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Hedgefonds verklagt Apple : „Es ist euer Geld“

  • Aktualisiert am

Bei Kunden ist Apple Kult - an der Börse derzeit eher nicht. Das könnte sich wieder ändern. Bild: AP

Apple ist an der Börse wieder im Fokus. Der Hedgefonds-Manager David Einhorn verklagt den Konzern und fordert, dass Aktionäre von den riesigen Bargeld-Reserven stärker profitieren sollen. Die Aktie reagiert schon mit Zugewinnen.

          Es sind gigantische Barbestände, die Apple derzeit zur Verfügung hat. Zum Jahreswechsel lagen gut 137 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Das weckt Begehrlichkeiten bei (Groß-)Aktionären und Anlegern. Der bekannte und streitbare Hedgefonds-Manager und Apple-Großaktionär David Einhorn will den Konzern mit
          mit einer Klage sowie massivem öffentlichen Druck dazu bewegen, einen größeren Anteil seines Reichtums an die Aktionäre abzutreten.

          Öffentlicher Druck

          Einhorn startete seinen Vorstoß mit Auftritten bei amerikanischen Fernsehsendern sowie einem Brief an die anderen Anteilseigner. „Es ist euer Geld“, schrieb er. Parallel dazu reichte er seine Klage beim Bezirksgericht in Manhattan ein.

          Mit dem juristischen Schachzug will er verhindern, dass Apple es durch eine Satzungsänderung erschwert, verzinste Vorzugsaktien auszugeben. Dadurch beschneide sich das Management unnötig bei seinen Möglichkeiten, Werte auszuschütten, argumentierte Einhorn. „Wir wissen von keinem anderen Unternehmen, welches diesen Schritt jemals freiwillig getan hätte.“

          Konzern will „gründlich prüfen“

          Apple reagierte am Nachmittag (Ortszeit) mit einer Stellungnahme und erklärte, man werde den Vorschlag von Einhorn zur Ausgabe von Vorzugsaktien „gründlich prüfen“. Erst im März vergangenen Jahres hatte der Konzern unter seinem neuen Chef Tim Cook einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, nach 17 Jahren überhaupt wieder eine Dividende zu zahlen. Zudem startete Apple einen Aktienrückkauf. Durch die beiden Aktionen sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Anteilseigner gehen. Knapp 10 Milliarden davon sind bereits geflossen. Es habe „aktive Gespräche“ darüber gegeben, weiteres Geld an die Aktionäre auszuschütten, erklärte Apple nun. Bis Börsenschluss stieg die in den vergangenen Monaten stark gefallene Aktie um 3 Prozent.

          Viele Börsianer scheinen zu hoffen, dass Einhorn sich durchsetzen kann: Sein finanzkräftiger Hedgefonds Greenlight Capital ist ein großer Apple-Anteilseigner mit 1,3 Millionen Aktien, die nach aktuellem Stand gut 600 Millionen Dollar wert sind (448 Mio Euro). Einhorn ist einer der lautstärksten und bekanntesten Investoren an der Wall Street. Für die Aktie selbst könnte sich die aktuelle Nachrichtenlage durchaus positiv auswirken, nachdem diese zuletzt deutlich an Substanz verloren und seitens der Charttechnik viele Indikatoren keine positiven Tendenzen aufweisen. Die neuesten Apple-Ziele hatten zu Vorsicht unter den Marktteilnehmern geführt – eine vielleicht zu erwartende Ausschüttung einer Sonderdividende könnte dieses sehr schnell ändern.

          Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX

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