Unternehmensnachrichten
Investmentbanker füllen Deutscher Bank wieder die Kasse
Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal dank anziehender Geschäfte im Investmentbanking mehr verdient als vor einem Jahr. Vor Steuern fuhr das Geldhaus einen Gewinn von 1,1 Milliarden (Vorjahreszeitraum: 942 Millionen) Euro ein und traf damit in etwa die Analystenerwartungen. Unter dem Strich blieben 755 Millionen Euro in der Kasse, wie die Bank am Dienstag mitteilte.
Allein im Investmentbanking stand ein Vorsteuergewinn von 662 Millionen Euro zu Buche. Hier profitierte die Deutsche Bank davon, dass im Spätsommer ihre Hauptdomäne, der Anleihehandel, wieder angesprungen war. Das hatte sich schon bei den Quartalszahlen der großen amerikanischen Rivalen gezeigt. Allerdings wurde das Ergebnis auch durch Sonderbelastungen gedrückt, etwa durch den Konzernumbau. (Reuters)
Handelsflaute setzt Deutscher Börse zu
Die Flaute an den Finanzmärkten macht der Deutschen Börse zu schaffen. Weil sich die verunsicherten Anleger im Handel mit Aktien und Derivaten zurückhalten, verbuchte Deutschlands größter Börsenbetreiber einen deutlichen Gewinnrückgang im dritten Quartal und kassierte seine Jahresziele. Im laufenden Jahr erwartet die Deutsche Börse nur noch Nettoerlöse von rund 1,95 Milliarden Euro statt der Anfang des Jahres in Aussicht gestellten 2,15 bis 2,30 Milliarden Euro. Die Prognosesenkung kommt nicht überraschend, zumal der Konzern bereits im Juli gewarnt hatte, seine Ziele nur bei einer signifikanten Verbesserung des Marktumfelds zu erreichen.
Von Juli bis Ende September fielen die Ergebnisse der Börse deutlich schwächer aus als im starken Vorjahresquartal, in dem es wegen Turbulenzen in der Eurozone und der Bonitätsherabstufung der Vereinigten Staaten durch die Ratingagenturen starke Bewegungen an den Märkten gab. Zudem profitierte die Börse damals von einem bilanziellen Sondereffekt im Rahmen der vollständigen Übernahme der Derivate-Börse Eurex. Im dritten Quartal ging der Betriebsgewinn der Börse (Ebit) um gut ein Viertel auf 245 Millionen Euro zurück, der Überschuss halbierte sich fast auf 160 Millionen Euro. Die Nettoerlöse fielen mit einem Rückgang von 19 Prozent auf 471 Millionen Euro etwas schwächer. Dies ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Konzern nach Übernahme der verbliebenen Beteiligung an der Derivate-Börse Eurex seit Jahresbeginn die Eurex-Umsatzerlöse zu 100 Prozent statt zu 85 Prozent für sich verbuchen kann.
Die geringeren Erlöse würden sich auch negativ auf den bisher anvisierten Betriebsgewinn (Ebit) von 1,2 bis 1,35 Milliarden Euro auswirken, teilte die Deutsche Börse mit, ohne ein neues Ebit-Ziel für 2012 zu nennen. Im kommenden Jahr hofft der Konzern jedoch auf Besserung. Finanzchef Gregor Pottmeyer will Geld in die Hand nehmen, um das Angebot in der Derivate-Abwicklung und im Sicherheiten-Management auszubauen. Wie im Februar angekündigt, werde der Konzern im vierten Quartal weitere eigene Aktien im Wert von rund 100 Millionen Euro zurückkaufen. (Reuters)
Bayer baut operativen Gewinn leicht aus
Bayer hat im dritten Quartal dank guter Geschäfte seiner Gesundheitssparte und der Agrarchemie seinen operativen Gewinn leicht ausgebaut. Der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 2,2 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Dienstag in Leverkusen mit. Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit einem bereinigten operativen Gewinn von 1,86 Milliarden Euro gerechnet.
Der Konzern setzte von Juli bis September 9,67 Milliarden Euro um, ein Plus von 11,5 Prozent binnen Jahresfrist. Kosten für Rechtsstreitigkeiten drückten den Konzerngewinn allerdings um 17,8 Prozent auf 528 Millionen Euro. Seine Jahresziele bekräftigte der Konzern. Bayer-Chef Marijn Dekkers peilt 2012 einen Umsatzanstieg von 4 bis 5 Prozent auf 39 bis 40 Milliarden Euro an - bereinigt um Währungseffekte sowie Firmenkäufe und -verkäufe. Kurz vor der Vorlage der Bilanz kündigte Bayer am Dienstag die Übernahme von Schiff Nutrition für umgerechnet 920 Millionen Euro an. Der Pharma- und Chemiekonzern will sein Health-Care-Geschäft mit der Übernahme des amerikanischen Anbieters von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln ausbauen. Je Aktie liegt das Gebot bei 34 Dollar, zuletzt war die Aktie von Schiff 23,19 Dollar wert. Seinen um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinn will Bayer im oberen einstelligen Prozentbereich erhöhen. (Reuters/dpa-AFX)
Allianz hebt Gewinnprognose nach starkem Quartal an
Die Allianz hebt überraschend ihre Geschäftsprognose für dieses Jahr an. Nach klaren Zuwächsen im dritten Quartal wird nun mit einem operativen Gewinn im Gesamtjahr 2012 von über 9 Milliarden Euro gerechnet, wie Europas größter Versicherer am Montagabend in München mitteilte. Es wäre der höchste Profit seit Ausbruch der Finanzkrise. Bislang hatte der Dax-Konzern für das laufende Jahr 7,7 bis 8,7 (2011: 7,86) Milliarden Euro angepeilt.
Vor allem die Vermögensverwaltung habe zuletzt besser als erwartet abgeschnitten, hieß es. Aber auch im Schaden/Unfall-Segment sowie in der Lebens- und Krankenversicherung seien die Erwartungen übertroffen worden. Die Allianz wies für das dritte Quartal einen operativen Gewinn von 2,5 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro aus. Unter dem Strich blieben 1,4 Milliarden (258 Millionen) Euro als Gewinn hängen. Der Überschuss werde im Gesamtjahr geringer zulegen als die operativen Kennzahlen, gab das Management bekannt. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem Restrukturierungsmaßnahmen. Die komplette Bilanz für den Zeitraum Juli bis September soll am 9. November veröffentlicht werden. (Reuters)
MAN im dritten Quartal mit weniger Gewinn
Der Lastwagen- und Maschinenhersteller MAN hat neben starken Einbrüchen beim operativen Gewinn im dritten Quartal auch deutlich weniger neue Aufträge an Land gezogen. Das Volumen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich sank der Gewinn zwischen Juli und Ende September um knapp zwei Drittel auf 61 Millionen Euro. Analysten hatten deutlich mehr Gewinn erwartet.
Der Quartalsumsatz sank mit 3,9 Milliarden Euro knapp unter Vorjahresniveau von gut 4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um gut 40 Prozent auf 185 Millionen zurück. Angesichts der schwachen Nachfrage nach Lkw und Bussen schickte die Volkswagen-Tochter am Montag rund 15.000 Mitarbeiter in zwei Werken für eine Woche in den Zwangsurlaub. Nach Weihnachten könnten die Bänder abermals stillstehen. (dpa-AFX)
Hugo Boss verbucht überraschenden Gewinnrückgang
Der Modekonzern Hugo Boss hat im dritten Quartal überraschend schwach abgeschnitten. Bedingt durch ein geringeres Umsatzwachstum, höhere Marketingaufwendungen und Kosten für den Ausbau des Filialnetzes sank der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 7 Prozent auf 165 Millionen Euro. Unterm Strich verringerte sich der Konzerngewinn um 14 Prozent auf 103,4 Millionen Euro, wie der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Konzern am Dienstag mitteilte.
Der Umsatz wuchs im dritten Quartal um 5 Prozent auf 646 Millionen Euro. Ohne den Einfluss von Währungsschwankungen blieb er stabil. „Die Änderung unseres Kollektionsrhythmus hat im Großhandelsgeschäft zu einer Umsatzverlagerung vom dritten in das vierte Quartal geführt und damit unsere traditionell starke Ergebnissituation im dritten Quartal beeinträchtigt“, sagte Hugo-Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs. Im Schlussquartal sei wieder mit zweistelligen Umsatz- und Ergebniszuwächsen zu rechnen. Seine Gesamtjahresprognose bestätigte Hugo Boss. (dpa-AFX)
Software AG mit Gewinnrückgang
Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller Software AG hat im dritten Quartal wegen geringere Umsätze und hoher Ausgaben für den Vertrieb weniger verdient. Der Überschuss sank im Vergleich zum Vorjahresquartal von 46,6 auf 40,7 Millionen Euro, wie das im Tec-Dax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel von 72 auf 61,1 Millionen Euro. Vor zwei Wochen hatten die Darmstädter bereits vorläufige Zahlen bekannt gegeben und eine Ebit-Spanne von 60 bis 62 Millionen Euro genannt. Der Umsatz sackte von 274 auf 257 Millionen Euro.
Die Software AG konkretisierte zudem ihren Jahresausblick. Den Vorjahres-Produktumsatz von 674 Millionen Euro wollen sie statt um 2 bis 7 Prozent nun um 3 bis 6 Prozent übertreffen. Das margenstarke Stammgeschäft mit Großrechnersoftware ETS soll nur um 2 bis 4 Prozent schrumpfen (zuvor -3 bis -6 Prozent). Beim Wachstumstreiber Prozesse-Software BPE stellen sie ein Lizenzwachstum von 10 bis 13 Prozent in Aussicht. Bisher lag die Spanne bei 10 bis 15 Prozent. (dpa-AFX)
Metro-Gewinn geht deutlich zurück
Deutschlands größter Händler Metro hat wegen der anhaltenden Ertragsschwäche seiner Elektroniktochter Media-Saturn und der Konsumschwäche in vielen Ländern Süd- und Osteuropas einen deutlichen Gewinnrückgang im dritten Quartal verbucht. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank von 614 auf 398 Millionen Euro, wie der seit kurzem in den M-Dax abgerutschte Konzern am Dienstag mitteilte. Rein rechnerisch sei rund die Hälfte des Ergebnisrückgangs auf deutlich niedrigere Erträge aus Immobilienverkäufen zurückzuführen, hieß es.
Unterm Strich verringerte sich das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter von 190 auf 77 Millionen Euro. Der Umsatz legte nur leicht von 15,8 auf 15,9 Milliarden Euro zu. Während die Erlöse im Rahmen der Analystenschätzungen lagen, verfehlen die Düsseldorfer operativ die Erwartungen. Nach der Gewinnwarnung Anfang Oktober bestätigte Metro am Dienstag die damals gesenkte Prognose. Operativ soll das Ergebnis im Gesamtjahr unter dem des Vorjahres ausfallen. Beim Umsatz wird mit einem Anstieg gerechnet. (dpa-AFX)
Apple-Chef baut Firmenspitze um
Apple -Chef Tim Cook hat mitten in einer großen Produktoffensive die Führungsspitze des Konzerns umgekrempelt. Dabei bekommt Design-Guru Jony Ive noch mehr Macht. Dagegen geht der einflussreiche Chef der iOS-Softwareplattform für iPhone und iPad, Scott Forstall, nach dem misslungenen Start des ersten eigenen Kartendienstes von Apple. Zudem hat sich der aus Großbritannien geholte Chef der Apple Stores, John Browett, nur wenige Monate gehalten.
Der Brite Ive, seit der Rückkehr von Gründer Steve Jobs vor 15 Jahren für das Design von Apple verantwortlich, wird nun zur kreativen Schlüsselfigur. Er soll zusätzlich konzernweit für das „Human Interface“ zuständig sein - also für die Gestaltung der Software und letztlich das Zusammenspiel von Mensch und Gerät. Mit dem Führungsumbau solle die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Hardware, Software und Dienste verbessert werden, teilte Apple am Montag mit. Die Aufgaben Forstalls, der 2013 geht, werden entsprechend zwischen mehreren Managern aufgeteilt. So wird der Chef der Online-Plattform iTunes, Eddy Cue, die Verantwortung für die Kartendienste und den persönlichen Assistenten Siri übernehmen. (dpa-AFX)
Qiagen verschiebt wegen „Sandy“ Vorlage der Quartalszahlen
Deutschlands größtes Biotechunternehmen Qiagen verschiebt wegen des Supersturms „Sandy“ die Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben die Bilanz nun erst am kommenden Sonntag veröffentlichten. Ursprünglich sollten die Ergebnisse bereits am Montagabend nach amerikanischem Börsenschluss präsentiert werden.
Die Telefonkonferenz wird nun von Dienstag auf kommenden Montag verschoben. Die amerikanische Technologiebörse Nasdaq, an der das Unternehmen notiert ist, war am Montag aufgrund des Wirbelsturms geschlossen und soll dies auch am Dienstag bleiben. Qiagen ist auch in Deutschland im Tec-Dax gelistet. Im Schnitt rechnen Experten für das dritte Quartal mit einem Anstieg des bereinigten Überschusses um knapp 11 Prozent auf 62,3 Millionen Dollar. (Reuters)
BP schafft wieder Milliardengewinn
Der britische Ölkonzern BP hat im dritten Quartal unter einer niedrigeren Produktion und geringeren Raffineriemargen gelitten. Unter dem Strich stand dennoch ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis von 5,4 Milliarden Dollar, wie BP am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatten die Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko das Unternehmen mit 1,4 Milliarden Dollar tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten lag bei 4,7 Milliarden Dollar nach 5,3 Milliarden Dollar vor einem Jahr.
Die Kosten für die Folgen der Ölpest im laufenden Jahr bezifferte BP auf 882 Millionen Dollar vor Steuern in den ersten neun Monaten des Jahres. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einer wieder steigenden Produktion. Indes dürften die Raffineriemargen weiter sinken und die Margen im Petrochemiegeschäft niedrig bleiben. Der Konzern baut sich nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 um und trennt sich von Unternehmensteilen. Zuletzt hatte der Konzern seinen Anteil am russischen Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP für eine Milliardensumme verkauft. Seinen Aktionären will BP eine Quartalsdividende von 9 Cent je Aktie zahlen, ein Plus von 12,5 Prozent. (dpa-AFX)
AMD will Server-Chips mit ARM-Technologie bauen
Der angeschlagene Chip-Hersteller AMD geht einen neuen Weg, um gegen den großen Rivalen Intel zu bestehen. Die Nummer zwei im Prozessoren-Markt will künftig auch Server-Chips auf Basis von Technologie des britischen Entwicklers ARM bauen. Damit solle unter anderem die Energieeffizienz von Lösungen fürs Cloud-Computing verbessert werden, teilte AMD am Montag mit.
Die Technologie von ARM gilt als besonders stromsparend und dominiert deshalb in aktuellen Smartphones und Tablets. Die ersten AMD-Serverchips auf ARM-Basis sollen im Jahr 2014 auf den Markt kommen. AMD wurde von der aktuellen Flaute im PC-Markt viel härter getroffen als Intel. Das liegt auch an der Größe: Intel hat bei den PC-Prozessoren einen Marktanteil von rund 80 Prozent und bei Server-Chips sogar von 95 Prozent. AMD leitete nach hohen Verlusten zuletzt den Abbau von 15 Prozent der Belegschaft ein. (dpa)
Börsengang: Telefonica-Deutschland-Aktien kosten 5,60 Euro
Die spanische Telefongesellschaft Telefonica hat den Preis für die Aktien ihrer deutschen Tochter auf 5,60 Euro je Stück festgelegt. Insgesamt hätten 258,75 Millionen Anteilscheine (einschließlich 33,75 Millionen mehr-zugeteilte Aktien im Zusammenhang mit der Greenshoe-Option) einen Käufer gefunden, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Damit liegt das Plazierungsvolumen bei 1,449 Milliarden Euro.
An diesem Dienstag sollen die Papiere erstmals im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. (dpa-AFX)
Standard Chartered legt abermals deutlich zu
Das operative Geschäft der britischen Großbank Standard Chartered läuft ungeachtet der Geldwäsche-Vorwürfe weiter rund. In den ersten neun Monaten seien die Erträge im hohen einstelligen Bereich gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in London mit. Damit konnte die Bank das Wachstumstempo der ersten sechs Monaten trotz der schwieriger werdenden Lage der Weltwirtschaft halten.
Der operative Gewinn legte allerdings nicht so stark zu wie zuletzt. Die Zahlung von 340 Millionen Dollar für die von der New Yorker Finanzaufsicht erhobenen Vorwürfe der Geldwäsche bei Geschäften mit dem Iran belasteten. Standard-Chartered-Chef Peter Sands bezifferte den Anstieg beim operativen Gewinn auf einen mittleren einstelligen Prozentbereich. Ohne die Strafzahlung wäre der operative Gewinn allerdings wie zuletzt gewohnt zweistellig gestiegen. Geholfen hat dabei weiter eine strikte Kostenkontrolle und leicht gesunkene Risikovorsorge. (dpa-AFX)
Chrysler wird mehr Autos los
Während Fiat unter schrumpfenden Verkäufe in Europa leidet, floriert das Geschäft der amerikanischen Tochter Chrysler im dritten Quartal. Dank der Kauflust der Amerikaner konnte Chrysler seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar steigern (12,0 Milliarden Euro). Der Gewinn verdoppelte sich beinahe auf 381 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Montag am Sitz in Auburn Hills nahe Detroit mitteilte.
Die Verkäufe stiegen um 12 Prozent auf 556.000. Der Marktanteil lag nach Firmenangaben bei 11,3 Prozent, etwas mehr als in den drei Monaten zuvor. Damit setzt Chrysler seinen Erfolgskurs fort. Der amerikanische Hersteller hatte bereits im Vorquartal seinem italienischen Mutterkonzern die Bilanz gerettet. Fiat legt an diesem Dienstag seine Geschäftszahlen vor. (dpa-AFX)
Hitachi-Konzern kauft Atomfirma von E.ON und RWE
Der japanische Hitachi-Konzern übernimmt die britische Atomfirma von E.ON und RWE. Dies teilte Hitachi am Dienstag mit. Der Konzern nannte keinen Kaufpreis.
E.ON und RWE hatten sich vor einem halben Jahr von ihren Plänen zum Bau neuer Atomkraftwerke in Großbritannien verabschiedet und die Firma Horizon Nuclear Power zum Verkauf gestellt. Die deutschen Energieriesen hatten ursprünglich geplant, bis 2025 mehrere neue Kernkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 6000 Megawatt hochzuziehen. (Reuters)
Eon bündelt Servicenetz - Regensburg bleibt größerer Standort
Der Energieriese Eon hat nach Protesten wegen der geplanten Schließung von deutschen Service-Standorten einen Kompromiss mit den Gewerkschaften gefunden. Danach werden kleinere Büros in Nürnberg, Landshut, Potsdam und München zwar wie vorgesehen aufgegeben. Der Konzern behält aber Regensburg und Hannover als größere Service-Standorte und bietet den Mitarbeitern aus den geschlossenen Büros Ersatzjobs an diesen Orten. Außerdem werde in Berlin von Frühjahr 2013 an ein neuer Eon-Standort mit rund 260 Arbeitsplätzen geschaffen, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Bisher gibt es dort nur eine Firmenrepräsentanz. Die neu gegründete Service-Gesellschaft beschäftigt insgesamt etwa 640 Mitarbeiter in Deutschland. Eon bemüht sich mit dem Kostensenkungsprogramm Eon 2.0 um erhebliche Einsparungen. Insgesamt sollen rund 6000 Stellen betroffen sein. Die Bündelung des Personal- und Rechnungswesens ist nur eine von 60 Maßnahmen. Die Auslagerung von Tätigkeiten nach Rumänien werde parallel weiterverfolgt, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Dies unterliege nicht der deutschen Mitbestimmung. (dpa-AFX)
Wirtschaftsnachrichten
Japanische Zentralbank lockert abermals Geldpolitik
Die japanische Zentralbank lockert die geldpolitischen Zügel noch weiter. Die Bank von Japan kündigte am Dienstag eine Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen an: Das Volumen werde von zuletzt 80 Billionen Yen auf 91 Billionen Yen (etwa 884 Milliarden Euro) erhöht.
Damit hat die Zentralbank die Geldpolitik im nunmehr zweiten Monat in Folge gelockert. Auf diese Weise soll die stagnierende Wirtschaft des Landes angekurbelt werden. Die Bank of Japan beließ zugleich den Leitzins weiter bei 0 bis 0,1 Prozent. (dpa)
Japans Industrieproduktion gesunken
Japans Industrieproduktion ist im September um 4,1 Prozent gesunken. Damit verringerte sich der Ausstoß in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im nunmehr dritten Monat in Folge, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.
Japans exportabhängige Wirtschaft leidet weiter unter einer Deflation mit andauernd fallenden Preisen sowie dem Höhenflug des Yen. (dpa-AFX)
