15.06.2012 · Der Würzburger Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger hält eine Finanztransaktionssteuer für Unsinn. Das Sparen, vor allem in Aktien, müsse gefördert und nicht belastet werden. Auch Peer Steinbrück bekommt sein Fett weg.
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ein BRAVO für herrn Prof. Wenger! wenn man immer nur das primitive,
von keinerlei
wissen bestimmte, dafür aber tausendfach wiederholte gequatsche
vornehmlich des
""hochdurchgeistigten SPD-TRIOS"" hört, kann
einem ganz schlecht werden. dann
wird das auch noch von einem großteil, der diesen geistigen
tieffliegern folgenden
medienexperten als das allein seligmachende verkauft, wobei sie erst
merken, wenn
es zu spät ist, daß es sie auch selber trifft. ich hoffe,
daß zumindest die in den regier.
parteien diesen artikel mal lesen, die es bisher auch noch nicht
begriffen haben.
@Robert Aschauer - Man kann natürlich ...
... sein Geld auch auf's Sparkonto legen und die ziemlich
unerträglichen Ausführung Wengers gut finden.
Und im Übrigen: Wer Angst vor Verlusten hat, ist im
Wertpapiergeschäft nicht gut aufgehoben. Man gewinnt, man verliert,
aber so lange man mehr gewinnt, als verliert ...
Was hat eine FTS von 0,1% auf duchgeführte Transaktionen mit der
Finanzierung von ? / mit ? / durch ? Eigenkapital zu tun?
Zu Punkt 2: Mein "Beobachtungszeitraum" ist die Zeit Ende der
90er , in der jeder plötzlich Aktien kaufen sollte, wobei mit
"jeder" insbesondere der relativ kapitalschwache, schlecht
informierte Privatanleger gemeint war. Und dass allen wichtigen
Börsenindizes in diesem Zeitraum regelmäßig nach 3-5
Jahren wieder die Luft ausging, ist nun mal eine empirische Tatsache.
Der Sekundärhandel, genau um diesen geht's. Siehe z.B. Herrn Weges
Kommentar vom 16.06. weiter oben.Ich vertrete zusätzloch den
Standpunkt, dass auf Eigentumstitel eine Haltepflicht von min. 1 Jahr
eingeführt werden sollte. Der unsägliche freie Kapitalverkehr
ist m.E. eines der Hauptübel und -gründe für die
Abneigung des "gemeinen Bürgers" gegen den Finanzmarkt.
Alle anderen volkswirtschafftlichen Produktionsmittel sind relativ
unflexibel, warum wurde das Kapital überhaupt entfesselt?
Ich halte es für einen ungeheuerlichen Vorgang, das dieser Mann hier öffentlich Rentner und Pensionäre verunglimpft, sie würden "dem Staat und der Allgemeinheit auf der Tasche liegen". Wenn hier einer der Allgemeinheit auf der Tasche liegt, dann doch wohl solche "Experten" wie der Herr Professor! Grundsätzlich ist seiner Analyse, Europa sei ein Irrenhaus ja nichts hinzuzufügen. Aber die o.a. Schlußfolgerung ist einfach skandalös.
Man kann natürlich um das goldene Kalb tanzen
und sich mit einem Aktienportfolio abgeben. Damit ist man dann beschäftigt und mit seinen Gedanken immer beim Mammon. Das ist der einzige Grund warum ich keine Aktien habe, nicht die Angst vor Verlust,
Prof. Wenger ist fuer diese klaren Worte zu danken. Momentan uebertreffen sich die Vertreter aller Parteien in Steuererhoehungs- und Abgabenvorschlaegen, natuerlich nur fuer Reiche, Spekulanten, Besserverdiener und sonstige Volksschaedlinge und suggerieren, dass fuer den "Normalbuerger" damit alles besser wird und er ueberhaupt nicht davon betroffen wird. Das ist natuerlich dummes Zeugs. Der Einkommensmittelstand hat schon immer bezahlt. Banken werden zudem die Belastungen aus der Transaktionssteuer auf alle Kunden ausdehnen durch eine angepasste Gebuehrenstruktur, da man die lukrativen Geschaeftsfelder doch nicht einseitig belasten will. Wer sich aus Fonds- oder Aktiensparen heraushalten will kann das tun, bezahlt das letztlich aber mit erbaermlichen Renditen und letztlich mit realen Verlusten bei seinem angesparten Vermoegen. Viele Deutsche gehen ja auch derzeit gerne das Klumpenrisiko der Immobilieninvestition ein, viel Spass dabei.
Auch wenn ich nicht aus eigener Erfahrung berichten kann, darf ich Sie
doch darüber informieren, dass die Mehrzahl der Beamtenpensionen in
einer "Range" liegen, die niemanden vom Sockel haut.
Und was die Minister und die Abgeordneten anbelangt: Im Grundsatz gebe
ich Wenger recht, aber angesichts der relativ kleinen Zahl von
betroffenen Personen ist das genau der Populismus, den Wenger (implizit)
anderen Leuten zum Vorwurf macht.
Auch wenn ich in einigen Punkten bei Hrn. Prof. Wenger bin,
stimme ich Ihnen in diesem Punkt zu. If you pay peanuts you will buy monkeys, das gilt auch bei Beamten.
@Walther Schmidt - Wen interessiert das ...?
Die Fonds, die ich aufzählen (nicht empfehlen!) würde, haben
alle erkleckliche Kursgewinne über die letzten 10 ... 11 Jahre gemacht.
Ich habe mehr Geld gemacht mit Kursgewinnen, als mit den paar Euro
Dividenden; damit Sie das auch richtig verstehen. Die derzeitige
Besteuerung dieser Gewinne (25% Kapitalertragssteuer vs 42%
Einkommensteuer) finde ich vollkommen in Ordnung.
Mir deucht, dass SIE die Problematik nicht so richtig durchdrungen
haben. Aber sei's drum ...
Und Wenger redet wie ein Halbstarker, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Die Chinesen sollen es richten, die wollten den armen Griechen ja
schon nix leihen, dann sollen sie jetzt wenigstens ihren CIC nehmen und diese pösen Aktien kaufen. Das wird ein pombengeschäfd für uns, das weiß doch jeder. Mindestens 3750 % in den nächsten 100 Jahren. Hoffentlich machen uns da solche Schwarzseher wie dieser Prof. Wenger nicht noch einen Strich durch die Rechnung, wir müssen jetzt also schnell handeln. Meine Güte, ich dachte schon es wird gar nicht mehr gut.
Gezinkte Karten im Hochfrequenzhandel - ein Geschäft, ausbremsbar durch Transaktionssteuern
Mit dem Hochfrequenzhandel führte die NASDAQ vor einigen Jahren
eine Handelspraxis ein, die als "Spiel mit gezinkten Karten"
beschrieben werden kann. Basis waren neue Handelssysteme mit extrem
kurzen Operationszeiten.
Auf den ersten Blick schien alles unverändert. Wie bisher gaben
Anbieter+Nachfrager ihre Offerten ein. Die NASDAQ stellte diese
Informationen jedoch, bevor sie allgemein im System sichtbar+wirksam
wurden, gegen Gebühr privilegierten Akteuren zur Verfügung.
Die Systemgeschwindigkeit erlaubte diesen Akteuren, die
Angebots/Nachfragelage zu analysieren. Lag der Nachfragepreis über
der Preisvorstellung eines Anbieters, klemmte sich z.B.Goldman Sachs
mit einem Kauf in den erkannten Zwischenraum.Ebenso schnell wurde das
Papier dann an den echten Interessenten weiterverkauft.
So fiel bei jedem Handel ein Bissen an zwischengeschaltete Parasiten mit
gekauftem Info-Vorsprung.
Handelsvolumen in 2008: 21 Mrd. USD / in 2010 : 50% des US-Aktienhandels
Eigentlich spricht der Inhalt dieses Interviews für sich und den Ausführungen von Herrn Prof. ...
... Wenger ist nichts hinzuzufügen. Hier in Spanien sagt man: Hecho
la ley hecho la trampa.
Und das bedeutet, daß jedes Gesetz auch sein Hintertürchen
hat. Daraus darf geschlossen werden, daß diejenigen die die
Sozialisten beglücken wollen, am Ende des Tages wohl die Rechnung
zahlen dürfen, aber sicher nicht die Banken. Aber daß unsere
begnadete Politik jemals etwas lernen würde, die Hoffnung habe ich
längst aufgegeben.
Da wettert der Herr Professor also gegen eine TAS von 0.1%. Bei 10000.-
€ Aktienanlage macht das gerade mal 10.- € aus. Dass jedoch
die Bank für eine Anlage in einem Aktienfond 5%
Abschlussgebühr und anschließend jährlich 1.5 - 1.8 %
Verwaltungsgebühr einstreicht, scheint ihn keineswegs zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass die FAZ fast nur kritischen Stimmen
zur TAS Raum gibt. Wo bleibt da die ausgewogene Berichterstattung?
wenig Platz, daher nur kurz...
Frau Wunderlich,
Herr Wenger stellt in diesem Artikel sehr gut dar, wie unsinnig eine
Finanztransaktionssteuer schlussendlich ist. U.a. die Schweden
können Ihnen ein passendes Lied davon singen, wie erfolgreich eine
FTS die Finanzierung mit Eigenkapital untergraben kann.
Zu Ihren Aussagen: in welchen Zeiträumen mit Aktien Geld verdient
werden konnte hängt zum einen von der Wahl des Basiswerts sowie dem
Betrachtungsraum ab. Eine Aussage, wie "in den letzten 15 Jahren
konnte kein Geld verdient werden" ist daher unsinnig.
Eine funktionierender Sekundärhandel ist selbstverständlich
notwendig. Stellen Sie sich vor: Investoren möchten im Laufe ihres
Lebens auch irgendwann einmal die Aktien verkaufen! Wie soll das ohne
Sekundärhandel funktionieren?
Desweiteren kann man nicht auf der einen Seite fordern, dass Unternehmen
doch gefälligst eine hohe EKquote haben sollen, auf der anderen
Seite jedoch den Zugang erschweren.
Wie wäre es stattdessen eigentlich mit einer Gewinnsteuer für Banken?
Klare Gedanken und klare Worte
Erfrischende Aussagen, allein schon weil man einmal nicht den verlogenden Neusprech von Schäubele, Steinbrückchen und Konsorten liest.
Schwachleister+Provisionsschneider: Die Fondsbranche fürchtet, auf der Steuer sitzen zu bleiben
Unter Krokodilstränen sorgt sich eine Branche von Schwachleistern
angeblich um das Wohl der Privatanleger. Standardmythos dabei ist, dass
Transaktionssteuern grausam+unweigerlich auf Sparer durchschlagen würden.
Tatsächlich aber drohen im Wettbewerb vor allem Abzüge bei der
Provisionsschneiderei der Fonds.
So werden heute noch banküblich Fondskäufer mit dem 20 bis
50-Fachen der Transaktionssteuer
belastet - als Vertriebsprovision. Es folgt ein ungehemmter
Spesenzirkus. An den Vertrieb
fließen dabei regelmäßig
"Bestandspflegeprovisionen": Der übliche Aufwand auf
Kosten der Anleger dabei entspricht häufig 2 bis 7,5
Transaktionssteuern - Jahr für Jahr.
Beunruhigend für die Beutelschneider:
Mehr+mehr wird evident, dass gemanagte Fonds auf Dauer keine
Überperformance gegenüber dem Zielindex bieten.
Spesenfreudige Fonds geraten damit offen ins Hintertreffen gegen
"ehrliche" Indextracker.
Letztlich erfolgloses Umschichten treibt nur die Steuerlast. Im
Wettbewerb nicht abwälzbar.
sehr richtig, unterstützt auch voll Prof. Sinn
und wir alle können nur hoffen, dass dieser Unsinn wirklich nicht
umgesetzt wird.
Dass Gabriel mit der Bemerkung: dem angeblichen Wirtschafts- und
Finanzexperten der SPD, noch gut weggekommen ist, muss ich hier wohl
nicht beweisen.
... ob es einem gefällt oder nicht. Diese
nationalgrenzenbeschränkte Denke, mit der ein Großteil des
Stimmviehs durch das Leben wandelt und die zum Wählerstimmenfang
bedient werden muss, ist eines unser größten
ökonomischen Risiken.
Würde sich doch nur ein Teil der Bevölkerung etwas mehr um das
Thema und somit um seine Zukunft kümmern. Doch leider sind
Fuball-EM, Rasenkanten, TV-Geräte, Olympia, Handys, saubere Autos
und andere Themen viel wichtiger. Ich bin gespannt wann der Deutsche
Wähler endlich wach wird.
Ich glaube, dass Sie da lange warten können,
denn ich selber warte auch schon seit meiner Schulzeit vor 50 Jahren, dass sich hier mal was ändert. Als junger Mensch war ich ein 68er und hatte gehofft, dass sich diese typisch deutsche Klein- und Spiessbürgermentalität zum Besseren Wandelt. Es ist noch schlimmer geworden. Nicht nur, dass die Stammtischpolitiker sich eher noch vermehrt haben, dazu gekommen sind die allseits bekannten Gutmenschen, oft hervorgegangen aus der 68er Bewegung. So habe ich das damals nicht gewollt und diese Gesinnung schon relativ schnell wieder über Bord geschmissen. Wenn ich mir einige dieser Gutmenschkommentare ansehe, wird mir übel. Soviel Naivität auf einem Haufen ist schon fast pervers. Wer daran glaubt, dass die FTS nicht die Bankkunden trifft und nicht die Banken und Hochfinanz glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die wahren Verursacher, die verschwenderischen Politiker, haben es geschickt verstanden dem dummen Volk den Spekulanten als Volksschädling darzustellen. Das hatten wir schon mal...
Finanztransaktionssteuer bringt überhaupt nichts, wenn sie nur in ein paar Ländern erhoben wird. Wie ja Herr Wenger richtigerweise bemerkt hat, bewirkt das nur, dass die Finanzindustrie sich in Länder verzieht, wo keine Finanztransaktionssteuer erhoben wird.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.06.2012 22:27 UhrWie immer man zur FTT auch stehen mag, das Standortargument ...
... ist einfach dumm. Das Richtige nicht zu tun, weil es andere nicht tun, verhindert jegliche Besserung!
...die im Artikel genannten Fakten sind doch alle x-mal auch in dieser Zeitung sauber analysiert worden. Interessiert aber keinen. Die Politik setzt (offensichtlich erfolgreich) auf ökonomische Unbildung sowie schlechtes Gedächtnis der Wähler und betreibt munter Schuldigen-Suche und Opportunismus. Wird zwar die entsprechenden negativen Effekte haben, aber Fussball und alles Mögliche ist uns wichtiger; das Aufwachen kommt später, aber unvermeidlich.
der Tacheles über die Transaktionssteuer redet und nicht wie
Regierungsvertreter und insbesondere Oppositionspolitiker sie mit
Nebelkerzentaktik dem dummen Stimmvieh schmackhaft machen als
"Beitrag derjenigen, die Finanzkrise verursacht haben". 90 %
der Leute, mit denen ich über die TAS spreche, sind in der irrigen
Annahme, dass sie davon nicht betroffen sind, sondern die TAS nur die
Banken und sonstige Zocker treffen würde. Es geht hier lediglich um
die Generierung neuer Steuereinnahmen, um weitere Stimmen aus dem Kreis
der Transferleistungsempfänger zu kaufen. FDP, wo bleibt Eure Aufklärungsarbeit!!!!
PS: Liebe Frau Wunderlich, bereits heute ist klar und wird auf von
seiten der Politik nicht mehr bestritten, dass der durchschnittlich
verdienende RV-Beitragszahler nicht einmal mehr nominell die Rentensumme
ausgezahlt bekommt, die er einbezahlt hat. Von Verzinsung des Kapitals
gar nicht zu reden. Er "darf" dafür den sog.
Ertragsanteil auch versteuern, was die Rente nochweiter mindert.
Überlegung
... aber sagen Sie mal, Herr Henn, wenn nun aber der durchschnittliche Rentenbeitragszahler, der über Riester-Produkte oder andere Wertpapiersparformen seine Rentenlücke zu schließen versucht, statt durch durch mehr Konsum die Binnennachfrage anzukurbeln und sein späteres Geschick in die Hände unserer liebevollen und fürsorglichen Politiker zu legen, von seinem Produktanbieter oder seinem Wertpapierdepot eine Rendite zu sehen wünscht: Ist er nicht dann sowieso jemand, "der die Finanzkrise verursacht" hat? In diesem Falle würde ihm doch völlig zurecht im Wege einer Finanztransaktionssteuer ein Beitrag zur Bewältigung der Krise abverlangt, n'est ce pas?
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