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Bundesbankbericht : Ein Plädoyer fürs Sparen

  • Aktualisiert am

Deutsche Bundesbank: Auch mit geringem Zinsertrag lohnt sich sparen. Bild: Picture-Alliance

Auch wenn es kaum noch Zinsen gibt - Sparen lohnt sich trotzdem. Das meint mit der Deutschen Bundesbank just ein Niedrigzinsen-Skeptiker.

          Trotz Niedrigzinsen lohnt es sich laut der Deutschen Bundesbank weiter, Geld auf die hohe Kante zu legen. Das gelte auch in der derzeitigen Ära niedriger Nominalzinsen.

          Berücksichtige man die Inflation, habe die Verzinsung im ersten Quartal 2017 unterm Strich bei knapp 1,9 Prozent gelegen, heißt es in dem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank.

          Damit befinde sich die reale Rendite zwar deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt seit 1991 von 2,8 Prozent, liege aber zugleich über den seit dem Krisenjahr 2008 erzielten 1,7 Prozent.

          Einen nennenswert positiven Beitrag leisteten den Währungshütern zufolge zuletzt Ansprüche aus Versicherungen. Auch Wertpapiere trugen positiv zur Rendite bei, wenn sie auch einen vergleichsweise geringen Anteil am Vermögens-Portfolio der Deutschen ausmachen.

          Während sich Kritik an einer vermeintlichen „Enteignung der Sparer“ durch die lockere Geldpolitik meist auf diejenigen Zinsen konzentriert, die Sparer auf Bankeinlagen erhalten, haben die Währungshüter errechnet, wie viel Rendite die Deutschen zuletzt unter Berücksichtigung auch anderer Anlageformen erzielten.

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          Die Rendite von Einlagen auf Bankkonten, die knapp 40 Prozent Anteil am gesamten Portfolio der Sparer haben, verringerte zuletzt tatsächlich die Gesamtrendite. Der Beitrag von Wertpapieren wie Aktien sei überwiegend positiv gewesen. Ihr Anteil an den genutzten Anlageformen liege aber seit 2009 bei weniger als einem Viertel.

          Erst vor kurzem hatten neue Forschungen das Ergebnis erbracht, dass Anlagen am Geldmarkt seit etwa 1870 durchschnittlich nur ein Prozent einbrachten und die Renditen in den späten Achtzigern und den Neunziger Jahren eher außergewöhnlich hoch waren.

          Quelle: dpa

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