Home
http://www.faz.net/-gv6-12txa
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fünf Tipps Geld richtig anlegen

13.06.2009 ·  Ratschlag für Anleger: Die besseren Finanzprodukte und für wen sie sich eignen.

Von Nadine Oberhuber
Artikel Lesermeinungen (8)

1. Das sollten alle haben. Bevor jemand Geld für irgendetwas anderes ausgibt, sollte er eine Haftpflichtversicherung haben (80 Euro im Jahr), eine Berufsunfähigkeitsversicherung (1000 bis 1300 Euro) und - wenn er Angehörige absichern will - einen Todesfallschutz, also eine Risikolebensversicherung (120 Euro). Das ist keine Kapitallebensversicherung! Die ist viel teurer. Wer schon eine Kapitallebensversicherung hat: Alte Verträge mit vier Prozent garantiertem Zins eher behalten. Kündigen ist teuer.

2. Erst entschulden, dann sparen. Bevor weiteres Geld angelegt wird: Läuft ein Kredit? Ist das Konto am Ende auch so schon ständig überzogen? Es zahlt sich immer aus, erst die Schulden zu tilgen. Denn Kreditzinsen sind stets höher als Guthabenzinsen. Deshalb macht man mit dem Sparen Miese, wenn man noch auf Pump lebt. Für kleinere und mittlere Anschaffungen wie eine Waschmaschine oder ein Auto sollten Anleger ein verzinstes Sparkonto einrichten oder einen monatlichen Banksparplan.

3. Für Kurzfrist-Sparer. Das Tagesgeld ist immer noch die beste - und auch sichere - Anlageform für das kurzfristige Sparen. Die Zinsen sind zwar jüngst extrem gesunken, aber mit 2,5 bis vier Prozent kann man derzeit rechnen.

4. Für Langfrist-Sparer. Am besten mit drei Produkten: einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Zweitens: einem Aktíen-Indexfonds (kostet wenig, bringt Rendite, schwankt aber auch stark). Und drittens einem offenen Immobilienfonds (die sind relativ stabil).

5. Für Ältere. Sie sollten sich weniger abhängig von Aktieninvestments machen. Tagesgeld und Festgeld sind eine sichere Bank, offene Immobilienfonds (keine geschlossenen!) sind ebenfalls solide. Aktien-Indexfonds (ETF) können weiterbespart werden, sollten aber keinen sehr großen Teil des Vermögens ausmachen. Ein Bankauszahlplan ist gut - die Bank bietet feste Zinsen und zahlt monatlich eine Summe. Eine Sofortrente zahlt ewig und ist gut für diejenigen, die denken, dass sie sehr alt werden.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Jahrgang 1973, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge

25.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.339,94 +0,38%
 OK
25.05.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.339,94 +0,38%
FAZ-INDEX 1.377,69 −0,11%
TecDAX 752,47 +0,08%
MDAX 10.196,40 −0,34%
SDAX 4.817,28 +0,29%
REX 434,70 −0,15%
Eurostoxx 50 2.161,87 +0,25%
F.A.Z. EURO 69,61 +0,13%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
Nasdaq 100 2.527,05 −0,17%
S&P500 1.317,82 −0,22%
Nikkei225 8.580,39 +0,20%
EUR/USD 1,2515 −0,14%
Rohöl Brent Crude 106,90 $ +0,14%
Gold 1.569,50 $ +0,06%
Bund Future 144,35 € +0,25%