Unternehmensnachrichten
Abermals Gewinneinbruch bei Commerzbank
Die Commerzbank ist mit einem Gewinnrückgang ins Jahr gestartet. Unter dem Strich verdiente das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut nach eigenen Angaben vom Mittwoch 369 Millionen Euro. Das sind gut 60 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zu Belastungen von gut 500 Millionen Euro führte der Abbau von Risikopositionen in der Bilanz und die Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten. Ohne diese Sondereffekte wäre das operative Ergebnis laut Bank im Vergleich zum Vorjahr fast stabil geblieben.
Die Bank verfehlte mit dem Nettoergebnis die eigenen Erwartungen. Der Vorstand selbst hatte für das gesamte erste Halbjahr einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Gemessen an dieser Kalkulation hätte das Institut mindestens 600 Millionen Euro verdienen müssen, zumal das zweite Quartal bei den Banken normalerweise schlechter läuft als das erste. Analysten hatten aber bereits damit gerechnet, dass die Bank dieses Ziel nicht erreicht. (dpa)
Florierendes Klebstoffgeschäft beschert Henkel Gewinnsprung
Der Konsumgüterhersteller Henkel ist dank florierender Geschäfte seiner Klebstoffsparte mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn ins Geschäftsjahr 2012 gestartet. Die Erwartungen des Marktes konnte der Hersteller von Pritt und Persil mit seinen Ertragszahlen übertreffen. Henkel habe bei einem um 4,8 Prozent auf vier Milliarden Euro gestiegenen Umsatz im ersten Quartal einen um einmalige Erträge und Restrukturierungsaufwendungen bereinigten operativen Gewinn von 551 (Vorjahr: 473) Millionen Euro erzielt. Das Betriebsergebnis kletterte um 25,2 auf 538 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn nach Anteilen Dritter von 377 Millionen Euro - deutlich mehr als die 314 Millionen Euro vor Jahresfrist.
Analysten hatten den Umsatz von Januar bis März mit 4,0 Milliarden Euro, das bereinigte Ebit mit 536 Millionen Euro und den Überschuss mit 355 Millionen Euro prognostiziert. Die Jahresziele bekräftigte der Konzern. (Reuters)
Eon kommt im ersten Quartal langsam wieder in Fahrt
Der Energiekonzern Eon kommt nach dem schwächsten Jahr seiner Unternehmensgeschichte langsam wieder auf Kurs. Der Düsseldorfer Versorger steigerte im ersten Quartal seinen nachhaltigen Nettogewinn und hält an seiner Prognose fest, das Ergebnis 2012 zu verbessern.
Eon bestätigte, wie bereits vor einer Woche überraschend mitgeteilt, den um Einmaleffekte - etwa die Bewertung von Derivaten - bereinigten Konzernüberschuss im ersten Quartal um 27 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro gesteigert zu haben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um neun Prozent auf rund 3,77 Milliarden Euro.
Verantwortlich dafür war neben einer günstigen Steuerquote vor allem das verbesserte Ergebnis im Gashandel. Der Gesamtumsatz stieg um 28 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro (Dow Jones)
K+S-Gewinn bricht im Auftaktquartal ein
Der Düngemittel- und Salzanbieter K+S ist schwach ins Jahr gestartet. Umsatz- und Gewinn gingen erwartungsgemäß deutlich zurück. Die Gründe sind ein stark geschrumpftes Auftausalzgeschäft im Eis- und Schnee-freien Winterquartal und ein im Vorjahresvergleich geringerer Absatz von Kali- und Magnesiumprodukten.
Die Erlöse fielen in den ersten drei Monaten des Jahres um 11,6 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit I) rutschte noch stärker um 24 Prozent auf 281 Millionen Euro ab. Der bereinigte Konzerngewinn schmolz um 29 Prozent auf 193 Millionen Euro ab.
Im Gesamtjahr rechnet K+S in diesem Jahr weiter mit stabilen Umsätzen. Für den Betriebsgewinn und das bereinigte Konzernergebnis prognostizieren die Nordhessen wegen der geringeren Auftausalznachfrage unverändert einen moderaten Rückgang. (Dow Jones)
Streiks und Landebahn-Kosten drücken Fraport-Gewinn
Der Streik der Vorfeld-Mitarbeiter, höhere Abschreibungen und Kreditzinsen für die neue Landebahn haben dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport zum Jahresstart einen deutlichen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Gewinn von rund 16 Millionen Euro. Das sind 37 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Weil das eigentliche Geschäft überraschend gut lief, übertraf der Flughafenbetreiber allerdings durchweg die Erwartungen der Analysten.
In den ersten drei Monaten kam Fraport auf einen Umsatz von 538 Millionen Euro, rund sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn legte um 8 Prozent auf 138 Millionen Euro zu. (dpa-AFX)
Schwaches Europageschäft beschert Klöckner & Co Verluste
Der Stahlhändler Klöckner & Co hat zum Jahresstart das schwache Umfeld in Europa zu spüren bekommen und ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht als am Markt erwartet. Den Umsatz konnten die Duisburger nur wegen Zukäufen steigern. Der Ausblick für das Gesamtjahr - die angestrebte Steigerung des operativen Gewinns - ist noch mit Fragezeichen versehen.
Nach roten Zahlen auch zum Jahresende 2011 verbucht der Konzern in den ersten drei Monaten einen Nettoverlust von 10 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Klöckner zum Jahresauftakt noch einen Gewinn von 43 Millionen Euro vermelden können. Das Betriebsergebnis betrug 18 (86) Millionen Euro. Der Umsatz stieg dank Übernahmen um über ein Fünftel auf 1,95 Milliarden Euro.
Für 2012 erwartet Klöckner weiterhin eine Steigerung des Absatzes um fünf Prozent. Auch der Umsatz soll zulegen. Ein höheres operatives Ergebnis sei nur erreichbar, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa im zweiten Halbjahr verbessere. (Dow Jones)
Lanxess zeigt starken Jahresauftakt
Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat getrieben von der starken Nachfrage der Reifenindustrie und dank Zukäufen erfreuliche Erstquartalszahlen vorgelegt. Der weltweit größte Synthese-Kautschuk-Hersteller steigerte die Erlöse im Auftaktquartal um 15 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 15 Prozent auf 369 Millionen Euro. Nach Steuern und Anteilen verdiente das Unternehmen 193 Millionen Euro und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit den Zahlen übertraf der Konzern abermals die Analystenerwartungen.
Lanxess hatte die Aktionäre bereits Ende März auf einen vielversprechenden Jahresstart eingestimmt und für die ersten drei Monate einen kräftigen operativen Ergebnisanstieg in Aussicht gestellt. Die gestiegenen Rohstoffkosten seien vollständig kompensiert worden, hieß es. (Dow Jones)
Celesio steigert Umsatz und Ergebnis
Der Pharmagroßhändler Celesio rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinn „mindestens“ auf Vorjahresniveau. Im ersten Quartal waren Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreswerten leicht gestiegen. Der Umsatz legte vorläufigen Zahlen zufolge von 5,5 Milliarden Euro auf rund 5,64 Milliarden Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte von 133 auf 140 Millionen Euro. Nach einer Neubewertung wurden auf die zum Verkauf stehende Tochter Pharmexx 45 Millionen Euro abgeschrieben. (dpa-AFX)
Brenntag startet mit Umsatz- und Ergebnisplus ins Jahr
Der Chemiekalienhändler Brenntag hat sich im Auftaktquartal gut geschlagen. Umsatz und Gewinn legten vor allem dank im Vorjahr getätigter Zukäufe deutlich zu. Der Konzern profitiert weiter vom Trend der Unternehmen, ihre Distributionsaktivitäten auszulagern.
In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Erlöse um 10,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) kam um 8,7 Prozent auf 171,6 Millionen Euro voran. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 79,4 Millionen Euro noch 18,7 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der hohe Anstieg ist unter anderem auf niedrigere Finanzierungskosten zurückzuführen, da Brenntag 2011 seine Refinanzierung günstiger aufgestellt hat. Mit den Zahlen erfüllte der Konzern die Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr prognostiziert der Konzern aus Mühlheim an der Ruhr weiter Wachstum bei allen relevanten Ergebnisgrößen. Das größte Wachstumspotenzial wird unverändert im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Lateinamerika gesehen. (Dow Jones)
Symrise erhöht nach solidem Jahresauftakt Umsatzprognose
Der Duft- und Aromenhersteller Symrise ist im ersten Quartal dank guter Geschäfte mit Großkunden stärker gewachsen als erwartet. Das Unternehmen hob zudem seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht an. Ergebnisseitig machten sich bei dem Konzern aus Holzminden aber die gestiegenen Rohstoffkosten bemerkbar.
In den ersten drei Monaten stiegen die Erlöse um 4 Prozent auf 433 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) konnte damit allerdings nicht Schritt halten, hier fiel der Anstieg mit 2 Prozent auf 87 Millionen Euro etwas geringer aus. Die Ebitda-Marge blieb aber mit 20,1 Prozent auf hohem Niveau. Geholfen hat dabei der Verzicht auf margenschwaches Geschäft und die teilweise Weitergabe der hohen Rohstoffkosten. Das Nettoergebnis stieg um 3 Prozent auf 43 Millionen Euro. Insgesamt lag Symrise leicht über den Erwartungen der Analysten.
Für das Gesamtjahr ist Symrise etwas optimistischer als bisher. Das Umsatzplus soll nun zwischen 3 Prozent und 5 Prozent betragen, vorher war der Konzern von 2 bis 4 Prozent ausgegangen. Die Profitabilität soll auf dem hohen Vorjahresniveau von 20
Prozent gehalten werden. (Dow Jones)
Kuka nach Zuwächsen im Quartal optimistischer fürs Gesamtjahr
Nach Bestmarken bei Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr ist der Roboter- und Anlagenbauer Kuka auch ins neue Geschäftsjahr gut gestartet. Bei allen wichtigen Kennzahlen können die Augsburger nach Ablauf des ersten Quartals deutliche Zuwächse vermelden.
Die Auftragseingänge legten um mehr als die Hälfte auf 602,6 Millionen Euro zu. Das ist Angaben des Konzerns zufolge der höchste Wert, der je für ein erstes Quartal erzielt wurde. Die Umsatzerlöse wuchsen um 12,5 Prozent auf 367,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte fast um die Hälfte auf 21,9 Millionen Euro zu. Unter dem Strich bleiben dem Konzern 10,8 Millionen Euro. Das ist doppelt so viel wie im Vorquartal.
Kuka liegt damit über den Markterwartungen. Analysten hatten einen Auftragseingang von 425 Millionen Euro vorhergesagt. Beim Umsatz rechneten sie mit 353 Millionen Euro, beim Ebit mit 18 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Dritten schätzten sie mit 9,4 Millionen Euro.
Seine Prognose für 2012 hat der Konzern konkretisiert. Nun werden Umsatzerlöse von mindestens 1,44 Milliarden Euro erwartet. Kuka geht davon aus, unter der Annahme unveränderter Rahmenbedingungen rund 1,5 Milliarden Euro erreichen zu können. Die Ebit-Marge soll 5,5 bis 6 Prozent betragen. Bislang wollten die Augsburger die Profitabilität bei im schlechtesten Fall konstanten Erlösen steigern. Im ersten Quartal hatte Kuka mit 6,0 Prozent bereits den oberen Wert des Zielbereichs erreicht. (Dow Jones)
Springer startet mit Gewinnplus ins Jahr
Axel Springer ist dank seines stark wachsenden Online-Geschäfts und stabiler Verkäufe auf dem heimischen Printmarkt mit einem Gewinnplus ins Jahr gestartet. Das operative Ergebnis legte im ersten Quartal um knapp acht Prozent auf 136,5 Millionen Euro zu. Der Überschuss stieg um fast neun Prozent auf 68,5 Millionen Euro. Der Umsatz des „Bild“- und „Welt“-Verlags erhöhte sich um rund sieben Prozent auf 789 Millionen Euro. Das Wachstum der digitalen Medien habe den Umsatzrückgang bei den internationalen Printmarken wettgemacht. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 774 Millionen Euro und einem
Ebitda von 134 Millionen Euro gerechnet. Fürs laufende Geschäftsjahr bekräftigte das Unternehmen seine Erwartungen. Demnach rechnen die Berliner mit einem Anstieg der Konzernerlöse im einstelligen Prozentbereich und einem leicht höheren operativen Gewinn. (Reuters)
Hohe Sonderbelastungen drücken ING-Gewinn
Der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern ING ist wegen hoher Kosten für den Umbau der Versicherungssparte und einen Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten mit einem Gewinneinbruch ins Jahr gestartet. Der Überschuss sei im ersten Quartal um 51 Prozent auf 680 Millionen Euro eingebrochen. Einen Teil der Sonderbelastungen in Höhe von insgesamt 515 Millionen Euro konnte der Konzern durch einen Spartenverkauf wettmachen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn fiel um 48 Prozent auf 705 Millionen Euro. Damit verfehlten die Niederländer die Erwartungen beim Überschuss deutlich, beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn schnitten sie dagegen etwas besser ab als erwartet. (dpa-AFX)
Grammer profitiert von starker Nachfrage nach Lkw-Sitzen
Dank guter Nachfrage nach Sitzen für Lastwagen und andere Nutzfahrzeuge hat der Zulieferer Grammer im ersten Quartal bessere Geschäfte gemacht. Der Umsatz zog um neun Prozent auf 285,8 Millionen Euro an. Vor allem in Europa habe man zugelegt, während die Erlöse im bisherigen Boommarkt Brasilien zurückgegangen seien. Der Betriebsgewinn verharrte bei 12,1 Millionen Euro; Grammer zufolge schlugen Kosten für neue Produkte und den Aufbau von Standorten für die Lkw-Sitz-Fertigung zu Buche. Nach Steuern lag der Gewinn mit 7,7 Millionen Euro gut anderthalb mal so hoch wie vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Grammer nach wie vor mit weniger Dynamik auf den weltweiten Märkten. Umsatz und Ertrag des Konzerns sollen sich positiv entwickeln, hieß es. (Reuters)
Deutsche Beteiligungs AG profitiert von Steuereffekten
Der Deutschen Beteiligungs AG kommt in ihrem zweiten Geschäftsquartal eine Neueinschätzung bei der Umsatzsteuer durch die Finanzverwaltung zugute. Die hessische Finanzverwaltung habe nämlich entschieden, dass Erträge aus einem von der Gesellschaft aufgelegten Parallelfonds nun doch nicht der Umsatzsteuer unterworfen sind. Deshalb wird das Unternehmen für das zweite Geschäftsquartal 2011/12, das am 30. April endete, aus aufgelösten Rückstellungen einen einmaligen Ertrag von 0,70 Euro je Aktie verbuchen. Die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal liegen noch nicht vor, die Zahlen wird die Gesellschaft am 14. Juni bekanntgeben. (Dow Jones)
Walt Disney steigert Gewinn
Walt Disney hat trotz des Kinoflops „John Carter“ im vergangenen Quartal seinen Gewinn unerwartet deutlich gesteigert. Dank guter Geschäfte in den Sparten Freizeitparks und Medien erhöhte der Konzern nach Angaben vom Dienstag seinen Überschuss um 21 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Ohne Sondereffekte betrug der Gewinn je Aktie 58 Cent, was leicht über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten lag. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf rund 9,6 Milliarden Dollar zu.
Die Zahlen aus dem zweiten Geschäftsquartal schließen noch nicht die Einspielergebnisse des jüngsten Disney-Kinoerfolgs „The Avengers“ mit ein. Der Superhelden-Film spielte allein am ersten Wochenende in den Vereinigten Staaten und Kanada das Rekordergebnis von 207,4 Millionen Dollar ein. Das Filmstudio von Disney fuhr wegen des an den Kinokassen gefloppten Science-Fiction-Spektakels „John Carter“ im abgelaufenen Quartal einen Verlust von 84 Millionen Dollar ein. (Reuters)
Harscher Februar bremst Holcim
Der strenge Winter in Teilen Europas hat beim Schweizer Zementkonzern Holcim im Auftaktquartal deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Weil die Bautätigkeit in weiten Teilen West- und Osteuropas im Februar zeitweise zum Erliegen kam, stagnierte der Konzernumsatz nahezu bei 4,76 Milliarden Franken (3,96 Milliarden Euro). Der Reingewinn fiel um fünf Prozent auf 116 Millionen Franken. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 158 Millionen und einem Umsatz von 4,72 Milliarden Euro gerechnet. Dennoch rechnet Holcim für das laufende Jahr aufgrund des Wachstums in den Schwellenländern sowie weiteren Kostensenkungen mit einem höheren operativen Gewinn (Ebitda). (Reuters)
OMV übertrifft mit Gewinnsteigerung Analystenerwartungen
Der Öl- und Gaskonzern OMV hat zu Jahresbeginn dank der Rückkehr nach Libyen, eines höheren Ölpreises und des kalten Winters mehr verdient. Das um Lagereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Clean CCS Ebit) stieg um neun Prozent auf 800 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit schnitt OMV deutlich besser ab als von Analysten erwartet. (Reuters)
Fossils Europageschäft schwächelt
Der Umsatz des Taschen- und Uhren-Herstellers Fossil ist im ersten Quartal in Europa nur minimal gestiegen. Vor allem in Deutschland, Spanien und Italien liefen die Geschäfte mit Mode-Accessoires nicht wie erhofft. Insgesamt setzte Fossil im ersten Quartal 589,5 Millionen Dollar um und verpasste damit die Prognose der Analysten um fünf Prozent. Der Gewinn fiel mit 58,1 Millionen Dollar um ein Prozent höher aus als erwartet. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Sachsen-Anhalt lehnt Gesetz zur Kürzung der Solarförderung ab
Das Land Sachsen-Anhalt wird die von der Bundesregierung geplante Kürzung der Solarförderung im Bundesrat ablehnen. Es solle der Vermittlungsausschuss angerufen werden, um zu einer grundlegenden Überarbeitung zu kommen, sagte Regierungschef Reiner Haseloff nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss der Nachrichtenagentur dpa. Im Bundesrat ist für die Anrufung des Vermittlungsausschusses die einfache Mehrheit notwendig. Diese Mehrheit ist laut Haseloff noch nicht sicher.
Der Ministerpräsident betonte, die erneuerbaren Energien seien von der Politik gewollt worden. Man könne die Branche nicht einfach fallenlassen oder durch plötzliche Änderungen verunsichern. (dpa-AFX)
IWF fordert von Deutschland weitere Strukturreformen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert von Deutschland weitere strukturelle Reformen sowie eine Stärkung der Binnennachfrage. „Deutschland ist auf dem richtigen Weg, aber es könnte noch mehr tun“, verlautete am Dienstag aus IWF-Kreisen in Berlin zum Abschluss der jährlichen „Artikel-IV-Konsultationen“.
In seinem Abschlussbericht mahnt der Weltwährungsfonds zugleich größere Anstrengungen bei der Konsolidierung der Landesbanken an. Die Stabilisierung des deutschen Finanzsystems insgesamt habe angesichts externer Risiken weiter Priorität. Eine sich verschärfende Euro-Schuldenkrise sei das größte Risiko für die deutsche Wirtschaft. Auch ein geringeres globales Wachstum könnte die Konjunktur belasten.
Der IWF rät Deutschland, sein Wachstumspotential mit Strukturreformen weiter zu stärken. Der bereits eingesetzte Übergang zu einem stärker von der Binnennachfrage getragenen Wachstum sollte fortgesetzt werden. (dpa-AFX)
Spanische Banken sollen 35 Milliarden Euro zur Seite legen
Die spanische Regierung will Banken nach Angaben aus Kreisen dazu bewegen, weitere 35 Milliarden Euro zur Absicherung von Risiken im Immobilienbereich zur Seite zu legen. Der Schritt soll nach der Kabinettssitzung am Freitag in Madrid bekanntgegeben werden, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Summe käme zu den bereits geforderten 54 Milliarden Euro, mit denen sich spanische Banken gegen Ausfallrisiken bei Immobilienkrediten absichern müssen. Das Wirtschaftsministerium lehnte eine Stellungnahme ab. (Reuters)
Rettungsschirm für Altlasten der Berliner Bankenaffäre abgeschafft
Der Senat hat den Rettungsschirm für die Erblast der Berliner Bankenaffäre zugeklappt. Die Berliner Immobilien Holding (BIH) werde in eine eigenverantwortliche Landesbeteiligung umgewandelt. Damit werde die Risikoabschirmung des Landeshaushalts in Höhe von mehr als 21 Milliarden Euro beendet. Garantieansprüche aus der Zeit der ehemaligen Berliner Bankgesellschaft soll die BIH künftig eigenständig erfüllen. „Dafür wird sie vom Land mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet“, hieß es. Die Bürgschaft des Landes könne aber auf 3,8 Milliarden Euro gesenkt werden. Die landeseigene Berliner Immobilien Holding verwaltet 29 Fonds, in denen rund 41 500 Mieteinheiten in ganz Deutschland und auch im Ausland zusammengefasst sind. Das Land Berlin hält inzwischen 93 Prozent der Anteile an diesen Fonds. Laut Finanzverwaltung sollen sie komplett zurückgekauft werden, zu den Kosten lasse sich aber noch nichts sagen. (dpa-AFX)
Japanische Frühindikatoren hellen sich etwas weniger auf als erwartet
In Japan hat sich die Wirtschaftsstimmung im März etwas weniger als erwartet aufgehellt. Der Sammelindex der Frühindikatoren stieg von revidierten 96,0 (zunächst 96,3) Punkten im Vormonat auf 96,6 Zähler, wie die Regierung am Mittwoch in Tokio mitteilte. Volkswirte hatten mit einem etwas höheren Wert von 96,9 Punkten gerechnet. (dpa-AFX)
