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Medienschau Altmaier will Energiepolitik überprüfen

 ·  Bafin-Chefin Elke König will die Schattenbanken bekämpfen, Vale will ein Thyssen-Krupp-Werk in Brasilien übernehmen und die Lufthansa plant den Verkauf der Sky Chefs.

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Unternehmensnachrichten

Vale will Thyssen-Krupp-Werk in Brasilien übernehmen

Der Rohstoffkonzern Vale ist laut einem Medienbericht bereit, das Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Brasilien zu übernehmen. Wie das Magazin „Wirtschaftswoche“ berichtet, kamen jetzt Vale-Chef Murilo Ferreira und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zusammen, um sich über die Verhandlungsposition gegenüber Thyssen-Krupp zu einigen. Ein Sprecher des Essener Stahlkonzerns sagte am Samstag auf Anfrage lediglich, man sei „selbstverständlich“ mit Vale im Gespräch. Es gelte weiter die Aussage, dass Thyssen-Krupp für das Stahlwerk „strategische Optionen in alle Richtungen“ prüfe. Das brasilianische Bergbau-Unternehmen hält bereits 27 Prozent an dem erst vor zwei Jahren eröffneten Werk, das rund 80 Kilometer westlich von Rio de Janeiro in der Bucht von Sepetiba liegt. (dpa-AFX)

Piëch und Winterkorn ziehen Zügel bei VW an

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn Dutzende Spitzenpositionen neu mit engen Vertrauten sowie Managern mit technischem Sachverstand besetzt. An manchen Stellen im Konzern habe es deutlich gehapert, vor allem bei der zäh verlaufenden Lkw-Allianz der Töchter MAN und Scania . Doch nicht nur der Vorstandschef, auch sein „Ziehvater“, Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, führt beim Umbau Regie. Dabei scheute Winterkorn auch nicht davor, wichtige Top-Manager auszuwechseln - wie China-Chef Karl-Thomas Neumann, der als ein Nachfolgekandidat galt und zuletzt aus Wolfsburger Sicht offensichtlich an einer zu langen Leine lief. Winterkorn hat Neumann den Job als Entwicklungschef bei der tschechischen Tochter Skoda angeboten, wie aus Konzernkreisen verlautete. Ob Neumann diesen annimmt, ist aber mehr als fraglich, die Zeichen deuten auf Abschied.

Neuer China-Chef wird nun der bisherige Lkw-Vorstand Jochem Heizmann. Die Unzufriedenheit mit Heizmann sei in Wolfsburg zunehmend größer geworden, heißt es. Heizmann habe es nicht geschafft, zwischen MAN und Scania mehr Zusammenarbeit zu erreichen. Schaffen soll dies nun der bisherige Scania-Chef Leif Östling, der neuer Lkw-Konzernchef wird. Für Heizmann - ein enger Vertrauter Winterkorns - aber musste ein neuer Job gefunden werden. (dpa-AFX)

Lufthansa plant Verkauf von Catering-Tochter

Die Lufthansa plant einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf der Catering-Tochter LSG Sky Chefs und des Bereichs IT Services. Besonders fortgeschritten sie Verkaufspläne für den Bordverpfleger LSG, berichtete die „Financial Times Deutschland“ vorab aus ihrer Montagausgabe. Hier sollten spätestens 2013 in einem ersten Schritt 49 Prozent der Anteile abgegeben werden, idealerweise an einen strategischen Partner aus der Catering-Branche. LSG setzte den Angaben zufolge 2011 mit fast 30.000 Mitarbeitern 2,3 Milliarden Euro um und gilt als Weltmarktführer.

Das Restrukturierungs- und Sparprogramm bei der Lufthansa reiche nicht aus, um die geplanten Milliarden-Investitionen zu stemmen, berichtete die Zeitung, Die anvisierte Trennung von der LSG und gegebenenfalls LH IT Services und die daraus erhofften Erlöse sollten offenbar helfen, die Verschuldung künftig nicht zu sehr nach oben schnellen zu lassen, hieß es. (Reuters)

Bayer meldet Studienerfolge bei Krebsmedikamenten

Der Pharmakonzern Bayer meldet weitere Erfolge für seine Hoffnungsträger in der Krebsbehandlung. Ergebnisse von Phase-III-Studien mit Regorafenib und Alpharadin hätten eine Verlängerung der Überlebenszeit belegt, teilte der Konzern mit. Die Ergebnisse der für eine Zulassung relevanten Studien hätten zum Teil eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung gezeigt, teilte das Unternehmen auf dem Jahreskongress der American Society for Clinical Oncology (ASCO) in Chicago mit. (Dow Jones)

Wirtschaftsnachrichten

Altmaier stellt Zielvorgaben für Energiewende auf den Prüfstand

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier stellt bei der Energiewende Zielvorgaben des Umweltressorts auf den Prüfstand. „Die Wirtschaft wird nur in den Umbau investieren, wenn sie unsere Ziele und Prognosen für realistisch hält“, sagte Altmaier dem „Spiegel“. Er habe angeordnet, „bis zur Sommerpause die Prognosen, mit denen wir bisher arbeiten, zu überprüfen, insbesondere im Hinblick darauf, was wir bisher erreicht haben und was nicht.“ Dies gelte für die Erwartungen an den künftigen Stromverbrauch genauso wie für die Einsparszenarien etwa durch mehr Energieeffizienz.

„Auch die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien werden wir uns noch einmal genau ansehen“, kündigte Altmaier an. Als Beispiel führte er die Prognosen seines Hauses zur Entwicklung des Stromverbrauchs an: „In keiner unserer Broschüren fehlt der Hinweis, dass 35 Prozent unseres Stroms bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien stammen sollen. Ob wir dieses Ziel erreichen, und was wir dafür tun müssen, hängt jedoch erkennbar von der Frage ab, wie hoch der Stromverbrauch im Jahr 2020 überhaupt sein wird“, sagte Altmaier. (dpa-AFX)

Bafin-Chefin sagt Schattenbanken den Kampf an

Deutschlands oberste Finanzaufseherin will Schattenbanken wie Hedge Fonds oder auch Geldmarktfonds stärker regulieren. „Wir können uns mit der Regulierung von Schattenbanken keine Zeit mehr lassen“, sagte Bafin-Präsidentin Elke König dem „Handelsblatt“ (Montag). Denn dort könnten Risiken aufgebaut werden, „die zur einer Gefahr für die Stabilität des gesamten Finanzsystems“ führten. Schattenbanken sind Institute, die bankähnliche Aufgaben wie Finanzierungen erledigen, ohne der Bankaufsicht zu unterliegen. Dabei handelt es sich vorrangig um Hedge Fonds, Geldmarktfonds, aber auch Zweckgesellschaften — Institute also, die bekannt sind für ihre riskanten Geschäfte. Nach Expertenschätzungen hat sich das Finanzvolumen der Schattenbanken zwischen 2002 und 2010 auf 46 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Und die schärfere Überwachung von „“normalen“ Banken bietet zusätzliche Anreize, Geschäfte in den kaum regulierten Schattenbankensektor zu verlagern. Deshalb warnt König: „ Wenn wir nicht bald wesentliche Fortschritte erzielen, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich Krisenherde außerhalb unseres Radars bilden.“ (dpa-AFX)

China bekräftigt Unterstützung der Euro-Zone

China hat seine Unterstützung der Euro-Zone im Kampf gegen die Schuldenkrise bekräftigt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft werde auch künftig in Staatsanleihen aus der Währungsgemeinschaft und andere Vermögensanlagen investieren, kündigte Zentralbank-Chef Zhou Xiaochuan in der Zeitung „Chinese Business News“ am Montag an. Auch werde China weiter das Engagement des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Investitionen in Infrastruktur-Projekte und Privatisierungsprogramme unterstützen. (Reuters)

Merkel signalisiert Einlenken bei Steuer für Finanzmärkte

Im Ringen um die Zustimmung zum europäischen Fiskalpakt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel der Opposition Entgegenkommen bei der Finanztransaktionssteuer signalisiert. Zwar sei eine solche Abgabe auf alle Börsengeschäfte weder EU-weit noch in der ganzen Euro-Zone derzeit durchsetzbar, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag auf einer Konferenz mit CDU-Funktionären in Berlin. „Aber wir schauen, ob wir vielleicht mit einigen ähnlich gestimmten Länder etwas hinbekommen“, fügte sie hinzu. (dpa-AFX)

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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