25.01.2012 · Die Euro-Staaten sollen nach Ansicht des luxemburgischen Regierungschef Jean-Claude Juncker auf einen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verliert unterdessen allmählich die Geduld mit den Griechen. Auf Unternehmensebene kann Samsung mit einem dicken Gewinnplus aufwarten. Und auch Starbucks befindet sich weiter auf Expansionskurs. Der Handyhersteller Motorola schreibt dagegen Verluste.
Smartphone Galaxy sorgt für dickes Gewinnplus bei Samsung
Der Erfolg seiner Galaxy-Smartphones beschert Samsung weiter dicke Gewinne: Im vierten Quartal stieg der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen um 76 Prozent auf 5,3 Billionen Won (etwa 3,6 Milliarden Euro), teilte Samsung am Freitag in Seoul mit. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen auf umgerechnet 32 Milliarden Euro.
Samsung ist mit seinen Smartphones der Galaxy-Reihe weltweit sehr erfolgreich und hatte bereits im dritten Quartal den großen Konkurrenten Apple mit seinem iPhone geschlagen. Laut dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics verkaufte Samsung von Juli bis September 27,8 Millionen Smartphones - Apple dagegen 17,1 Millionen. Wer im vierten Quartal an der Spitze liegt, war zunächst noch unklar. Aus Kreisen verlautete, Samsung habe etwa 35 Millionen Smartphones verkauft, während es bei Apple 37 Millionen waren. Der amerikanische Konzern hatte am Mittwoch neue Rekordverkaufszahlen veröffentlicht.
Samsung und Apple streiten vor zahlreichen Gerichten in mehreren Ländern um Patente für Design und Technologie. Für dieses Jahr hat Samsung die Entwicklung neuer Produkte und die Erschließung neuer Märkte angekündigt, um weiter zu wachsen. Der südkoreanische Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Speicherchips und Flachbildschirmen. Für das Unternehmen arbeiten insgesamt rund 190.500 Menschen. (AFP)
Starbucks steigert mit Expansionskurs seinen Gewinn
Der Expansionskurs von Starbucks hat der amerikanischen Kaffeehauskette im ersten Quartal des Geschäftsjahres ein Gewinnplus von zehn Prozent beschert. Der Nettogewinn im Zeitraum von Oktober bis Dezember lag bei 382,1 Millionen Dollar (292 Millionen Dollar) oder 50 Cent pro Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag am Firmensitz in Seattle mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn 346,6 Millionen Dollar oder 45 Cent je Aktie betragen. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 3,44 Milliarden Dollar. Starbucks übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die von einem Gewinn von 49 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 3,29 Milliarden Dollar ausgegangen waren. (dapd)
Handyhersteller Motorola schreibt schon wieder rote Zahlen
Kurz vor der Übernahme durch Google sieht es beim traditionsreichen Handyhersteller Motorola trübe aus. Im Schlussquartal rutschte das Unternehmen zum wiederholten Male in die roten Zahlen und schrieb einen Verlust von unterm Strich 80 Millionen Dollar (61 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte Motorola noch den gleichen Betrag verdient. Im Gesamtjahr summierte sich der Verlust auf 249 Millionen Dollar.
Die Zahlen gab Motorola Mobility am Donnerstag bekannt. Schon vor zwei Wochen hatte das Management aber die Verkäufe veröffentlicht: Im Quartal wurde Motorola nur noch 10,5 Millionen mobile Geräte los nach 11,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Zuletzt waren 5,3 Millionen Smartphones darunter und 200 000 Tablet-Computer. Zum Vergleich: Apple hatte im gleichen Zeitraum 37 Millionen seiner iPhones abgesetzt und mehr als 15 Millionen iPads.
Trotz der Probleme blättert der Internetkonzern Google 12,5 Milliarden Dollar für Motorola hin, um damit seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft abzusichern. Das Branchen-Urgestein verfügt über Tausende Patente, die Google in Auseinandersetzungen mit Apple oder Microsoft über sein Smartphone-Betriebssystem Android gut gebrauchen kann. Erst jüngst hat Motorola mit einer neuen amerikanischen Klage das iPhone 4S und den Online-Speicherdienst iCloud ins Visier genommen.
Beobachter gehen davon aus, dass Google die Klage zumindest abgesegnet hat, auch wenn Motorola offiziell noch eigenständig ist. Die Übernahme sollte eigentlich zum Jahreswechsel in trockenen Tüchern sein, doch die Wettbewerbshüter prüfen den Deal sehr akribisch, da Google seine Stellung im Smartphone-Geschäft weiter ausbauen würde. Android-Handys sind beliebter als Apples iPhone. Motorola rechnet nun mit einem Abschluss im Frühjahr. (dpa)
Plattformbetreiber hat nur Teilschuld an Ölpest im Golf von Mexiko
Das Schweizer Betreiberunternehmen der havarierten Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ ist aufgrund seines Vertrages mit dem amerikanischen Mineralölkonzern BP nur für einen Teil der Schadenersatzzahlungen nach der Ölpest im Golf von Mexiko verantwortlich. Ein Gericht in New Orleans urteilte am Donnerstag, dass der Vertrag Transocean davor schütze, viele der Forderungen wegen Umweltverschmutzung bezahlen zu müssen. Allerdings betreffe das weder direkt durch die Plattform verursachte Verschmutzungen noch Bußgeldzahlungen und zivilrechtliche Strafen, die durch die Explosion auf der „Deepwater Horizon“ im April 2010 entstanden sind, sagte Richter Carl Barbier. (dapd)
Biotechnologie-Konzern Amgen erfreut Anleger mit Gewinnprognose
Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen rechnet für das laufende Jahr mit einem brummenden Absatz seiner Produkte. Der Branchenführer prognostizierte am Donnerstag nach Börsenschluss in Amerika einen Gewinn zwischen 5,90 und 6,15 Dollar je Aktie und einen Umsatz zwischen 16,1 und 16,5 Milliarden Dollar. Analysten gingen bislang von einem Ergebnis von 5,94 Dollar je Anteilsschein und einem Umsatz von 16,05 Milliarden Dollar aus. „Amgen hatte versprochen, 2012 vor allem finanziell eine starke Leistung abzuliefern und sie scheinen sich daran zu halten“, sagte Analyst Eric Schmidt von Cowen & Co. Nachbörslich legte die Aktie 1,8 Prozent zu.
Netto verdiente der Branchenprimus im abgelaufenen Quartal 934 Millionen Dollar nach 1,02 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz übertraf mit 3,97 Milliarden Dollar die Erwartungen der Wall Street. Vor Veröffentlichung der Bilanz hatte Amgen verkündet, für 1,16 Milliarden Dollar den kleineren amerikanischen Rivalen Micromet schlucken zu wollen und damit vor allem seine Krebsmedizinsparte zu stärken. (Reuters)
LG Display verringert Quartalsverlust
Der südkoreanische Flachbildschirmhersteller LG Display hat seinen fünften Quartalsverlust in Folge verbucht, der allerdings deutlich geringer ausfiel als vor einem Jahr. Zwischen Oktober und Dezember fiel ein operativer Verlust von 145 Milliarden Won (etwa 98 Millionen Euro) an, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Minus noch 387 Milliarden Won betragen, im Vorquartal sogar 492 Milliarden Won.
Das Unternehmen profitierte vor allem von der hohen Nachfrage von Smartphone- und Tablet-Computerherstellern sowie einer Stabilisierung bei den lange gefallenen Preisen für Fernsehbildschirme. Zu LG Displays wichtigsten Kunden zählen der iPhone- und iPad-Hersteller Apple sowie Amazon mit seinem Tablet-Computer Kindle Fire. Der Konzern konkurriert mit der ebenfalls südkoreanischen Samsung Electronics um die weltweite Marktführerschaft bei Flachbildschirmen. (Reuters)
Nippon Steel kappt Jahresprognose um ein Drittel
Der weltweit viertgrößte Stahlhersteller Nippon Steel hat seine Jahresprognose wegen schwacher Exporte und gesunkener Preise um ein Drittel gesenkt. Für das im März endende Geschäftsjahr 2011/2012 rechne man nur noch mit einem Vorsteuergewinn von 120 Milliarden Yen (1,17 Milliarden Euro), wie der japanische Konzern am Freitag mitteilte. Bisher waren umgerechnet 1,76 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden. Bereits im abgelaufenen dritten Quartal lief es nicht mehr rund für den Konzern, der bald mit Sumitomo Metal Industries zur weltweiten Nummer zwei fusioniert. Der Vorsteuergewinn fiel um rund 44 Prozent auf etwa 300 Millionen Euro.
Stahlhersteller aus Japan haben derzeit besonders zu kämpfen, da der starke Yen Exporte auf einem unter Preisdruck stehenden Markt noch verteuert. Zudem brach die Nachfrage aus Thailand nach den verheerenden Überschwemmungen ein. Das Land nimmt japanischen Konzernen zu normalen Zeiten rund zehn Prozent seiner Exporte ab. Die Nippon-Steel-Aktie gab in Tokio 3,5 Prozent nach. (Reuters)
Roche-Übernahmeziel Illumina wehrt sich
Nur zwei Tage nach dem Übernahmeangebot von Roche für den US-Genanalysespezialisten Illumina hat dieser bereits eine Giftpille entwickelt. Der Board des amerikanischen Unternehmens beschloss, dass Bezugsrechte für neue Aktien ausgegeben werden, sobald ein einzelner Großinvestor mehr als 15 Prozent der Stimmrechte an dem Unternehmen hält. Dabei sollen die Bezugsrechte an alle Aktionäre bis auf den Großanleger ausgegeben werden.
Für den schweizerischen Pharmakonzern macht dieser Schritt die von Illumina nicht gewollte Übernahme komplizierter und möglicherweise teurer. Die Führungsspitze des amerikanischen Unternehmens nahm in ihrer Begründung für den Schritt direkt Bezug auf die Übernahmeofferte von Roche. Mit der Ausgabe der Bezugsrechte solle den eigenen Aktionären Zeit erkauft werden, in der sie über den Verkauf ihres Unternehmens nachdenken könnten.
Die Roche Holding AG hatte insgesamt 5,7 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen geboten, das sich gegen eine Übernahme jedoch sträubt. Roche hofft mit dem Zukauf darauf, die Technologie der Gensequenzierung schneller in der klinischen Diagnostik und in der Labor-Diagnostik zu etablieren. Langfristig erwartet der Pharmakonzern, dass die Sequenzierung des menschlichen Erbgutes zur Entdeckung komplexer Biomarker führen kann, die als Begleitdiagnostika für Medikamente und zielgerichtete Behandlungen dienen können. (Dow Jones)
In einer ersten Reaktion auf die Giftpille von Illumina zeigte sich Roche enttäuscht von den Abwehrmaßnahmen der Amerikaner. Das Unternehmen sei jedoch nicht überrascht und setze darauf, dass die Illumina-Aktionäre den Wert der Roche-Offerte erkennen werden. Beobachter rechnen ohnehin mit einem längeren Übernahmekampf und auch einer möglichen Erhöhung des Übernahmegebotes. Roche hatte 44,50 Dollar je Aktie geboten, der Kurs der Papiere steht dagegen inzwischen bei 52,65 Dollar.
Verkehrstechnikkonzern Schaltbau trennt sich von Finanzchef
Nach nicht einmal einem Jahr im Amt verlässt der Finanzchef von Schaltbau den Verkehrstechnik-Spezialisten. Hans Gisbert Ulmke lege sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Der Aufsichtsrat habe dem zugestimmt. Ulmke verlasse das Unternehmen zum 31. Juli 2012 aufgrund unterschiedlicher Auffassung über die Geschäftspolitik. Zu den Gründen wollte ein Konzernsprecher keine Details nennen. Ulmke hatte den Posten als Schaltbau-Finanzvorstand im Mai 2011 angetreten. Wann ein Nachfolger benannt werden soll, ist noch offen. Vorläufigen Zahlen zufolge ist Schaltbau 2011 kräftig gewachsen und hat seine Prognose für das Ergebnis bestätigt. (Reuters)
Juncker: Euro-Staaten sollen auf Teil ihrer Forderungen verzichten
Der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker hat die Euro-Staaten aufgefordert, auf einen Teil ihrer Forderungen an Griechenland zu verzichten. Bei den Verhandlungen mit den Banken, die am Freitag in Athen fortgesetzt werden sollen, sei das angestrebte Ziel nicht „ganz zu erreichen“, sagte Juncker der österreichischen Zeitung „Der Standard“ (Freitagsausgabe). Eine Summe für einen Verzicht der Gläubigerstaaten nannte der Eurogruppenchef nicht.
Auch im „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) schloss Juncker nicht aus, dass neben den privaten Gläubigern auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Euro-Staaten Griechenland Schulden erlassen müsse. Solche Lösungsvorschläge halte er „nicht für völlig absurd“, sagte Juncker dem Blatt. Ziel ist eine Reduzierung der griechischen Schulden auf 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahr 2020.
Private Gläubiger verhandeln derzeit in Athen mit der Regierung über einen Schuldenschnitt, die Gespräche stocken aber immer wieder. Es geht um einen Erlass in Höhe von 50 Prozent der Forderungen. Dieser Schuldenerlass, der etwa hundert Milliarden Euro entspricht, ist die Voraussetzung für das im Herbst im Grundsatz beschlossene zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euroländern in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro.
Mit einem Teilerlass nicht nur der Banken könne das Ziel, die öffentliche Verschuldung Griechenlands bis 2020 auf „tragfähige“ 120 Prozent reduziert werden, noch erreicht werden, sagte Juncker dem „Standard“. Die Eurozonen-Staaten müssen Griechenland nach Ansicht Junckers noch länger helfen als bisher diskutiert. Zehn Jahre würden nicht genügen, sagte er dem „Handelsblatt“.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) forderte die Regierung in Athen zum Handeln auf. „Ankündigungen haben wir genug“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitagsausgabe). Erst wenn Griechenland die Vereinbarungen aus dem ersten Hilfsprogramm vollständig umgesetzt habe, könnten neue Hilfen fließen.
Schäuble verliert Geduld mit Griechenland
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verliert allmählich die Geduld mit Griechenland. „Ankündigungen haben wir genug, jetzt muss die Regierung in Athen handeln“, sagte Schäuble der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitagausgabe). Nach den Worten des Ministers ist es noch nicht ausgemacht, ob es zu einem zweiten Hilfsprogramm für Griechenland kommt. „Für ein zweites Griechenland-Programm müssen erst die Voraussetzungen erfüllt sein“, sagte Schäuble. Die Troika habe den europäischen Finanzministern mitgeteilt, dass Griechenland die Vereinbarungen aus dem ersten Hilfsprogramm von April 2010 noch nicht vollständig umgesetzt habe. „Wir bestehen darauf, dass Griechenland die Auflagen aus dem ersten Hilfsprogramm erfüllt“, sagte Schäuble. Erst dann könnten neue Hilfen fließen. Schäuble sieht keine Notwendigkeit für eine Aufstockung der Rettungsschirme. „Jedes Land muss seine Probleme in Ordnung bringen.“ Nur so könnten die Finanzmärkte wieder Vertrauen fassen. (dapd)
Zeitung: Rekordsteuereinnahmen im Dezember lassen deutsches Defizit schrumpfen
Die Steuereinnahmen im Dezember 2011 sind einem Zeitungsbericht zufolge um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Mit 70,8 Milliarden Euro habe der Fiskus im Dezember so viel Steuern wie noch nie in einem einzelnen Monat eingenommen, schreibt das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium. Angesichts der sich wieder etwas aufhellenden Konjunkturaussichten brauche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dieses Jahr wohl deutlich weniger neue Kredite als geplant.
Das „Handelsblatt“ zitiert Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, wonach der Bund 2012 mit rund 17 Milliarden Euro neuen Schulden auskommen dürfte. Dies seien neun Milliarden Euro weniger als von der Regierung im Bundeshaushalt 2012 eingeplant. (AFP)
Rehn erwartet weiteren Mittelbedarf Griechenlands
EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn rechnet damit, dass Griechenland noch mehr staatliche Hilfen benötigt. Die EU-Länder müssten möglicherweise ihre Finanzspritzen noch verstärken. Gleichzeitig zeigte er sich beim Weltwirtschaftsforum in Davos zuversichtlich, dass bald eine Übereinkunft über eine Ausweitung des Rettungsschirms und ein stärkeres Engagement des Internationalen Währungsfonds erzielt werde. Er rief Amerika und andere Staaten dazu auf, eine Erhöhung der IWF-Mittel nicht zu blockieren.
„Es liegt im Interesse aller, eine freiwillige Vereinbarung zu treffen, besser noch im Januar als im Februar“, sagte er in einem Interview. Sobald eine Übereinkunft mit den privaten Gläubigern erreicht sei, solle eine neue Bonitätsanalyse durchgeführt werden. Danach müssten die Beiträge der Euro-Staaten gegebenenfalls angepasst werden. „Ich möchte nicht ausschließen, dass es einen etwas höheren Bedarf an staatlicher Finanzierung geben wird“.
Rehn hofft, dass bald eine Einigung erzielt wird, die möglich macht, die Ressourcen des temporären Rettungsschirms EFSF und des dauerhaften Stabilitätsmechanismus ESM zu kombinieren und zu größerer Schlagkraft zu verhelfen. Man dürfe aber nicht in einen Teufelskreis zu geraten, bei dem die Zusage des IWF von einer formellen Einigung zur Ausweitung des ESM abhängig gemacht werde. Diese Übereinkunft könnte frühestens im März zustande kommen, während die Beteiligung des IWF schon Ende Februar beim G20-Finanzministertreffen in Mexico City beschlossen werden könnte.
„Es ist wichtig, dass sich alle zentralen Mitglieder des IWF an einer Erhöhung der IWF-Mittel beteiligen, besonders Amerika. Sie haben immer wieder betont, wie wichtig es ist, die Krise der Eurozone zu lösen. Wenn ein Land keinen konkreten Beitrag leisten kann, sollte es wenigstens nicht die Einigung der anderen Länder blockieren“, sagte Rehn. (Dow Jones)
EU-Kommissar Hahn - Kein Geld für Merkels Wachstumsfonds
EU-Kommissar Johannes Hahn hat Pläne von Bundeskanzlerin Angela Merkel zurückgewiesen, einen Wachstumsfonds zu schaffen und mit noch nicht genutztem Geld aus Töpfen der Europäischen Union zu füllen. Das sei „unrealistisch“, sagte Hahn der „Süddeutschen Zeitung“ laut Vorabbericht (Freitagausgabe). Es sei kaum freies Geld verfügbar. „Wenn ich alle nicht genutzten Mittel der Jahre 2010 und 2011 zusammenfasse, komme ich auf 30 Millionen Euro“, sagte der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar. „Nachdem ich die Verantwortlichen darauf aufmerksam gemacht habe, um wie viel Geld es sich dabei handeln würde, ist diese Idee mit dem Wachstumsfonds wieder verschwunden.“ (Reuters)
Jahresteuerung der deutschen Importpreise sinkt im Dezember deutlich
Die Jahresteuerung der deutschen Importpreise hat sich zum Jahresende 2011 deutlich abgeschwächt. Im Jahresdurchschnitt 2011 wiesen die Importpreise insbesondere wegen der steigenden Preise für Energie mit 8,0 Prozent jedoch den stärksten Anstieg seit dem Jahr 2000 auf. 2010 hatten sich die Einfuhrpreise im Durchschnitt um 7,8 Prozent erhöht.
Der Index der Einfuhrpreise lag im Dezember um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eine Rate von plus 3,8 Prozent erwartet. Im November hatte die Teuerung noch bei 6,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Importpreise im Dezember um 0,3 Prozent nach plus 0,4 Prozent im November. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent erwartet.
Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im Dezember um 2,1 Prozent höher als im Vorjahr, während er im Vergleich mit November um 0,3 Prozent zulegte. Im Jahresdurchschnitt 2011 lag der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse um 5,1 Prozent höher als im Vorjahr. Der Index der Ausfuhrpreise lag im Dezember um 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Anstieg um 0,1 Prozent registriert. (Dow Jones)
Japans Verbraucherpreise sinken weiter
Die Deflation in Japan hat zu Jahresbeginn 2012 nicht nachgelassen. Die Verbraucherpreise im Großraum Tokio sanken im Januar in der Kernberechnung auf Jahressicht um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten einen Rückgang um lediglich 0,3 Prozent erwartet, nachdem im Dezember ein Minus von 0,3 Prozent verzeichnet worden war. Im Vergleich zum Vormonat sackten die Preise in der Kernberechnung, bei denen Nahrungsmittel nicht berücksichtigt sind, im Großraum Tokio um 0,7 Prozent. Der allgemeine Verbraucherpreisindex für Tokio sank im Januar im Jahresvergleich um 0,3 Prozent.
Wie aus offiziellen Angaben weiter hervorgeht, lagen die Verbraucherpreise in ganz Japan im Dezember in der Kernrate um 0,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau und wiesen damit den dritten Rückgang in Folge auf. Ökonomen hatten die Rate exakt prognostiziert. Im November war ein minus von 0,2 Prozent registriert worden. Der Verbraucherpreisindex insgesamt sank im Dezember auf Jahressicht um 0,2 Prozent. Gegenüber dem Vormonat blieben die Verbraucherpreise in Japan im Dezember sowohl in der Kernrate als auch insgesamt unverändert. Im Jahresdurchschnitt 2011 sank der Index der Kernverbraucherpreise um 0,3 Prozent, womit Japan das dritte Deflationsjahr in Folge erlebte. (Dow Jones)
Japan Einzelhandelsumsatz steigt im Dezember
Der japanische Einzelhandelsumsatz hat sich im Dezember im Zuge steigender Autoverkäufe erhöht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent, wie das Ministerium für Handel und Industrie berichtete. Der Umsatz mit Automobilen legte um 14,9 Prozent zu. Im November war der Einzelhandelsumsatz um 2,2 Prozent gesunken. Die Umsätze der großen Warenhäuser lagen im Dezember bereinigt um die Zahl der Geschäfte um 0,4 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat und wiesen damit den fünften Rückgang in Folge auf. (Dow Jones)
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |