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Neue Sparkassen-App : Bau dir deine Bank

Der Coole von der Sparkasse: Kim Rauprich erklärt, wie die neue Smartphone-App Yomo funktioniert. Bild: Gierke, Dominik

Mit dem Smartphone-Konto Yomo wollen die Sparkassen junge Leute für sich gewinnen. Noch kann es ziemlich wenig. Aber das ist so gewollt, sagen die Macher.

          Das Du ist ganz wichtig. „Wir duzen uns hier“, stellt Ines gleich zur Begrüßung klar. Die junge Dame trägt einen knallepinken Kapuzenpulli; ihr Kollege Kim einen strahlendblauen. Und auf beiden steht Yomo. Die Abkürzung steht für „Your Money“, zu Deutsch also „Dein Geld“. Bei den Sparkassen steht Yomo aber noch für viel mehr: nämlich für den Versuch, die junge Generation für die etwas angestaubten öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute zu gewinnen. Ines und Kim arbeiten in der Projektgruppe, die seit gut eineinhalb Jahren die neue App entwickelt, mit denen die Sparkassen jungen Leuten ermöglichen wollen, all ihre Finanzen da zu machen, wo sie auch sonst alles machen: auf dem Smartphone.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          An diesem Tag hat die Stadtsparkasse München in die Thompson Lounge geladen, eine stylische Bar im Industrieloft-Stil nahe dem Isartor. Kim und Ines sollen einer Handvoll Journalisten zum ersten Mal zeigen, was Yomo so kann, bevor es im April und Mai nach und nach auf den Markt kommt. Onboarding heißt das ganz modern. Die Teilnehmer sollen sich die App aufs Handy laden und bestenfalls gleich ein eigenes Konto eröffnen, damit sie selbst ausprobieren können, wie einfach und praktisch das alles ist. Bislang wurden etwa 500 Nutzer über solche Onboardings an Bord genommen – vor allem Sparkassenmitarbeiter und einige Testkunden, die ausprobieren sollen, was sie gut finden und was nicht, wo noch Fehler und Haken sind.

          Die Kontoeröffnung ist tatsächlich sehr simpel. Eine Teilnehmerin, nennen wir sie Heike, lädt sich die App auf ihr Handy, muss Namen, Adresse und Geburtsdatum eingeben, Häkchen setzen, dass sie über die App kein Geld waschen will und dass die Schufa Auskunft über ihre Kreditwürdigkeit geben darf. Über ein kurzes Videotelefonat und mit ihrem Ausweis in der Hand beweist Heike, dass sie sie selbst ist. Und schon kann es losgehen. „Geschafft“, erscheint auf dem Bildschirm, mit drei Ausrufezeichen und drei Partyhütchen-Emojis. Yomo versucht schließlich, ganz in die Smartphonewelt zu passen – da sind die Symbole, die bei jungen Leuten in keiner SMS fehlen dürfen, ganz wichtig.

          Den Charme der App soll ausmachen, dass sie simpel ist

          Und was kann Yomo nun? Ganz viel noch nicht. Der Startbildschirm ist denkbar übersichtlich: der Kontostand wird groß angezeigt, über wenige Knöpfe kommt der Nutzer zu seiner Umsatzübersicht und zu einem Überweisungsformular. Die Girocard, die zu dem Konto geliefert wird und mit der ein Nutzer an jedem Sparkassen-Automaten gratis Geld abheben kann, kann er mit einem Wisch sperren lassen. Dafür, dass um Yomo seit Monaten großes Gewese gemacht wird, sieht das alles ziemlich simpel aus. Aber zumindest Kim sagt, dass das gerade den Charme ausmache: „Die App soll genau das können, was unsere Zielgruppe braucht“, sagt er. Die Zielgruppe sind alle, die nach 1990 geboren wurden, die schon mit digitalen Medien aufgewachsen sind und für die ein gutes Produkt vor allem einfach und intuitiv sein soll. Möglichst schnell auf den Markt zu kommen sei wichtiger als von vornherein alle Details durchzuplanen, sagt Kim.

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