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Hedgefonds-Manager festgenommen „Der lukrativste Insider-Tipp aller Zeiten“

Der Hedgefonds-Manager Mathew Martoma soll auf Aktien eines Pharma-Unternehmens spekuliert haben, und zwar mit Hilfe geheimer Informationen über die Arzneitests. Jetzt ist er festgenommen worden.

© REUTERS New York

Ein früherer Hedgefonds-Manager ist am Dienstag in Florida wegen Insiderhandels im großen Stil festgenommen worden. Mathew Martoma wird vorgeworfen, Investmentberatern und ihren Hedgefonds illegale Gewinne in Höhe von 276 Millionen Dollar (216 Millionen Euro) ermöglicht zu haben. Bei dem Fall handele es sich vermutlich um den „lukrativsten Insidertipp aller Zeiten“, sagte Staatsanwalt Preet Bharara in New York.

Martoma wurde vor dem Bezirksgericht in Manhattan wegen einer Absprache zum Wertpapierbetrug in den Jahren 2006 bis 2008 angeklagt. Damals arbeitete er für die Firma CR Intrinsic Investors aus Stamford im US-Staat Connecticut. Nach Ermittlungen der Bundespolizei FBI kam der Insiderhandel in Gang, als Martoma einen Arzt kennenlernte, der im Oktober 2006 an klinischen Tests eines Medikaments gegen Alzheimer beteiligt war. Das Medikament wurde von den Pharmafirmen Elan und Wyeth entwickelt.

Geheime Informationen über Arzneitests

Daraufhin habe Martoma geheime Informationen erhalten, die im Zusammenhang mit dem endgültigen Ergebnis der Tests gestanden hätten, hieß es weiter. Andere Vertreter der Investmentbranche soll er dann zum Kauf von Aktien der Pharmafirmen ermuntert haben, die Wertpapiere jedoch später abgestoßen und dann gegen die betroffenen Unternehmen gewettet haben.

Nach Erkenntnissen der US-Börsenaufsicht SEC, die die Klage gegen CR Intrinsic Investors, Martoma und den Arzt Sidney Gilman einreichte, flossen die illegalen Gewinne im Juli 2008. Die Machenschaften hätten sich auf “einem Niveau abgespielt, das es so noch nie gegeben hat„, erklärte Staatsanwalt Bharara vor Journalisten.

Mehr zum Thema

Martoma wurde in seinem Haus in Boca Raton in Florida festgenommen und zunächst in West Palm Beach von einem Bundesgericht vernommen. Später kam er gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar auf freien Fuß. Für den kommenden Montag ist eine weitere Anhörung in Manhattan geplant.

Quelle: FAZ.net / dapd

 
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