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Medienschau Euro-Länder streben nach mehr Hilfe vom IWF - Große Vorbehalte gegen Verkauf von T-Mobile USA

 ·  Auch zur Wochenmitte gibt es wieder Neues zur Euro-Schuldenkrise: Die Euro-Länder wollen zur Verstärkung ihrer Krisenabwehr den IWF mit mehr Finanzkraft ausstatten. Und die Euro-Finanzminister haben eine weitere Nothilfe an Griechenland freigegeben. Auf Unternehmensebene hat die Deutsche Telekom weiter Probleme beim Verkauf von T Mobile USA. Denn die Einwände der amerikanischen Regulierer an AT&T gehen noch viel weiter als bisher bekannt. Erwähnenswert ist ansonsten auch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Großbanken durch Standard & Poor“s.

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Unternehmensnachrichten

Massive Wettbewerbsprobleme bei Deal um T-Mobile USA

Die Einwände der amerikanischen Regulierer gegen einen Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA an AT&T gehen noch viel weiter als bisher bekannt. Die Telekommunikations-Behörde FCC veröffentlichte in der Nacht zum Mittwoch einen mehr als 100-seitigen Bericht, der das volle Ausmaß der Bedenken offenlegt. So kamen die FCC-Experten zu dem Schluss, dass der Milliarden-Deal in so gut wie allen wichtigen US-Regionen den Wettbewerb verringern und damit höhere Preise für Verbraucher bedeuten könnte. Außerdem fand die Behörde keine Belege dafür, dass mit der T-Mobile-Übernahme neue Jobs entstehen würden und Kunden ein besseres Netz bekämen.

AT&T und die Deutsche Telekom hatten die 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme im März eingefädelt. Für beide geht es um viel: Die Telekom würde ein chronisches Problem loswerden, AT&T dringend benötigte neue Frequenzen bekommen. Der Deal stieß jedoch von Beginn an auf Zweifel der Kartellwächter. Das amerikanische Justizministerium klagte wegen einer Verletzung von Wettbewerbsregeln. Als auch der massive Widerstand der FCC offensichtlich wurde, zogen die Unternehmen den Genehmigungsantrag bei dem Telekom-Regulierer vergangene Woche vorerst zurück.

T-Mobile ist der drittgrößte Mobilfunk-Anbieter in Amerika, AT&T würde mit dem Deal zur klaren Nummer eins vor Verizon Wireless. Ein Scheitern der Übernahme, das jetzt immer wahrscheinlicher erscheint, könnte für AT&T richtig teuer werden: Der amerikanische Konzern müsste der Deutschen Telekom dann sechs Milliarden Dollar zahlen, in Form von Bargeld und Mobilfunk-Frequenzen. AT&T stellt jetzt bereits vier Milliarden Dollar dafür zurück.

Die FCC hat auch Zweifel, dass heutige kleinere Mobilfunk-Anbieter erfolgreich den Platz von T-Mobile USA als Nummer drei im Markt einnehmen können. Marktbeobachtern zufolge könnten AT&T und T-Mobile gezwungen sein, in großem Stil Kunden an Mini-Konkurrenten wie Leap Wireless abzugeben, um den Deal noch zu retten. (dpa-AFX)

Standard & Poor“s stuft Kreditwürdigkeit von Großbanken ab

Die Ratingagentur Standard & Poor“s hat am Dienstag die Kreditwürdigkeit von 37 der größten Geldhäuser der Welt angepasst und dabei mehrere amerikanische Großbanken herabgestuft. Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo wurden jeweils um mindestens eine Bonitätsnote herabgestuft.

In die neue Bewertung seien auch makroökonomische Trends und die Rolle von Regierungen und Zentralbanken eingeflossen, teilte Standard & Poor“s mit. Auch die britischen Banken HSBC, Barclays und Royal Bank of Scotland wurden herabgestuft. Die Bewertung von Deutscher Bank, Credit Suisse, ING und Société Général hingegen blieb unverändert. (dapd)

Solarwerte schwächer bei L&S - Bericht über Solarförderung

Solarwerte wie Solarworld , Q-Cells und SMA Solar tendieren am Mittwoch im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz schwächer. Händler verweisen auf Berichte, wonach die Fraktionschefs der schwarz-gelben Koalition Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) aufgefordert haben, die Solarförderung in Deutschland drastisch einzuschränken. In einem gemeinsamen Schreiben fordern Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt (CSU) und der Chef der FDP-Fraktion, Rainer Brüderle, den Umweltminister auf, bis Januar Vorschläge für eine Reduzierung vorzulegen. Der Brief, der der Deutschen Presse-Agentur und dem „Handelsblatt“ vorliegt, ist an Röttgen sowie an Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) adressiert. Sollten die geforderten Einschnitte umgesetzt werden, fiele die deutsche Solarförderung um mehr als 70 Prozent, was die Kurse belaste. (dpa-AFX Broker)

GSW sieht sich von Finanzkrise nicht betroffen

Der Berliner Immobilienkonzern GSW sieht sich trotz der europäischen Schuldenkrise und den daraus folgenden Schwankungen an den Kapitalmärkten in einem weiterhin ruhigen Fahrwasser. Das stabile Geschäftsmodell mit Fokussierung auf den Wohnungsmarkt Berlin habe das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung trotz eines verringerten Immobilienbestands in den ersten neun Monaten nahezu konstant bei 102,8 (Vorjahr: 107,1) Millionen Euro gehalten, teilte der MDAX-Konzern am Mittwoch mit.

Basis dafür war die Reduzierung des Wohnungsleerstandes auf 3,6 Prozent von 4,0 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der durchschnittlichen Bestandsmiete um 5 Cent auf 4,95 Euro je Quadratmeter. Einmalige Effekte wie der Verkauf der BMH Berlin Mediahaus GmbH ließen das EBIT auf 103,8 (2010: 69,2) Millionen Euro steigen. Höhere Zinsen im Rahmen der Refinanzierung verbriefter Kredite im Februar ließen zwar die in der Branche viel beachtete Kennziffer FFO I auf 40,4 (62,2) Millionen Euro einbrechen. Insgesamt schloss GSW die ersten neun Monate 2011 aber mit einem deutlich höheren Konzerngewinn von 54,8 (Vorjahr: 20,0) Millionen Euro ab.

Wegen der positiven Entwicklung des Berliner Wohnungsmarktes erwartet die GSW Immobilien AG weiter steigende Mieten, was sich positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken soll. „Daher bekräftigen wir die bereits veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2011, einen FFO I zwischen 54 Mio und 59 Millionen Euro zu erzielen“, sagte Finanzvorstand Andreas Segal. Dies sei zugleich Grundlage, um bereits nach dem ersten Jahr der Börsennotierung eine Dividende an die Aktionäre auszahlen zu können.

Mit Wirkung zum 1. November 2011 hatte GSW 4.800 Einheiten in guten Berliner Lagen für rund 330 Mio EUR übernommen. Die überdurchschnittlichen Mieten und die vergleichsweise geringe Leerstandsquote dieses Portfolios sollen sich insbesondere ab dem kommenden Geschäftsjahr positiv auf die Ertragskraft auswirken. „Ab dem Jahr 2012 rechnen wir mit einem zusätzlichen FFO I von 6,5 Millionen bis 7,5 Millionen Euro pro Jahr. Wir freuen uns, dass wir das durch den Börsengang eingesammelte Eigenkapital zeitnah investieren konnten“, heißt es dazu im Geschäftsbericht. (Dow Jones)

Baukonzern Strabag trotz Schuldenkrise zuversichtlich

Der österreichische Baukonzern Strabag gibt sich trotz politischer Turbulenzen durch die Schuldenkrise zuversichtlich. Rückgänge durch die schwache Baukonjunktur in Teilen Südosteuropas könnten durch Zuwächse in anderen Ländern ausgleichen werden, teilte Strabag am Mittwoch mit. Der Konzern bekräftigte seine Gewinnprognosen für das laufende Jahr. Demnach soll bei einem Betriebsergebnis (Ebit) von 340 Millionen Euro unter dem Strich ein Plus von 185 Millionen Euro stehen.

Im dritten Quartal schrumpfte das Ebit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 191 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Ebit von 216 Millionen Euro gerechnet. Zwar habe sich die Euro-Schuldenkrise bislang noch nicht auf die Ergebnisse der Strabag niedergeschlagen, sagte Firmenchef Hans Peter Haselsteiner. Der Auftragsbestand lag per Ende September aber um fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau, was Haselsteiner auf die Stornierung von Aufträgen aus Libyen und die Abarbeitung großer Infrastrukturprojekte in Polen zurückführte. (Reuters)

Allianz will Sachversichung mit Umbau auf Kurs bringen

Die Allianz will ihre Sachversicherung in Deutschland mit einem Umbauprogramm und Stellenstreichungen profitabler machen. „In der Sachversicherung sind wir mit sehr großem Abstand Marktführer. Doch wir verlieren Marktanteile und sind in der Profitabilität nicht da, wo wir hinwollen“, sagte Deutschlandchef Markus Rieß dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Mit einem Programm, das in den nächsten Wochen mit den Arbeitnehmergremien beraten werde, solle die Sachversicherung langfristig auf einen profitablen Wachstumspfad zurückgeführt werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten drei Jahren die Zahl der Stabstellen von derzeit 2200 um 400 Arbeitsplätze reduzieren müssen“, kündigte Allianz-Vorstand Severin Moser an. Bis 2014 solle der Umsatz in der Sachversicherung von zuletzt 8,95 auf 9,5 Milliarden Euro steigen. Die Schadenkostenquote solle auf 95 Prozent sinken von leicht über 100 Prozent 2010. Die Kostenquote solle auf 26 von knapp 28 Prozent gedrückt werden. Dabei entspreche ein Prozentpunkt etwa 70 bis 90 Millionen Euro. (Reuters)

Samsung darf iPad-Konkurrenten wieder in Australien verkaufen

Rückschlag für Apple im Patentstreit mit Samsung: Ein Berufungsgericht in Australien hob das Verkaufsverbot für den iPad-Herausforderer Galaxy Tab 10.1 auf. Apple wirft Samsung vor, mit dem Tablet unter anderem ein Patent für die Multitouch-Technologie der berührungsempfindlichen Bildschirme zu verletzen und hatte im Oktober eine Einstweilige Verfügung gegen den Vertrieb des Geräts in Australien erzielt. Der iPad-Anbieter kann gegen die Aufhebung des Verkaufsverbots am Mittwoch noch Widerspruch in der nächsten Instanz einlegen, wie unter anderem die BBC und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichteten.

Samsung und Apple werfen sich gegenseitig in mehreren Ländern Ideenklau bei Smartphones und Tablets vor. Apple gelang es auch in Deutschland, den Verkauf diverser Galaxy-Tab-Modelle zu stoppen. Hierzulande machte Apple keine Patente, sondern die Verletzung geschützter Design-Muster geltend. Im Dezember soll das Oberlandesgericht Düsseldorf Samsungs Berufung gegen die Einstweilige Verfügung aus dem Sommer verhandeln. Samsung bietet unterdessen eine modifizierte Version mit der Bezeichnung Galaxy Tab 10.1N an.

Die beiden Unternehmen bekriegen sich unter anderem auch in Amerika, Südkorea und Japan. Samsung will in Deutschland, Frankreich, Italien und Australien den Verkauf des neuen iPhone 4S unter Hinweis auf Patentverletzungen stoppen lassen. Die Multitouch-Patente im Tablet-Streit in Australien haben für Apple eine besondere Bedeutung, weil man mit ihnen die Konkurrenz technisch auf Abstand halten könnte. Die Technologie sorgt dafür, dass ein Touchscreen die Bewegungen mehrerer Finger erkennen kann.

Der Konzern aus Kalifornien dominiert mit seinem iPad bisher den jungen Tablet-Markt, obwohl es immer mehr Konkurrenz-Geräte gibt. Samsung setzt wie viele andere Hersteller auf das Google-Betriebssystem Android, das der kürzlich verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs laut seiner Biografie als „geklaut“ bekämpfen wollte. (dpa)

Wirtschaftsnachrichten

Euro-Länder streben nach mehr Hilfe vom IWF

Die Euro-Länder wollen zur Verstärkung ihrer Krisenabwehr den Internationalen Währungsfonds mit mehr Finanzkraft ausstatten. Es werde rasch geprüft, die Mittel des Fonds zu erhöhen über bilaterale Kredite der Mitgliedsländer oder über neue Sonderziehungsrechte, erklärten Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und EU-Währungskommissar Olli Rehn nach der Sitzung der Eurogruppe am Dienstag in Brüssel. Die Diskussion gebe es bereits seit dem G-20-Gipfel in Cannes Anfang des Monats. „Wir wollen unterstreichen, dass die EU-Kommission und die Euro-Zone die Erhöhung der Finanzierungsmöglichkeiten unterstützen“, sagte Rehn. Welche Länder dem Fonds mehr Geld zur Verfügung stellten, müsse mit dem IWF besprochen werden.

Die höhere Finanzkraft des IWF sei notwendig, damit dieser dem Euro-Rettungsfonds EFSF weiter zur Seite stehen könne. Dieser bekommt nach einem Beschluss der Euro-Länder die Möglichkeit, über zwei Anreizinstrumente seine verfügbaren Kredite um Gelder privater Investoren aufzustocken. EFSF-Chef Klaus Regling sagte, es gebe weltweit großes Interesse potenzieller Geldgeber. Doch um wieviel die Kredite des EFSF letztlich vermehrt werden könnten, sei nicht genau vorhersehbar. Dies hänge von konkreten Programmen zur Unterstützung von Euro-Ländern und den Marktbedingungen ab. „Die Hebelwirkung ist ein Prozess über längere Zeit“, sagte er. Die Euro-Länder streben an, die noch verfügbaren rund 250 Milliarden Euro um den Faktor vier oder fünf mit privaten Geldern auf eine Summe über eine Billion Euro zu erhöhen. Doch angesichts der Eskalation der Schuldenkrise rechnen sie derzeit nicht damit, das Ziel zu erreichen. (Reuters)

Griechenland bekommt acht Milliarden Euro Nothilfe

Unmittelbar vor der drohenden Staatspleite bekommt Griechenland wie erwartet die nächste Finanzspritze von acht Milliarden Euro. Die Euro-Finanzminister gaben am Dienstag in Brüssel die Nothilfe der Euro-Länder frei, sagten EU-Diplomaten. Dabei handelt es sich um 5,8 Milliarden Euro, der Rest kommt vom Internationalen Währungsfonds IWF. Das Geld stammt aus dem alten Hilfsprogramm für Athen von 2010 in Höhe von 110 Milliarden Euro. Ohne diese Rate wäre Griechenland Anfang Dezember pleite.

Die Freigabe des Kredits war bereits im Oktober von den Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen worden. Die Auszahlung wurde jedoch kurz darauf eingefroren, weil der damalige Ministerpräsident Giorgos Papandreou eine Volksabstimmung über das Sparpaket seiner Regierung angekündigt hatte. Nach dem Rücktritt Papandreous hat eine Regierung der nationalen Einheit eine Fortsetzung der tiefen Spareinschnitte versprochen. Zudem haben die Politiker aller Parteien schriftlich versichert, auch im Fall eines Wahlsieges bei möglichen Neuwahlen nicht vom Sparkurs abzuweichen.

Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos bekräftigte bei dem Treffen den Sparwillen Athens: „Wir haben den notwendigen politischen Konsens, wir haben die nötige nationale Einheit und auch die nationale Entschlossenheit voranzugehen.“

Noch bis Jahresende soll jetzt ein zweites Hilfsprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro auf den Weg gebracht werden. Außerdem haben sich die privaten Gläubiger Griechenlands - also vor allem Banken - freiwillig zu einem Verzicht auf die Hälfte ihrer eigentlich bestehenden Forderungen bereiterklärt. Diese Teil-Abschreibung der Schulden soll auch dazu beitragen, dass die schwere Rezession, in die Griechenland geraten ist, überwunden wird. (dpa)

Deutsche Einzelhändler setzen ihren Aufwärtstrend fort

Die deutschen Einzelhändler haben pünktlich vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Sie nahmen im Oktober 1,0 Prozent mehr ein als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Einen größeres Umsatzplus hat es in diesem Jahr nur um Juli gegeben. Preisbereinigt (real) fiel der Zuwachs mit 0,7 Prozent mehr als doppelt so stark aus wie im September. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen stagnierende Umsätze vorausgesagt.

Im Vergleich zum Oktober 2010 nahmen die Einzelhändler 1,6 Prozent mehr ein. Die Geschäfte im Internet- und Versandhandel wuchsen mit 4,7 Prozent am schnellsten, gefolgt von Supermärkten und Warenhäusern sowie dem Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (jeweils +1,7 Prozent).

Von Januar bis Oktober kletterte der Einzelhandelsumsatz um 2,7 Prozent. Der Branchenverband HDE hatte seine Umsatzprognose für 2011 erst vor wenigen Tagen von 1,5 auf 2,0 Prozent angehoben. „Die stabile Lage am Arbeitsmarkt und die gute Entwicklung der Einkommen sorgten bisher für eine positive Konsumstimmung“, begründete HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember rechnet er mit einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Stimmung der Verbraucher hat sich im rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verbessert. Das GfK-Konsumklima stieg im Dezember bereits den dritten Monat in Folge. „Wir werden hier volle Einkaufswagen in der Weihnachtszeit haben“, sagte GfK-Experte Wolfgang Adlwarth. Wegen der steigenden Beschäftigung und höherer Löhne waren die privaten Konsumausgaben im dritten Quartal so stark gestiegen wie seit vier Jahren nicht mehr. (Reuters)

Elektroindustrie erwartet 2012 weiteres Rekordjahr

Die deutsche Elektroindustrie erwartet 2012 ein weiteres Rekordjahr. Die Produktion werde der bisherigen Prognose zufolge im kommenden Jahr um fünf Prozent steigen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Verbandes ZVEI, Klaus Mittelbach, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. „Die Branche geht mit guter Stimmung ins nächste Jahr hinein“, ergänzte er.

Der Zuwachs werde aber nur dann so hoch ausfallen, wenn äußere Faktoren, zum Beispiel die Schuldenkrise, dies zuließen. Für das ablaufende Jahr rechne er mit einem Zuwachs von mindestens zehn Prozent, was bereits eine neue Rekordproduktion bedeute.

Die Branche habe seit der Krise 2009 rund 45.000 Arbeitsplätze geschaffen. Davon seien drei Fünftel Ingenieure und Fachkräfte.

Über den Atomausstieg Deutschlands sagte Mittelbach: „Für unsere Branche sehen wir mehr Vorteile als Nachteile bei der Energiewende.“ Wichtig sei es, in Zukunft mehr Software an die Stromnetze zu bringen. „Unsere Netze sind total dumm. Nur eine Verknüpfung mit der Informationstechnik kann intelligente Netze und ein virtuelles Kraftwerk erschaffen.“ (dapd)

Indisches Wirtschaftswachstum deutlich abgeflaut

Das indische Wirtschaftswachstum hat im dritten Quartal einen deutlichen Dämpfer erhalten. Wie die Regierung am Mittwoch in Neu-Delhi mitteilte, lag die Steigerung in den Monaten Juli bis September bei lediglich 6,9 Prozent und damit auf dem niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Im Vorjahreszeitraum lag das Wachstum in der drittgrößten Wirtschaft Asiens noch bei 8,4 Prozent. Als wesentliche Gründe für den schlechten Wert wurden eine hohe Inflation, Zinssteigerungen und die globale Wirtschaftslage genannt. (dapd)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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