit gezinkten Karten" beschrieben werden kann. Basis waren neue Handelssysteme mit extrem kurzen Operationszeiten.
Auf den ersten Blick schien alles unverändert. Wie bisher gaben Anbieter+Nachfrager ihre Offerten ein. Die NASDAQ stellte diese Informationen jedoch, bevor sie allgemein im System sichtbar+wirksam wurden, gegen Gebühr privilegierten Akteuren zur Verfügung.
Die Systemgeschwindigkeit erlaubte diesen Akteuren, die Angebots/Nachfragelage zu analysieren. Lag der Nachfragepreis über der Preisvorstellung eines Anbieters, klemmte sich z.B.Goldman Sachs mit einem Kauf in den erkannten Zwischenraum.Ebenso schnell wurde das Papier dann an den echten Interessenten weiterverkauft.
So fiel bei jedem Handel ein Bissen an zwischengeschaltete Parasiten mit gekauftem Info-Vorsprung.
Handelsvolumen in 2008: 21 Mrd. USD / in 2010 : 50% des US-Aktienhandels

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Rolf-Dirk Maehler

Eigentlich spricht der Inhalt dieses Interviews für sich und den Ausführungen von Herrn Prof. ...

... Wenger ist nichts hinzuzufügen. Hier in Spanien sagt man: Hecho la ley hecho la trampa.
Und das bedeutet, daß jedes Gesetz auch sein Hintertürchen hat. Daraus darf geschlossen werden, daß diejenigen die die Sozialisten beglücken wollen, am Ende des Tages wohl die Rechnung zahlen dürfen, aber sicher nicht die Banken. Aber daß unsere begnadete Politik jemals etwas lernen würde, die Hoffnung habe ich längst aufgegeben.

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Ch. Sauer
Ch. Sauer (ceifel) - 16.06.2012 16:48 Uhr

Auf einem Auge blind

Da wettert der Herr Professor also gegen eine TAS von 0.1%. Bei 10000.- € Aktienanlage macht das gerade mal 10.- € aus. Dass jedoch die Bank für eine Anlage in einem Aktienfond 5% Abschlussgebühr und anschließend jährlich 1.5 - 1.8 % Verwaltungsgebühr einstreicht, scheint ihn keineswegs zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass die FAZ fast nur kritischen Stimmen zur TAS Raum gibt. Wo bleibt da die ausgewogene Berichterstattung?

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Mark Dreher
Mark Dreher (MDreh) - 16.06.2012 15:37 Uhr

wenig Platz, daher nur kurz...

Frau Wunderlich,
Herr Wenger stellt in diesem Artikel sehr gut dar, wie unsinnig eine Finanztransaktionssteuer schlussendlich ist. U.a. die Schweden können Ihnen ein passendes Lied davon singen, wie erfolgreich eine FTS die Finanzierung mit Eigenkapital untergraben kann.
Zu Ihren Aussagen: in welchen Zeiträumen mit Aktien Geld verdient werden konnte hängt zum einen von der Wahl des Basiswerts sowie dem Betrachtungsraum ab. Eine Aussage, wie "in den letzten 15 Jahren konnte kein Geld verdient werden" ist daher unsinnig.
Eine funktionierender Sekundärhandel ist selbstverständlich notwendig. Stellen Sie sich vor: Investoren möchten im Laufe ihres Lebens auch irgendwann einmal die Aktien verkaufen! Wie soll das ohne Sekundärhandel funktionieren?
Desweiteren kann man nicht auf der einen Seite fordern, dass Unternehmen doch gefälligst eine hohe EKquote haben sollen, auf der anderen Seite jedoch den Zugang erschweren.
Wie wäre es stattdessen eigentlich mit einer Gewinnsteuer für Banken?

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Carlos Anton

Klare Gedanken und klare Worte

Erfrischende Aussagen, allein schon weil man einmal nicht den verlogenden Neusprech von Schäubele, Steinbrückchen und Konsorten liest.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 16.06.2012 14:38 Uhr

Schwachleister+Provisionsschneider: Die Fondsbranche fürchtet, auf der Steuer sitzen zu bleiben

Unter Krokodilstränen sorgt sich eine Branche von Schwachleistern angeblich um das Wohl der Privatanleger. Standardmythos dabei ist, dass Transaktionssteuern grausam+unweigerlich auf Sparer durchschlagen würden.
Tatsächlich aber drohen im Wettbewerb vor allem Abzüge bei der Provisionsschneiderei der Fonds.
So werden heute noch banküblich Fondskäufer mit dem 20 bis 50-Fachen der Transaktionssteuer
belastet - als Vertriebsprovision. Es folgt ein ungehemmter Spesenzirkus. An den Vertrieb
fließen dabei regelmäßig "Bestandspflegeprovisionen": Der übliche Aufwand auf Kosten der Anleger dabei entspricht häufig 2 bis 7,5 Transaktionssteuern - Jahr für Jahr.
Beunruhigend für die Beutelschneider:
Mehr+mehr wird evident, dass gemanagte Fonds auf Dauer keine Überperformance gegenüber dem Zielindex bieten.
Spesenfreudige Fonds geraten damit offen ins Hintertreffen gegen "ehrliche" Indextracker.
Letztlich erfolgloses Umschichten treibt nur die Steuerlast. Im Wettbewerb nicht abwälzbar.


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Paul Banaschak

sehr richtig, unterstützt auch voll Prof. Sinn

und wir alle können nur hoffen, dass dieser Unsinn wirklich nicht umgesetzt wird.
Dass Gabriel mit der Bemerkung: dem angeblichen Wirtschafts- und Finanzexperten der SPD, noch gut weggekommen ist, muss ich hier wohl nicht beweisen.

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Dirk Reese

Auf den Punkt gebracht ...

... ob es einem gefällt oder nicht. Diese nationalgrenzenbeschränkte Denke, mit der ein Großteil des Stimmviehs durch das Leben wandelt und die zum Wählerstimmenfang bedient werden muss, ist eines unser größten ökonomischen Risiken.
Würde sich doch nur ein Teil der Bevölkerung etwas mehr um das Thema und somit um seine Zukunft kümmern. Doch leider sind Fuball-EM, Rasenkanten, TV-Geräte, Olympia, Handys, saubere Autos und andere Themen viel wichtiger. Ich bin gespannt wann der Deutsche Wähler endlich wach wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 09:48 Uhr
Wilhelm Knigge
Wilhelm Knigge (pcleopa) - 18.06.2012 09:48 Uhr

Ich glaube, dass Sie da lange warten können,

denn ich selber warte auch schon seit meiner Schulzeit vor 50 Jahren, dass sich hier mal was ändert. Als junger Mensch war ich ein 68er und hatte gehofft, dass sich diese typisch deutsche Klein- und Spiessbürgermentalität zum Besseren Wandelt. Es ist noch schlimmer geworden. Nicht nur, dass die Stammtischpolitiker sich eher noch vermehrt haben, dazu gekommen sind die allseits bekannten Gutmenschen, oft hervorgegangen aus der 68er Bewegung. So habe ich das damals nicht gewollt und diese Gesinnung schon relativ schnell wieder über Bord geschmissen. Wenn ich mir einige dieser Gutmenschkommentare ansehe, wird mir übel. Soviel Naivität auf einem Haufen ist schon fast pervers. Wer daran glaubt, dass die FTS nicht die Bankkunden trifft und nicht die Banken und Hochfinanz glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die wahren Verursacher, die verschwenderischen Politiker, haben es geschickt verstanden dem dummen Volk den Spekulanten als Volksschädling darzustellen. Das hatten wir schon mal...

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 16.06.2012 13:51 Uhr

Finanztransaktionssteuer

Finanztransaktionssteuer bringt überhaupt nichts, wenn sie nur in ein paar Ländern erhoben wird. Wie ja Herr Wenger richtigerweise bemerkt hat, bewirkt das nur, dass die Finanzindustrie sich in Länder verzieht, wo keine Finanztransaktionssteuer erhoben wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.06.2012 22:27 Uhr
Gerold Keefer

Wie immer man zur FTT auch stehen mag, das Standortargument ...

... ist einfach dumm. Das Richtige nicht zu tun, weil es andere nicht tun, verhindert jegliche Besserung!

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Jürgen Wiemer
Jürgen Wiemer (jwiemer) - 16.06.2012 13:41 Uhr

Danke für Klartext...

...die im Artikel genannten Fakten sind doch alle x-mal auch in dieser Zeitung sauber analysiert worden. Interessiert aber keinen. Die Politik setzt (offensichtlich erfolgreich) auf ökonomische Unbildung sowie schlechtes Gedächtnis der Wähler und betreibt munter Schuldigen-Suche und Opportunismus. Wird zwar die entsprechenden negativen Effekte haben, aber Fussball und alles Mögliche ist uns wichtiger; das Aufwachen kommt später, aber unvermeidlich.

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Walter Henn

Endlich mal einer,

der Tacheles über die Transaktionssteuer redet und nicht wie Regierungsvertreter und insbesondere Oppositionspolitiker sie mit Nebelkerzentaktik dem dummen Stimmvieh schmackhaft machen als "Beitrag derjenigen, die Finanzkrise verursacht haben". 90 % der Leute, mit denen ich über die TAS spreche, sind in der irrigen Annahme, dass sie davon nicht betroffen sind, sondern die TAS nur die Banken und sonstige Zocker treffen würde. Es geht hier lediglich um die Generierung neuer Steuereinnahmen, um weitere Stimmen aus dem Kreis der Transferleistungsempfänger zu kaufen. FDP, wo bleibt Eure Aufklärungsarbeit!!!!

PS: Liebe Frau Wunderlich, bereits heute ist klar und wird auf von seiten der Politik nicht mehr bestritten, dass der durchschnittlich verdienende RV-Beitragszahler nicht einmal mehr nominell die Rentensumme ausgezahlt bekommt, die er einbezahlt hat. Von Verzinsung des Kapitals gar nicht zu reden. Er "darf" dafür den sog. Ertragsanteil auch versteuern, was die Rente nochweiter mindert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 09:41 Uhr
Steffen Schott
Steffen Schott (deixes) - 18.06.2012 09:41 Uhr

Überlegung

... aber sagen Sie mal, Herr Henn, wenn nun aber der durchschnittliche Rentenbeitragszahler, der über Riester-Produkte oder andere Wertpapiersparformen seine Rentenlücke zu schließen versucht, statt durch durch mehr Konsum die Binnennachfrage anzukurbeln und sein späteres Geschick in die Hände unserer liebevollen und fürsorglichen Politiker zu legen, von seinem Produktanbieter oder seinem Wertpapierdepot eine Rendite zu sehen wünscht: Ist er nicht dann sowieso jemand, "der die Finanzkrise verursacht" hat? In diesem Falle würde ihm doch völlig zurecht im Wege einer Finanztransaktionssteuer ein Beitrag zur Bewältigung der Krise abverlangt, n'est ce pas?

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