Unternehmensnachrichten
Deutsche Post steigert Gewinn deutlich
Die Deutsche Post profitiert von florierenden Geschäften in Asien und dem boomenden Internet-Handel. Der Konzern verbuchte im ersten Quartal bei einem um 4,3 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz einen Betriebsgewinn von 691 (Vorjahr: 629) Millionen Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter kletterte auf 533 (325) Millionen Euro. Die Post übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 13,063 Milliarden Euro, einen Betriebsgewinn von 656 Millionen Euro und einen Überschuss nach Minderheiten von 519 Millionen Euro erwartet. An seiner Jahresprognose hielt Konzernchef Frank Appel fest: Die Post erwartet 2012 weiter einen Anstieg des Betriebsgewinns auf 2,5 bis 2,6 (Vorjahr: 2,4) Milliarden Euro. (Reuters)
Hochtief schreibt weiter rote Zahlen
Der Baukonzern Hochtief schreibt im ersten Quartal weiter rote Zahlen. Der Verlust wurde im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich verringert. Der Grund für die Verluste sind die anhaltenden Probleme der australischen Tochter Leighton mit zwei Großprojekten. Deswegen hatte Hochtief bereits im Februar die Jahresprognose gesenkt.
Im ersten Quartal betrug der Konzernverlust rund 34 Millionen Euro, nach 445 Millionen im Vorjahr. „Diese Zahlen sind aber nicht repräsentativ für den Weg, den wir eingeschlagen haben. Unser Geschäft entwickelt sich positiv“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Stieler.
So erhöhte sich der Auftragseingang um 42 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die im Februar gesenkte Prognose bekräftigte Hochtief: Im laufenden Jahr erwartet der Konzern ein Ergebnis vor Steuern leicht unter 550 Millionen Euro. Der Konzerngewinn soll knapp unter 180 Millionen Euro liegen. (Dow Jones)
Gildemeister steigert Gewinn deutlich
Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister ist dank der ungebrochenen Nachfrage für seine Maschinen mit überraschend hohen Zuwächsen in das neue Jahr gestartet. Der für das Unternehmen wichtige Auftragseingang legte um mehr als ein Drittel auf 605,1 Millionen Euro zu. Der Umsatz wuchs vor allem dank eines starken Kerngeschäfts mit Werkzeugmaschinen um ein Fünftel auf 451,8 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern verdiente das Unternehmen 18,8 Millionen Euro, nach 10,4 Millionen vor einem Jahr. Unter dem Strich waren es 10,3 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand. Demnach soll der Auftragseingang erstmals die Marke von 2 Milliarden Euro überschreiten. Der Umsatz soll 1,9 Milliarden Euro übertreffen. Den Gewinn vor Steuern (EBT) will das Unternehmen auf mehr als 100 Millionen Euro steigern. Der Überschuss soll auf mehr als 65 Millionen Euro klettern. Voraussetzung ist dabei, dass die Rahmenbedingungen stabil bleiben. (dpa-AFX)
Mexikanischer Milliardär greift nach KPN
Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN könnte bald zu mehr als einem Viertel in mexikanische Hände übergehen. Der Konzern America Movil des Milliardärs Carlos Slim will seinen Anteil auf 28 Prozent aufstocken, wie aus einer Mitteilung an die mexikanische Börse hervorgeht. Bislang hält America Movil 4,8 Prozent.
Der größte Mobilfunkbetreiber Lateinamerikas mit 246 Millionen Kunden in 18 Ländern bietet 8 Euro je Aktie von KPN, was einer Prämie von 23,5 Prozent auf den KPN-Schlusskurs von Montag entspricht. Insgesamt lassen sich die Mexikaner die Anteilsaufstockung damit 2,6 Milliarden Euro kosten. (Dow Jones)
Electronic Arts enttäuscht mit Prognose
Der Computerspiele-Riese Electronic Arts hat mit seinen Geschäftsprognosen enttäuscht. Electronic Arts rechnet mit einem Jahresverlust. Anlass für die ebenfalls verhaltene Umsatzprognose ist die Verschiebung eines Spieletitels. Auf den Gewinnen lastet zusätzlich die geplante Investition von 80 Millionen Dollar in Spiele für Konsolen der nächsten Generation.
Im vergangenen Quartal konnte Electronic Arts den Umsatz im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 1,37 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn stieg von 151 auf 400 Millionen Dollar. Im gesamten Jahr verdiente Electronic Arts aber nur 76 Millionen Dollar. Das war immerhin besser als der Verlust von 276 Millionen Dollar im Geschäftsjahr davor. (dpa-AFX)
Rheinmetall beschließt Börsengang der Autosparte
Deutschlands größter Rüstungshersteller Rheinmetall hat den Börsengang seiner Autosparte KSPG beschlossen und will langfristig die Mehrheit abgeben. Der Beschluss sei am Montag von Vorstand und Aufsichtsrat gefallen. KSPG, die Führungsgesellschaft des Rheinmetall-Unternehmensbereiches Automotive, soll noch bis zur Jahresmitte an die Börse gebracht werden. Die Autosparte von Rheinmetall hat 11.500 Mitarbeiter. 2011 kletterte der Umsatz um fast 17 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn stieg um 86 Prozent auf 151 Millionen Euro. KSPG stellt unter anderem Motoren-Kolben und -Blöcke sowie Pumpen her. (dpa-AFX)
Cropenergies erhöht abermals Dividende
Die Südzucker-Tochter Cropenergies erhöht abermals die Dividende. Der Hauptversammlung solle eine Ausschüttung von 0,18 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Im Jahr davor hatte Cropenergies die Dividende erst von 0,05 auf 0,15 Euro verdreifacht. Im Vorstand des Unternehmens steht zudem ein Wechsel bevor: Marten Keil wird nach Ablauf der Hauptversammlung am 17. Juli zum Vorstandsmitglied bestellt. Der bisher für Geschäftsentwicklung sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Manager folgt Lutz Guderjahn nach, der in den Südzucker-Vorstand wechselt. (dpa-AFX)
Leichter Prämienrückgang bei Swiss Life
Swiss Life hat im ersten Quartal einen leichten Prämienrückgang zu verkraften. Die Prämieneinnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 6,26 Milliarden Franken (5,2 Milliarden Euro). Der Umsatz der zum Konzern gehörenden deutschen Finanzmaklertochter AWD ging um 18 Prozent auf 111,1 Millionen Euro zurück. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Radikale Linke soll Regierung in Griechenland bilden
Nach dem Scheitern des Konservativen Antonis Samaras bei Sondierungsgesprächen für eine Regierungsbildung soll jetzt der Vorsitzende des Bündnisses der Radikalen Linken (Syriza), Alexis Tsipras, sein Glück versuchen. Das Mandat gilt gemäß Verfassung lediglich drei Tage. Die Erfolgsaussichten von Tsipras wurden von Beobachtern in Athen als gering eingestuft.
Der Chef der stärksten Partei Nea Dimokratia (ND), Samaras, hatte schon nach wenigen Stunden das Sondierungsmandat an Staatspräsident Karolos Papoulias zurückgegeben. Samaras traf am Montagnachmittag mit Tsipras zusammen. Tsipras erklärte nach dem Treffen, seine Partei lehne die Thesen der Konservativen ab. Sie stünden im Widerspruch zu den Positionen, die Syriza vertritt. Samaras habe das Sparprogramm unterzeichnet und deswegen gebe es keinen Spielraum für eine Kooperation mit ihm.
Das Treffen mit dem Chef der Sozialisten (Pasok) blieb ebenfalls ohne konkretes Ergebnis. Venizelos erklärte, seine Partei sehe es als notwendig, dass Konservative und das Bündnis der Linken sowie andere pro-europäische Parteien sich auf ein Minimalprogramm einigen, das als Ziel haben soll, dass das Land im Euro bleibt. Später scheiterte auch ein Treffen mit einer der kleinen linken Parteien, der Demokratischen Linken.
Der Chef der demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, hält unterdessen Neuwahlen in Griechenland für wahrscheinlich. Nachdem am Montag erste Sondierungsgespräche gescheitert waren eine Koalitionsregierung sei derzeit zweifelhaft. Kouvelis sprach am Montagabend im Staatsfernsehen NET nur wenige Stunden nachdem er mit dem Samaras über ein Bündnis verhandelt hatte. (dpa-AFX, Dow Jones)
Eurogruppe will an Fiskalpakt festhalten
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat dem zukünftigen französischen Präsidenten François Hollande klar gemacht, dass der Fiskalpakt nicht neu verhandelt wird. Es sei aber richtig, dass Europa Wachstumsimpulse brauche. Man könne nicht nur Einsparungen auf die europäische Agenda setzen. (dpa-AFX)
Verbraucherkredite in Vereinigten Staaten steigen im März stärker als erwartet
In den Vereinigten Staaten sind die Verbraucherkredite im März stärker als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Kreditvergabe um 21,4 Milliarden Dollar geklettert, teilte die Notenbank mit. Volkswirte hatten hingegen nur mit einem Anstieg um 9,8 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat waren die Kredite um revidierte 9,3 Milliarden Dollar (zuvor 8,74 Milliarden Dollar) gestiegen. (dpa-AFX)
