Unternehmensnachrichten
Leoni senkt Jahresprognosen
Der Automobilzulieferer Leoni hat seine Ziele für das laufende Jahr gesenkt. Wegen einer Abschwächung des Geschäfts im laufenden Quartal sei nur noch mit einem Umsatz von rund 3,75 Milliarden Euro zu rechnen. Bisher hatte Leoni 3,8 bis 3,9 Milliarden Euro vorhergesagt. Die Erwartung an den Betriebsgewinn schraubten die Franken von 255 bis 275 auf etwa 235 Millionen Euro zurück.
Im dritten Quartal belief sich der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge auf 954 Millionen Euro und lag damit in etwa auf dem Niveau der vorangegangenen beiden Quartale. Der Betriebsgewinn lag mit rund 52,5 Millionen Euro leicht über dem des Vorquartals. Damals wurden 50,8 Millionen Euro erzielt. Seine endgültigen Zahlen will Leoni wie geplant am 13. November 2012 vorlegen. (dpa-AFX)
Gewinn von ADVA Optical bricht im dritten Quartal ein
Der Gewinn des Netzwerkausrüsters Adva Optical Networking ist aufgrund des Wegfalls positiver Währungseffekte aus dem Vorjahr sowie hohen Steueraufwendungen im dritten Quartal stark gefallen. Der Umsatz erreichte lediglich das untere Ende der avisierten Spanne.
Im Zeitraum von Juli bis September erzielte Adva einen Reingewinn von 3,5 Millionen Euro nach 9,7 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis legte dagegen von 4,4 auf 5,1 Millionen Euro leicht zu. Der Umsatz stieg um rund 3 Millionen auf 82,3 Millionen Euro. Vor drei Monaten hatte Adva mit einer Spanne von 82 bis 87 Millionen Euro gerechnet.
Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds will Adva weiter profitabel wachsen. Um das zu erreichen, sollen die Kosten an das Umsatzwachstum angepasst und neue Kunden gewonnen werden. Für das laufende Quartal erwartet Adva einen Umsatz von 77 bis 82 Millionen Euro und eine bereinigte operative Marge von 2 bis 6 Prozent, nach 6,9 Prozent im Vorquartal. (Dow Jones)
Conergy meldet Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals
Dem Solarunternehmen Conergy ist ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals entstanden. Gründe dafür seien die Vertragsauflösung mit dem Waferhersteller MEMC sowie der aktuelle Geschäftsverlauf. Zum Stichtag 30. September liege das Eigenkapital bei 72 Millionen Euro. Conergy hatte bereits Ende September über die Kündigung berichtet. Damals hatte es geheißen, dass im laufenden Jahr der operative Verlust im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen werde. Zuvor hatte das Unternehmen für 2012 einen operativen Gewinn in Aussicht gestellt. (dpa-AFX)
Gewinn der DAB Bank bricht ein
Der Überschuss der Direktbank DAB ist im dritten Quartal auf 3,32 (Vorjahr: 4,25) Millionen Euro gefallen. Die Kunden hielten sich stark mit Wertpapiertransaktionen zurück. Die Zahl der ausgeführten Orders sank von Juli bis September um fast ein Drittel. Dementsprechend war auch der Provisionsüberschuss mit 18,68 (Vorjahr: 22,91) Millionen Euro stark rückläufig. Ein noch schlechteres Ergebnis der HypoVereinsbank -Tochter verhinderten Kostensenkungen und Verkäufe von Anleihen aus dem DAB-Bestand.
„Wir gehen weiterhin davon aus, bei entsprechender Marktentwicklung durch ein solides viertes Quartal unser Jahresergebnis gegenüber 2011 um zehn bis 15 Prozent steigern zu können“, sagte DAB-Chef Ernst Huber. Vergangenes Jahr verdiente die Bank vor Steuern 25,73 Millionen Euro. Nach den ersten neun Monaten sind es bisher 21,4 Millionen Euro. (Reuters)
Texas Instruments macht Konjunkturflaute zu schaffen
Der Umsatz des amerikanischen Chipherstellers Texas Instruments ist im dritten Quartal binnen Jahresfrist um zwei Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zurückgegangen. Die Verunsicherung und Zurückhaltung der Kunden mache sich in allen Geschäftsbereichen bemerkbar, sagte Finanzchef Kevin March. Im letzten Viertel des Jahres rechnet der Konzern mit noch schwächeren Geschäften und geht von einem Umsatz von 2,83 Milliarden bis 3,07 Milliarden Dollar aus. Experten hatten für das laufende Quartal mit 3,24 Milliarden Dollar gerechnet. Den Gewinn konnte TI dennoch kräftig um 30 Prozent auf 784 Millionen Dollar steigern. (Reuters)
Yahoo tritt weiter auf der Stelle
Der Umsatz des angeschlagenen amerikanischen Internetkonzerns Yahoo ist im dritten Quartal nahezu unverändert zum Vorjahreszeitraum bei rund 1,2 Milliarden geblieben. Der Gewinn betrug dagegen 3,16 Milliarden Dollar. Das war mehr als zehnmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Grund war der Verkauf eines Anteils am chinesischen Internetunternehmen Alibaba. (dpa-AFX)
Syngenta wächst im dritten Quartal kaum
Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta ist trotz des Starts der Anbausaison in Lateinamerika im dritten Quartal nur wenig gewachsen. Die Verkaufserlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 2,79 Milliarden Dollar gerechnet. Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen betrug das Umsatzplus sechs Prozent. Syngenta bekräftigte seine Jahresprognose. (Reuters)
Michelin steigert Umsatz im dritten Quartal
Der französische Reifenhersteller Michelin hat den Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 5,44 Milliarden Euro gesteigert. In den neun Monaten von Januar bis September legte der Umsatz noch etwas stärker um 5,9 Prozent auf 16,14 Milliarden Euro zu. Michelin berichtete von schwacher Nachfrage in den reifen Märkten, besonders in Europa. Die Franzosen bestätigten ihre Prognose für das Gesamtjahr: ein deutlicher Anstieg des operativen Gewinns vor Sonderposten, ein um 5 Prozent reduzierter Jahresumsatz und bezogen auf das zweite Halbjahr einen positiven Effekt von 200 bis 200 Millionen Euro mit Blick auf die Rohstoffseite. (dpa-AFX)
Wirtschaftsnachrichten
Zuversicht unter deutschen Managern nimmt ab
Unter den deutschen Führungskräften sinkt einer Umfrage zufolge die Zuversicht, doch ihre Stimmung ist immer noch deutlich besser als in weiten Teilen der Welt. So äußerten sich sechs Prozent der deutschen Manager „sehr optimistisch“ für die nächsten zwölf Monate und 45 Prozent immerhin „leicht optimistisch“, wie das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine weltweite Führungskräfteumfrage der internationalen Beratungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton berichtete. Dagegen blicken 22 Prozent „leicht pessimistisch“ und ein Prozent „sehr pessimistisch“ in die Zukunft. Gut ein Viertel der Befragten äußerte eine neutrale Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven. Der aus dem Saldo der Optimisten und Pessimisten errechnete Indikator sank im dritten Quartal um 12 auf 28 Punkte.
Der Stimmungsindex für den Euro-Raum sank demnach um 13 Punkte auf minus 18. Besonders die negativen Ausblicke der spanischen, französischen und italienischen Führungskräfte belasten den Index. Hingegen verbesserte sich die Stimmung griechischer Manager. Für Nordamerika stürzte der Indikator um 30 Zähler auf 22 Punkte ab. In den großen Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien und China machten die Berater einen Stimmungsrückgang um zwölf auf 29 Punkte aus. (Reuters)
Conergy
Herbert Sax (H.Sax)
- 23.10.2012, 10:45 Uhr
