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Medienschau BMW erreicht bestes Quartalsergebnis aller Zeiten

 ·  Teures Kerosin verdirbt der Lufthansa den Jahresstart, Infineon korrigiert seine Jahresprognose nach oben und hohe Energiekosten belasten Heidelberg Cement. Hannover Rück legt einen kräftigen Gewinnsprung hin und Beiersdorf profitiert von einer Sortimentsbereinigung. Metro macht Verlust, auch MAN verdient weniger und bei Fresenius treibt das Generika-Geschäft den Gewinn. Drägerwerk wächst dank Nachfrage aus Europa und Asien, Société Générale schlägt sich zu Jahresbeginn besser als erwartet, der Steueraufwand von SGL Carbon drückt den Gewinn und Pfeiffer Vacuum liegt im ersten Quartal über den Erwartungen.

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Unternehmensnachrichten

BMW erreicht bestes Quartalsergebnis aller Zeiten

Der Autobauer BMW bleibt auf Erfolgskurs. Im ersten Quartal steigerte der Konzern nach eigenen Angaben vom Donnerstag seinen operativen Gewinn (Ebit) um 18,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen wie in der vergangenen Woche auch die Konkurrenten Volkswagen und Daimler die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz kletterte um 14,1 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 1,3 Milliarden Euro übrig, 18,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Trotz des glänzenden Jahresauftakts hielt der Vorstand an seinen vorsichtigen Prognosen fest. Die Münchner wollen in diesem Jahr neue Bestmarken beim Absatz und beim Vorsteuerergebnis erzielen. Für die Autosparte stellten sie eine operative Marge am oberen Ende des Dauerziels von 8 bis 10 Prozent in Aussicht. Im ersten Quartal schafften sie 11,6 Prozent. Der Vorstand verwies zur Begründung für seine Zurückhaltung auf die hohen Investitionen für Forschung und Entwicklung. Einige Analysten hatten auf mutigere Aussagen gehofft. (dpa-AFX)

Teures Kerosin verdirbt Lufthansa den Jahresstart

Immens gestiegene Treibstoffkosten haben der Lufthansa den Start ins Jahr gründlich verdorben. Unter dem Strich verringerte sich der saisontypische Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um ein Fünftel auf 397 Millionen Euro, wie Europas größte Fluggesellschaft am Mittwochabend in Frankfurt mitteilte. Der operative Verlust fiel mit 381 Millionen Euro jedoch mehr als doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Damit schnitt der Konzern deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz. Ihr Gewinnziel für 2012 stellte die Lufthansa-Spitze unter Vorbehalt. Zwar peilt die Konzernführung um Vorstandschef Christoph Franz weiterhin einen operativen Gewinn im mittleren zweistelligen Millionenbereich an. Allerdings könnte das Sanierungsprogramm „Score“ das Ergebnis belasten, hieß es nun. Die Kosten für den möglichen Konzernumbau seien in der Prognose nicht enthalten.

Als Grund für die tiefroten Zahlen zum Jahresstart führte die Lufthansa vor allem die gestiegenen Treibstoffkosten an. Der Umsatz wuchs zwischen Januar und März zwar überraschend stark um fast 6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Die gestiegenen Aufwendungen zehrten den Mehrerlös allerdings wieder auf. Die Lufthansa hatte in den ersten drei Monaten einen deutlichen Zuwachs im Passagiergeschäft verbucht. Trotz der Streiks der Vorfeldmitarbeiter und der Verdi-Mitglieder am Frankfurter Flughafen, die den Konzern im Februar und März mehr als 1.800 Flüge kosteten, wuchs die Zahl der Fluggäste bei Lufthansa und ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines um fast 5 Prozent auf 21,9 Millionen. Mit dem Programm „Score“ will die Lufthansa ihre jährlichen Kosten bis zum Jahr 2015 um 1,5 Milliarden Euro senken. Zu dieser Summe soll die Kernmarke Lufthansa 900 Millionen beitragen - davon 600 Millionen durch Einsparungen und 300 Millionen durch höhere Erlöse. Die Flotte soll bis zum Jahr 2014 nicht wachsen, Strecken werden gestrichen, und auch die Gehälter und Altersversorgung will die Konzernführung kürzen. Unter anderem möchte der Vorstand die First Class auf vielen Langstreckenflügen abschaffen. Auch über einen größeren Stellenabbau wird spekuliert. (dpa-AFX)

Infineon korrigiert Jahresprognose nach oben

Der Chipkonzern Infineon hat im vergangenen Quartal überraschend bessere Geschäfte gemacht als erwartet. Der Umsatz kletterte verglichen zum Vorquartal um 4 Prozent auf 986 Millionen Euro und der Gewinn legte um 16 Prozent auf 111 Millionen zu, wie das Unternehmen aus Neubiberg am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf es die Analystenprognosen deutlich.

Zugleich hob Infineon seine Prognose für das laufende Jahr leicht an. Statt wie bisher von einem Umsatzrückgang von etwa 10 Prozent erwartet der Konzern nun nur noch ein Minus von um die 5 Prozent. Die operative Marge werde mit um die 15 Prozent im Zielkorridor bleiben. (Reuters)

Hohe Energiekosten belasten Heidelberg Cement

Höhere Energie- und Frachtkosten haben das Ergebnis von Heidelberg Cement im ersten Quartal belastet. Der Nettoverlust weitete sich auf 204 Millionen Euro aus und lag damit höher als von Analysten erwartet. Im Vorjahr lag das Minus bei 161 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen nahm um 15,5 Prozent auf 214 Millionen Euro ab. Neben den gestiegenen Preisen für Energie fielen auch höhere Kosten für Instandhaltungen an, die im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr insgesamt früher durchgeführt worden waren. Die höheren Kosten vor allem für Energie will der Dax-Konzern durch Preiserhöhungen und ein Sparprogramm auffangen. Erste Preiserhöhungen seien bereits umgesetzt worden.

Traditionell gehört das erste Quartal zu den schwächeren bei Baustoffkonzernen, da im Winter wetterbedingt die Arbeit auf vielen Baustellen ruht. Der sehr kalte Februar führte in diesem Jahr denn auch zu Einbußen beim Zementabsatz in den Regionen West- und Nordeuropa. In Nordamerika profitierte das Geschäft dagegen von der fortgesetzten Wirtschaftserholung. In Asien und Afrika blieb die Nachfrage weiter hoch, so dass die Einbußen in Europa mehr als ausgeglichen werden konnten. Insgesamt stieg der Zement- und Klinkerabsatz um 5 Prozent. Der Umsatz wuchs um 7,6 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Die Prognose bekräftigte Heidelberg Cement: Umsatz und operatives Ergebnis sollen 2012 steigen. (Dow Jones)

Hannover Rück legt kräftigen Gewinnsprung hin

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück ist dank ausgebliebener Naturkatastrophen und lukrativer Finanzgeschäfte mit einem überraschend kräftigen Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Ein Jahr nach dem Tsunami in Japan und dem schweren Erdbeben in Neuseeland verfünffachte sich der Überschuss auf gut 261 Millionen Euro, wie der Konkurrent des Marktführers Munich Re am Donnerstag in Hannover mitteilte. Dies war auch dank gestiegener Gewinne aus Kapitalanlagen deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Ein Jahr zuvor war das Unternehmen nur dank einer Steuerrückzahlung in den schwarzen Zahlen geblieben. Diesmal hielten sich die Großschäden deutlich in Grenzen. Die Großschadenbelastung erreichte mit knapp 61 Millionen Euro nur einen Bruchteil der 572 Millionen aus dem Vorjahreszeitraum. Größter Schaden war der Untergang des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia im Januar, der die Hannover Rück 45 Millionen Euro kostete. Für 2012 rechnet der Vorstand um Konzernchef Ulrich Wallin weiter mit einem guten Geschäftsjahr, sofern sich die Großschäden im Rahmen halten und es zu keinen allzu bösen Überraschungen an den Kapitalmärkten kommt. Im März hatte Wallin nicht ausgeschlossen, den Gewinn über die 606 Millionen Euro des Vorjahres hinaus zu steigern. (dpa-AFX)

Beiersdorf profitiert von Sortimentsbereinigung

Das Aussortieren von Ladenhütern und die Konzentration auf Hautpflege haben sich im ersten Quartal für die Beiersdorf AG ausgezahlt. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten erhöhte sich auf 198 Millionen Euro, nach 167 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten einen Anstieg der Einnahmen um etwas mehr als 4 Prozent und eine doppelt so hohe Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten erwartet.

Positiv auf den Absatz habe sich auch die insgesamt positive Marktentwicklung ausgewirkt. Der Nettogewinn liegt mit 125 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im Vergleichsquartal 2011 hatte der DAX-Konzern seine Marken Juvena und Marlies Möller verkauft. Für 2012 bestätigte der Vorstand den Ausblick. Er rechnet weiterhin mit einer Verbesserung von Umsatz und Gewinnmargen. (Dow Jones)

Metro macht Verlust

Der Handelsriese Metro ist unter seinem neuen Chef Olaf Koch mit einem deutlichen Verlust ins Geschäftsjahr 2012 gestartet. Metro habe im ersten Quartal bei einem um 2,2 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz einen operativen Verlust von 9 Millionen Euro eingefahren, teilte der Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mit. Vor Jahresfrist stand noch ein operativer Gewinn von 142 Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter blieb ein Verlust von 82 Millionen Euro - vor Jahresfrist war noch ein Minus von 3 Millionen Euro angefallen. Metro erreichte damit beim Umsatz die Erwartungen des Marktes, der Verlust fiel aber deutlich höher als prognostiziert aus. Analysten hatten bei einem Umsatz von 15,6 Milliarden Euro mit einem Ebit von 49,5 Millionen Euro und einem Verlust nach Anteilen Dritter von 51,3 Millionen Euro gerechnet.

Der neue Metro-Chef hatte angekündigt, nach dem rigiden Sparkurs seines Vorgängers vor allem den Umsatz des Konzerns wieder ankurbeln zu wollen. Dabei drückte Koch auch die Preise - dies ließ die Erträge purzeln. Für 2012 rechnet Koch weiter mit einem Umsatzanstieg, den operativen Gewinn vor Sonderfaktoren erwartet er auf der Vorjahreshöhe von 2,37 Milliarden Euro. Die Investitionsmittel für 2012 kürzte Koch: Das Budget strich er von 2 auf 1,8 Milliarden Euro zusammen. Auf den noch von seinem Vorgänger Cordes geplanten Markteintritt der Cash&Carry-Märkte in Indonesien verzichtet der Konzern nun. (Reuters)

MAN verdient weniger Geld

Der Lastwagenbauer MAN bekommt die schwächeren Märkte vor allem in Westeuropa zu spüren und hat im ersten Quartal deutlich weniger Geld verdient. Unter dem Strich blieben der Volkswagen-Tochter zwischen Januar und März noch 129 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr waren es noch 565 Millionen gewesen, die allerdings auch durch einen Sondereffekt getrieben waren.

Der operative Gewinn schrumpfte in den ersten drei Monaten verglichen mit dem Vorjahr um gut 20 Prozent auf 253 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte allerdings leicht um 3 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. (dpa)

Autozulieferer Continental legt in beiden Sparten kräftig zu

Der Autozulieferer Continental hat zum Jahresauftakt in beiden Sparten kräftig zugelegt. In der Autozuliefer-Sparte stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 403 (Vorjahr: 359) Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mitteilte. Im Reifengeschäft legte Conti beim Umsatz um 15 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu, das bereinigte Ebit stieg auf 494 (397) Millionen Euro.

Steigende Ölpreise machten sich bei den Reifen erst im weiteren Jahresverlauf bemerkbar, während die Preise für Seltene Erden die Automotive-Sparte schon in den ersten drei Monaten belastet hätten. Unter dem Strich übertraf Continental mit einem Gewinn nach Anteilen Dritter von 483 Millionen Euro den Vorjahreswert um 31 Prozent, während Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr will Vorstandschef Elmar Degenhart dennoch nicht anheben: „Wir sind (...) optimistisch, unsere gesetzten Jahresziele sicher zu erreichen“, sagte er nur. (Reuters)

Generika-Geschäft treibt Gewinn von Fresenius

Florierende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten und in den Kliniken sorgen für gute Stimmung beim Gesundheitskonzern Fresenius. Der Gewinn stieg im ersten Quartal um 18 Prozent auf 200 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Verschuldung des Konzerns stieg wegen der Finanzierung von Übernahmen deutlich. Ende März betrugen die Nettofinanzverbindlichkeiten 10,6 Milliarden Euro nach 9,2 Milliarden Euro Ende vergangenen Jahres.

Auch im laufenden Jahr will Fresenius weiter zukaufen. Vergangene Woche hatte das Unternehmen die Übernahme von Rhön-Klinikum angekündigt. Dabei legte Fresenius auch vorläufige Zahlen für das erste Quartal vor und hob seine Prognose für 2012 an. Diese Ziele bekräftigte der Konzern am Donnerstag. Das Konzernergebnis soll demnach währungsbereinigt um 12 bis 15 Prozent steigen. Der Umsatz soll um 10 bis 13 Prozent zulegen, wobei Fresenius das obere Ende dieser Spanne anpeilt. (Reuters)

Drägerwerk wächst dank Nachfrage aus Europa und Asien

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat im ersten Quartal von der Nachfrage aus Europa und Asien profitiert und mehr verdient als im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern kletterte um 9,4 Prozent auf 25,4 Millionen Euro, wie die im Tec-Dax-notierte Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Beim Umsatz verbuchten die Lübecker ein Plus von 3,6 Prozent auf 529,3 Millionen Euro, während das operative Ergebnis auf 46,8 Millionen Euro stieg. Im Vorjahr standen noch 42,6 Millionen Euro in der Bilanz.
Mit seinen Kennzahlen übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten.

Die Prognose für 2012 wurde bestätigt: Dräger erwartet weiterhin, beim Auftragseingang und beim Umsatz mindestens so schnell zu wachsen wie die Weltwirtschaft insgesamt (IWF-Prognose vom April 2012: Plus 3,5 Prozent). Dabei rechnet der Konzern mit einer Ebit-Marge zwischen 8 Prozent und 9,5 Prozent (2011: 9,5 Prozent). In den ersten drei Monaten wiesen die Lübecker eine Marge von 8,8 Prozent aus. Auch für 2013 gehen die Lübecker von einer weiteren Verbesserung der Kennziffer aus. (dpa-AFX)

Société Générale schlägt sich zu Jahresbeginn besser als erwartet

Der Gewinn der französischen Großbank Société Générale ist zu Jahresbeginn nicht so stark gesunken wie befürchtet. Der Überschuss ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 732 Millionen Euro zurück, wie das Institut am Donnerstag in Paris mitteilte. Analysten hatten mit einem schwächeren Ergebnis gerechnet. Vor allem das Geschäft der Investmentbankingsparte mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen überraschte positiv. Dagegen sanken die Erträge aus der Finanzierung von Unternehmen im Zuge des Abbaus von Risiken bei der zweitgrößten französischen Bank.

Die Kapitalstruktur des Instituts sei weiter gestärkt worden, sagte Vorstandschef Frederic Oudea. Er betonte, dass die Bank die künftig strengeren Anforderungen aus eigener Kraft erfüllen könne. Société Générale war im vergangenen Jahr in schweres Fahrwasser geraten, weil US-Geldmarktfonds angesichts des Misstrauens über den Verlauf der Schuldenkrise dem Institut kaum noch Dollar leihen wollten. Daher dampfte die Bank ihr Geschäft in Dollar radikal ein. Sie war zudem schwer vom Schuldenschnitt für Griechenland betroffen. (dpa-AFX)

Steueraufwand von SGL Carbon drückt Gewinn

Der Kohlenstoffspezialist SGL Group hat im ersten Quartal einen leicht rückläufigen Gewinn ausgewiesen. Als Grund dafür nannte SGL am Donnerstag einen höheren Steueraufwand. Der Gewinn sank von 14,9 Millionen auf 14,1 Millionen Euro. Analysten hatten mit knapp 16 Millionen gerechnet. Die bereits vorgelegten vorläufigen Zahlen für den Umsatz und den operativen Gewinn bekräftigte das Unternehmen. Demnach war der Umsatz zwischen Januar und März um 5 Prozent auf 382 Millionen Euro gestiegen, während der operative Gewinn (Ebit) bei 36 Millionen Euro stagnierte.

Der Ausblick wurde bestätigt. Mit Blick auf das laufende 2. Quartal erwartet SGL den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf dem Niveau des 1. Quartals. Dies liege an vorgezogenen Bestellungen. Das erste Halbjahr werde insgesamt im Rahmen der Erwartungen liegen. (dpa-AFX)

Pfeiffer Vacuum im ersten Quartal über den Erwartungen

Der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum hat im ersten Quartal trotz eines Umsatzrückgangs die Markterwartungen übertroffen. Wie das im Tec-Dax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 143,6 auf 132 Millionen Euro. Im Vorjahr befand sich die Halbleiterbranche, welche ein Drittel des Umsatzes ausmacht, in einer Hochkonjunkturphase. Heute steckt sie in einer Flaute. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich indes von 17 auf 20,1 Millionen Euro, der Überschuss legte von 11,3 auf 13,4 Millionen Euro zu.

Mit allen Geschäftszahlen lag Pfeiffer über den Prognosen der Analysten. „Mit der Umsatzentwicklung sind wir sehr zufrieden. Noch wichtiger ist uns jedoch die Verbesserung bei der Ertragslage“, sagte Unternehmenschef Manfred Bender. Allerdings seien die Signale aus dem Markt immer noch sehr durchwachsen. „Wir können derzeit noch nicht abschätzen, ob das wirtschaftliche Umfeld nachhaltig stark sein wird.“ Einen Ausblick auf das laufende Jahr gab der Konzern noch nicht. (dpa-AFX)

Novartis stärkt Generikageschäft mit Milliardenzukauf

Der schweizerische Pharmakonzern Novartis verstärkt sein Geschäft mit Nachahmermedikamenten. Für 1,53 Milliarden Dollar will das Unternehmen die New Yorker Fougera Pharmaceuticals übernehmen. Verkauft wird der Anbieter von dermatologischen Produkten von einer Gruppe von Beteiligungsgesellschaften. Novartis will Fougera in die Generikasparte Sandoz integrieren, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Mit einem Umsatz von zusammen nahezu 620 Millionen Dollar würde Sandoz dann die Nummer 1 bei Generika im Bereich Dermatologie, hieß es.

Die amerikanische Gesellschaft setzte den Angaben zufolge 2011 rund 429 Millionen Dollar um. Der Zukauf werde das Ergebnis je Aktie steigen lassen, hieß es ohne Nennung weiterer Details. Finanziert werde die Transaktion mit vorhandenen Barmitteln sowie aus dem Cashflow. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden soll der Deal im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. (Dow Jones)

Immobilienriese Gagfah will 38.000 Wohnungen verkaufen

Deutschlands zweitgrößte Immobilienfirma Gagfah will einem Zeitungsbericht zufolge rund ein Drittel ihres Wohnungsportfolios verkaufen. Der Immobilienkonzern, der dem amerikanischen Finanzinvestor Fortress gehört, habe die Investmentbank Leonardo damit beauftragt, einen Käufer für die rund 38.000 Wohnungen zu finden, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstagsausgabe) vorab. Die Einheiten gehören ihrer Tochter Woba Dresden und stehen mit knapp 1,8 Milliarden Euro in den Büchern der Gagfah.

Die Transaktion wäre in diesem Jahr die größte am boomenden deutschen Wohnungsmarkt. Gagfah hatte die Woba Dresden 2006 von der Stadt für 1,75 Milliarden Euro erworben und kräftig in die Wohnungen - zum Großteil Plattenbauten - investiert. (Reuters)

Carlyle muss Preis für Aktie senken

Die private amerikanische Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group muss kurz vor ihrem Börsengang die Preise für ihre Aktien senken. Das deutet darauf hin, dass viele Anleger von dem Unternehmen nicht so recht überzeugt sind. Das Unternehmen aus der amerikanischen Hauptstadt Washington ist eines der größten der Branche und die letzte große Beteiligungsgesellschaft, die an die Börse geht. Die Aktien müssen jetzt unterhalb der geplanten Spanne verkauft werden. Über Wochen hatte Carlyle betont, dass der Preis bereits moderat sei. Aber einige Investmentfonds haben mit viel Druck erreicht, dass das Geschäft ein Schnäppchen für sie wird, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen. Carlyle hofft zudem, dass der niedrige Preis zu einem guten ersten Börsentag und zu einer langfristig positiven Entwicklung führt.

Aus dem Umfeld von Carlyle heißt es, das Unternehmen hätte die Aktien auch zum ursprünglichen Preis verkaufen können, wollte aber weitere Großanleger anlocken. Mit einem verwalteten Vermögen von 147 Milliarden Dollar ist Carlyle eine der größten Beteiligungsgesellschaften. Selbst bei dem jetzt festgelegten Ausgabepreis von 22 Dollar wird es in den Vereinigten Staaten der bisher größte IPO des Jahres. Etwa 671 Millionen Dollar könnten zusammenkommen. Der Vorgang gilt auch als wichtiger Stimmungstest für den Börsengang von Facebook am 18. Mai. Die Carlyle-Aktie wird ab Donnerstag mit dem Symbol CG an der Wall Street gehandelt. Ursprünglich wollte das Unternehmen zwischen 23 und 25 Dollar je Aktie verlangen. (Dow Jones)


 

 

Wirtschaftsnachrichten

EU scheitert vorerst mit neuen Banken-Regeln

Die europäischen Finanzminister sind mit einer Einigung auf strengere Banken-Eigenkapitalregeln vorerst gescheitert. Die obersten Kassenhüter vertagten sich auf Mitte Mai. „Wir haben einen riesigen Fortschritt gemacht, es muss aber noch technische Arbeit erledigt werden“, sagte die dänische Ressortchefin und amtierende EU-Ratspräsidentin Margrethe Vestager nach 16-stündigen Verhandlungen am frühen Donnerstagmorgen in Brüssel. Die EU will mit der ausgesprochen umfangreichen Gesetzgebung das sogenannte Basel-III-Abkommen für strengere Eigenkapitalvorgaben umsetzen. Damit sollen 8300 Geldhäuser in Europa weniger anfällig für Krisen werden. Bis Anfang 2013 sollen die Regeln in europäisches Recht übertragen werden. Die Grundsatz-Einigung soll nun beim nächsten Ministertreffen am 15. Mai erreicht werden. Danach werden die Verhandlungen mit dem Europaparlament aufgenommen, das bei der Gesetzgebung mitentscheidet.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte in der Nacht: „Alle haben den Willen, eine Lösung zu finden.“ Er fügte hinzu: „Wenn wir zu wenig Eigenkapital haben, dann sind die Banken ein Risikoträger für die Stabilität des Finanzsystems.“ EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der vor neun Monaten die Gesetzgebung vorgeschlagen hatte, sprach von zwei förmlichen Vorbehalten, die er eingelegt habe. Dabei geht es um das Zusammenspiel der EU-Institutionen bei der Bankenregulierung. Die neuen Regeln seien ein zentraler Baustein der Regulierung, um die Lehren aus der seit 2008 dauernden Finanzkrise zu ziehen. Umstritten war unter anderem, unter welchen Bedingungen Mitgliedstaaten noch strengere Regeln für ihre heimischen Geldhäuser erlassen können. Dabei ging es auch um die Frage, wie dann Tochterunternehmen von strenger regulierten Banken in europäischen Nachbarländern behandelt werden.

Diplomaten berichteten nach den zähen Debatten, vor allem Großbritannien habe einen Kompromiss torpediert. Der britische Ressortchef George Osborne brachte besonders viele nationale Sonderwünsche vor, weil er nach eigener Auffassung mit London den wichtigsten Bankenplatz in Europa vertritt. „Ich gehe nicht nach draußen, um dann wie ein Idiot auszusehen“, sagte er mit Blick auf mögliche Kritik seiner heimischen Öffentlichkeit zu einem mit heißer Nadel gestrickten EU-Kompromiss zu Basel III. EU-weit wird zunächst für Banken eine Gesamtkapitalquote von acht Prozent vorgeschrieben, wobei ein stufenweise steigender Anteil auf das Kernkapital entfällt. Das Kernkapital ist Kapital, das unmittelbar haftbar ist. Außerdem sollen die Kreditinstitute in der Zukunft zusätzliche Kapitalpuffer aufbauen. Auch auf diese Polster sollen sie in einer Krise zurückgreifen können. Nach Schätzungen der EU-Kommission dürften sich die nötigen Eigenmittel bis 2015 auf insgesamt 84 Milliarden Euro belaufen. Bis 2019 werden sich demnach die zusätzlichen Gelder auf 460 Milliarden Euro summieren. (dpa)
 

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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