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Medienschau Traditionsbank Wegelin stellt nach Steuerskandal Geschäft ein

 ·  Deutsche Autobauer fahren in den Vereinigten Staaten ein kräftiges Absatzplus ein, Google kommt bei seinem amerikanischen Kartellverfahren glimpflich davon, der BP-Partner Transocean zahlt eine Milliardenstrafe wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und indische Behörden finden bei einer Banker-Razzia Milliarden-Papiere.

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Unternehmensnachrichten

Bank Wegelin gesteht in Steuerfall Schuld ein

Die in den Vereinigten Staaten wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte Schweizer Traditionsbank Wegelin hat sich vor Gericht schuldig bekannt. In einer Anhörung vor Richter Jed Rakoff am Bezirksgericht Manhattan gab die Bank am Donnerstag zu, reichen Amerikanern dabei geholfen zu haben, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen. „Die gerichtliche Erklärung beinhaltet, dass Wegelin eingesteht, durch Eröffnung von Konti und Depots und deren Betreuung für amerikanische Steuerpflichtige amerikanisches Recht verletzt zu haben“, wie die St. Galler Bank mitteilte. Die 1741 gegründete älteste Bank der Schweiz wird nach Abschluss des Verfahrens ihr Geschäft einstellen. Wegelin zahlt insgesamt 57,8 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Der Betrag beinhaltet eine Strafzahlung, Wiedergutmachung für mutmaßlich entgangene Steuereinnahmen sowie mit amerikanischen Kunden erzielte Gewinne. Außerdem verpflichtet sich die Bank, amerikanische Kunden- und Bankdaten aufzubewahren und diese herauszugeben, sollten die Schweizer Behörden das anordnen.

Die amerikanischen Behörden hatten die älteste Schweizer Bank vor knapp einem Jahr verklagt und ihr vorgeworfen, reichen Amerikanern geholfen zu haben, mindestens 1,2 Milliarden Dollar vor der Steuer zu verstecken. Der Schritt zwang das St. Galler Traditionshaus, einen Großteil seines Geschäfts an die Raiffeisen Bank zu verkaufen. Neben Wegelin haben die Amerikaner weitere rund zehn Schweizer Banken im Visier, darunter Credit Suisse und Julius Bär sowie die Kantonalbanken von Zürich und Basel. Die Aktionen gegen Schweizer Banken begannen 2007 mit einer Untersuchung gegen die UBS. Dieses Verfahren, in das sich dann auch die Schweizer Regierung einschalten musste, endete damit, dass die UBS 780 Millionen Dollar Strafe zahlte und mit dem Segen der Schweizer Behörden die Namen von 4450 amerikanischen Kunden herausgab. Andere Schweizer Banken, darunter auch Wegelin, übernahmen dann von UBS amerikanische Kunden. (Reuters)

Autobauer fahren in Vereinigten Staaten kräftiges Absatzplus ein

Ein gutes Weihnachtsgeschäft hat den deutschen Autobauern zum Jahresausklang kräftige Zuwächse in den Vereinigten Staaten beschert. Volkswagen steigerte den Absatz im Dezember nach Angaben von Donnerstag um 35 Prozent auf 44.000 Wagen. Die VW-Tochter Audi erzielte einen Anstieg von 17 Prozent. Der Sportwagenbauer Porsche verkaufte sogar 61 Prozent mehr Autos als ein Jahr zuvor. Bei BMW betrug das Absatzplus rund 35 Prozent. Auch bei Daimler florierten die Geschäfte: Der Stuttgarter Konzern erhöhte den Verkauf der Marke Mercedes um 12 Prozent. Die drei großen amerikanischen Autobauer verbuchten ebenfalls ein deutliches Plus. Die Opel-Mutter General Motors verkaufte fast 246.000 Fahrzeuge auf dem Heimatmarkt, das sind 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ford meldete ein Plus von 2 Prozent auf gut 214.000 Wagen. Dies seien die besten Dezember-Verkaufszahlen seit dem Vorkrisenjahr 2006. Chrysler steigerte seinen Absatz um 10 Prozent auf mehr als 152.000 Fahrzeuge. Auch andere ausländische Hersteller legten kräftig zu. So verbuchte der japanische Toyota -Konzern ein Plus von 9 Prozent auf gut 194.000 Wagen.

Vor allem die deutschen Oberklasse-Autobauer profitieren davon, dass ihre teuren Limousinen und Geländewagen im zweitgrößten Pkw-Markt der Welt weiter reißenden Absatz finden. In den Vereinigten Staaten wie in China gleichen die Konzerne Rückgänge in Europa aus. In vielen europäischen Ländern, vor allem im schuldenbeladenen Süden, wurden 2012 so wenige Neuwagen verkauft wie seit Jahren, teils Jahrzehnten, nicht mehr. Auch der lange krisenresistente Pkw-Markt in Deutschland geriet in den Strudel der Absatzkrise. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Zahl der Neuzulassungen hier um 3 Prozent auf 3,08 Millionen. Für die Vereinigten Staaten gehen Experten davon aus, dass die Autoverkäufe im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf rund 14,5 Millionen Fahrzeuge angezogen haben. Dies wäre der beste Wert seit 2007. Die allmähliche Erholung der amerikanischen Wirtschaft, die leichtere Verfügbarkeit von Krediten und die Notwendigkeit, alte Fahrzeuge zu ersetzen, sorgten demnach für Schwung am lange lahmenden Automarkt. Für 2013 erwartet das Marktforschungsunternehmen Polk einen Anstieg der Verkaufszahlen in Amerika auf 15,3 Millionen - ein Plus von knapp 7 Prozent. (Reuters)

Google kommt bei amerikanischen Kartellverfahren glimpflich davon

Der Internetkonzern Google kann im Internet weiterhin fast ungehindert seinen lukrativen Geschäften nachgehen. Die amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC hat am Donnerstag ein viel beachtetes Kartellverfahren eingestellt. Zwar machte Google einzelne Zugeständnisse. Doch den schwerwiegendsten Vorwurf, Google habe andere Websites bei der Internetsuche zugunsten eigener Dienste benachteiligt, ließ die FTC fallen. Die „New York Times“ sprach von einem „großen Sieg“ des Suchmaschinen-Primus. Eine Wettbewerbsklage mit möglichen massiven Auflagen war der Alptraum von Google. Denn dies hätte die Vormachtstellung im Geschäft mit Anzeigen rund um Suchmaschinen-Ergebnisse gefährden können. Google fährt hier den Großteil seiner Gewinne ein. Zu den Rivalen zählt Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing.
Veränderungen bei der Internetsuche, auch wenn sie einzelne Konkurrenten benachteiligt haben sollten, seien mit der Verbesserung des Produkts gerechtfertigt, sagte die FTC. Google-Chefjustiziar David Drummond schrieb im Firmenblog, die Einstellung des Wettbewerbsverfahrens lasse nur einen Schluss zu: „Googles Dienste sind gut für die Nutzer und gut für den Wettbewerb.“ Das Kartellverfahren hing als Damoklesschwert fast zwei Jahre lang über Google. Jedoch hatte sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet, dass Google mit einem blauen Auge davonkommen würde. Der Internetkonzern willigte etwa ein, Werbetreibenden mehr Freiheiten bei ihren Online-Kampagnen einzuräumen. Zudem können externe Websites nun bestimmen, ob sie ihre Inhalte wie Restaurant-Tipps in speziellen Google-Diensten wiederfinden wollen oder nur in den klassischen Suchtreffern.

Auch auf einer anderen Baustelle kam Google den Wettbewerbshütern entgegen: Der Konzern wird seinen Konkurrenten den Zugriff auf grundlegende Smartphone- und Tablet-Technologien seiner Tochter Motorola gewähren. „Die von Google gemachten Zugeständnisse stellen sicher, dass Konsumenten weiterhin die Vorteile eines Wettbewerbs im Online- und Mobilfunkmarkt genießen können“, sagte FTC-Chef Jon Leibowitz in Washington. Noch offen ist jedoch der Ausgang eines ähnlichen Verfahrens vor der EU-Kommission als oberstem europäischen Kartellwächter. Auch hier steht der Vorwurf im Raum, Google habe in seiner führenden Internet-Suchmaschine Konkurrenten benachteiligt. (dpa-AFX)

BP-Partner Transocean zahlt Milliardenstrafe wegen Ölkatastrophe

Wie bereits BP zahlt auch Partner Transocean eine Milliardenstrafe wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Das amerikanische Justizministerium einigte sich nach Angaben vom Donnerstag mit dem in der Schweiz ansässigen Konzern auf eine Buße von 1,4 Milliarden Dollar. Transocean hat insgesamt 1,95 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Katastrophe zurückgelegt, 1,5 Milliarden davon für eine Abmachung mit dem Ministerium. Im Dezember hatte sich schon BP mit der Regierung auf eine Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar verständigt.

Transocean gehörte die von BP betriebene Bohrplattform Deepwater Horizon, die im April 2010 im Golf von Mexiko explodiert war und die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten ausgelöst hatte. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Fast 90 Tage floss unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte. Die Ölpest hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie für die Fischerei und den Tourismus. An der New Yorker Börse zog der Transocean-Kurs um 7 Prozent an. Experten werteten die Einigung trotz der hohen Kosten als Befreiungsschlag für das Unternehmen. „Unterm Strich steht für mich fest, dass nun die große schwarze Wolke verschwindet, die über ihnen schwebte“, sagte Analyst Phil Weiss von Argus. (Reuters)

Indische Behörde findet bei Banker-Razzia Milliarden-Papiere

Milliardenschwere Wertpapiere in Händen eines einzelnen Bankers haben in Indien die Behörden alarmiert. Die Steuerermittler untersuchen einen möglichen Finanzbetrug, nachdem sie bei einem Händler auf die britische Großbank Barclays laufende Wechsel über insgesamt 5 Milliarden Dollar beschlagnahmten. Ein Vertreter der Ermittler teilte am Donnerstag mit, während einer Razzia bereits am Montag hätten die Behörden fünf Wechsel im Wert von jeweils einer Milliarde Dollar im Hause des Bankers sichergestellt. Der Händler habe mit dem Geld eine Lizenz für die Errichtung einer Ölraffinerie im Bundesstaat Tamil Nadi beantragt.

„Wir prüfen den Vorfall derzeit, da die Möglichkeit eines Betrugs wegen des hohen Werts vorliegt“, fügte der Behördenvertreter hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte. Die Wechsel wurden am 25. Februar 2011 ausgestellt und werden im Februar 2015 fällig, wie aus einer Kopie der Papiere hervorgeht, die Reuters vorlag. Der geschäftsführende Direktor der Steuerbehörde lehnte eine Stellungnahme ab. Die Behörden fragten dem Vertreter zufolge bereits bei Barclays an. Zudem sei der Reisepass des Bankers konfisziert worden. Er sei für Freitag für eine Befragung einbestellt worden. Weder von dem Händler noch von Barclays war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten. (Reuters)

Boeing sitzt auf so vielen Flugzeug-Aufträgen wie noch nie

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat alle Hände voll zu tun: Im vergangenen Jahr gingen unterm Strich 1203 Bestellungen für neue Verkehrsmaschinen ein. Insgesamt stieg die Zahl der offenen Aufträge zum Jahresende damit auf 4373. So prall gefüllt seien die Bücher noch nie gewesen, teilte Boeing am Donnerstag in Seattle mit. Eine andere Zahl dürfte den europäischen Rivalen Airbus allerdings noch mehr ärgern: Die Amerikaner lieferten 2012 insgesamt 601 Maschinen an Fluggesellschaften aus. Damit dürfte die Krone im Flugzeugbau nach mehreren Jahren wieder an Boeing gegangen sein.

Die EADS-Tochter Airbus hat noch keine genauen Zahlen genannt, sich aber als Ziel 580 Auslieferungen gesetzt. Boeing übergab gut ein Viertel mehr Maschinen als im Vorjahr an seine Kunden. Die Mitarbeiter in der Produktion hätten eine „eindrucksvolle Leistung“ gezeigt, sagte Spartenchef Ray Conner. Verkaufsschlager ist und bleibt der Mittelstrecken-Jet 737. Auch gelang es Boeing nach jahrelangen Verzögerungen, die Fertigung des leichten Langstreckenfliegers 787 „Dreamliner“ und des modernisierten Jumbos 747-8 hochzufahren. (dpa-AFX)

Wirtschaftsnachrichten

Wachsende Sorgen in amerikanischer Notenbank wegen Bond-Käufen

In der Führung der amerikanischen Notenbank wachsen die Sorgen vor gefährlichen Nebenwirkungen der massiven Konjunkturhilfen. In dem für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschuss nahmen zuletzt die Bedenken gegenüber einer weiteren Aufblähung der Bilanz der Federal Reserve zu, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der Sitzung vom Dezember hervorging. Einige Ausschuss-Mitglieder seien der Meinung gewesen, dass es wegen Sorgen um die Finanzstabilität vermutlich angemessen sein werde, das Programm zum Ankauf von Staatsanleihen zur Stützung der Wirtschaft deutlich vor Ende 2013 zu verlangsamen oder zu stoppen. Dennoch wird die Fed wohl mit dem im vorigen Monat ausgeweiteten Bondkaufprogramm in nächster Zeit fortfahren. Denn einige Fed-Vertreter hielten die Käufe auch bis etwa Ende des Jahres für nötig. Andere wiederum betonten den Bedarf weiterer Konjunkturhilfen, ohne Umfang und Zeitrahmen zu nennen.

Der strengere geldpolitische Ton in der Sitzung sorgte an der Wall Street allerdings für Verunsicherung. Die amerikanischen Aktienmärkte drehten leicht ins Minus. Der Dollar legte zum Euro zu. „Das Sitzungsprotokoll enthüllt ein etwas überraschendes Maß an Sorgen unter den Zentralbankern wegen der langfristigen Auswirkungen des Anleihenankaufprogramms oder der geldpolitischen Lockerung“, sagte Analyst Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange. Grundsätzlich einig war sich der Offenmarktausschuss, dass sich die Aussichten für den kriselnden Arbeitsmarkt ohne Hilfe vonseiten der Geldpolitik nicht verbessern dürften. Die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke hatten Mitte Dezember beschlossen, die Notenpresse noch schneller rotieren zu lassen. Seit Jahresbeginn kauft die Fed deshalb noch mehr Staatsanleihen - monatlich für 45 Milliarden Dollar - und pumpt damit weiteres billiges Geld in die lahmende Wirtschaft. Zudem hat Bernanke die Geldpolitik in einem in der 100-jährigen Geschichte der Federal Reserve so bis dato nicht dagewesenen Schritt an die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes gekoppelt. Der Leitzins, der seit Ende 2008 bei null bis 0,25 Prozent liegt, soll nämlich erst dann wieder steigen, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent sinkt. Experten erwarten nicht, dass dies vor 2015 der Fall sein wird. (Reuters)

Umsatz im Einzelhandel steigt 2012 schwächer als in Vorjahren

Die deutschen Einzelhändler haben 2012 trotz Rekordbeschäftigung und höherer Löhne ihre Umsätze weniger stark gesteigert als in den beiden Vorjahren. Die Händler verkauften nach ersten Schätzungen zwischen 1,9 und 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. 2011 hatte es noch ein Plus von 2,7 und 2010 von 2,6 Prozent gegeben. Der Branchenverband HDE rechnet für das Gesamtjahr lediglich mit einem Anstieg um 1,5 Prozent. Bereinigt um Preissteigerungen (real) erwarten die Statistiker sogar einen leichten Rückgang von bis zu 0,3 Prozent - es wäre der erste seit 2009.

Im November deutete sich ein gutes Weihnachtsgeschäft an: Die Firmen nahmen 1,6 Prozent mehr ein als im Oktober, real 1,2 Prozent mehr. Das ist jeweils das stärkste Plus seit März. Analysten hatten lediglich mit einem realen Plus von 0,8 Prozent verglichen mit Oktober gerechnet. Allerdings hatten die Händler im Vormonat auch noch einen Dämpfer hinnehmen müssen.  Im Vergleich zum November 2011 stieg der Umsatz um 1,6 Prozent, während er real um 0,9 Prozent schrumpfte. Schlechter lief es vor allem für Waren- und Kaufhäuser, die 4,2 Prozent weniger einnahmen als im Vorjahr. Im Internet- und Versandhandel lag das Minus bei 2,4 Prozent. Deutlich besser lief es dagegen für Supermärkte, die 4,7 Prozent mehr Umsatz machten, und für Bücher- und Schmuckhändler mit einem Plus von 1,2 Prozent. Von Januar bis November hatten die Firmen insgesamt 2,3 Prozent mehr in den Kassen. (Reuters)

Irisches Haushaltsdefizit 2012 geringer als erwartet

Das krisengeschüttelte Euro-Mitglied Irland kommt im Kampf gegen die hohe Verschuldung schneller voran als erwartet. Das Haushaltsdefizit sei im vergangenen Jahr unter 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gefallen, sagte der Budget-Minister Brendan Howlin am Donnerstag dem Radiosender Today FM. Im Dezember hatte das Ministerium noch 8,2 Prozent prognostiziert.

Hintergrund des geringeren Defizits seien höhere Steuereinnahmen im Dezember gewesen. Das Steuerziel für 2012 sei um 0,7 Prozent übertroffen worden. Irland war im Sommer 2010 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft. Im vergangenen Jahr hat es sich erstmals wieder an den Kapitalmarkt gewagt und mehrere Milliarden Euro eingenommen. Ab Ende 2013 will sich Irland wieder komplett selbst refinanzieren. Nach Prognose der EU-Kommission wird Irland sein Wirtschaftswachstum 2013 auf 1,1 Prozent mehr als verdoppeln und 2014 auf 2,2 Prozent zulegen. (Reuters)

Einfachere Insolvenzverfahren für Konzerne geplant

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will einem Medienbericht zufolge Insolvenzverfahren bei großen Unternehmensgruppen erleichtern. Häufiger als bislang sollen sie an einem einzigen Gericht gebündelt werden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf einen Gesetzentwurf. Zudem solle es leichter möglich sein, einen einzigen Verwalter für mehrere von der Insolvenz betroffene Konzerngesellschaften zu bestellen.

Die neuen Regelungen seien vor allem dann hilfreich, wenn „die durch den Konzern oder einen seiner Teile gebildete wirtschaftliche Einheit erhalten und saniert werden soll“. Fälle wie Arcandor, Kirch oder auch das Briefzustell-Unternehmen PIN hatten gezeigt: Das derzeitige Insolvenzrecht ist auf Schieflagen in Konzernen oder großen Unternehmensgruppen nicht optimal vorbereitet. (Reuters)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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