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Medienschau Klage gegen Nasdaq wegen Facebook-Pannen

 ·  SAP übernimmt Ariba, der Gewinn von Dell bricht um ein Drittel ein. Die Weltbank senkt die Wachstumsprognose für China und griechische Banken erhalten 18 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung.

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Unternehmensnachrichten

Gewinn von Dell bricht um ein Drittel ein

Der amerikanische Computerhersteller Dell hat für das erste Quartal 2012 wie erwartet schwache Zahlen vorgelegt. Doch das Ergebnis blieb noch weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Festplattenmarkt hat sich immer noch nicht von den Überschwemmungen in Thailand erholt im vergangenen Jahr erholt, es gibt nach wie vor Lieferengpässe.

Im ersten Quartal sank der Gewinn um 33 Prozent auf 635 Millionen Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,36 Dollar, das sind 5 Cent weniger als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar.

Für das zweite Quartal rechnet der Computerhersteller mit einem Umsatzanstieg von 2 bis 4 Prozent, was 14,71 bis 15 Milliarden Dollar bedeuten würde. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einer Prognose von 15,42 Milliarden gerechnet. (Reuters)

SAP übernimmt Ariba

SAP will den Cloud-Spezialisten Ariba kaufen. Je Aktie sollen 45Dollar ´bezahlt werden. Das entspricht einem Unternehmenswert von rund 4,3 Milliarden Dollar. Ariba bietet Handelsnetzwerke in der Cloud an. Der Verwaltungsrat von Ariba hat der Übernahme zugestimmt. SAP will den Kauf aus liquiden Mitteln und über ein Darlehen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro finanzieren. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal erwartet. Die Übernahme soll sich ab dem kommenden Jahr positiv auf den SAP-Gewinn je Aktie auswirken. (dpa-AFX)

Klage gegen Nasdaq wegen Facebook-Pannen

Die technischen Probleme beim Börsengang von Facebook haben für die Nasdaq ein juristisches Nachspiel: Ein Investor verklagte am Dienstag den Börsenbetreiber wegen Nachlässigkeit. Phillip Goldberg beantragte in seiner Klageschrift vor dem Bundesbezirksgericht in Manhattan den Status einer Sammelklage im Namen aller Investoren, die wegen der technischen Schwierigkeiten am 18. Mai Geld verloren hatten. Die Nasdaq räumte noch am Dienstag ein, bei dem Börsengang Fehler gemacht zu haben.

Investoren und Broker waren am Freitag beim Börsengang des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge geblieben. Die Börsenaufsicht leitete bereits eine Untersuchung der Vorgänge ein. Nach Einschätzung von Investoren trugen die Pannen dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet.

Auch für die Konsortialführer bahnt sich Ungemach an. Neben der Börsenaufsicht kündigte auch die Regulierungsbehörde Finra an, die Vorfälle bei Morgan Stanley zu prüfen. Unmittelbar vor der Erstnotiz senkte Morgan Stanley Anlegern zufolge die Umsatzprognose für das weltgrößte Online-Netzwerk. Sollte dies zutreffen, wäre dies ein Fall für die Regulierungsbehörden, sagte Finra-Chef Ketchum der Nachrichtenagentur Reuters. Wegen der Vorwürfe kündigte auch der Bundesstaat Massachusetts eine Untersuchung an.

Morgan Stanley erklärte am Abend, man habe bei Facebook die gleichen Abläufe eingehalten wie bei jedem anderen Börsengang auch. Dabei seien auch alle Vorschriften eingehalten worden. (Reuters)

SAF-Holland überrascht mit Umsatzzuwachs

Der Nutzfahrzeug-Zulieferer SAF-Holland hat zum Jahresauftakt überraschend gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 216,6 Millionen Euro. Ursprünglich hatte das Unternehmen mit kräftigen Rückgängen gerechnet. Alle Segmente und Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, hieß es. In der Trailer-Sparte liefen demnach die Geschäfte in Europa besser als erwartet. Zudem profitiert SAF-Holland weiterhin von Nachholeffekten in der Lkw-Branche in den Vereinigten Staaten, weil dort in den Krisenjahren zwischen 2007 und 2010 kaum in neue Laster, Anhänger oder Auflieger investiert worden war. Das bereinigte Betriebsergebnis blieb mit 14,0 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 14,6 Millionen Euro. Für 2012 und 2013 bekräftigte er die Prognose, wonach der Konzern weiter wachsen will. (Reuters)

Lenovo trotz schwacher Geschäfte in Europa mit Gewinnsprung

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo hat trotz eines schwachen Europa-Geschäfts in Folge der Schuldenkrise einen Gewinnsprung verbucht. Der Konzern profitierte von einer starken Nachfrage in Schwellenländern wie dem heimischen Markt. In dem im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr verdiente Lenovo nach eigenen Angaben vom Mittwoch netto knapp 473 Millionen Dollar, vor einem Jahr waren es 273 Millionen Dollar. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. (Reuters)

Barclays verkauft Blackrock-Anteil unter Kurswert

Barclays bietet einen fast 20-prozentigen Anteil am weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock vergünstigt an. 26,2 Millionen Blackrock-Aktien würden für 160 Dollar je Papier und damit etwa zwei Prozent unter dem New Yorker Schlusskurs vom Dienstag angeboten, teilte die britische Großbank mit. Blackrock werde zudem 6,4 Millionen Anteilscheine für eine Milliarde Dollar über ein Aktienrückkaufprogramm erwerben. Barclays trennt sich von Blackrock im Zuge der verschärften Kapitalanforderungen. (Reuters)

Mazda führt Gespräche mit Fiat über Allianz

Der japanische Autobauer Mazda führt offenbar Gespräche mit dem italienischen Pkw-Hersteller Fiat über eine Allianz. Der defizitäre Auto-Konzern wolle mit dem Schritt sein Überleben sichern, verlautete am Mittwoch aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Zuvor hatte der TV-Sender NHK über die Pläne berichtet. Ein Sprecher Mazdas erklärte, dass das Unternehmen später eine Stellungnahme abgeben wolle. Mazda unterhält bereits eine strategische Partnerschaft mit Ford. Der amerikanische Autoproduzent hat seine Beteiligung an Mazda 2010 reduziert. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

Weltbank senkt Wachstumsprognose für China

Die Weltbank hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in China für dieses Jahr gesenkt. Man rechne 2012 nur noch mit einem Zuwachs von 8,2 Prozent nach zuvor 8,4 Prozent, teilte die Weltbank am Mittwoch mit. Sie legte der Volksrepublik nahe, ihre Fiskalpolitik so zu ändern, dass der Konsum angekurbelt werde. Von staatlichen Investitionen zur Stimulierung der Wirtschaft riet sie dagegen ab. (Reuters)

Griechische Banken erhalten 18 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung

Die vier größten griechischen Banken sollen am Mittwoch mit einer Geldspritze von 18 Milliarden Euro rekapitalisiert werden. Das gab der für die Unterstützung der Branche zuständige Stabilitätsfonds des Landes am Dienstag bekannt. Die entsprechende Vereinbarung soll am Mittwoch von den Banken und dem europäischen Stabilitätsfonds EFSF unterzeichnet werden. Die Banken sollen das Geld unmittelbar danach erhalten. Die EZB hatte in der vergangenen Woche erklärt, wenn die Rekapitalisierung der Banken erfolgreich verlaufen sei, könnten diese auch wieder an den Standardoperationen der Notenbank teilnehmen. Der EZB zufolge ist der Hauptgrund für die Unterkapitalisierung die vor einigen Wochen erfolgte Umschuldung Griechenlands unter Beteiligung privater Investoren, bei der die Banken herbe Verluste auf Staatsanleihen hinnehmen mussten (Reuters)

EU-Kommission hält Finanzsteuer für billiger als gedacht

Die Finanztransaktionssteuer wird die europäische Wirtschaft weit weniger bremsen als bisher berechnet. Dies geht aus einer internen EU-Studie hervor, die der Deutschen Presse-Agentur dpa in Brüssel vorliegt. Beim EU-Gipfel am Mittwoch soll dieser Bericht den EU-Staats- und Regierungschefs vorgelegt werden. Nach den Berechnungen der EU-Kommission würde die Steuer einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der EU um 0,28 Prozent bis 2050 zur Folge haben. Dies wäre nur etwa halb soviel wie bislang von der EU-Behörde mit 0,53 Prozent kalkuliert.

Die EU-Experten gehen weiter davon aus, dass eine solche Steuer in der gesamten EU rund 57 Milliarden Euro Einnahmen bringen würde. Falls dieses Geld erfolgreich reinvestiert werde, könne es das Wachstum in Europa ankurbeln - um bis zu 0,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, hieß es. (dpa-AFX)

Japanische Zentralbank lässt Leitzins unverändert

Die japanische Notenbank belässt den Leitzins weiter im Korridor zwischen null und 0,1 Prozent. Die am Mittwoch bekanntgegebene Entscheidung war weithin erwartet worden und fiel einstimmig aus. Die Zentralbank vertrat nach wie vor die Auffassung, dass die japanische Wirtschaft ihren moderaten Erholungskurs fortsetzen wird. (Reuters)

Japans Exporte steigen nicht so stark wie erwartet

Die Exporte Japans haben im April nicht so stark zugelegt wie erwartet. Die Ausfuhren nahmen im Vorjahresvergleich um 7,9 Prozent zu, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Plus von 12,7 Prozent gerechnet. Die Importe zogen um acht Prozent an. Experten hatten mit 10,2 Prozent kalkuliert. Damit wies Japan für April ein Handelsdefizit von 520,3 Milliarden Yen (5,1 Milliarden Euro) aus. (Reuters)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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