Unternehmensnachrichten
Gagfah im zweiten Quartal mit Gewinnanstieg
Der Immobilienkonzern Gagfah hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der operative Gewinn stieg von 59 Millionen Euro im zweiten Jahresviertel 2011 auf 93 Millionen Euro. Die für Immobilienunternehmen wichtige Kennzahl FFO (Funds from Operations) kletterte von 0,14 Euro je Aktie auf 0,21 Euro. (dpa-AFX)
Cisco verdient dank Restrukturierung mehr als erwartet
Der amerikanische Netzwerkausrüster Cisco Systems hat im vierten Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient. Ohne Sonderposten betrug das Ergebnis 2,5 Milliarden Dollar oder 47 Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Experten hatten im Durchschnitt lediglich mit 45 Cent pro Anteilsschein gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um vier Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Cisco führte das unerwartet gute Ergebnis auf Kosteneinsparungen und ein laufendes Restrukturierungsprogramm zurück. (Reuters)
Telekom Austria senkt Prognose
Die Telekom Austria zieht mit einer Prognosesenkung seine Konsequenzen aus dem starken Wettbewerb in seinen größten Märkten und der schleppenden Konjunktur. Nach Rückgängen im Halbjahr rechnet der Telekommunikationskonzern nun im Gesamtjahr mit einem Erlös von 4,2 Milliarden Euro statt bislang 4,4 Milliarden Euro. Der bereinigte operative soll nun 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro statt rund 1,5 Milliarden Euro betragen.
An der für 2012 versprochenen Dividende von 38 Cent je Aktie hielt der ehemalige österreichische Staatsmonopolist, der mit dem mexikanischen Milliardär Carlos Slim einen neuen Großaktionär bekommt, jedoch fest.
Von Januar bis Juni sank der Umsatz um 4,9 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda ging um 6,6 Prozent auf 726 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich wies Telekom Austria einen Gewinn von knapp 81 Millionen Euro aus, nach einem Verlust von 59 Millionen Euro im Vorjahr. Seinerzeit hatten Aufwendungen für den Personalabbau das Ergebnis belastet. (Reuters)
Umsatz und Gewinn von Applied Materials fallen
Magere Aufträge konjunkturskeptischer Halbleiterhersteller schlagen auf die Quartalsbilanz des amerikanischen Chipausrüsters Applied Materials durch. Das kalifornische Unternehmen wies am Mittwoch nach Börsenschluss einen Umsatz von 2,34 Milliarden Dollar für das dritte Vierteljahr aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,79 Milliarden. Der Nettogewinn verringerte sich mit 218 Millionen Dollar auf weniger als die Hälfte des Vorjahrs. Mit dem Umsatz erfüllte Applied Materials die Markterwartungen, die nach der Gewinnwarnung für das Gesamtjahr im Juli allerdings bescheidener ausgefallen waren. Wegen der ungewissen Wirtschaftslage brachen bei Applied Materials die Bestellungen der Halbleiterhersteller ein. Das Unternehmen macht sich im laufenden vierten Quartal auf 25 bis 40 Prozent geringere Umsätze als im dritten Vierteljahr gefasst. Die Aktien des Technologieunternehmens gaben im nachbörslichen Handel 3,3 Prozent nach. (Reuters)
Lenovo meldet 30 Prozent höheren Gewinn im zweiten Quartal
Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat im zweiten Quartal seinen Gewinn um 30 Prozent gesteigert. Allerdings war das nur noch die Hälfte des Gewinnwachstums des Vorquartals, als eine Zunahme von 59 Prozent verzeichnet wurde, teilte der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt am Donnerstag in Peking mit. Im am 30. Juni abgeschlossenen Quartal habe Lenovo 144 Millionen Dollar (117 Millionen Euro) Gewinn gemacht. (dapd)
Quartalsgewinn von Zurich sinkt um 19 Prozent
Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Insurance Group hat das zweite Quartal mit 1,08 Milliarden Dollar Gewinn abgeschlossen und damit unter dem Strich 19 Prozent weniger verdient als vor einem Jahr. Anders als im Vorjahr spülten keine Beteiligungsverkäufe Geld in die Kasse. Zurich verdiente aber mehr als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit einem Gewinnrückgang auf 987 Millionen Dollar gerechnet hatten. Wie Konkurrenten auch verdiente der gemessen an der Marktkapitalisierung zweitgrößte europäische Versicherer gut an den Kapitalmärkten und teure Großschäden blieben aus. Einen konkreten Ausblick gab der Konzern wie üblich nicht. (Reuters)
Banco Santander plant Börsengang der mexikanischen Tochter
Die spanische Bank Santander will einem Medienbericht zufolge mit dem Börsengang eines Teils ihrer mexikanischen Tochter bis zu vier Milliarden Dollar erlösen. Das Geldhaus werde die Aktien wohl im September verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Kreditinstitut wolle eine Beteiligung von 25 bis 30 Prozent veräußern. Ein Sprecher von Santander Mexico war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (Reuters)
Wirtschaftsnachrichten
Deutsches Steuerabkommen mit der Schweiz vor dem Aus
Die SPD-regierten Bundesländer sind nach Angaben aus der Partei entschlossen, das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz im Herbst im Bundesrat zu Fall zu bringen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Führende Sozialdemokraten aus Bund und Ländern sagten, es gebe inzwischen ein großes Einverständnis aller Länder, den von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ausgehandelten Vertrag im Bundesrat scheitern zu lassen. „Die Übereinkunft ist so gut wie tot“, hieß es.
Zwar sei noch keine offizielle Entscheidung gefallen, das solle erst bei der vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck koordinierten Bundesrats-Vorbesprechung der SPD im September geschehen. Doch eine Telefonkonferenz der engeren Parteiführung am Montag habe gezeigt, dass es keine „Wackelkandidaten“ mehr gebe.
Den Meinungswandel in einigen SPD-regierten Ländern habe der jüngste, umstrittene Ankauf von CDs mit Daten mutmaßlicher Steuerhinterzieher in Nordrhein-Westfalen bewirkt, hieß es. Aus diesen Daten soll nach Angaben des Finanzministeriums in Düsseldorf hervorgehen, dass Schweizer Banken deutschen Steuerhinterziehern Hilfestellung für den Weitertransfer ihres Geldes in Drittstaaten geben. (Dow Jones)
Ausländische Direktinvestitionen nach China brechen im Juli ein
Die Anziehungskraft Chinas für ausländisches Kapital hat im Juli erheblich nachgelassen. Insgesamt steckten Investoren von außerhalb 7,58 Milliarden Dollar und damit 8,7 Prozent weniger als vor einem Jahr in die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde. Die enttäuschenden Zahlen fügen sich in eine Reihe mit anderen schwachen Konjunkturdaten aus dieser Woche und zeigen, wie stark Peking mittlerweile kämpfen muss, um das Wachstum zu halten. Im Juni waren noch 12 Milliarden Dollar nach China geflossen.
Das Handelsministerium erklärte den Rückgang mit einem ganzen Bündel an Gründen. „Das Nachlassen der Weltwirtschaft, die anhaltende europäische Schuldenkrise, Fluktuationen an den weltweiten Finanzmärkten, das Wiederaufleben der amerikanischen Industrie sowie der Aufstieg der Schwellenländer haben zu einer Veränderung in den Investment-Trends geführt“, sagte Ministeriumssprecher Shen Danyang. Außerdem hätten der Anstieg der Löhne und höhere Bodenpreise den Wettbewerbsvorteil Chinas teilweise erodieren lassen. Die chinesische Regierung geht aber davon aus, dass der Rückgang der ausländischen Investitionen nur ein vorübergehendes Phänomen ist.(Dow Jones)
